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Iserlohn Roosters erwarten ein hartes Spiel in Dresden / Rat der Stadt entscheidet nächste Woche über Interessenbekundung für die Eishallen-Sanierung, Eigenanteil der Stadt läge bei 11,1 Mio. Euro

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Szene aus dem letzten Spiel: Iserlohns Christian Thomas vor Dresdens Goalie Juho Olkinuora - © Sportfoto-Sale (Jan Brüggemann)
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Iserlohn. (MK) Endspurt für die Iserlohn Roosters: Vor der Olympiapause stehen noch drei Partien auf dem Spielplan.

„Wir erwarten ein hartes Spiel“

Am morgigen Freitag treten die Iserlohner zum letzten Saisonvergleich bei den Dresdner Eislöwen an. Die Bilanz gegen den Aufsteiger kann sich in dieser Spielzeit sehen lassen. Die beiden Heimspiele gewannen die Sauerländer mit 4:3 nach Verlängerung und mit 5:4 Mitte Dezember. Noch sehr präsent dürfte das Hinspiel in Dresden am 26. November den Iserlohnern sein. Damals trennten nur zwei mickrige Punkte die beiden Teams in der Tabelle. Der deutliche 6:1 Auswärtssieg kam für viele sicherlich in dieser Deutlichkeit überraschend. Der Erfolg war zugleich bei den Iserlohnern der Startschuss in eine wesentlich erfolgreichere Saisonphase. „Die Basis dafür haben wir aber schon in den Wochen davor gelegt. Es passten nur die Ergebnisse oft nicht“, so Iserlohns Sportchef Franz-David Fritzmeier rückblickend. Mittlerweile trennen den Tabellen-Zwölften Iserlohn und Schlusslicht Dresden zwanzig Punkte. Es müsste bei nur noch elf ausstehenden Spielen in der DEL-Hauptrunde also schon extrem mit dem Teufel zugehen, wenn die Iserlohn Roosters noch auf dem letzten Tabellenplatz landen würden. Es gilt letzte Zweifel so schnell wie möglich zu beseitigen und dem rechnerisch sicheren Klassenerhalt einen weiteren Schritt näher zu kommen. Für die Eislöwen geht es aber aktuell noch darum die theoretische Chance auf den Ligaverbleib bei dreizehn Punkten Rückstand auf den Vorletzten Frankfurt so lange wie möglich am Leben zu halten.

Franz-David Fritzmeier, Sportdirektor – © Sportfoto-Sale (Jan Brüggemann)

Iserlohns Sportdirektor Franz-David Fritzmeier warnt davor die Herausforderung beim Aufsteiger nicht voll fokussiert anzugehen. „Wir erwarten ein hartes Spiel. So wie wir es auch gegen Köln oder Wolfsburg erwarten würden. Nur die Konstellation ist natürlich eine etwas andere. Dieses Mal haben wir eine Mannschaft, die hinter uns in der Tabelle steht. So ein Spiel ist etwas anders. Es ist mental sehr intensiv. Du musst gut reinkommen. Dresden wird anders spielen als Köln und ist in einer anderen Situation. Wir müssen sehr sehr scharf sein und unsere Chancen nutzen. Wir werden leicht in der Favoritenrolle sein. Dresden kämpft meiner Meinung nach morgen schon mehr oder weniger um alles.“

Richtet man aus Iserlohner Sicht den Blick in der Tabelle nach oben, dann sind es momentan elf Punkte Rückstand auf Platz zehn. Mit dem Thema Playoffs will sich Iserlohns Sportchef aber nicht großartig beschäftigen. „Ich habe vor der Saison nie etwas von Playoffs oder von Abstieg gesagt.  Wir wollen in der Liga stabil spielen und so gut wie möglich sein. Darauf sollten wir uns fokussieren, weil wir auch die komfortable Situation haben, dass wir nicht jeden Tag darüber reden müssen nur zwei Punkte Vorsprung zu haben. Jetzt haben wir diese gute Situation, die wir nutzen sollten. “

Personell können die Iserlohner aller Voraussicht nach auf Taro Jentzsch nach überstandener Blessur wieder zurückgreifen. Krankheitsbedingt fallen Manuel Alberg, Jakub Borzecki und Noel Saffran aus. Die Grippe- und Erkältungswelle hat die Roosters noch immer nicht ganz losgelassen.

