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Iserlohn. (MK) Das vergangene Wochenende gab bei den Iserlohn Roosters mit drei gewonnenen Punkten durchaus Anlass zur Hoffnung, dass mit dem neuen Coach Doug... Iserlohn Roosters präsentieren sich bei der 7:1 Klatsche in Ingolstadt wie ein Absteiger – Doug Shedden: „Es ist jetzt mein Job das Team wieder aufzurichten“
Roosters Coach Doug Shedden – © Sportfoto-Sale (DR)

Roosters Coach Doug Shedden – © Sportfoto-Sale (DR)

Iserlohn. (MK) Das vergangene Wochenende gab bei den Iserlohn Roosters mit drei gewonnenen Punkten durchaus Anlass zur Hoffnung, dass mit dem neuen Coach Doug Shedden doch noch der Turnaround in der Saison gelingen kann.

Ein Spiel weiter ist einmal mehr Ernüchterung bei den Sauerländern eingekehrt. Zu deutlich war der Unterschied bei der 7:1 Klatsche am Donnerstagabend in Ingolstadt. Die Panther, die sich noch am Dienstagabend in der Champions Hockey League bei den Vaxjö Lakers mit einem 3:3 Unentschieden aus dem europäischen Wettbewerb verabschiedet hatten, zeigten von Beginn an einen klaren und kompromisslosen Auftritt.

Die Rückkehr von Iserlohns Headcoach Doug Shedden an seine alte Wirkungsstätte verlief für ihn, sowie die Ex-Panther Kevin Reich und Emil Quaas alles andere als positiv. Kevin Reich musste sogar nach dem 4:0 in der 23. Minute seinen Platz im Tor für Andreas Jenike räumen. Mit dem 7:1 nach zwei Dritteln waren die Roosters längst auf der Verliererstraße angekommen. Das Schlussdrittel wurde dann von den Gastgebern im Verwaltungsmodus heruntergespielt.

Für Iserlohn war es bereits die fünfte Niederlage mit sieben oder mehr Gegentreffern.

Doug Shedden war auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sichtlich bedient: „Es war zwar sehr schön nach Ingolstadt zurückzukommen. Den Abend hatten wir uns aber anders vorgestellt. Viele Dinge sind von Anfang an gegen uns gelaufen. Wir brauchen jeden Spieler in guter Form, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Das war heute nicht der Fall. Ich bin heute sicherlich sehr enttäuscht darüber, wie einige Spieler heute gespielt haben. Es ist jetzt mein Job das Team wieder aufzurichten und für das Spiel am Sonntag in Berlin vorzubereiten.“

Viel Zeit bleibt Doug Shedden und seinen Spielern nicht, denn nach der Rückkehr am frühen Freitagmorgen wird das Team am Samstag nach dem „Morning-Skate“ bereits wieder in Richtung Berlin aufbrechen. In der Bundeshauptstadt beginnt die Partie am Sonntag schon um 14 Uhr.

Die Eisbären verfügen über einen auch qualitativ sehr tiefen Kader, müssen aber derzeit auf einige namhafte Akteure wie Kai Wissmann (Muskelverletzung), Blaine Byron (Bänderverletzung), Eric Hördler (Schädelprellung), Rayan Bettahar (Gesichtsverletzung) und Manuel Wiederer verzichten. Hinter dem Einsatz von Ty Ronning steht zumindest ein Fragezeichen.
Eisbären-Nachwuchsstürmer Clemens Sager wurde aufgrund der Ausfälle für die DEL lizenziert.

Auch wenn man die Spiele in Ingolstadt und Berlin aus Sicht der Roosters wohlwollend als sogenannte „Bonusspiele“ bezeichnen könnte, sollte ein derart desolater Auftritt wie am Donnerstagabend nicht mehr passieren. Der Auftritt der Iserlohner ähnelte dem eines klassischen Absteigers. Mit aktuell 97 Gegentoren ist zu befürchten, dass schon im 22. Hauptrundenspiel die magische Zahl von 100 Gegentreffern zu verzeichnen ist. Zum Vergleich: Der letztjährige Absteiger Bietigheim hatte zum selben Zeitpunkt erst 79 Gegentreffer.

Erschwerend für die Iserlohner kam am Freitagabend hinzu, dass die Konkurrenten aus Düsseldorf und Augsburg im Kampf um den Klassenerhalt wichtige Punkte einheimsen konnten. Augsburg schoss Meister München im Derby mit 7:2 aus dem heimischen Curt-Frenzel-Stadion und die DEG erkämpfte sich bei eben jenen Eisbären Berlin einen 4:1 Sieg in der Mercedes-Benz-Arena. Lediglich die Nürnberg Ice Tigers mussten sich in Bremerhaven knapp mit 3:1 geschlagen geben. Der Iserlohner Rückstand auf das rettende Ufer beträgt aktuell schon fünf Punkte.

Der Spieltag war für die Roosters also in vielerlei Hinsicht zum Vergessen.

ERC Ingolstadt: Garteig – Hüttl, Bodie; Edwards, Wagner; Jobke, Maginot; Schwaiger – Kozun, Rowe, Krauß; Nijenhuis, Stachowiak, Friedrich; Dunham, Bertrand, Höfflin; St. Denis, Simpson, Pietta.
Iserlohn Roosters: Reich (23. Jenike) – Eliot, Ugbekile; Labrie, Bender; Quaas, Rausch – Jentzsch, Cornel, Shinkaruk; Boland, LeBlanc, Dal Colle; Ziegler, Sebök, Schiemenz; Rutkowski, Jahnke, Elias.

Tore: 1:0 Rowe (4.) 5-4PP, 2:0 Krauß (8.), 3:0 Pietta (13.) 5-4PP, 4:0 Höfflin (23.), 5:0 Hüttl (31.), 6:0 St. Denis (33.), 6:1 Ziegler (33.), 7:1 Krauß (40.).
Schiedsrichter: MacFarlane/Gofman
Strafminuten: 4/8.
Zuschauer: 3658.






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