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Bayreuth. (PM Tigers) Ohne Jesse Roach – der zugunsten eines weiteren Verteidigers pausierte – und den weiter verletzten Mike Mieszkowski gingen die Tigers mit... Kämpferischer Auftritt der Bayreuth Tigers wird nicht belohnt …

Christian Kretschmann – © Karo Vögel

Bayreuth. (PM Tigers) Ohne Jesse Roach – der zugunsten eines weiteren Verteidigers pausierte – und den weiter verletzten Mike Mieszkowski gingen die Tigers mit viel Einsatz in die Partie gegen den ESV Kaufbeuren.

Von Beginn an versuchte man, den Gegner unter Druck zu setzen, fand aber kaum spielerische Lösungen. Etwas überraschend, aber nach dem ab Spielbeginn betrieben Aufwand, ging man in der 4. Minute in Führung: Travis Ewanyk brachte zentral vor dem Tor die Scheibe mehr aus der Not heraus in Richtung Fießinger, der sich davon überraschen ließ, sodass der Puck knapp neben dem Pfosten ins Tor rutschte. In der Folge gestaltete sich die Partie ausgeglichen, wobei beide Goalies wenige wirkliche Herausforderungen meistern mussten, auch wenn die Gäste die etwas besseren Chancen hatten. Eine erste Überzahl der Gäste überstanden die Tigers ohne größere Probleme, die zweite nutzte der ESVK aber nach nur 9 Sekunden in der 15. Minute zum Ausgleich. Die zuvor ausgesprochene Strafe ist aber zumindest als fragwürdig zu bezeichnen, als Bindels von einem Gäste-Verteidiger in Fießinger geschoben wurde und dafür auf die Strafbank wanderte. Eine deutlich über eine Minute andauernde doppelte Überzahl ließen die Tigers ungenutzt, sodass es mit 1:1 in die Kabine ging.

Mit Beginn des Mitteldrittels brachte man sich selbst in höchste Not. Zunächst wanderte Schumacher unmittelbar nach Ablauf seiner vorherigen Strafzeit erneut in die Box, weil er noch von der Strafbank ins Spiel eingriff, 30 Sekunden später folgte im Christian Kretschmann. Im Gegensatz zu den Tigers nutzte Kaufbeuren diese Gelegenheit und erzielte durch Spurgeon die Führung (23.). Die Tigers berappelten sich und versuchten kämpferisch, zum Ausgleich zu kommen, fanden aber kaum spielerische Lösungen. Einziger Lichtblick war der von Järveläinen zu Kretschmann schön ausgespielte Konter, der zum 2:2 führte (30.). 30 Sekunden später hatte man bei einem 3 auf 1-Konter die Chance zur Führung, vergab diese Gelegenheit aber fahrlässig. Beide Teams kamen zu weiteren Chancen, die aber allesamt nicht gefährlich waren.

Auch im Schlussdrittel lieferten sich die Teams ein Duell auf Augenhöhe, dem allerdings weiter spielerische Highlights fehlten. Nach einer Auseinandersetzung Ende des 2. Drittels mit Ex-Tiger Markus Lillich kehrte Schumacher nicht mehr aufs Eis zurück, für ihn rückte Paul Fabian zu Ewanyk und Meier. Die gefährlichste Szene spielte sich vor dem Tigers-Tor ab: Thiel brachte die Scheibe in Richtung Gehäuse, Spurgeon fälschte sie ab und dann trudelte sie über Schmidt ans Aluminium. Wenige Sekunden später hatte Fabian die Chance für Bayreuth, scheitert aber an Fießinger. In der 54. Minute zeigten die Schiedsrichter Strafe gegen Bayreuth an und Sami Blomqvist klärte die Scheibe aus dem eigenen Drittel. Der Pfiff der Schiedsrichter blieb aber zur Überraschung aller aus und der ESVK nahm mit einem sechsten Feldspieler Anlauf. Immer noch überraschte, aber auch zu sorglos und unaufmerksam verteidigende Tigers gaben dem von der Mittellinie anlaufenden Max Oswald nur Geleitschutz und der ließ sich diese Chance nicht nehmen und bezwang mit einem platzierten Schuss Schmidt im Tor aus der Halbdistanz. Die Tigers versuchten in den Schlussminuten noch einmal alles, konnten aber keinen Treffer mehr erzwingen, sodass die drei Punkte an den ESVK gingen.

