EC Pfaffenhofen IceHogsVfE Ulm/Neu-Ulm

Klare Niederlage nach schwachem Auftritt

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Pfaffenhofen. (oex) Nichts wurde es mit der insgeheim erhofften Überraschung.

Im ersten Spiel des Doppelvergleichs mit dem VfE Ulm/Neu-Ulm unterlag der EC Pfaffenhofen am Freitag in Neu-Ulm nach einer schwachen Vorstellung deutlich mit 2:7 (0:2; 0.3; 2:2).

Und das auch völlig verdient. „Ich habe momentan keine Erklärung. Diese Leistung war jedenfalls nicht akzeptabel,“ redete Markus Muhr nach der Partie auch gar nicht lange um den heißen Brei herum. Dabei hatte sich seine Mannschaft nach dem Erfolg in Burgau auch gegen die Devils einiges vorgenommen und gehofft, vielleicht den ein oder anderen Punkt aus der Neu-Ulmer Eishalle mit nach Hause nehmen zu können. Dass daraus nichts wurde, lag aber nicht nur an den souverän und seriös auftretenden Hausherren selbst, als vielmehr auch am fahrigen und fehlerbehafteten Auftritt der Gäste, die zu keiner Zeit an die guten Leistungen der Vorwoche anknüpfen konnten. „Wir waren nur die ersten fünf Minuten einigermaßen im Spiel,“ musste Muhr feststellen. Und schon da lag seine Mannschaft hinten, weil sie sich nach einem gewonnenen Bully im neutralen Drittel einen Fehlpass leistete, den Valentin Der abfing und allein auf Jonathan Kornreder zusteuern konnte.

Danach kamen auch die Gäste zu einigen Möglichkeiten, ehe sie in der 8. Minute den nächsten Rückschlag zu verdauen hatten. Ein Pass von hinter dem Tor erreichte den völlig frei im Slot lauernden Jakub Bernad, der nicht lange fackelte und zum 2:0 traf. Ein Treffer der bezeichnend war für das Spiel der Pfaffenhofener an diesem Abend. Hatten sie in der Vorwoche noch mit ihrem Defensivverhalten überzeugt, als sie konsequent in die Zweikämpfe gingen, die Räume eng machten und so nur wenig Chacen zuließen, war davon an diesem Abend nicht mehr viel übriggeblieben. Das nutzten die erfahrenen und technisch versierten Gastgeber, um die Partie zu kontrollieren und den Vorsprung kontinuierlich auszubauen. Kurz nach dem ersten Wechsel erhöhte Dominik Synek auf 3:0 und anders als noch Anfang Januar im Spiel der Hauptrunde, als die Pfaffenhofener nach einem 1:4 Rückstand noch einen Zähler entführen konnten, war dieses Mal daran nicht zu denken. Denn spätestens mit dem Ulmer Doppelschlag kurz vor Drittelende war die Frage nach dem Sieger beantwortet.

Im Schlussabschnitt bauten die Schwaben ihren Vorsprung zunächst weiter aus, ehe die Pfaffenhofener mit zwei Treffern das Ergebnis noch ein wenig ansehnlicher gestalten konnten. Erfreulich dabei, dass Robert Gebhardt gleich im ersten Spiel nach seiner Rückkehr vom Bezirksligisten ESV Dachau (zusammen mit Wassilij Guft-Sokolov), an beiden Treffern beteiligt war. Zunächst legte er für Liam Hätinen auf, der mit einer Direktabnahme erfolgreich war, dann traf er selbst zum Endstand. Dennoch war Markus Muhr am Ende bedient. „Das war nicht gut genug für die Bayernliga. Wenn du so spielst, hast du dort nichts zu suchen,“ lautete sein ernüchterndes Schlussfazit.

EC Pfaffenhofen: Kornreder, Marx, Muhr, Hätinen L., Wolf Mi., Münzhuber, Sauer, Leonhardt, Ullmann, Neubauer, Gebhardt, Seidel, Guft-Sokolov, Hätinen K., Tlacil, Vrana, Fichtenau, Weber, Schwirtzer
Tore: 1:0 (3.) Der; 2:0 (8.) Bernad (Podesva, Rudkovski); 3:0 (22.) Synek (Slavicek); 4:0 (35.) Nöß (Synek); 5:0 (36.) Rudkovski (Wirz, Bernad); 6:0 (51.) Slavicek (Synek, Nöß); 7:0 (53.) Nöß (Klingler, Slavicek); 7:1 (54.) Hätinen L. (Gebhardt, Vrana); 7:2 (58.) Gebhardt (Tlacil, Vrana)
Strafen: VfE 2 ECP 4
Zuschauer: 530

Vierzig Sekunden fehlten zum Sieg

Bittere Niederlage nach Verlängerung gegen Ulm

Pfaffenhofen (oex) Eine überzeugende Vorstellung bot der EC Pfaffenhofen am Sonntag gegen den VfE Ulm/Neu, doch am Ende gab es nur enttäuschte Gesichter im Lager der Hausherren. 2:1 führte die Mannschaft vom Markus Muhr bis 40 Sekunden vor dem Ende gegen den Tabellenführer der Abstiegsrunde und hatte den so wichtigen Drei-Punkte-Erfolg bereits vor Augen, als sie Martin Podesva aus allen Träumen riss. In der anschließenden Verlängerung entführte schließlich Bohumil Slavicek mit dem Siegtreffer auch noch den Zusatzpunkt an die Donau.

