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Iserlohns Doppelpacker Camara wird gegen Straubing zum „tragischen Helden“ – Tigers knacken mit 800 Fans im Rücken die Festung Seilersee

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Marcel Brandt, Daniel Fischbuch - © by Sportfoto-Sale (Jan Brüggemann)
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Iserlohn. (MK) Die Straubing Tigers haben sich durch einen 4:2 Sieg bei den Iserlohn Roosters drei wichtige Punkte im Kampf um das Playoff-Heimrecht gesichert.

Am sogenannten Schützenfestspieltag waren die Gäste aus Niederbayern mit der Unterstützung von über 800 Sonderzugfans in die Waldstadt gereist.

Bei den Roosters rückte Andreas Jenike für den „Helden von Dresden“ Hendrik Hane ins Tor. Johannes Huss spielte nach einem Trainingsunfall mit Vollvisier. Vor dem ersten Bully wurde Andreas Jenike für sein 250. Spiel im Iserlohner Trikot geehrt. Natürlich standesgemäß mit einem Trikot im Schützenfest-Design.

Camara besorgt die Führung

Torwart Andreas Jenike – © by Sportfoto-Sale (Jan Brüggemann)

Es entwickelte sich rasch ein intensives Spiel mit einer ersten Druckphase der Roosters. Tigers-Goalie Haukeland & Co ließen aber erst einmal wenig klare Chancen zu. Varejckas Strafe (7.) nutzten die Gastgeber nach dreißig Sekunden Powerplay durch Camaras platzierten Schuss zum 1:0. Straubing attackierte die Roosters tief in deren Drittel. Durch den erschwerten Iserlohner Spielaufbau war für beide Teams viel Laufarbeit mit intensiven Zweikämpfen zu verrichten. Cornel (12.) und Jentzsch (19.) für die Roosters, sowie Beaudin (13.) für die Tigers hatten im weiteren Drittelverlauf gute Schusschancen. Mit der knappen 1:0 Führung für die Schützenfest-Roosters ging es in die erste Pause.

Hede gleicht aus

Die erste Großchance im zweiten Drittel hatte Iserlohns Huss, der in der 23. Minute aber nur das Gestänge traf. Auf der Gegenseite scheiterte Klein (23.) noch an Jenike, aber Hede konnte einen Moment später den Iserlohner Torwart mit einem platzierten Handgelenkschuss zum 1:1 überwinden. Straubing gab weiter Gas. Brandt (28.) wäre fast der Doppelschlag gelungen, aber er traf „nur“ einen Iserlohner Spieler. Keine zwei Minuten nach dem Ausgleich jubelten dann aber doch wieder die Hausherren. Cornels scharfen Pass vor das Tor drückte Camara zum 2:1 über die Linie. Brunnhuber (35.), Scott (36.) und Leslie (38.) hatten weitere Chancen für die Gäste in der etwas ruppiger werdenden Partie. Lassens Strafe bescherte den Gästen vom Pulbverturm ihr erstes Überzahlspiel. Es blieb aber bei der knappen 2:1 Pausenführung für Iserlohn.

Roosters kassieren Strafe und geben die Führung aus der Hand

Die Tigers drängten mit Beginn des Schlussdrittels auf den Ausgleich, waren im Abschluss aber einige Male zu hektisch und ungestüm. Eine Auseinandersetzung zwischen Camara und Green (47.) bescherte dem Iserlohner 2+2 Strafminuten. Camara war zuvor von Leslie attackiert worden und Green leistete wenig Gegenwehr beim „Meeting“ mit Camara. Möglicherweise war es die Idee vom Iserlohner Stürmer noch einen Straubinger mit auf die Sünderbank zu ziehen. Das ging aber schief und es hatte Folgen. Straubings Halloran traf 24 Sekunden vor Ablauf der ersten Strafe aus dem Bullykreis ins kurze Eck zum 2:2 Ausgleich. Die weitere Strafe blieb ohne Folgen für Iserlohn. In der Crunchtime nahm auch die prächtige Kulisse auf beiden Seiten nochmal Fahrt auf. Auf dem Eis aber schlugen die Tigers erneut zu. Leslie nahm aus dem Bullykreis Maß und traf nach exakt 55 Minuten mit einer Direktabnahme zur erstmaligen Straubinger Führung: 2:3! Kampf und Leidenschaft blieb auf dem Esi Trumpf. Iserlohn gab sich nicht geschlagen und drängte auf den Ausgleich. Jenikle hatte seinen Kasten bei 57:49 Minuten für den sechsten Feldspieler verlassen. Ugbekile (58.) per Schlagschuss scheiterte noch an Haukeland. Tiger Varejcka machte aber 53 Sekunden vor dem Ende mit dem 2:4 ins verwaiste Iserlohner Tor den Deckel für die Gäste drauf. Deren Anhang hatte somit allen Grund zu feiern. Eins Auswärtstour, wie man sie sich als Fan wünscht.

Die in den letzten Wochen zur Festung gewordene Eissporthalle am Seilersee ist damit wieder mal geknackt worden. Das gelang in den letzten acht IEC-Heimspielen nur Spitzenreiter Kölner Haie.

So geht es weiter / Tabelle

Am Dienstag beziehen die Adler Mannheim die Gästekabine in der Iserlohner Eissporthalle zum letzten Spiel vor der Olympiapause. Straubing empfängt die Nürnberg Ice Tigers zeitgleich.
In der Tabelle bleiben die Tigers als Fünfter mit zwei Punkten Rückstand Ingolstadt (Platz vier) auf den Fersen. Iserlohn rangiert auf Platz zwölf mit fetten 23 Punkten vor Schlusslicht Dresden und acht Punkten Rückstand auf Playoff-Platz zehn (Schwenningen). Tabellen-Niemandsland nennt man das dann wohl. Nach unten ist die Messe nur rechnerisch noch nicht gelesen. Mit dem auf die Playoffs schielenden Blick müsste im Saisonendspurt auf jeden Fall eine sehr positive Bilanz gelingen.

Alle Tore und Stimmen zum Spiel


Statistik

Tore: 1:0 (07:28) Camara (Wood/Fischbuch) 5-4PP, 1:1 (26:42) Hede (Merkley/Klein), 2:1 (28:36) Camara (Cornel/Fischbuch), 2:2 (48:13) Halloran (Daschner/Connolly) 5-4PP, 2:3 (55:00) Leslie (Halloran/Hede), 2:4 (59:07) Varejcka ENG
Strafen: 6 – 2
Schüsse aufs Tor: 17 – 23
Schüsse insgesamt: 36 – 44
Schiedsrichter: Huber, Frano (Laguzov, Giesen)
Zuschauer: 4.967
Iserlohn: Jenike – Ugbekile, Norell; Niehus Wood; Lassen, Huß; Radionovs – Boland, Eisenmenger, Thomas; Camara, Cornel, Fischbuch; Napravnik, Salsten, Jentzsch; Geiger, Neumann, Törnqvist
Straubing: Haukeland – Brandt, Beaudin; Leslie, Green; Klein, Merkley; – Hede, Melnick, Halloran; Connolly, Loibl, Seidl; Varejcka, Brunnhuber, Fleischer; McKenzie, Scott, Daschner

Fotostrecke zum Spiel

Iserlohn Roosters – Straubing Tigers (25.01.2025, Schützenfestspieltag)


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