Heimspiel-Doppel gegen Straubing und die Adler

Fans der Straubing Tigers – © Alex Butscher / City-Press

Am Sonntag erwarten die Iserlohner dann ab 14 Uhr die Straubing Tigers zum Schützenfestspieltag. Die Niederbayern bringen einen ganzen Sonderzug voller Fans (ca. 800) mit an den Seilersee. Die Tigers kämpfen als Fünfter in der Tabelle nicht nur um die direkte Qualifikation für die Playoffs, sondern auch um das Heimrecht in der lukrativen Endrunde. Iserlohns Bilanz kann sich gegen das Woodcroft-Team in der Hauptrunde bisher durchaus sehen lassen. Im Oktober verloren die Waldstädter am Pulverturm mit 2:0, ließen dann aber daheim im Dezember einen 4:0 Sieg folgen und schafften vor dreieinhalb Wochen mit dem 2:0 Auswärtssieg einen wichtigen Dreier.

Letzter Gast am Seilersee vor der Olympiapause sind dann am Dienstag die Alder Mannheim. Die Kurpfälzer führen das Verfolgerfeld hinter dem aktuell einsamen Spitzenreiter Köln an. Bislang gab es für Iserlohn gegen das Team von Trainager Dallas Eakins in dieser Saison nichts zu holen. 4:1 und 5:3 unterlag man in Mannheim und in Iserlohn dominierten die Adler mit 4:0.

Matias Lassen fährt zu Olympia, Daniel Fischbuch als Backup zum DEB-Team

Nach dem Spiel gegen Mannheim wird Iserlohns Kapitän Daniel Fischbuch zumindest die Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft als „Backup“ mit absolvieren. Bei einem Ausfall eines fest nominierten Stürmers könnte es eventuell sogar doch noch mit einer Teilnahme am Turnier funktionieren. Fest dabei ist für Dänemark Matias Lassen. Der Rest der Mannschaft genießt einige freie Tage zur Regeneration und trifft sich dann mit hoffentlich gut aufgefüllten Akkus am 9. Februar wieder. Fest eingeplant ist ein Testspiel am 20. Februar in Bremerhaven. Außerdem findet ein Aktionstag mit dem Nachwuchs und den Anhängern am 17. Februar statt.

Stadt wäre mit 11,1 Millionen Eigenanteil beteiligt: Am Mittwoch entscheidet der Rat der Stadt über Interessenbekundung für das Bundesförderprogramm

Eissporthalle Iserlohn
Eissporthalle Iserlohn – © by Sportfoto-Sale (MK)

Mit Interesse werden am kommenden Mittwoch auch viele Eissportfreunde in und um Iserlohn das Ergebnis aus dem Iserlohner Stadtrat verfolgen. In der ersten Sitzung des neuen Jahres geht es laut Tagesordnung unter Punkt vier um die Abgabe der Interessenbekundung für das Bundes- und Landesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS). Bekanntlich soll die Eissporthalle mit finanzieller Hilfe des Bundes aus dem Fördertopf saniert werden. (wir berichteten) Laut Drucksache veranschlagt Iserlohns Kämmerer die Gesamtausgaben auf 19.100.000 €. Die maximale Förderung für jedes einzelne Bauvorhaben ist auf 8,0 Mio. € gedeckelt. Der Eigenanteil in Höhe von 11.100.000 € ist aus städtischen Mitteln zu tragen und kann der Bädergesellschaft in Form einer Eigenkapitalerhöhung zufließen. Die Mittel müssen noch im Haushalt 2026 veranschlagt werden.

