Bonn. (PM MagentaSport) Am 2. Tag der Playoff-Viertelfinals werden die Favoriten ihren Rollen gerecht – Köln und Mannheim starten mit Siegen in ihre Serien: Für den Hauptrundensieger Kölner Haie, von MagentaSport-Experte Patrick Ehelechner gegen die Schwenninger Wild Wings als „haushoher Favorit“ ausgerufen, ist der 1:0-Auwärtssieg im 1. Spiel ein hartes Stück Arbeit.
Vorne macht der „Flatterschuss“ von Torschütze Oliwer Kaski den Unterschied, ganz hinten wird das stabile Abwehrbollwerk vom überragenden Goalie Janne Juvonen angeführt: Der „Spieler des Jahres“ und „Torhüter des Jahres“ in der DEL gibt seinen Verteidigern mit seinem 6. Shutout der Saison laut Ehelechner das Signal: „Hey, ich habe alles im Griff!“ Kapitän Moritz Müller weiß: „Wenn es einen Breakdown gab, war der Juvo da und hat uns im Spiel gehalten!“ Besonders stolz ist Müller darauf, „dass wir es mental geschafft haben, stabil zu bleiben. Es gab ein paar Steine im Weg, aber wir sind mental cool geblieben, haben unser Spiel gespielt und zurecht gewonnen.“ Trotz der 5. Niederlage im 5. Saisonduell gegen die Haie will Kyle Platzer von den Wild Wings Positives für die Best-of-7-Serie mitnehmen: „Unsere Energie, unser Fokus und unsere Defensive waren gut. Es war ein solides Spiel von uns, also kein Grund, den Kopf hängen zu lassen.“
Wie die Haie bleiben auch die Adler Mannheim gegen ihren ersten Playoff-Gegner in dieser Saison noch ungeschlagen. Die Adler gewinnen 5:2 gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven in einer hitzigen Partie mit zahlreichen Raufereien und insgesamt 22 (!) Strafen. „Es gab viel Chaos! Playoffs sind eine spannende Zeit, da kommen viele Emotionen hoch. Wir müssen einfach cool bleiben und unseren Job erledigen“, meint Mannheims Nicolas Mattinen. Bremerhavens Rayan Bettahar wird dazu pathetisch und kündigt für das 2. Spiel am Freitag (live ab 19.00 Uhr in der Konferenz und ab 19.15 Uhr im Einzelspiel) an: „Wir werden immer kämpfen! Die sollen wissen: Wenn die nächstes Spiel zu uns kommen, wird es nicht anders laufen.“ Bettahar hadert mit dem misslungenen Start der Pinguins: „Die ersten 10 Minuten waren sehr entscheidend. Mannheim war ein bisschen spritziger und wacher. Die Intensität muss nächstes Spiel von Anfang an da sein, wir müssen mit 120 Prozent kommen.“ Sein Kapitän Christian Wejse formuliert es noch klarer: „Wir müssen uns den Arsch aufreißen!“
Nachfolgend die wichtigsten Clips und Stimmen zu Spiel 1 der Playoff-Viertelfinals in der PENNY DEL am Mittwoch präsentiert von MagentaSport.
Am Freitag geht es mit Spiel 2 in allen Viertelfinalserien weiter – ab 19.00 Uhr in der Konferenz und ab 19.15 Uhr im Einzelspiel, live bei MagentaSport.
PENNY DEL | Viertelfinale, Spiel 1
Schwenninger Wild Wings – Kölner Haie 0:1 (Stand Serie: 0:1)
Kölns „Voll-Kaski-Versicherung“ – der Offensiv-Verteidiger ist hinten und vorne eine Wucht! Mitten in einer Schwenninger Drangphase führt Oliwer Kaski die Kölner mit seinem Treffer des Tages auf die Siegerstraße. Die Haie stehen defensiv stabil, halten ihren Kasten auch dank des erneut herausragenden Torhüters Janne Juvonen sauber und bleiben gegen die Wild Wings in dieser Saison ungeschlagen.
Autsch: Der Kölner Juhani Tyrväinen bekommt erst den Schläger von Schwenningens Goalie Joacim Eriksson in den Weg gehalten und beim daraus resultierenden Sturz den Schlittschuh von Gegner Alex Trivellato ins Gesicht.
