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Füssen. (PM EVF) Gegen die Gäste aus Höchstadt verlor der EVF auf heimischem Eis mit 3:4 (0:1, 1:2, 2:1). Höchstadt konnte ebenso wie zuvor... Knappe Niederlage gegen Höchstadt, Sieg in Lindau nach Verlängerung

Füssens Torhüter Benedikt Hötzinger und Verteidiger Florian Simon hatten desöfteren das Nachsehen – © EVF Media/PR

Füssen. (PM EVF) Gegen die Gäste aus Höchstadt verlor der EVF auf heimischem Eis mit 3:4 (0:1, 1:2, 2:1).

Höchstadt konnte ebenso wie zuvor Passau am Kobelhang den dritten Sieg im dritten Spiel feiern. Dieser war auf Grund der ersten beiden Drittel verdient, das Heimteam kam viel zu spät in die Partie, holte dann zwar einen 0:3-Rückstand auf, nur um wieder in der Schlussphase den entscheidenden Treffer hinzunehmen. In der letzten Minute wäre zwar beinahe noch der Ausgleich gelungen, es blieb aber bei der knappen Niederlage.

Füssen fand offensiv zunächst fast nicht statt. Die Alligators waren das deutlich agilere Team, verpassten es aber, daraus Kapital zu schlagen. Erst ein katastrophaler Fehlpass brachte den Gästen die verdiente, in diesem Fall jedoch auch geschenkte Führung durch Klavs Planic. Eine erste Druckphase des Eissportvereins brachte den HEC erstmals zum Ende des Abschnitts in Bedrängnis, der Ausgleich fiel aber nicht.

Zu Beginn des Mitteldrittels scheiterte Helenius knapp, beim ersten Angriff der Alligators patzte die Füssener Abwehr erneut, Michail Guft-Sokolov konnte zum 0:2 vollenden. Ein schneller Angriff der Gäste bedeutete das 0:3 durch Dmitrij Litesov. Füssen nahm eine Auszeit. Und konnte nur 47 Sekunden später durch einen schönen Schuss von Förderlizenzspieler Leon Sivic auch erstmals treffen. Danach zog Höchstadt das Tempo aber nochmals an und wirbelte die Füssener Abwehr durcheinander. Benedikt Hötzinger war jedoch nicht zu überwinden.

Führte der HEC nach zwei Dritteln hochverdient, so kippte im letzten Abschnitt zunächst das Spiel. Der EVF war jetzt viel besser in den Zweikämpfen und machte es dem Gast nicht mehr so leicht, sein Kombinationsspiel aufzuziehen. Dazu kamen innerhalb von drei Minuten die beiden schnellen Treffer zum 3:3-Ausgleich. Erneut Sivic setzte die Scheibe nach schöner Aktion von Julian Straub ins Netz, danach schickte Seppänen Landsmann Helenius auf Reisen, der per Alleingang traf. Der Ausgang war nun völlig offen, zumal die Füssener weitere Chancen hatten. Die erste von nur zwei Strafzeiten bedeutete in der 51. Minute für die Schwarz-Gelben die große Möglichkeit zur Führung, wurde aber leichtfertig vergeben. Und kaum war Höchstadt wieder komplett lief man in einen Konter, den Jari Neugebauer zum 3:4 abschloss. Ein zweites Überzahlspiel und auch die Herausnahme des Torhüters brachten nur noch zwei große Chancen durch Jere Helenius und Janne Seppänen, der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. (MiL)

Tore: 0:1 (15.) Planics, 0:2 (22.) Guft-Sokolov (Seidl, Horschl), 0:3 (26.) Litesov (Seewald, Planics), 1:3 (27.) Sivic (Straub, Dalldush), 2:3 (41.) Sivic (Straub, Neudecker), 3:3 (44.) Helenius (Seppänen), 3:4 (54.) Neugebauer (Arkiomaa, Fardoe). Strafminuten Füssen 0, Höchstadt 4. Zuschauer 424.

In der Schlussphase hat der EVF durch eine tolle Energieleistung ein schon verloren geglaubtes Spiel in Lindau noch gewonnen und mit einem 7:6 (0:2, 2:3, 4:1, 1:0) in der Verlängerung den ersten Sieg der aktuellen Spielzeit eingefahren. Nach den knappen Niederlagen in den letzten Partien hatten die Schwarz-Gelben endlich das bessere Ende für sich und zeigten als Mannschaft eine tolle Moral.