Im Rahmen der Eishallen-Sanierung soll der Energiestandard der Effizienzstufe 85 durch folgende Maßnahmen erreicht werden:

– energetische Sanierung der Gebäudehülle.

– energetische und statische Sanierung des Daches.

– Sanierung der Sanitäranlagen incl. behindertengerechtem Umbau.

– Umsetzung eines umfassenden Brandschutzkonzeptes incl. Erweiterung der

Brandmeldeanlage.

– Sanierung der Beleuchtungs- und Sicherheitsbeleuchtungsanlage auf LED-Technik.

– Erweiterung der Alarmierungsanlage.

– Erstellung zusätzlicher Fluchtwege.

– Installation einer Entfeuchtungsanlage.

– Austausch der Kühleinrichtung durch eine energieeffiziente Variante.

Weiter heißt es in der Drucksache: Durch die Sanierung der Halle ist eine langfristige Nutzung im Sinne der Förderrichtlinien sichergestellt. Das Projekt ist dabei in sich geschlossen, da es sich um eine freistehende Eissporthalle für die

Öffentlichkeit, Vereinssport und Schulen handelt. Die nach dem Förderprogramm erforderliche überwiegende öffentliche Nutzung der Eissporthalle wird durch die öffentlichen Öffnungszeiten und den nicht profigebundenen Vereinssport sichergestellt.

Die Baumaßnahmen können auch zeitnah umgesetzt werden. Aktuell läuft die Vorentwurfsplanung, in welcher ein Architekturbüro und ein Statiker eine Kostenschätzung und erste Entwürfe abgegeben haben. Mehrere externe Fachplaner sind aktuell mit der Ausführungsplanung der o.g. Einzelmaßnahmen beschäftigt. Weitere Planungen wie die Analyse und Gestaltung von Belegungsplänen und Nutzungszeiten werden aktuell in den Fachabteilungen erarbeitet.

Ablauf und Zeitplan:

Planungsphase 1 – 4:  2025 bis 2. Quartal 2026

Bauantragsstellung:   2. Quartal 2026

Bauausführung:  Rohbau ab 1. Quartal 2027

Ausbaugewerke:  ab 3. Quartal 2027

Fertigstellung:   2028

Finanzierungsplan: Eissporthalle

Jahr Bemessungs-grundlage der Zuwendung Zuwendung Mittel unbetei-ligter Dritter Mittel beteiligter Dritter andere Fördergeber Eigenanteil Zuwen-dung % Eigen-anteil %
2026 2.500.000,00 1.875.000,00 0,00 0,00 625.000,00 75,00 25,00
2027 1.500.000,00 1.125.000,00 0,00 0,00 375.000,00 75,00 25,00
2028 10.000.000,00 7.500.000,00 0,00 0,00 2.500.000,00 75,00 25,00
2029 5.100.000,00 3.825.000,00 0,00 0,00 1.275.000,00 75,00 25,00
Gesamt 19.100.000,00 14.325.000,00 0,00 0,00 4.775.000,00 75,00 25,00
Fördergrenze   8.000.000,00          
Gesamt mit Fördergrenze         11.100.000,00 41,88 58,12
               

Quelle: Drucksache Stadt Iserlohn

Zusammengefasst geht es am Mittwoch darum den angestrebten langfristigen Erhalt der Eissporthalle und die damit verbundene Teilfinanzierung aus dem Bundestopf weiter auf den Weg zu bringen. Dieser Antrag beinhaltet nur die Interessensbekundung zur Sanierung mit Hilfe von Fördermitteln. Eine von vielen Bürgerinnen und Bürgern erhoffte Erhöhung der Zuschauerkapazität, eine Ausstattung zum Beispiel mit einem Videowürfel oder gar die Errichtung weiterer Eisbahnen darf ein solcher Antrag nicht enthalten.

Ob es darüber hinaus überhaupt Bestrebungen Seitens des Ankermieters Iserlohn Roosters und der Bädergesellschaft gibt diese Themen anzupacken ist zumindest öffentlich bislang nicht bekannt.


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