Iserlohn. (MK) Wieviel Benzin haben die Iserlohn Roosters am Samstagabend gegen Wolfsburg noch im Tank?
Das Heimspiel gegen die Grizzlys ist das fünfte Spiel innerhalb von sieben Tagen für die Schützlinge von Headcoach Stefan Nyman. Zuletzt verloren die Roosters am Donnerstagabend denkbar knapp mit 2:1 in Bremerhaven. Trotz einer doppelten Überzahl in der Schlussphase gelang nur der Anschlusstreffer. Der Blick zurück ist momentan sicherlich krass frustrierend. Wenig neue Erkenntnisse brachten die letzten Spiele. Vor dem gegnerischen Tor fehlt den Roosters einfach immer wieder die Effizienz. Schaut man auf den Monat Oktober zurück, dann gelang nur ein Sieg nach Verlängerung gegen Aufsteiger Dresden. Die letzten sieben Spiele gingen mit maximal zwei Toren Unterschied verloren. In den letzten vier Begegnungen schoss man jeweils nur ein einziges Tor. Zu wenig, um Spiele zu gewinnen und den Tabellenkeller zu verlassen. Das ist momentan alles in allem für Team und Fans gleichermaßen extrem frustrierend.
Trainer Stefan Nyman sieht die fehlende Durchschlagskraft, aber auch immer wieder vom Gegner gnadenlos abgestrafte Defensivfehler bei seinem Team. Nach dem Spiel an der Nordseeküste befand er: „Ich nehme aus diesem Spiel mit, dass wir es im 2. Drittel hergegeben haben. Ich glaube, wir waren besser als sie im 2. Drittel. Aber wir haben ihnen zwei Tore geschenkt.“
Auch Sportchef Franz-David Fritzmeier ärgern die jüngsten Niederlagen, da man häufig kurz davor stand zu punkten. Er wollte die aktuelle Situation auch nicht schönreden. „Das ist die Wahrheit“, so der 45- jährige Benediktbeuerner zur Tabellensituation.
Fritzmeier selbst hatte sich das Spiel in Bremerhaven auf der Rückfahrt von der Seestadt nach Iserlohn noch einmal in Ruhe angeschaut und ließ es sich auch nicht nehmen am Freitag einige Worte an die Mannschaft zu richten. Der Fokus muss nun voll und ganz dem letzten Spiel vor der Deutschland-Cup Pause gegen Wolfsburg gelten. „Wir müssen liefern, müssen direkt mit viel Energie rauskommen und den Funken überspringen lassen.“
Spiel gegen unangenehmen Gegner Wolfsburg ist fast ausverkauft
Die Kulisse wird am Samstagabend in der Iserlohner Eissporthalle definitiv stimmen. Am Freitagmittag war das Match bis auf wenige Stehplatztickets fast ausverkauft.
Personell werden der verletzte Matias Lassen und der an einem Virus erkrankte Manuel Alberg fehlen. Nils Elten ist ebenfalls noch fraglich.
Mit den Grizzlys erwarten die Roosters einen stets unangenehmen Gegner, der mit Strahlmeier und Weitzmann über zwei gute deutsche Torhüter verfügt. Zuletzt fehlte den Niedersachsen etwas die Konstanz. Nach der 6:0 Klatsche in Straubing gewann das Team von Mike Stewart daheim gegen München und Augsburg.
Dass man gegen die Wolfsburger auch gewinnen kann, haben die Roosters in der Vorbereitung vor zwei Monaten mit einem 3:2 Sieg gezeigt.
Fünf Spieler sind im internationalen Einsatz
Nach dem Wolfsburg-Match werden Colin Ugbekile und Daniel Fischbuch in Landshut am Deutschland-Cup teilnehmen. Daniel Geiger und Bence Farkas reisen zur U20 Nationalmannschaft. Eirik Salsten wird mit der norwegischen Nationalmannschaft unterwegs sein. Matias Lassen kann verletzungsbedingt nicht zur dänischen Auswahl stoßen.
Optimal wäre es für die Roosters mit einem Erfolgserlebnis in die Pause zu gehen. Die verbliebenen Cracks haben dann die Möglichkeit den Kopf etwas freizubekommen, die Nationalspieler sammeln in ihren Auswahlteams hoffentlich reichlich Selbstvertrauen.
Nach der Pause geht es für die Roosters mit einem Heimspiel am 14.11. gegen Ingolstadt weiter. Zwei Tage später heißt der Auswärtsgegner Schwenningen.
Franz-David Fritzmeier zum Thema Nachverpflichtung
Die Krise der Sauerländer beschäftigt die Menschen im sportbegeisterten Südwestfalen sehr. In diversen Social Media Beiträgen wird heiß diskutiert, was den Roosters helfen kann. Eine oft geforderte Idee ist die Verpflichtung eines weiteren Stürmers mit Torgefahr. Dafür müssten dann allerdings erst einmal die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Zuletzt wurde immer wieder betont, dass das aktuell nicht der Fall ist und man dem Kader vertraut. Völlig ausgeschlossen ist eine Nachverpflichtung nun aber wohl doch nicht. Franz-David Fritzmeier lobte, dass die Organisation in allen Bereichen daran arbeite die Situation zu verbessern. Für ihn wäre eine Verpflichtung in naher Zukunft am sinnvollsten, als erst im Januar, da die Liga ja im Februar wegen Olympia pausiert und danach nur noch acht Hauptrundenspiele anstehen. Zu viele Worte wollte er dazu nicht verlieren und an Spekulationen auch schon gar nicht beteiligen. „Wenn man es macht, kann man dann auch etwas dazu sagen. Wenn wir jetzt einen Spieler holen würden, dann wäre es jetzt ein Stürmer. So etwas kann sich aber auch sehr schnell durch Verletzungen ändern“, so Fritzmeier.
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