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Iserlohn. (MK) Die Anhänger der Iserlohn Roosters mussten am Freitagabend NACH DEM Match gegen Bietigheim erst einmal gaaaaaanz tief durchatmen. Die 0:3 Niederlage gegen... Iserlohns Verteidiger Tim Bender: „Defensiv waren wir eine Vollkatastrophe“ – Trainer Poss bemängelt einmal mehr die Einstellung – Sonntag Derby in Düsseldorf

Iserlohns Headcoach Greg Poss – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Die Anhänger der Iserlohn Roosters mussten am Freitagabend NACH DEM Match gegen Bietigheim erst einmal gaaaaaanz tief durchatmen. Die 0:3 Niederlage gegen das Tabellen-Schlusslicht war definitiv verdient, weil die Steelers über sechzig Minuten das bessere Team waren.

Die Art und Weise, wie die Niederlage zustande kam, erboste aber viel Fans völlig zurecht. Über weite Strecken blieben die Iserlohner alles schuldig, was ein packendes Eishockeyspiel ausmacht. Kampf, Leidenschaft und Emotionen suchte man über weite Strecken vergebens im Spiel der Sauerländer. Stattdessen gestattete man den engagiert zu Werke gehenden Steelers viel Platz. So öffnete man beim 0:1 durch Maione nach drei Minuten die Tür in der Mitte der eigenen Zone geradezu einladend. Maione sagte mit einem platzierten Schuss Danke und ließ Jenike im Iserlohner Tor keine Chance. Glück für Jenike & Co, dass Lepaus in der fünften Minute nur den Pfosten traf. Vom erhofften „Hallo-Wach-Effekt“ keine Spur bei den Gastgebern. Denn auch das 0:2 in der 44. Minute durch Jasper war fast eine Kopie des ersten Bietigheimer Treffers. Zwischen den beiden Toren lagen viele klug eingesetzte Schläger der Steelers, aber auch viele umständliche Aktionen der Roosters. Es wirkte, als könne keiner der Spieler das Heft in die Hand nehmen. Insbesondere im Powerplay blieben die Sauerländer fast alles schuldig. Und wenn es mal gefährlich wurde, dann verhinderte ein grundsolider Aittokallio im Gästetor den vielleicht für Iserlohn signalgebenden Anschlusstreffer. Iserlohns Headcoach Greg Poss sah im Spiel Fünf gegen Fünf wenig Möglichkeiten an diesem Abend und nahm fast fünf Minuten vor dem Ende Keeper Jenike für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Der Schuss ging nach hinten los, denn Keränen machte zweieinhalb Minuten vor dem Ende mit dem Empty-Net-Goal zum 0:3 alles klar für die Steelers. Drei hochverdiente Punkte gingen somit mit in den Bus auf die Rückreise ins Ellental.

Bietigheim gelang damit nach über zwei Monaten endlich wieder ein Auswärtssieg. Ob es ein echter Schritt nach vorne war oder doch nur ein Schrittchen? Das müssen die nächsten Partien zeigen. Am Sonntag wartet in der heimische EGE-Trans Arena mit Tabellenführer München ein echter Kracher auf die Steelers.

Bei den Roosters war nach dem Match Katerstimmung angesagt.

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Verteidiger Tim Bender fand dagegen bei MagentaSport schon drastischere Worte: „Wir haben unser System nicht gefunden. Dann wieder das große Thema: Das Powerplay war scheiße. Dann geht es halt 0:3 aus. Bietigheim hat ein gutes Spiel gemacht, das muss man auch sagen. Wir haben umso schlechter gespielt. Wir haben keinen Groove gefunden und defensiv waren wir eine Vollkatastrophe.“

Constantin Braun (via MagentaSport) von den Steelers, machte seinen 200. DEL-Assist: „Wir haben in der Mannschaft viel gesprochen. Auch über Dinge, die wir besser machen wollen. Das haben wir gut gemacht. Die Entscheidungen haben gestimmt. Wir haben kein Tor in Unterzahl bekommen.“

Iserlohns Neuzugang Chris Bigras gab an der Seite von Colin Ugbekile ein unauffälliges, aber solides Debüt.

Das Fehlen von Foucault, Bergmann und Acolatse machte sich im Angriff der Roosters bemerkbar, darf aber keine Ausrede für die schwache Vorstellung sein. Das dargestellte Bild der Roosters scheint nach mittlerweile 29 absolvierten Hauptrundenpartien immer deutlicher zu werden. Auf einige gute Spiele folgen wieder Auftritte mit unerklärlich schwachen Phasen. Greg Poss appelliert mittlerweile, unabhängig von den Ergebnissen, fast gebetsmühlenartig immer wieder an die Grundtugenden einer Eishockeymannschaft und fordert Mannschaftsdienlichkeit, Kampf und Leidenschaft von seinen Jungs ein. Es scheint so, als könne das Team diese nicht kontinuierlich abrufen. Legen die Sauerländer dieses Verhalten unerwarteterweise nicht doch noch ab, dann wird es vermutlich bis zum Ende der Hauptrunde ausschließlich um den Klassenerhalt gehen. Aus Sicht der Roosters schade, denn das Team hat ja durchaus schon im positiven Sinne gezeigt, wozu es im Stande ist.

Am Sonntag steht für das Poss-Team die Auswärtsaufgabe in Düsseldorf auf dem Programm. Der Coach hofft dann bereits auf eine Rückkehr von Sena Acolatse. Bergmann wird bis zum Ende seiner Leihe nicht mehr für Iserlohn auflaufen können. Bei Foucault ist die Dauer des Ausfalls weiter ungewiss. Ob er im Tor erneut auf Andy Jenike setzt oder Hannibal Weitzmann einsetzen wird, wollte Greg Poss noch nicht verraten.

Erstes Bully im PSD-Bank Dome ist am Sonntag um 16:30 Uhr.

Fotostrecke zum Spiel

Iserlohn Roosters - Bietigheim Steelers
© Sportfoto-Sale (JB)
« von 58 »
7783
Bundestrainer gesucht .....

Wer wäre für Sie der perfekte Nachfolger von Toni Söderholm als Herren Eishockey Bundestrainer?

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