Linz. (PM Black Wings) Die Steinbach Black Wings Linz müssen sich im letzten Heimspiel vor Weihnachten gegen Salzburg mit einem knappen 2:3 geschlagen geben.
Zweimal kämpften sich die Linzer von einem Rückstand zurück mussten, jedoch 37 Sekunden vor dem Ende den Stich ins Herz hinnehmen. Bei der diesjährigen Ladies Charity wurden mehr als 15.000€ gespendet.
Steinbach Black Wings Linz – EC Red Bull Salzburg 2:3 (0:0, 1:1, 1:2)
Torschützen: 0:1 Michael Raffl (21. Min), 1:1 Shawn St-Amant (26. Min/SH), 1:2 Dennis Robertson (41. Min), 2:2 Graham Knott (52. Min), 2:3 Thomas Raffl (59. Min)
Zuschauer: 4.663
Zwei Tage nach der Auswärtspartie in Bozen kehrten die Oberösterreicher am Freitagabend in die Linz AG Eisarena zurück. Im letzten Heimspiel vor Weihnachten forderten Brian Lebler und Co. den amtierenden Meister aus Salzburg. Doch auch in der Partie gegen die Bullen konnte Head Coach Philipp Lukas nicht aus dem Vollen schöpfen. Neben den Verletzten musste man weiterhin auf Aljaz Predan und Julian Pusnik verzichten, die bereits am Mittwoch krankheitsbedingt gefehlt hatten. Stattdessen vervollständigten Jonathan Oschgan und Tim Geifes das Linzer Line-up. Da Rasmus Tirronen kurzfristig ausfiel, führte Schlussmann Thomas Höneckl die Mannschaft aufs Eis. Beide Teams starteten mit viel Energie in den ersten Spielabschnitt. Die erste Linie der Linzer ging sofort in die Offensive, doch trotz eines Rebounds konnte man den Goalie der Bullen nicht überwinden. Vier Minuten später testete Benjamin Nissner Höneckl im rechten Kreuzeck, der Schlussmann brachte seinen Ellbogen jedoch rechtzeitig nach oben. Zwei Minuten darauf kämpften sich die Stahlstädter erneut nach vorne, wo Sean Collins zum Abschluss kam. Kurz davor pfiff der Referee allerdings wegen Abseits, sodass die Aktion gestoppt wurde. In weiterer Folge wendete sich das Blatt wieder und der amtierende Meister übernahm das Kommando. Thomas Raffl erhielt ein gutes Zuspiel von Tyler Lewington und schloss ab, doch der Puck ging über das Tor. Nach knapp zehn Minuten kam Graham Knott in der neutralen Zone an die Scheibe und setzte sich auf der rechten Seite gegen Connor Corcoran durch. Anschließend erkannte er eine Lücke im kurzen Eck und feuerte auf Atte Tolvanen, der jedoch parieren konnte. Zwei Minuten später war Troy Bourke nahe daran, die Bullen in Führung zu bringen, doch Emilio Romig warf sich vor das Gehäuse von Höneckl und vereitelte die große Chance.
In der 14. Minute kassierten die Mozartstädter die erste Strafe der Partie: Lukas Schreier musste wegen hohen Stocks in die Kühlbox. Im Powerplay ergab sich für die Oberösterreicher eine gute Gelegenheit durch Sean Collins, dessen Schuss jedoch links am Tor vorbeiging. Kurz darauf mussten auch die Linzer einen Mann abgeben – Emilio Romig wurde für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt. Wenige Sekunden später waren die Salzburger wieder vollzählig und übernahmen ihrerseits das Powerplay. Auch diese Unterzahl überstanden die Hausherren ohne Gegentreffer. Dennoch blieb der Druck der Bullen hoch, und die Linzer hatten Mühe, die Scheibe aus der Defensivzone zu klären. In der letzten Minute setzten die Stahlstädter noch einmal ein offensives Ausrufezeichen, brachten den Puck jedoch nicht mehr gefährlich vor das Tor. Wenige Sekunden später ging es schließlich in die erste Pause des Abends.
