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Kaufbeuren. (PM ESVK) Der ESV Kaufbeuren trat die Partie am 11. Spieltag der DEL2 Saison 2022/2023 nach dem Auswärtssieg gegen die Eisbären Regensburg als... Joker schlagen Selber Wölfe mit 4:1

John Lammers – © Sportfoto-Sale (SD)

Kaufbeuren. (PM ESVK) Der ESV Kaufbeuren trat die Partie am 11. Spieltag der DEL2 Saison 2022/2023 nach dem Auswärtssieg gegen die Eisbären Regensburg als Tabellenführer an.

Zum Motto „After Work Hockey“ waren in der heimischen energie schwaben arena die Selber Wölfe zu Gast. Das Trainergespann um Marko Raita musste bei dieser Partie auf die Langzeitverletzten Yannik Burghart und Fabian Koziol verzichten. Zudem fielen für das Match Joey Lewis und Leon van der Linde aus. Nicolas Appendino spielte wie schon am vergangenen Wochenende beim Kooperationspartner in München. Die Joker gewannen vor 1.775 mit 4:1.
Die Highlights, die Pressekonferenz und die Stimmen zum Spiel sind auf esvk.tv abrufbar. Klick.

Die beste Möglichkeit hatten in den Anfangsminuten die Hausherren: Jacob Lagacé wurde schön in Szene gesetzt und konnte alleine auf Michael Bitzer im Tor der Gäste zufahren. Der Selber Schlussmann blieb jedoch lange stehen und ließ sich vom Kanadischen Stürmer nicht ausspielen und konnte die Scheibe so am Ende parieren. Auch in der Folge blieb der ESVK das aktivere Team. Hieraus resultierte auch die erste Strafe gegen die Gäste: Arthurs Kruminsch musste wegen Beinstellens in die Kühlbox. Die Joker zeigten hier ein sehr ansprechendes Überzahlspiel und so verpassten unter anderem Alexander Thiel und Jacob Lagacé nur knapp das erste Tor des Abends. Trotz drückender Überlegenheit schaffte es das Team von Marko Raita nicht, die Hartgummischeibe hinter Michael Bitzer unterzubringen. Kurz nach Ablauf der Strafe durften die Fans des ESV Kaufbeurens dann aber doch erstmals jubeln: Markus Lillich fing eine Scheibe im Aufbau der Selber Wölfe ab, passte zu Jere Laaksonen und der traf per Rückhand zur verdienten Führung. Auch fortan blieben die Joker die tonangebende Mannschaft. Die Porzellanstädter fielen in dieser Phase hauptsächlich durch Entlastungsangriffe auf, welche Daniel Fießinger im Tor der Allgäuer jedoch keine Probleme bereiteten. Das taktische Mittel der Rot-Geben, die Selber früh im eigenen Drittel unter Druck zu setzten, ging bis dato voll auf und so tat sich das Team von Sergey Waßmiller schwer geordnet sein Spiel aufzubauen. Der ESVK konnte sich aus den daraus resultierenden Scheibengewinnen oft in der offensiven Zone festsetzen. Ein Stockschlag von Peter Trska gegen Sebastian Gorcik in der 13. Spielminute ermöglichte den Joker die nächste Möglichkeit in Überzahl zu agieren. Durch einen technischen Fehler von Jacob Lagacé rutschte die Scheibe hierbei zuerst aus dem Drittel und die Hausherren mussten neu aufbauen. Doch Topscorer John Lammers schaltete blitzschnell und brachte den Puck direkt zurück, wo Tyler Spurgeon querlegte und Jacob Lagacé nur noch einschieben musste. In den Schlussminuten kamen die Gäste, auch begünstigt durch individuelle Fehler der Kaufbeurer, besser ins Match und tauchten erstmals gefährlich vor Daniel Fießinger auf. 62 Sekunden später gab es dann auch die erste Strafzeit gegen die Allgäuer. Simon Schütz musste nach einem Bandenchecks in die Kühlbox. Mit einem Spielstand von 2:0 ging es in die erste Pause.

