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Iserlohn. (MK) Nach dem so wichtigen 5:4 Heimsieg gegen Köln in der letzten Woche geht es am Freitag für die Iserlohn Roosters endlich wieder... Iserlohn Roosters reisen mit gestärktem Selbstvertrauen nach Augsburg – Labrie und Ugbekile fallen aus, Busch verlängert bis Saisonende

Iserlohns Headcoach Kurt Kleinendorst – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Nach dem so wichtigen 5:4 Heimsieg gegen Köln in der letzten Woche geht es am Freitag für die Iserlohn Roosters endlich wieder um Punkte.

Gut einen Monat nach dem knappen 2:1 Auftaktsieg gegen Augsburg zum Saisonstart führt die Reise der Roosters nun in die Fuggerstadt. Es ist für die Sauerländer der Auftakt in eine Reihe von zehn Spielen binnen 25 Tagen bis zur Deutschland Cup Pause im November.

Aktuell rangieren die Augsburger Panther in der Tabelle drei Punkte und einen Tabellenplatz (13.) vor den Roosters (14.). Personell müssen die Schwaben neben dem Langzeitverletzten Top-Stürmer Matt Puempel auch auf Ex-Nationalkeeper Dennis Endras verzichten, der im Hinspiel den Iserlohner Angreifern das Leben schwer machte. Obendrein hatten die Panther in den letzten Tagen einige Corona-Fälle zu beklagen. Mit Symptomen fehlten zuletzt neben dem neuen Cheftrainer Peter Russell auch Terry Broadhurst und Blaz Gregorc. Es ist zumindest fraglich, ob alle am Freitag schon wieder dabei sein können.

Mit Respekt, aber ohne Labrie und Ugbekile in die Fuggerstadt

Iserlohns Headcoach Kurt Kleinendorst betonte vor der Abfahrt nach Augsburg am Donnerstagmorgen, dass die Pause seinem Team gutgetan habe. Man habe gute Trainingseinheiten gehabt, aber auch Regenerationsphasen nutzen können. Der Fokus liege nun auf Augsburg, gegen die man mit dem nötigen Respekt antreten werde.
Personell musste aber auch Kleinendorst einige Rückschläge in dieser Woche hinnehmen. So wird das Trainerteam in Augsburg die Abwehrformationen zwangsläufig etwas umstellen müssen. Der erkrankte Colin Ugbekile wird fehlen, könnte aber schon bald wieder zur Verfügung stehen. Schlimmer hat es dagegen Hubert Labrie erwischt, der mit einer Fraktur ausfällt. Die Hoffnung ist bei ihm, dass er bei gutem Heilungsverlauf und problemloser Reha etwas weniger als die geschätzten zwei Monate ausfallen wird, da es sich laut Kleinendorst um einen einfachen Bruch handelt. „Das ist der Part, den jedes Team in einer Saison durchlebt. Wir alle mögen Hubert und hoffen, dass er bald wieder gesund ist und trainieren kann. Dabei werden wir ihn alle unterstützen. Aber bis dahin gilt unser Fokus den anderen Spielern in unserer Kabine. Augsburg hat nicht alle Spieler im Line-up und wir auch nicht. Das müssen wir alle versuchen zu bewältigen“, so Iserlohns Übungsleiter.

Erik Buschmann rückt ins Line-up

Erik Buschmann – © Sportfoto-Sale (MK)

Durch das Fehlen von Labrie und Ugbekile wird Verteidiger Erik Buschmann definitiv zu seinem zweiten Saisoneinsatz kommen. Zwischen den Youngstern Nils Elten und Lukas Jung entscheidet sich, wer von beiden als siebter Verteidiger im Kader stehen wird. Beide sollen die Reise nach Augsburg antreten. Nicht verraten wollte Kurt Kleinendorst, ob der zuletzt stark spielende Hannibal Weitzmann oder Andreas Jenike in Augsburg das Tor hüten wird. Zwischen den Leistungen der beiden Goalies lagen im bisherigen Saisonverlauf nur geringe Nuancen. Mit Blick auf das Programm bis zur Länderspielpause dürften beide auch dementsprechend ihre Einsatzzeiten bekommen. Und dennoch könnte die Entscheidung, wer von beiden in Augsburg startet, ein Hinweis darauf sein, wer die Nummer 1A und wer die Nummer 1B im Kasten der Sauerländer (vorerst) ist.

