Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos

Kautabak im Profisport Profisportler sind athletisch, ernähren sich ausgewogen und sind frei von Lastern – so der Eindruck, der bei vielen Menschen entsteht. Doch... So kämpfen manche Profisportler gegen Langeweile, Aufregung und Leistungsdruck

Kautabak im Profisport

Profisportler sind athletisch, ernähren sich ausgewogen und sind frei von Lastern – so der Eindruck, der bei vielen Menschen entsteht. Doch auch Profis sind Menschen, die genau wie alle anderen unter Aufregung, Langeweile und Leistungsdruck leiden können.

Somit scheint es nur recht und billig, dass auch sie versuchen, Mittel und Wege zu finden, um Druck abzubauen und mit Nervosität umzugehen. Da vor allem Sportler aus dem Profibereich unter öffentlicher Beobachtung stehen, ist es dabei wichtig, die Vorbildfunktion zu erhalten und dennoch leistungsfähig zu bleiben. Deshalb ist in manchen Sportarten Kautabak, den man beispielsweise online in einem Kautabak Shop erwerben kann, das Mittel der Wahl.

© pexels

 

Legalität und Gesundheitsaspekte des Kautabaks

Kautabak wird meist in Form von Riegeln, versponnen oder lose verkauft. Erwerb sowie Konsum sind weltweit völlig legal, weshalb diese Darreichungsform von Tabak frei verkäuflich ist. Anders als beim Rauchen stellt Kautabak keine maßgebliche Gefahr für die Lungenfunktion dar, dennoch können in der Tabakpflanze krebserregende Stoffe nachgewiesen werden. Grundlegend wird das Kauen von Tabak aber als weniger gesundheitsgefährdend als das Rauchen eingestuft.

Ihren Ursprung hatte die Tabakpflanze in Nordamerika, von wo aus Christoph Columbus sie im Rahmen seiner Erkundungstouren für die Britische Königin nach Europa importierte. Dass die Pflanze und der darin enthaltene Inhaltsstoff Nikotin sich als Genussmittel in verschiedenen Darreichungsformen eignet, war in Nordamerika schon der Urbevölkerung bewusst. Ihr Genuss galt als beruhigend und ausgleichend.

 

Wie Kautabak Einzug in den Leistungssport fand

Betrachtet man die entspannende Wirkung von Nikotin-Genuss, wird schnell klar, warum Tabakkonsum sich weltweit durch sämtliche Bevölkerungsschichten und Kulturen zieht. Schon Seefahrer griffen früher auf getrockneten und gepressten Tabak zurück, den sie auf dem Schiff kauen konnten – das Rauchen wäre aufgrund der Holzbauweise zu riskant gewesen.

Dieser Vorgehensweise passten sich auf Profisportler an. Vor allem beim Baseball ist Kautabak deshalb besonders beliebt. In den USA, wo der öffentliche Konsum von Genussmitteln eigentlich sehr verpönt ist, hat das Tabakkauen auf dem Baseball Platz wenig Skeptiker.

 

Kautabak für den Homerun

Wer ein wenig mit der Sportart Baseball vertraut ist, weiß, dass Spieler zwischen den einzelnen Sätzen oft lange warten müssen. Dabei halten sie sich am Rande des Spielfeldes auf und können wenig zum aktuellen Spielgeschehen beitragen. Eine Gefühlsmischung aus Langeweile, größter Aufregung und dem Wunsch nach einer Ersatzhandlung macht sich breit.

Hier kommt der Kautabak ins Spiel. Rauchen wäre am Spielfeld undenkbar, doch Kautabak kann einigermaßen unauffällig in der Wangentasche verstaut werden. Dort liegt er und wird ab und an durch leichtes Ankauen oder durch das Antippen mit der Zunge wieder aktiviert. Auf diese Weise sorgt der rauchfreie Tabak bei den Profis für ein Nikotin-Level, das selbst gesteuert werden kann, nicht ablenkt und kein Brandrisiko birgt. Wer bereits Übertragungen von Baseball Matches gesehen hat, mag sich vielleicht gewundert haben, weshalb die Profis immer wieder in einen Becher oder auch den Boden spucken. Tun sie das, entledigen sie sich des ausgetretenen Tabaksaftes, der sich immer wieder im Mund sammelt.

Der Versuch, den Kautabak Konsum im Baseball durch einen speziellen Kaugummi zu ersetzen, schlug fehl. Den Sportlern fehlte dabei die entspannende Wirkung des Nikotins und irgendwie gehört das Kauen von losem Tabak mittlerweile genauso zum Baseball wie die Schläger.

 

Hoch hinaus mit Kautabak

Auch in anderen Sportarten ist Kautabak extrem beliebt – dabei wird er im Amateurbereich natürlich genauso konsumiert wie im Profibereich – vor allem im Freestyle-Skiing oder -Snowboarding. Die aktiven Sportler legen sich dabei den losen amerikanischen Tabak in ihre Wangentaschen und sammeln so die notwendige Ruhe, die sie vor einem neuen Stunt oder Trick brauchen. Ist die Sprungschanze für Aerials oder ähnliche Sprünge belegt, warten sie am Rande der Piste und schlagen sich mit dem Kauen des Tabaks die Wartezeit um die Ohren.

 

Extremsituation Profisport

Tabak ist allgemein verpönt. Er gilt als gesundheitsschädigend, suchtfördernd und als Zeichen für schwache Menschen. Vor allem Letzteres steht in starkem Kontrast zu unserer Wahrnehmung von Athleten. Erkennt man allerdings an, wie sehr diese Menschen im Wettkampf oder im Training unter Strom stehen, wird schnell klar, wieso Kautabak bei ihnen so beliebt ist.

Eishockey-Magazin

No comments so far.

Be first to leave comment below.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.