Das Team aus dem Fichtelgebirge begann das Mitteldrittel mit noch 59 Sekunden in Überzahl auf der Anzeigetafel. Die Joker standen jedoch defensiv kompakt und ermöglichten keinen Schuss auf das Gehäuse. Kurz nach Ablauf der Strafzeit war es dann jedoch Oliver Noack, der von einem Fehler im Aufbau der Joker profitierte und seinen zweiten Saisontreffer erzielte. Kurz darauf gab es Strafen gegen beide Mannschaften: Vom ESVK musste Tobias Echtler wegen Stockcheckes und auf der Gegenseite Richard Gelke auch wegen Stockcheckes und zusätzlich wegen Beinstellen in die Kühlbox. Hieraus resultierte die dritte Überzahlmöglichkeit der Hausherren des Abends. Jere Laaksonen und Alexander Thiel hatten hier die Optionen, den alten Zwei-Tore-Vorsprung wiederherzustellen, scheiterten aber an einem glänzend aufgelegten Michael Bitzer. Sergey Waßmillers Team wirkte nach dem Anschlusstor wacher und konzentrierter und schaffte es zunehmend mehr Spielanteile zu gewinnen. Die Joker blieben aber die tonangebende Mannschaft. Eine Strafzeit gegen Max Oswald brachte den ESVK jedoch zur Mitte des 2. Drittels in numerische Unterlegenheit. Mit einem sehr konsequenten und geordneten Auftreten schaffte man es aber, die Selber weitestgehend von gefährlichen Chancen abzuhalten. Auf Seiten des ESVK vermisste man in diesen Situationen Jere Laaksonen und John Lammers, welche verletzungsbedingt nicht am weiteren Spielverlauf teilnehmen konnte. Dieses Fehlen merkte man der Mannschaft auch an und so erarbeiten sich die Porzellanstädter immer mehr Chancen. In der 15. Spielminute sind es dann aber erneut die Joker, die den Spielstand auf der Anzeigetafel veränderten: Johannes Krauß konnte einen Schuss von Thomas Schmidt unhaltbar für Michael Bitzer abfälschen. Keine Minute später ist es der Torschütze, der für ein Halten auf die Strafbank wanderte. Die Unparteiischen sorgten mit fragwürdigen Entscheidungen in dieser Phase für ein unnötiges Aufheizen der Atmosphäre. Am Ende überstanden die Joker die Unterzahl ohne nennenswerte Möglichkeit für die Gäste. 20 Sekunden vor Ende ist es ein durch Sebastian Gorcik abgefälschter Schuss der den nächsten Treffer markierte. Das Schiedsrichtergespann um Daniel Kannengießer und Ruben Kapzan konsolidierte zur Entscheidungsfindung den Videobeweis behielten es aber bei ihrer „On-Ice Decision“. Direkt nach dem Tor musste Markus Lillich wegen einem Stockschlag vom Eis. Mit einem Spielstand von 4:1 ging es in die Pause.

Aufgrund der Strafe gegen Markus Lillich begannen die Selber den Schlussabschnitt in Überzahl. Eine Bankstrafe aufgrund Spielens mit zu vielen Feldspielern der Wölfe egalisierte aber die numerische Überlegenheit und so gab es für eine knappe Minute viel Platz auf dem Eis für beide Mannschaften. Während dieser Phase und der darauffolgenden Powerplaysituation schafften es die Joker jedoch nicht, sich festzusetzen und so verstrich die Zeit ohne nennenswerte Chance. Aufgrund Strafzeiten gegen beide Mannschaften gab es von der 45. Spielminute an für zwei Minuten eine Phase mit 4 Feldspielern auf dem Eis. Dem ESV Kaufbeuren gelang es dabei, sich im Angriffsdrittel festzuspielen. Tomas Schmidt scheiterte dann aber aus aussichtsreicher Position an der Fanghand von Michael Bitzer. Ein abgefälschter Schuss der Selber Wölfe rutschte Daniel Fießinger durch die Hosenträger, konnte von Sebastian Gorcik jedoch noch von der Linie gekratzt werden. Die Schiedsrichter beließen es auch hier nach Betrachten der Bilder bei ihrer „On-Ice-Decision“, welche kein Tor lautete. Die Männer aus dem Fichtelgebirge rannten in der Folge nochmal an. Die Joker zeigten jedoch eine konzentrierte und standhafte Defensivleistung. Mit noch knappen 10. Spielminuten auf der Uhr durfte das Team von Marko Raita, nach einer Strafe gegen Nikita Naumann, erneut seine Überzahlformationen auf das heimische Eis schicken. Das Powerplay verstrich ohne Torerfolg für die Rot-Gelben. Zum Ende hin neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend. Eine Strafe gegen Nick Miglio läutete den Schlussspurt ein. Am Ende spielten die Hausherren die Zeit herunter und so stand am Ende ein 4:1 Heimsieg auf der Anzeigetafel der energie schwaben arena.