Überzeugen konnte im Angriff zuletzt die kreative Formation Daugavins – Bailey – Foucault, die vermutlich zusammenbleiben wird. Kurt Kleinendorst ließ sich weitere Details zu seinen Reihenformationen nicht entlocken, ist sich aber bewusst, dass gerade diese Formation aufgrund ihrer individuellen Klasse und Kreativität nicht immer dem typischen Iserlohner Anspruch der „hart arbeitenden Reihen“ entsprechen wird.

Bergmann erwartet enges Spiel, Alanov und Ankert warnen vor stürmischen Panthern in der Anfangsphase

Lean Bergmann, umjubelter Siegtorschütze für die Roosters gegen Köln, erklärte mit Blick auf das Hinspiel: „Seitdem ist viel Wasser den Rhein und die Ruhr hinuntergeflossen. Beide Mannschaften stehen ganz schön unter Druck. Augsburg hat zuletzt drei der letzten vier Spiele verloren und dementsprechend denke ich, dass es ein enges Spiel wird.“

Bergmanns Stürmerkollege Eugen Alanov erklärt: „Einen guten Start zu haben ist das Allerwichtigste. Die Panther geben immer sehr viel Gas. Da brauchen wir gute erste zehn Minuten und von da an können wir unser Spiel auch immer weiter aufbauen und dann kriegen wir auch unsere Chancen.“

Kapitän Torsten Ankert erläutert: „Es hört sich immer so blöd an, aber im Grunde genommen haben wir gegen Köln viele Sachen gut gemacht. Wir haben viele Schüsse geblockt und haben auch die nötigen Tore geschossen. Generell war da die Teameinstellung gut und das Gleiche wollen wir auch gegen Augsburg wieder machen. Wir müssen so in allen drei Zonen auf dem Eis weiterspielen, den selben Einsatz bringen und die selbe Hartnäckigkeit in den ganzen Spielsituationen zeigen. Wenn wir das machen, dann werden wir auch in Augsburg erfolgreich sein.“ Und weiter mit Blick auf die Atmosphäre und die Startphase des Spiels: „In Augsburg ist immer gut Alarm. Gerade am Anfang kommen die raus wie die Feuerwehr. Da muss man auf jeden Fall bereit sein, sonst kann man schon mal übel unter die Räder kommen. Aber das kann man auf der anderen Seite auch gegen sie benutzen. Wenn man da direkt gut steht und von Anfang an gut mitspielt, dann kann man auch da die ganze Luft aus dem Stadion nehmen und dann fällt es den Augsburgern auch umso schwerer ins Spiel zu kommen.“

Stürmer Valentin Busch sieht gestiegenes Selbstvertrauen im Team und hat bis Saisonende verlängert

Valentin Busch – © Sportfoto-Sale (MK)

Valentin Busch: „Wir können aus dem Köln-Spiel viel Selbstvertrauen mitnehmen. Wir haben gegen Köln gut gespielt und haben auch auf die Kleinigkeiten geachtet. Aber das Selbstvertrauen ist das Wichtigste und das nehmen wir mit nach Augsburg.“ Rückblickend auf die letzten Trainingstage erklärt der 24- jährige: „Wir haben in dieser Woche viel in der offensiven Zone gearbeitet, damit wir mehr Tore schießen. Aber im Allgemeinen haben wir auch an der Defensive gearbeitet. Das war eigentlich das A & O.“

Valentin Busch war kurz vor dem Start ins Eistraining Ende Juli von den Roosters verpflichtet worden und zunächst mit einem Tryout-Vertrag für zwei Monate ausgestattet worden. Auf Nachfrage bestätigte der gebürtige Erdinger, dass sein Kontrakt bis zum Saisonende verlängert wurde. In bislang drei Einsätzen konnte er schon einen Treffer erzielen.

Das erste Bully ist im alt-ehrwürdigen Curt-Frenzel-Stadion am Freitagabend um 19:30 Uhr.
Danach geht es für die Roosters mit einem „Heimspiel-Doppel“ am Sonntag gegen Frankfurt und am nächsten Dienstag gegen Bietigheim weiter. Augsburg empfängt am Sonntag (19 Uhr) die Fischtown Pinguins.

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