In der anschließenden Pressekonferenz betonten beide Trainer die Bedeutung der „special teams“. „Wir haben unser Powerplay nicht genutzt, das hat Kaufbeuren besser gemacht. Wir haben uns gesteigert, aber insgesamt war der Gegner effektiver“, fasste Coach Robin Farkas die Partie zusammen.
-kn

Bayreuth Tigers – ESV Kaufbeuren 2:3 (1:1, 1:1, 0:1)

Bayreuth: Schmidt (Steinhauer); Kurz, Pokovic, Stephan, Slavetinsky, Raab, Nikkilä, Schuster, Pruden; Meier, Ewanyk, Schumacher (6), Cornet, Cabana, Järveläinen, Bindels (2), Kretschmann (2), Blomqvist (2), Dietmann, Fabian
Kaufbeuren: Fießinger (Meier); Schmidt, Schütz, Appendino, Thiel, Orendorz, Echtler, Bidoul; Krauß (2), Spurgeon, Lammers; Schweigern (2) , Lagacé, Gorcik, Lillich (2), Laaksonen, Lewis, Oswald, Thomas (2), Hops

Schiedsrichter: Sicorschi, Steingroß – Pfeifer, Menz
Zuschauer: 1.312
Strafen: Bayreuth 12, Kaufbeuren 8 Powerplay: Bayreuth 0/2, Kaufbeuren 2/4
Torfolge: 1:0 (4.) Ewanyk (Meier, Schumacher), 1:1 (15.) Thiel (Schütz, Lammers – PP1), 1:2 (23.) Spurgeon (Lagacé, Lammers – PP2), 2:2 (30.) Kretschmann (Järveläinen, Cornet), 2:3 (54.) Oswald (Lammers, Schütz -EA)

Joker gewinnen bei den Bayreuth Tigers mit 3:2

Kaufbeuren. (PM ESVK) ESVK holt sich Dank starker Special-Teams und einer geschlossenen Mannschaftsleistung den fünften Sieg im sechsten Spiel.

Für den ESV Kaufbeuren stand am heutigen frühen Sonntagabend ein Auswärtsspiel bei den Bayreuth Tigers an. Am sechsten Spieltag fehlten den Jokern dabei weiterhin Fabian Koziol und Yannik Burghart verletzungsbedingt. Im Tor stand Daniel Fießinger.

Das Spiel war zu Beginn sehr ausgeglichen und der erste Treffer für die Tigers fiel ein wenig aus dem Nichts in der dritten Spielminute. Travis Ewanyk brachte die Scheibe aus dem Slot heraus, mit dem Rücken zum Tor stehend, auf selbiges und die Scheibe rutschte, für Daniel Fießinger im Kasten des ESVK wohl nicht zu sehen, zum frühen 1:0 Führungstreffer für die Oberfranken über die Linie. Die Joker hätten Sekunden später schon ausgleichen können, aber Jacob Lagacé und Sebastian Gorcik im Nachschuss, scheiterten an Olafr Schmidt im Tor der Tigers. In der Folge hatten die Wagnerstädter etwas mehr vom Spiel, ohne allerdings die ganz großen Chancen zu bekommen. In der zehnten Minute verzog Daniel Bindels mit einen harten Schuss, direkt nach einem gewonnen Bully knapp. Auf der Gegenseite hatte Tobias Echtler nach einer schönen Kombination den Ausgleich auf den Schläger, er wurde dabei aber von Sami Blomqvist in letzter Sekunde mit einem Haken gehindert und die Allgäuer hatten im Powerplay die Chance auf einen ersten Treffer. Das Überzahlspiel brachte dann aber leider nichts ein, einzig ein gefährlicher Direktschuss von Alex Thiel stand dabei auf dem Chancenzettel der Rotgelben.

In der 14. Spielminute hatten die Joker dann erneut ein Überzahlspiel und nutzten dieses dann auch zum Ausgleich. Wie schon im ersten Powerplay wurde Alex Thiel gesucht und dieses Mal hämmerte der Defender die Scheibe mit einem satten Direktschuss zum 1:1 in die Maschen. Keine Minute später hatte Nico Appendino, nach einer tollen Kombination der dritten Sturmformation um Jere Laaksonen, die Joker sogar in Führung bringen können. Olfr Schmidt im Tor der Tigers aber parierte stark. In der 16. und 17. Spielminute mussten mit Markus Schweiger und Florian Thomas gleich zwei Kaufbeurer auf die Strafbank und die Bayreuther hatten über eine Minute lang ein fünf gegen drei Powerplay. Der ESVK aber verteidigte die doppelte Unterzahl gut und Daniel Fießinger konnte sich dazu mit einem starken Fanghandsave gegen Sami Blomqvist auszeichnen. Kurz vor der ersten Pausensirene hatten die Joker dann noch eine gute Chance. Zuerst scheiterte Johannes Krauss mit zwei Schüssen an Olafr Schmidt und auch John Lammers konnte im Nachsetzen die Scheibe nicht im Tor unterbringen. So ging es mit einem Spielstand von 1:1 in die erste Pause.

