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Kaufbeuren. (PM ESVK) Bietigheim Steelers hieß der Gast am Sonntagabend in der Kaufbeurer erdgas schwaben arena. Die Baden Württemberger reisten mit drei Siegen und... Joker besiegen die Steelers mit 5:1

Sami Blomqvist (ESV Kaufbeuren) – © Sportfoto-Sale (JK)

Kaufbeuren. (PM ESVK) Bietigheim Steelers hieß der Gast am Sonntagabend in der Kaufbeurer erdgas schwaben arena.

Die Baden Württemberger reisten mit drei Siegen und 12:0 Toren aus den letzten drei Spielen an. Auf dem Papier also alles andere als ein Selbstläufer für den ESVK. Die Joker hingegen hatten am Freitag in Weißwasser nicht nur drei Punkte, sondern auch Daniel Oppolzer und Joey Lewis verletzungsbedingt verloren. Als Ersatz rutschten Valentin Gschmeißner und der zuletzt nicht mehr berücksichtigte Mike Mieszkowski in den Sturm. Außerdem musste Andreas Brockmann weiterhin auf Philipp de Paly und Stefan Vajs verzichten. 2.317 Zuschauer waren gespannt, welches seiner zwei Gesichter der ESVK an diesem Abend zeigen würde.

Die Hauherren starten engagiert und machen von Beginn an das Spiel, allerdings noch ohne nennenswerte Torchancen. In der fünften Minute testet dann Norman Hauner zum ersten Mal Jan Dalgic im Tor der Joker, aber dieser hat die Fanghand blitzschnell oben und hält. Anschließend Unruhe vor dem Tor von Stephon Williams, aber Valentin Gschmeißner kann eine sehr gute Chance noch nicht zur Führung nutzen. Dann das erste Überzahlspiel für Kaufbeuren, doch es sind die Steelers die in Unterzahl vorerst gefährlicher vor das Joker Tor kommen. Schließlich schafft es Kaufbeuren aber doch noch seine Powerplay Formation zu positionieren und gerade als Bietigheim wieder komplett spielt zieht Julian Eichinger von der Blauen ab, zerschmettert erst mit seinem Schuss ein Bietigheimer Schläger bevor Max Schmidle die nun frei liegende Scheibe im Tor unterbringt. Die Führung gibt dem ESVK ordentlich Auftrieb und die Joker erspielen sich nun Chance um Chance. Sami Blomqvist trifft mit einem knallharten Schuss nur die Maske von Stephon Williams. Die ebenfalls guten Versuche von Leon Kittel, Tobi Wörle und Mike Mieszkowski entschärft Williams dann jeweils im letzten Moment. Die Steelers können erst im Powerplay für Entlastung sorgen und kommen ihrerseits zu einigen Abschlüssen, aber Jan Dalgic ist mal wieder Herr der Lage und hält seinen Kasten sauber. Kurz danach Strafe gegen Bietigheim und die Wertachstädter bestätigen ihre starke Powerplay Bilanz mit der 2:0 Führung. Die Scheibe läuft wie geschmiert über Sami Blomqvist und Branden Gracel zu Antti Kerälä, der netzt trocken ein und bringt die arena zum Kochen. Kurz vor der Sirene bauen die Rotgelben sogar fast noch ihre Führung weiter aus, aber der Puck geht knapp am Tor vorbei und die Spieler in die Kabinen.

Auch im zweiten Drittel sehen die Zuschauer ein extrem unterhaltsames Zweitligaspiel, in dem die Steelers mit einer erneuten Überzahlsituation starten. Jan Dalgic hält die Führung dank starker Reflexe fest und Sami Blomqvist scheitert, direkt von der Strafbank kommend, nur knapp am Bietigheimer Keeper. René Schoofs hat dann die riesen Gelegenheit auf den Anschlusstreffer, völlig frei taucht er vor dem Joker Tor auf, verzieht seinen Schuss aber völlig. Jetzt wieder eine Druckphase des ESV, der stark spielenden Tobi Wörle findet seinen Meister aber genauso wie Max Lukes am Ende in Stephon Williams. Nun geht es Schlag auf Schlag, die Hausherren bringen eine vier gegen zwei Situation nicht im Kasten unter und im Gegenzug bringt Jan Dalgic mit einem Fanghandsave die Bietigheimer bei einem drei gegen zwei Konter zur Verzweiflung. Die Steelers drehen jetzt richtig auf und setzen sich immer mehr im Drittel der Allgäuer fest, die sich zwar mit aller Gewalt gegen den Anschlusstreffer stemmen, aber in der 27. Minute klingelt es dann doch noch. Max Pommersberger zieht völlig frei ab, Jan Dalgic wird die Sicht genommen und es heißt nur noch 2:1 für die Hausherren. Die Steelers wollen es jetzt etwas mehr als die Joker und kommen vor der Pause noch zu einigen hochkarätigen Chancen. Mit der knappen Führung für den ESVK geht eine hitzige Partie in die zweite Unterbrechung.

Die ersten sieben Minuten im letzten Spielabschnitt passiert erst einmal nichts Nennenswertes. Beide Mannschaften lauern auf einen Fehler des Anderen und genau diesen Fehler macht Benjamin Zientek als er für einen Stockschlag zwei Minuten kassiert und den ESVK dadurch in Überzahl bringt. Knapp eine Minute setzen sich die Joker mit ihrem Special Team im Steelers Drittel fest, dann setzt Tobi Wörle mit viel Übersicht den anfahrenden Jere Laaksonen in Szenen und der zieht ab. Die Scheibe wird noch abgefälscht und fällt hinter die Linie, ein Tor des Willens und die 3:1 Führung für Rotgelb. Bietigheim drängt sofort auf den erneuten Anschluss, aber Jan Dalgic hält überragend. Symbolisch für den Siegeswillen der Hausherren steht der massive, aber absolut faire Check von Youngster Leon Kittel gegen Routinier Frédérik Cabana, bei dem ein Raunen durchs Stadion geht. Branden Gracel und Jonas Wolter, der die Scheibe aus der Luft pflückt und aus der Drehung auf das Tor hämmert, verfehlen nur knapp. Aber auch die Steelers bleiben weiter gefährlich mit Kontern. Nur 2:30 Minuten stehen noch auf der Uhr, Bietigheim setzt nochmals alles auf eine Karte und nimmt Stephon Williams zu Gunsten des sechsten Feldspielers vom Eis. Sami Blomqvist behauptet im eigenen Drittel die Scheibe an der Bande und befördert sie quer über das Feld ins leere Tor. Das ist die viel umjubelte Vorentscheidung. Kaufbeuren erhält aber direkt noch eine Strafzeit und so heißt es die letzten zwei Minuten nochmals Vier gegen Sechs, weil Bietigheim erneut den Keeper runter nimmt. Der ESV schmeißt alles dazwischen und Alex Thiel setzt den Schlusspunkt. Auf Höhe des eigenen Tors lupft er die Scheibe schön über Freund und Feind ins Empty Net.

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