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Iserlohn. (MK) Die Iserlohn Roosters konnten am Freitagabend ihren dritten Sieg in Folge feiern. Die Gäste der Grizzlys Wolfsburg wurden in der Waldstadt vor... Iserlohn Roosters: Schlusslicht schafft erstmals in dieser Saison drei Siege in Folge – Umkämpfter 4:2 Sieg gegen Wolfsburg

Wolfsburgs Goalie Dustin Strahlmeier ist geschlagen – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Die Iserlohn Roosters konnten am Freitagabend ihren dritten Sieg in Folge feiern.

Die Gäste der Grizzlys Wolfsburg wurden in der Waldstadt vor 4.338 Zuschauern mit 4:2 bezwungen und kassierten damit ihre fünfte Niederlage in den letzten sechs Spielen.

Benders Führungstreffer gibt den Roosters Sicherheit

Iserlohn startete mit den lautstarken Fans im Rücken offensivfreudig. Rutkowski (3.) hatte die erste Konterchance, scheiterte aber. Besser machte es Bender, der mit seinem Torschuss in der 5. Minute etwas zögerte, aber dann um so sehenswerter zum 1:0 ins rechte Eck traf. Die Grizzlys setzten immer wieder zu Kontern an. Kneisler (7.) kam aber nicht an Iserlohns Keeper Jenike vorbei. Wolfsburgs Neuzugang Mueller setzte sich in seinem ersten Einsatz in Orange erstmals in der 11. Minute in Szene, aber auch scheiterte an Jenike, wie Teamkollege Beaudin in der 16. Minute. Die Gastgeber waren im ersten Drittel das griffigere Team, konnten aber kein Kapital aus einer Strafe gegen Wolfsburgs Goalie Strahleier schlagen. Auf der Gegenseite hielten sich die Sauerländer während der Hinausstellung gegen Quaas bis zur Pause schadlos.

Turbulentes zweites Drittel mit wechselnder Führung

Zu Beginn des Mittelabschnitts konnten die Grizzlys die Reststrafe gegen Quaas nicht nutzen. Und dennoch gelang den Niedersachsen in der Anfangsminute des Drittels der Ausgleich durch Mueller. Kneislers Strafe nach Foul an Iserlohns Broda sorgte dann für reichlich Notizen auf dem Reporterzettel. Sebok konnte Grizzly Archibald bei seinem Konter (25.) kaum halten. Die Referees entscheiden auf Penalty, den Beaudin souverän zum 1:2 verwandelte. Iserlohns Antwort kam fast postwendend. Nur 32 Sekunden später stellte Ugbekile per Schlagschuss auf 2:2. Das Spiel blieb danach intensiv mit Chancen auf beiden Seiten. Iserlohn legte in der 33. Minute wieder vor. LeBlanc drückte die Scheibe in dieser Szene im dritten Versuch der Roosters zum 3:2 über die Linie. Wolfsburg blieb brandgefährlich. Unter anderem verpasste Machacek (36.) per Bauerntrick den erneuten Ausgleich. Dal Colles Strafe (37.) überstanden die Roosters mit viel Kampfgeist und Leidenschaft. Ärgerlich für die Gastgeber, dass der gerade von der Strafbank kommende DaL Colle seinen Konter frei vor Grizzlys-Torhüter Strahlmeier nicht verwerten konnte. Somit blieb es bei der knappen 3:2 Führung der Hausherren nach dem zweiten Drittel.

Drew LeBlanc, der mit dem 3:2 seinen 100. DEL-Treffer erzielen konnte, mahnte in der Pause bei MagentaSport an, dass sein Team im Schlussdrittel näher an den Gegenspielern sein muss.

Björn Krupp (links) und John Broda – © Sportfoto-Sale (JB)


Taro Jentzsch stellt die Weichen auf Sieg, Andy Jenike baut die Mauer vor seinem Tor auf