Das zweite Drittel begann die ersten Minuten mit vier gegen vier Feldspieler, da zum Ende des ersten Abschnittes noch gegen beiden Mannschaften eine Strafe ausgesprochen wurde. Die Joker kamen dann, als beide Mannschaften gerade wieder komplett waren, noch in den Genuss eines Überzahlspiels und als John Lammers im Aufbauspiel nur mit einem Beinstellen gestoppt werden konnte, musste auch noch ein zweiter Bayreuther Spieler auf die Strafbank. Das doppelte Powerplay nutzten die Joker dann bereits nach 17 Sekunden und trafen zum 1:2. Tyler Spurgeon stand nach einem abgefälschten Pass goldrichtig und konnte gegen den machtlosen Olafr Schmidt einschieben. Gespielt waren 23 Minuten. Das anschließende fünf gegen vier Überzahlspiel der Allgäuer war sehr gefällig. Auffällig war dabei, dass Markus Lillich gleich drei mal gefährlich zum Abschluss kam. Ein Treffer sollte aber leider nicht mehr gelingen. Der ESVK hatte das Spiel in der Folge eigentlich gut unter Kontrolle, kassierte dann nach 30 Minuten aber doch den Ausgleichstreffer. Dabei ließen sich die Joker etwas unglücklich auskontern. Ville Järveläinen konnte bei einer zwei auf eins Situation Christian Kretschmann vor dem Tor freispielen und dieser traf mit einem trockenen Schuss in das linke obere Toreck zum 2:2. Die nächste dicke Chance hatten dann erneut die Oberfranken. Ville Järveläinen setzte zu einen Sololauf an und Daniel Fießinger konnte den Torerfolg des Finnen gerade noch verhindern. Die Joker hatten im Anschluss an die Chance der Tigers selber eine gute Druckphase. Sebastian Gorcik und Jacob Lagacé hatten zwei dicke Möglichkeiten den ESVK wieder in Front zu bringen. Vor der zweiten Pause hatten beide Mannschaft dann je noch einen guten Torabschluss. Auf Seiten der Tigers scheiterte Petteri Nikkilä an Daniel Fießinger sowie auf Seiten der Joker Jere Laaksonen an Olafr Schmdit und so blieb es zur zweiten Pause beim Spielstand von 2:2.

Im Schlussabschnitt zeigte sich der ESVK wieder von seiner ganz starken Seite. Die Mannschaft von Trainer Marko Raita schaffte es mit einer Leistungssteigerung, die schon im zweiten Drittel zu erkennen war, die Kontrolle über das Spiel zu bekommen. In der 44. Spielminute hätten die Wertachstädter dann schon in Führung gehen können, aber ein Schuss von Alex Thiel landete, wohl leicht abgefälscht, nur an der Latte. Im Gegenzug hatte dann Paul Fabian eine gute Möglichkeit für die Tigers, doch Daniel Fießinger parierte stark. Großchancen blieben dann aber bis zur 53. Spielminute aus, ehe Nico Appendino mit einem gefährlichen Schuss eine ganz starke Phase der Allgäuer einläutete. Zuerst hatte Markus Lillich eine gute Einschussmöglichkeit, scheiterte jedoch an Olafr Schmidt. Die Scheibe kam aus der Chance von Markus Lillich heraus erneut vor das Gehäuse der Oberfranken und Joey Lewis konnte bei seinem Torabschluss im Slot stehend nur regelwidrig gestoppt werden. Der ESVK blieb dabei aber in Scheibenbesitz, beruhigte das Spiel und baute mit einem Mann mehr auf dem Eis das Spiel aus der eigenen Zone neu auf. Der heute sehr auffällige John Lammers legte die Scheibe dann kurz vor der Zone der Tigers in den Lauf von Max Oswald und dieser traf mit einem trockenen und halbhohen Schuss zum 2:3 für die Allgäuer. Fortan ließen die Kaufbeurer die Bayreuther, die natürlich nun versuchten schnellstmöglich wieder den Ausgleich herzustellen, eigentlich gar nicht mehr zu Entfaltung kommen. Dabei half auf nicht, dass die Tigers gut zwei Minuten vor dem Ende ihren Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahmen. Der ESVK verteidigte stark und Daniel Fießinger hielt das was auf seinen Kasten kam.

So sicherten sich die Joker Dank hervorragender Special-Teams in Über- und Unterzahl sowie einer wiederum sehr geschlossenen Mannschaftsleistung, den fünften Sieg im sechsten Saisonspiel.

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