Iserlohn. (MK) Hinter den Iserlohn Roosters liegt seit gestern Abend der intensivste Block in der laufenden Saison.
Seit der Deutschland Cup Pause haben die Sauerländer 27 Spiele bestritten. Mann könnte auch sagen, dass die halbe Hauptrunde der Penny DEL in zweieinhalb Monaten abgespult wurde.
Aufschwung kam mit dem Sieg in Dresden / Personalplanungen können vorangetrieben werden
Lief es nach passablem Start in der ersten Phase der Hauptrunde bis zur Länderspielpause im November noch so gar nicht rund, so kamen die Sauerländer mit dem so wichtigen Auswärtssieg am 26. November bei Aufsteiger Dresden immer besser in Tritt. Gerade einmal drei Punkte betrug der Vorsprung nach 17 Spielen im November auf die Eislöwen. Stand heute ist der Vorsprung auf 23 Zähler angewachsen und der Klassenerhalt ist so gut wie save.
Schaut man mal auf den Tabellen-Ausschnitt zwischen dem 26.11. bis zum heutigen 28. Januar, dann belegen die Roosters in dieser Phase einen siebten Tabellenplatz. Das ist natürlich nur eine „Spielerei“, für die man sich nichts kaufen kann. Es zeigt aber, dass es länger gebraucht hat, als gedacht, bis alle Neuzugänge integriert und Abläufe verinnerlicht waren. Ob man noch von den Playoffs träumen darf? Träumen ja, aber bei elf Punkten Rückstand müsste schon eine ganze Menge nach der Olympiapause für die Roosters laufen.
Aufgrund der beruhigenden sportlichen Situation können die Iserlohner die Personalplanungen für die nächste Spielzeit intensiv vorantreiben. Neben den in diversen Medien gerüchteten Kevin Bicker (20, Adler Mannheim) und Dennis Lobach (25, Frankfurt) sollen die Sauerländer seit einigen Wochen an einem deutschen Stürmer mit internationaler Erfahrung „baggern“. Möglicherweise aus guten Grund, denn Gerüchte um einen Abgang von Kapitän Daniel Fischbuch nach Köln halten sich hartnäckig, lassen sich aber fast ausschließlich auf eine einzige Quelle zurückführen.
Sorgen um Matias Lassen, Daniel Fischbuch kann noch auf Olympia hoffen und bekommt Sonderlob vom Ex-Coach
Erfreulich aus Iserlohner Sicht ist, dass man von schwerwiegenden Verletzungen verschont geblieben ist und mit der vorhandenen Tiefe des Kaders kräftemäßig gut „haushalten“ konnte. Ganz sorgenfrei gehen die Sauerländer in dieser Hinsicht aber nicht in die Pause, denn im letzten Spiel gegen die Adler Mannheim (1:2) schied der dänische Nationalverteidiger Matias Lassen mit Verdacht auf Gehirnerschütterung verletzt aus. Seine Teilnahme am olympischen Eishockeyturnier ist zumindest in Gefahr. Für den 29- jährigen Abwehrrecken wäre es die zweite Teilnahme an einem olympischen Eishockeyturnier nach 2022 in Peking. Trainer Stefan Nyman konnte kurz nach dem Spiel noch keine genauen Auskünfte zu Lassens Gesundheitszustand geben und wollte die gründlichen Untersuchungen abwarten.
Kapitän und Topscorer Daniel Fischbuch reist als Backup zur deutschen Nationalmannschaft. Sollte sich aufgrund von Verletzungen die Möglichkeit ergeben, dann könnte er als Nachrücker noch mit etwas Glück am Turnier teilnehmen.
Ein besonderes Lob heimste sich Fischbuch nach der Niederlage gegen die Adler von Mannheims Headcoach und Manager in Personalunion, Dallas Eakins, ein. (Siehe Video) Auf Nachfrage erklärte Eakins, dass er ihm geraten habe bereit zu bleiben, Verletzungen könnten schließlich schnell passieren und dass er besonders stolz auf ihn sei, weil er der Kapitän dieses Teams sei. Eakins und Fischbuch hatten bis zum Frühjahr in Mannheim zusammengearbeitet.
Roosters-Team hat bis 9. Februar frei
Das Team der Roosters darf nun bis zum 9. Februar einige freie Tage genießen. Allerdings haben die Akteure auch einen Fitnessplan erhalten. In der Pause wird man unter anderem ein Testspiel in Bremerhaven bestreiten. Sportchef Franz-David Fritzmeier ist indes zu einer Nordamerika-Scoutingtour aufgebrochen.
Jobke und Saffran wechseln

Zwei Personalentscheidungen wurden heute am Seilersee auch noch bekannt gegeben. Verteidiger Colton Jobke schließt sich dem von Ex-Bundestrainer Uwe Krupp gecoachten EV Landshut aus der DEL2 an. Der 33- jährige kam zuletzt kaum noch zum Einsatz.
Sportchef Franz-David Fritzmeier erklärt auf der IEC-Webseite: „Wir sind der Bitte von Colton nachgekommen in die DEL2 nach Landshut zu wechseln, um wieder mehr Eiszeit zu bekommen und dort in Zukunft seine Karriere fortsetzen zu können. Wir wünschen ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft und bedanken uns für seinen Einsatz bei den Roosters.“
Mit einer Förderlizenz haben die Sauerländer Angreifer Noel Saffran ausgestattet. Der 21- jährigen wird in Regensburg Teamkollege von Ex-Rooster Jonas Neffin.
Peter Flache, Headcoach und sportlicher Leiter der Eisbären Regensburg: „Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Iserlohn Roosters, dass sie dies ermöglicht haben. Noel ist ein großer und schlittschuhläuferisch starker Spieler, der uns helfen wird, unser großes Ziel zu erreichen: die Playoffs.“
Am 8. Februar könnte es in Regensburg zum Duell zwischen Saffran und Jobke kommen, wenn der EVL in Ostbayern gastiert.
Rat der Stadt stimmt einstimmig für Interessensbekundung

Der Rat der Stadt Iserlohn hat am heutigen Dienstag in einer Sondersitzung der Abgabe der Interessenbekundung für das Bundes- und Landesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) für die Eissporthalle & Lehrschwimmbecken zugestimmt. Mittlerweile liegt auch ein visualisierter Entwurf durch das Architekturbüro Ebeling vor. Die Abstimmung war einstimmig ohne Gegenstimmen und bei drei Enthaltungen beschlossen worden. Allerdings auch nicht ohne mahnende Worte des Kämmerers (hohe Zinsbelastung). Die Stadt Iserlohn befindet sich momentan in einer sogenannten Haushaltssicherung.
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