Sebastian Uvira, Schwenninger Wild Wings, in der 1. Drittelpause über den starken Start trotz 0:1-Rückstand: „Wir sind am Anfang definitiv die stärkere Mannschaft gewesen. Wir sind sehr euphorisiert und haben eine lautstarke Halle hinter uns, es macht Spaß zu spielen.“
Kyle Platzer, Schwenninger Wild Wings: „Es hat nicht viel gefehlt. Wir haben hier zu Hause großartig gespielt, wir nehmen das Positive daraus mit. Unsere Energie, unser Fokus und unsere Defensive waren gut. Es war ein solides Spiel von uns, also kein Grund, den Kopf hängen zu lassen.“
Louis-Marc Aubry, Kölner Haie, in der 2. Drittelpause: „Es ist ein sehr enges Spiel, defensiv gut auf beiden Seiten. Es ist so eng in den Playoffs. Es ist eine gute Atmosphäre hier, es macht viel Spaß.“
Kölns Siegtorschütze Oliwer Kaski: „Es war ein ganz knappes Spiel. Großartig, dass wir das 1. Spiel gewonnen haben. Beide Teams sind gut geskatet, es gab viel freien Raum auf dem Eis.“
… über seinen „Flatterschuss“ zum 1:0: „Das war keine Absicht, es war ein kleiner Knuckle-Ball. Ich bin froh, dass er reingegangen ist.“
Kölns Kapitän Moritz Müller darüber, worauf er am meisten stolz ist: „Dass wir es mental geschafft haben, stabil zu bleiben. 1:0 ist eine schwierige Führung in Schwenningen. Es gab ein paar Steine im Weg, aber wir sind mental cool geblieben, haben unser Spiel gespielt und zurecht gewonnen. Uns war klar, dass Schwenningen mit einem Tor pushen wird. Dann nicht aufzumachen, sondern geduldig zu bleiben und weiter mutig zu sein: Wir haben die richtige Balance gefunden.“
… über Torhüter Janne Juvonen: „Wir haben gut gespielt. Wenn es einen Breakdown gab, war der Juvo da und hat uns im Spiel gehalten.“
Ex-DEL-Spieler Andreas Renz, von 1994 bis 2001 sowie von 2010 bis 2012 in Schwenningen und von 2001 bis 2010 in Köln aktiv, vor dem Duell seiner einzigen DEL-Klubs: „Ich habe wirklich Puls. Ich merke mein Herz, das mit den Haien fiebert, gefühlt nach 25 Jahren kein Titel. Aber natürlich bin ich hier geboren, das ist mein Heimatklub. Ein Viertelfinale zu spielen, ist für Schwenningen historisch. Ich bin zwiegespalten, aber voller Vorfreude. Es sind viele Emotionen drin.“
In der 1. Drittelpause analysiert Renz den Spielverlauf: „Es ist ein intensives Spiel von beiden Mannschaften. Die Wild Wings sind im Rhythmus und haben ein Chancenplus, aber auf der Anzeige ist das 0:1. Köln hat ihre Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor bestätigt.“
MagentaSport-Experte Patrick Ehelechner hebt die Klasse von Kölns Goalie Janne Juvonen hervor: „Es gibt selten Chaos in seinem Torraum. Er ist als Torhüter sehr ruhig. Er bewegt sich, wenn er muss, sehr aggressiv, aber er strahlt auch Ruhe aus. Ich stehe mehr auf die Torhüter und Charaktere, die Ruhe ausstrahlen und – egal, wie laut es ist – zu ihren Verteidigern das Signal geben: Hey, ich habe alles im Griff!“
Beim 0:1 sieht Ehelechner Schwenningens Goalie Joacim Eriksson in der Pflicht: „Auf seinem Niveau muss Eriksson den haben. Wenn du mit dem vollen Körper hinter der Scheibe stehst, kriegst du ihn auf den Bauch und das war’s. Er hat einfach die Flugbahn der Scheibe unterschätzt.“
Adler Mannheim – Fischtown Pinguins Bremerhaven 5:2 (Stand Serie: 1:0)
Die Adler veredeln einen eindrucksvollen Start mit der frühen Führung nach 3 Minuten. In der Folge behalten die Gastgeber in einem hitzigen Duell, in dem es insgesamt 22 Strafen hagelt, sportlich den kühleren Kopf. Mannheim bleibt in der aktuellen Spielzeit gegen Bremerhaven noch ungeschlagen und geht mit der 1:0-Führung in das 2. Spiel der Serie am Freitag.
Der Mann des Spiels verkörpert die Mannheimer Siegesmentalität: Zunächst zeigt Adler Yannick Proske bei seiner Abwehr eines Bremerhavener Schusses mit dem Körper vollen Einsatz, später erzielt er das 5. Mannheimer Tor zum Kantersieg.
Nicolas Mattinen, Torschütze Adler Mannheim: „Wir sind glücklich mit unserem Spiel. Über den größten Teil des Spiels sind wir solide. Das wollen wir ins nächste Spiel mitnehmen.“
… zu den vielen Rangeleien zum Schluss: „Es gab viel Chaos. Playoffs sind eine spannende Zeit, da kommen viele Emotionen hoch. Wir müssen einfach cool bleiben und unseren Job erledigen.“
Rayan Bettahar, Torschütze Fischtown Pinguins: „Die ersten 10 Minuten waren sehr entscheidend. Mannheim war ein bisschen spritziger und wacher. Uns sollte eigentlich bewusst sein, dass Mannheim eine sehr hohe Qualität hat. Wenn man hier nicht mit 100 Prozent dabei ist, liegt man auch mal 4:1 hinten. Dann ist es nicht so einfach zurückzukommen. Die Intensität muss nächstes Spiel von Anfang an da sein, wir müssen mit 120 Prozent kommen.“
… über die vielen hitzigen Streitereien: „Wir werden immer kämpfen! Die sollen wissen: Wenn die nächstes Spiel zu uns kommen, wird es nicht anders laufen.“
Bremerhavens Kapitän Christian Wejse in der 2. Drittelpause : „Wir wissen, dass Mannheim ein gutes Team ist, sie haben viel Geschwindigkeit. Wir müssen uns den Arsch aufreißen. Es ist nicht okay, was wir dieses Spiel bisher geleistet haben. Wir spielen nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Sie haben zu viele Chancen.“
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PENNY DEL | Playoff-Viertelfinals
Freitag, 27.03.2026
ab 19.00 Uhr in der Konferenz und ab 19.15 Uhr im Einzelspiel: Kölner Haie – Schwenninger Wild Wings, Pinguins Bremerhaven – Adler Mannheim, Eisbären Berlin – Straubing Tigers, ERC Ingolstadt – EHC Red Bull München
Sonntag, 29.03.2026
ab 13.45 Uhr: Straubing Tigers – Eisbären Berlin
ab 14.45 Uhr: Schwenninger Wild Wings – Kölner Haie
ab 16.15 Uhr: Adler Mannheim – Pinguins Bremerhaven
ab 18.45 Uhr: EHC Red Bull München – ERC Ingolstadt
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