„Hätte mir vor dem Spiel jemand den einen Punkt angeboten, hätte ich das sofort angenommen,“ gab Muhr nach der Partie zu, wohl auch noch unter dem Eindruck des schwachen Auftritts und der daraus resultierenden klaren Niederlage nur zwei Tage zuvor in der Neu-Ulmer Eishalle. „Aber so ist die Niederlage natürlich sehr bitter,“ trauerte er den zwei verlorenen Punkten nach. Vor allem weil seine Mannschaft eine der besten Saisonleistungen auf eigenem Eis abgeliefert hatte und das weiterhin ohne die verletzten fünf Stammspieler. „Nach der schwachen Vorstellung vom Freitag bin ich heute mit der Leistung absolut zufrieden,“ lobte Muhr. Und sein Ulmer Kollege konnte ihm da nur beipflichten. „Meinen allerhöchsten Respekt an die Pfaffenhofener Mannschaft. Die haben heute alles gegeben, waren bissig in den Zweikämpfen und haben sich in jeden Schuss geworfen,“ sagte  Michael Bielefeld, der natürlich froh war, dass es seiner Mannschaft am Ende doch noch gelungen war, die Partie zu drehen und damit den vorzeitigen Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. Der hatte schon gute zwei Minuten vor dem Ende seinen Torhüter vom Eis genommen, um mit einem sechsten Feldspieler noch  zum Ausgleich zu kommen. Dazu bot er seine erfahrensten Spieler auf, die sich im Pfaffenhofener Verteidigungsdrittel festsetzten. Nachdem mehrere Versuche der Gäste von der ECP-Abwehr geblockt oder vom überragenden Jonathan Kornreder entschärft worden waren, hatten die Gastgeber die Gelegenheit, sich zu befreien. Doch sie brachten den Puck nicht aus dem eigenen Drittel und im anschließenden Gedränge vor dem Tor schaffte es Podesva, die Scheibe irgendwie über die Linie zu stochern. Von Beginn an hatten sich beide Mannschaften einen offenen, aber jederzeit fairen Schlagabtausch geliefert, in dem die Gäste zwar erwartungsgemäß etwas mehr vom Spiel hatten, die Gastgeber aber mit ihren schnell vorgetragenen Angriffen jederzeit gefährlich waren. In der 10. Minute brachte Podesva Ulm nach Vorarbeit seines tschechischen Landsmanns Jakub Bernad in Front. Gleich darauf musste Kareem Hätinen wegen eines unkorrekten Körperangriffs gleich für fünf Minuten auf die Strafbank, in dem Fall eine ziemlich harte Entscheidung. Die Hausherren wehrten sich zunächst vehement gegen einen weiteren Gegentreffer und glichen eine Minute vor Ablauf der Strafe sogar aus. Jan Tlacil, der angeschlagen in das Spiel ging, startete einen Konter und nachdem er im ersten Versuch den Puck nicht richtig getroffen hatte, ließ er im zweiten Michael Güßbacher im Tor der Gäste keine Chance. Im Mittelabschnitt blieb die Begegnung weiter offen, ehe in der 37. Minute die Gastgeber jubeln konnten. Lukas Ullmann eroberte in der Kurve den Puck, zog vor den Kasten und traf ins lange Eck. Auch im Schlussabschnitt gab es Chancen auf beiden Seiten und nachdem Tlacil die große Möglichkeit zum 3:1 ausgelassen hatte, sorgten die Devils doch noch für Ernüchterung bei den Hausherren. In der Verlängerung nutzten sie schließlich auch noch das Momentum und sicherten sich durch Slaviceks Treffer im Nachschuss auch noch den Zusatzpunkt.

EC Pfaffenhofen: Kornreder, Marx, Muhr, Hätinen L., Wolf Mi., Münzhuber, Sauer, Leonhardt, Ullmann, Neubauer, Gebhardt, Seidel, Guft-Sokolov, Hätinen K., Tlacil, Vrana, Fichtenau, Weber, Pfab L., Schwirtzer

Tore: 0:1 (10.) Podesva (Bernad, Schneider); 1:1 (16.) Tlacil (4:5); 2:1 (37.) Ullmann (Neubauer, Vrana); 2:2 (60.) Podesva (Klingler); 2:3 (63.) Slavicek

Strafen:  ECP  9   VfE   4

Zuschauer: 200

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