Wölfe verlieren auch beim Tabellenführer
ESV Kaufbeuren vs. Selber Wölfe 4:1 (2:0; 2:1; 0:0)

Selb. (PM Wölfe) Zu Gast beim aktuellen Spitzenreiter der DEL2 hatten die Selber Wölfe erneut eine schwere Aufgabe vor der Brust.

Kaufbeuren war über weite Strecken auch die tonangebende Mannschaft. Einen 0:2-Rückstand aus dem ersten Drittel wussten die Jungs von Coach Waßmiller am Ende nicht mehr aufzuholen.

Kaufbeuren bestimmt das Spiel

Beide Mannschaften neutralisierten sich in den Anfangsminuten zunächst noch größtenteils. Dann aber zog Kruminsch die erste Strafe der Partie wegen Beinstellens. Dem Powerplay der Allgäuer hielten die Selber Wölfe zwar noch stand, kurz nach Ablauf der Strafe konnte Laaksonen Bitzer dennoch zum ersten Mal per Rückhandschuss überwinden. Ab diesem Zeitpunkt waren die Gastgeber mehr und mehr die spielbestimmende Mannschaft. So konnte der ESVK in der 13. Minute seine Führung durch einen mustergültigen Spielzug in Überzahl – Trska drückte wegen Haltens die Strafbank – durch Lagacé auf zwei Tore ausbauen. Die Wölfe versuchten im Rest des Drittels zwar noch einen Treffer zu erzielen, vor größere Probleme konnte man die Kaufbeurer Defensive um Schlussmann Fießinger aber zunächst nicht mehr stellen.

ESVK baut Führung aus

Früh im Mittelabschnitt fiel dann der Anschlusstreffer für die Wölfe. Nach Scheibeneroberung im Angriffsdrittel brachte Noack seine Farben erstmalig auf die Anzeige. Die Wölfe waren seitdem läuferisch präsenter, gerade als man auf Selber Seite zwar zunehmend besser ins Spiel kam, kassierte man jedoch den nächsten Treffer. Bitzer, dem die Sicht verdeckt war, war machtlos, als Krauß den Schuss von der Blauen mit dem Körper ins Tor abfälschte. Kurz vor Drittelende gab es dann noch eine umstrittene Szene, die zum 4:1 führte: Bitzer versuchte einen Schuss von Gorcik noch von der Linie zu fischen, nach Videobeweis entschieden die Schiedsrichter, dass der Puck über der Linie war und erkannten das Tor für die Gastgeber an.

Wölfen kommen nicht mehr zurück

Das Schlussdrittel durften die Wölfe in Überzahl starten. Doch die Chance, in numerischer Überlegenheit nochmal ranzukommen, machte man sich selbst zunichte, indem man in eine Bankstrafe wegen eines Wechselfehlers zog. Aus einer unübersichtlichen Situation brachte Selb die Scheibe zwar nochmal gefährlich auf das Tor – ein erneuter Videobeweis ergab in diesem Fall jedoch, dass die Scheibe die Torlinie noch nicht vollständig überschritten hatte. Die Zeit verstrich mehr und mehr gegen die Wölfe, die somit auch aus dem Allgäu nichts Zählbares mitnehmen konnten.

Mannschaftsaufstellungen und Statistik
ESV Kaufbeuren: Fießinger (Meier) – Schmidt, Schütz, Echtler, Thiel, Orendorz, Nifosi – Lillich, Spurgeon, Lammers, Schweiger, Lagacé, Gorcik, Krauß, Laaksonen, Oswald, Bidoul, Thomas, Hops
Selber Wölfe: Bitzer (Weidekamp) – Trska, Lavallée, Kania, Fern, Schaaf, Deeg, Gimmel – Miglio, Thompson, McNeill, Gelke, Kruminsch, Schwamberger, Hlozek, Hammerbauer, Naumann, Klughardt, Noack, Woltmann
Tore: 7. Min. 1:0 Laaksonen (Lillich, Gorcik); 14. Min. 2:0 Lagacé (Spurgeon, Lammers; 5/4); 22. Min. 2:1 Noack (Gelke, McNeill); 36. Min. 3:1 Krauß (Schmidt, Spurgeon); 40. Min. 4:1 Gorcik (Lagacé, Schütz)
Strafzeiten: Kaufbeuren 12; Selb 16
Schiedsrichter: Kannengießer, Kapzan (van der Heyd, Schießl)
Zuschauer: 1775

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