Shorthander bringt Linzer zum Ausgleich
Nach einer halben Minute im Mittelabschnitt gelang den Salzburgern der Führungstreffer zum 0:1. Michael Raffl kam gemeinsam mit Brandon Coe auf Patrick Söllinger zu, der noch versuchte, seinen Schläger dazwischenzubringen, doch wenig später netzte Raffl bereits im langen Eck ein (20. Minute). Drei Minuten danach versuchte Travis Barron sein Glück und wollte den Ausgleich erzielen, doch Atte Tolvanen fing den Puck sicher mit dem Handschuh. In der 25. Minute schwächten sich die Hausherren selbst, als Brian Lebler auf die Strafbank musste. Nur 15 Sekunden später durften die eigenen Fans jedoch jubeln: Nach einem Zuspiel von Logan Roe brachte Shawn St-Amant den Shorthander in den Maschen unter und ließ die Torglocken zum 1:1 erklingen (26. Minute). In den darauffolgenden Minuten wechselten sich beide Mannschaften immer wieder mit Offensivaktionen ab, weitere Treffer blieben vorerst jedoch aus. In der 32. Minute fuhr Dennis Robertson nach vorne, doch bereits nach wenigen Metern nahm ihm Shawn St-Amant die Scheibe ab und verhinderte so eine gefährliche Situation. Drei Minuten später belagerten die Stahlstädter das Gehäuse der Mozartstädter. Travis St. Denis verlor seinen Schläger, und Sean Collins nutzte die Chance: Er schloss ins rechte kurze Eck ab, doch Tolvanen griff noch rechtzeitig zu. Zwei Minuten vor der nächsten Pause war erneut die erste Linie der Oberösterreicher an der Reihe, doch beim Abschluss verfehlte Shawn St-Amant die Scheibe. Auch ein weiterer Distanzschuss von Logan Roe wollte nicht an Tolvanen vorbeigehen. Mit dem 1:1 ging es in den zweiten Kabinengang der Partie.
Bullen setzen sich durch
Zwanzig Sekunden waren im letzten Drittel gespielt, und beinahe wären die Linzer in Führung gegangen. Travis Barron brachte die Scheibe so zum Tor, dass die Referees den Videobeweis bemühen mussten, den Treffer schließlich jedoch nicht anerkannten. Fünfzehn Sekunden später folgte der Konter der Bullen: Thomas Raffl spielte die Scheibe zu Dennis Robertson, der ins kurze Eck zum 1:2 einschoss (41. Minute). Drei Minuten später versuchte es Troy Bourke mit dem Anschlusstreffer, doch Thomas Höneckl schnappte sich den Puck mit dem Fanghandschuh. In der 47. Minute wurde Thomas Raffl nach einem Bandencheck gegen Niklas Würschl für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt, und die Hausherren starteten in ihr zweites Powerplay der Partie. Trotz guter Möglichkeiten durch Niklas Würschl und Emilio Romig blieben die Linzer dabei jedoch ohne Torerfolg, und die zwei Minuten verstrichen ohne Ausgleich. In der 51. Minute war es dann so weit: Graham Knott schloss nach Zuspiel von Yohann Auvitu und Shawn St-Amant ins lange Eck ab und stellte für die Oberösterreicher auf 2:2. Drei Minuten später hatte derselbe Torschütze erneut die Führung auf dem Schläger. Er eroberte die Scheibe in der neutralen Zone und lief im Breakaway auf Tolvanen zu, doch der Schlussmann der Mozartstädter verhinderte den Treffer mit einem Einsatz der Schienbeinschoner. 36 Sekunden vor dem Ende erhielt Thomas Raffl ein perfektes Zuspiel von Connor Corcoran. Thomas Höneckl witterte zwar die Gefahr, kam jedoch zu Boden, und der Puck landete hinter ihm im Tor. Die Zeit reichte nicht mehr für einen Ausgleich, und die Oberösterreicher mussten sich geschlagen geben.
Bereits am Sonntag geht es für die Steinbach Black Wings weiter nach Fehérvár. Dort bestreiten Brian Lebler und Co. das letzte Spiel vor Weihnachten. Am Stefanitag treffen sie auswärts auf Graz, bevor sie am 28.Dezember zum letzten Heimspiel vor dem Jahreswechsel laden. Tickets für das Match in der Linz AG Eisarena sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.
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