Die letzten zwanzig Minuten wurden noch einmal von beiden Teams sehr intensiv vorgetragen. Wolfsburgs Schinko kassierte in der 42 Minute die nächste Strafe. Das Wolfsburger Unterzahlspiel funktionierte allerdings bis eine Sekunde vor Ablauf der Strafe vorzüglich. Dann sorgte allerdings Jentzsch aus spitzem Winkel für das 4:2. Wolfsburg blieb ein unangenehmer Gast. Dumont (46.) scheiterte an Jenike bei einem Konter über den linken Flügel. Dann wieder eine weitere Strafe gegen die Gäste gegen Feser. Diesmal ohne Folgen, auch deshalb, weil Iserlohns Kapitän Labrie 14 Sekunden vor Ablauf der Feser-Strafe auf die Sünderbank musste. Mit Mann, Maus und einem mit viel Übersicht ausgestatteten Jenike im Tor überstanden die Shedden-Schützlinge auch diese Hinausstellung. In der Folgezeit mühten sich die Gäste aus Niedersachsen um den Anschlusstreffer, aber gleichzeitig hielt Iserlohn geschickt dagegen. Die Uhr lief nun natürlich gegen die Grizzlys. Jentzsch´ Strafe 178 Sekunden vor dem Ende machte es noch einmal spannend. Wolfsburgs Headcoach Mike Stewart nahm sofort seinen Goalie für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Die VW-Städter somit mit sechs gegen vier Feldspielern auf dem Eis. Trotz der wütenden Wolfsburger Angriffe hielten die Iserlohner ihren Kasten bis zum Ende sauber. Drei weitere wichtige Punkte waren mit dem 4:2 Sieg für die Sauerländer unter Dach und Fach.
Der Iserlohner Anhang feierte den Sieg entsprechend ausgiebig. Schließlich hatte man in den letzten Monaten nicht so viel Grund etwas zu feiern.
Etwas unerfreulich war an diesem Abend die Schiedsrichterleistung, die zu einigen zumindest strittigen Szenen sicherlich im Nachgang noch einmal genauer besprochen werden dürfte.

Mike Stewart und Doug Shedden äußern sich zu Peter Mueller und zum Thema Neuzugänge – Iserlohns Abstand zu Platz 13 beträgt nun sechs Punkte

Wolfsburgs Headcoach Mike Stewart attestierte seinem Neuzugang Peter Mueller einen guten Eindruck. „Man sieht, dass er Erfahrung und Ruhe an der Scheibe hat. Er passt zu uns“, so Stewart über den 35- jährigen, der auch bei den Roosters gerüchtet wurde. Sein Gegenüber Doug Shedden nahm während der Pressekonferenz (siehe Video) ebenfalls grundsätzlich Stellung zum Thema Neuzugänge.

Die Trainerstimmen zum Spiel





In der Tabelle rangieren die Grizzlys auf Rang sieben. Iserlohn konnte den Abstand zum rettenden 13. Platz auf nun sechs Punkte erneut etwas verringern. Sollten die Sauerländer ihren Aufwärtstrend in den nächsten Spielen fortsetzen können, dann würden sie doch noch einmal ins Rennen um den Klassenerhalt zurückkommen können. Der um Weihnachten noch fast leblose Patient Iserlohn Roosters hat quasi wieder leichten Puls.

Am Sonntag treten die Iserlohn Roosters bei den Straubing Tigers an, Wolfsburg empfängt Düsseldorf.

Statistik

Tore: 1:0 (04:55) Bender (Schiemenz/Ziegler), 1:1 (20:59) Mueller (Miele/O´Connor), 1:2 (24:09) Beaudin, 2:2 (24:41) Ugbekile (Cornel/Dal Colle) 5-4PP, 3:2 (32:19) LeBlanc (Jentzsch/Elias), 4:2 (43:39) Jentzsch (Cornel/Dal Colle) 5-4PP,
Strafen: 10 – 10
Schiedsrichter: McFarlane, Ansons
Zuschauer: 4.338
Iserlohn: Jenike – Gormley, Ugbekile; Labrie, Thomas; Bender, Quaas – Dal Colle, Cornel, Boland; Broda, LeBlanc, Jentzsch; Schiemenz, Sebok, Ziegler; Elias, Jahnke, Rutkowski
Wolfsburg: Strahlmeier – O´Connor, Krupp; Möser, Martinovic; Zajac, Ramage; Wurm – Archibald, Feser, Schinko; Fauser, Beaudin, Wilkie; Machacek, Miele, Mueller; Ruckdäschel, Kneisler, Dumont

Fotostrecke zum Spiel

Iserlohn Roosters - Grizzlys Wolfsburg
© by Sportfoto-Sale 2024 (Jan Brüggemann)
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