Iserlohn. (MK) Die Iserlohn Roosters spüren als Tabellenvorletzter wieder den Atem des Schlusslichts aus Dresden im Nacken.
Mit vier Punkten Vorsprung auf die Eislöwen gingen die Roosters am Nachmittag in das Spiel gegen die Straubing Tigers. Zeitgleich traten die Dresdner beim amtierenden Deutschen Meister und Iserlohner Gegner vom letzten Freitag, den Eisbären Berlin an.
Virus sorgt für reichlich Wechsel in den Iserlohner Formationen
Blieben die Iserlohner in den letzten Wochen von Verletzungen und Krankheiten größtenteils verschont, so fehlten gegen die Tigers mit Huß, Wood, Norell, Saffran und Borzecki gleich fünf Akteure krank. Dazu gesellte sich auch Assistenztrainer Tony Zabel. Ein Magen-Darm-Virus hatte sich am Wochenende bei den Sauerländern ausgebreitet. Lassen, Jobke, Alberg und Radionovs rückten dafür ins Lineup.
Bei den Tigers fehlten Connolly, Leslie, Hede und Schwarz.
Camara macht den Dosenöffner
Die Gäste mussten schon nach 75 Sekunden die erste Strafe gegen McKenzie hinnehmen. Napravnik, Salsten und Thomas verpassten mit Schüssen auf den Kasten von Straubings Torwart Bugl den ersten Treffer. Ugbekile kassierte Iserlohns erste Hinausstellung (6.) und auch hier scheiterten Brandt und Halloran an Iserlohns Goalie Jenike. Das Spiel war geprägt von viel Kampf und wenig spielerischer Linie. Als nur jeweils vier Feldspieler aufgrund von Strafen gegen Fischbuch und Melnick auf dem Eis standen, nutzte Camara einen Konter (15.) zur 1:0 Führung der Gastgeber. Daschners Abwehrversuch mit dem Schlittschuh war unfreiwillig hilfreich für Camara. Jobkes Strafe (18.) konnten die Gäste nicht nutzen. Mit der knappen 1:0 Führung ging es in die erste Pause.
Doppelschlag durch Thomas und Salsten
Straubings Klein kassierte nach Foul an Salsten die nächste Strafe (21.), aber im Powerplay der Roosters lief schon im Spielaufbau wenig zusammen. Thomas und Boland vergaben die einzig nennenswerten Gelegenheiten. Camara (25.) konnte Tigers-Goalie Bugl am kurzen Pfosten lauernd auch nicht überlisten. Das Spiel wurde nun von beiden Seiten etwas intensiver geführt. Iserlohns Neumann (31.) scheiterte mit dem Bauerntrick an Bugl. Die druckvoller werdenden Gäste trugen ihr Spiel sehr strukturiert vor, scheiterten aber auch mehrmals am aufmerksamen Jenike. McKenzie (34.) scheiterte ebenfalls mit dem wieder in Mode gekommenen Bauerntrick. In der 35. Minute kassierte Tiger Zimmermann 2+2 Strafminuten. Iserlohns Powerplay gestaltete sich wieder kompliziert. Mit sicherlich viel Mut und etwas Glück traf Thomas volley in der 37. Minute zum 2:0. Nur 78 Sekunden später schloss Salsten einen Konter (3 auf 1) aus der halbrechten Position zum 3:0 ab. Durchatmen beim Iserlohner Anhang.
Thomas macht den Deckel drauf, Shutout für Jenike
Im Schlussdrittel hatten die Tigers natürlich keine Zeit mehr zu verlieren, wenn sie aus dem Sauerland noch etwas Zählbares mit in den Bus packen wollten. Apropos Zeit: Nach 78 Sekunden musste Gästeverteidiger Klein erneut auf die Strafbank. Iserlohns Thomas scheiterte im Powerplay aus der halbrechten Position an Teufelskerl Bugl, der in dieser Szene bockstark parierte und im Gegenzug verpasste Beaudin in Unterzahl den Anschlusstreffer. Fischbuch (44.) und der bei einem Konter mitgelaufene Radionovs (45.) verpassten den vierten Iserlohner Torschrei. Es wäre fast der erste DEL-Treffer für Radionovs gewesen. Straubing blieb aktiv und arbeitete weiter am ersten Tor, aber unter anderem Varejcka (47.) und Leonhardt (49.) blieben aber an Jenike hängen. Thomas haute auf der anderen Seite bei einem Konter (50.) über den Puck. Nach dem nächsten Bullygewinn machte er es dann aber besser. Vom äußeren Bullykreis zog er ab und der Puck fand direkt den Weg ins Netz, da Bugl auch nur eine stark eingeschränkte Sicht hatte. Straubing wollte sich noch nicht ganz eschlagen geben, hatte nach einer handfesten Auseinandersetzung (Strafe Erkamps) noch einmal Powerplay. Viel lief für das Top-4-Team aus Niederbayern allerdings nicht zusammen. Während Brunnhubers Strafe (57.) war dann verständlicherweise auch im Iserlohner Überzahlspiel etwas die Luft raus. Es ging nur noch darum den „Dreier“ ins Ziel zu bringen. Das gelang auch ohne Gegentreffer. Andy Jenike feierte damit seinen 18. DEL-Shutout.
Tigers-Torflaute hält an / Roosters nun mit sieben Punkten Vorsprung auf Dresden
Die Tigers gehen nach der 0:4 Niederlage am Freitag gegen Ingolstadt mit null Punkten aus dem Wochenende. Seit mehr als sieben Dritteln warten die Schützlinge von Craig Woodcroft schon auf ein eigenes Tor. Am Freitag erwarten die Gäubodenstädter die Eisbären Berlin als nächsten Gegner am Pulverturm. Die Eisbären haben am heutigen Nachmittag gegen Dresden klar mit 5:1 gewonnen. Iserlohn erwartet am Freitag die Dresdner Eislöwen zum dritten Saisonduell am Seilersee. Aktuell beträgt der Vorsprung auf die Eislöwen sieben Punkte. Der Rückstand auf den Zwölften Frankfurt vier Zähler.
Alle Tore und Stimmen zum Spiel
Iserlohn Roosters – Straubing Tigers 4:0 (1:0/2:0/1:0)
Tore: 1:0 (14:57) Camara (Thomas), 2:0 (36:35) Thomas (Fischbuch) 5-4PP, 3:0 (37:53) Salsten (Napravnik/Lassen), 4:0 (49:37) Thomas (Boland/Ugbekile),
Strafen: 8 – 14
Schiedsrichter: Schrader, Iwert (Giesen, Reinhold)
Zuschauer: 4.179
Iserlohn: Jenike – Ugbekile, Erkamps; Niehus, Lassen; Jobke, Elten – Jentzsch, Cornel, Fischbuch; Napravnik, Salsten, Törnqvist; Camara, Boland, Thomas; Radionovs, Neumann, Alberg
Straubing: Bugl – Brandt, Daschner; Zimmermann, Beaudin; Klein, Green; Brandl – Varejcka, Brunnhuber, Fleischer; McKenzie, Loibl, Halloran; Scott, Melnick, Allison; Leonhardt, Maden, Seidl
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