Ein bis auf zwei Powerplays der Gastgeber nach Spielanteilen recht ausgeglichenes Anfangsdrittel brachte den Füssenern durch zwei Abwehrfehler einen 0:2-Rückstand. Zum wiederholten Male in dieser Saison wurde man nach einem Bully im gegnerischen Drittel ausgekontert, der Torschütze war Arturs Sevcenko. Und auch beim unnötigen 0:2 eine Minute vor der Pausensirene ließ sich die Hintermannschaft ausspielen, Martin Mairitsch verwandelte seinen eigenen Abpraller. Bezeichnend, dass der EVF danach noch eine große Chance zum Anschlusstreffer ungenutzt ließ, zuvor hatte man auch mit einem Pfostentreffer Pech.

Im zweiten Abschnitt war zunächst der EVF am Drücker. Helenius, Sivic, Jentsch, Seppänen und Neudecker hatten die Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Stattdessen erzielte Vincenz Mayer das 3:0. Ebenso bezeichnend für die bisherige Spielzeit des EVF verlief auch das weitere Drittel. Durch einen Doppelschlag von Carl Zimmermann und Leon Dalldush innerhalb von 22 Sekunden stand es plötzlich nur noch 3:2, Seppänen scheiterte im Anschluss knapp. Dann sorgten merkwürdige Bandenabpraller für das 4:2 durch Marvin Wucher und eine Strafzeit, die im Powerplay zum 5:2 durch Daniel Stiefenhofer führte. Insgesamt saßen die Schwarz-Gelben aber zu viel auf der Strafbank, um hier mehr Druck zu machen, der Rückstand war verdient.

Der Druck kam dann im Schlussdrittel und führte auch, diesmal mit etwas Glück, zum 5:3 durch Jere Helenius. Danach gab es ein Auf und Ab, wobei sich der mittlerweile für Benedikt Hötzinger eingewechselte Moritz Borst mehrmals auszeichnen konnte. Zehn Minuten vor Ende wurde der EVF aber immer überlegener und nun zogen auch die Gastgeber ihre ersten Strafzeiten. In doppelter Überzahl hatte Füssen ein paar Riesenchancen, als die Situation schon bereinigt schien schlug Nicolas Jentsch drei Sekunden vor Ablauf der zweiten Strafe doch noch zu und verkürzte auf 5:4. Nun war das Spiel wieder offen, allerdings zogen die Schwarz-Gelben zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt kurz vor Ende wieder eine Strafzeit. Hier schien Skylar Pacheco mit seinem platzierten Schlagschuss zum 6:4 die Partie entschieden zu haben, die Spielzeit zeigte 58:36.

Doch EVF-Coach Janne Kujala zog Borst für einen sechsten Feldspieler und nach einem Bully konnte Jere Helenius tatsächlich das 6:5 markieren. Borst verließ danach wieder das Eis und Julian Straub schloss seine Schusschance eiskalt mit dem 6:6 ab. Wer hätte das nach dem Verlauf gedacht? 14 Sekunden vor Spielende hatte Janne Seppänen, der insgesamt fünf Treffer vorbereitete, sogar noch die Riesenchance zum Siegtreffer. Der gelang in der Verlängerung dann Bauer Neudecker in Überzahl, er setzte die Scheibe passgenau zum 6:7 in den Torwinkel. Der erste Sieg war nach dieser Aufholjagd perfekt. (MiL)

Tore: 1:0 (13.) Sevcenko (Dosch, Hofmann), 2:0 (19.) Mairitsch (Mayer, Pacheco), 3:0 (24.) Mayer (Lüsch), 3:1 (25.) Zimmermann (Hops, Seitz), 3:2 (25.) Dalldush (Seppänen, Helenius), 4:2 (28.) Wucher M. (Mairitsch, Mayer), 5:2 (40.) Stiefenhofer (Lüsch/5-4), 5:3 (44.) Helenius (Seppänen, Dalldush), 5:4 (53.) Jentsch (Zimmermann, Seppänen/5-4), 6:4 (59.) Pacheco (Kolb, Dosch/5-4), 6:5 (60.) Helenius (Neudecker, Seppänen/6-5), 6:6 (60.) Straub (Zimmermann, Neudecker/6-5), 6:7 (63.) Neudecker (Seppänen, Seitz/4-3). Strafminuten Lindau 6, Füssen 14. Zuschauer 438.

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