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Deutliche Steigerung gegenüber den Vorwochen, aber die Iserlohn Roosters belohnen sich gegen Ingolstadt mit nur einem Punkt

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Kenny Agostino vor Andreas Jenike - © Sportfoto-Sale (Jan Brüggemann)
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Iserlohn. (MK) Die Iserlohn Roosters haben am Freitagabend ihr Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt mit 5:6 in der Verlängerung verloren.

Unter dem Strich war es eine vermeidbare Niederlage, denn die Roosters führten zwischenzeitlich mit 5:2. ERCI-Coach French schob sein Team zwei Mal erfolgreich zurück ins Spiel. Nach dem 2:0 der Roosters nahm er seine Auszeit und nach dem 5:2 der Sauerländer wechselte er den Torhüter. Beide Male mit Erfolg, denn die Panther kamen jeweils zurück ins Spiel. Ärgerlich für die Roosters, dass die Strafe gegen Napravnik in der Overtime eine extrem umstrittene Hinausstellung war, die den Gästen auch zum Siegtreffer verhalf. Die Roosters hätten aber schon vorher den Deckel auf das Spiel setzen können oder sogar müssen. Aber der Reihe nach ….

Blitzstart der Roosters

Die Hausherren erwischten einen Start nach Maß. Nach nur 26 Sekunden brachte Kapitän Fischbuch sein Team mit einem platzierten Schuss mit 1:0 in Führung. In der sechsten Minute durfte Fischbuch erneut zum 2:0 jubeln. Allerdings war die Scheibe zuletzt von Ingolstadts Sheen über die Torlinie bugsiert worden. Ingolstadts Headcoach French nahm direkt seine Auszeit. Mit Erfolg, denn nur 86 Sekunden später schloss Powell einen Konter blitzsauber zum 2:1 Anschlusstreffer ab. Beide Teams hielten Einsatz und Tempo weiter hoch. Ingolstadts Ellis gelang in der 17. Minute mit einem verdeckten Schuss der 2:2 Ausgleich. Sheens Strafe überstanden die Gäste mühelos. Somit ging es mit dem Remis in die erste Pause.

Panther kommen nach 5:2 Rückstand erneut zurück

Die Roosters belohnten sich für ihren konzentrierten Start in den Mittelabschnitt nach knapp zweieinhalb Minuten mit der erneuten Führung. Ugbekiles Schlagschuss hatte Jentzsch noch zum 3:2 abgefälscht. Napravnik (24.) vergab sogar aus aussichtsreicher Position die Chance auf den vierten Treffer. Iserlohn setzte immer wieder Nadelstiche auf den Kasten von Brochu. Hüttls Strafe (29.) nutzten die Roosters durch Cornels Treffer zum 4:2 auf Zuspiel von Thomas und Fischbuch. Endlich mal ein Powerplaytreffer für die zuletzt in Überzahl eher schwachen Sauerländer. Der Jubel über den Treffer war noch gar nicht abgeklungen, als nur zehn Sekunden später Törnqvist nach feiner Einzelleistung auf 5:2 erhöhte. ERC-Coach French wechselte daraufhin seinen Goalie. Pertuch kam für den glücklosen Brochu. Die Panther meldeten sich 105 Sekunden nach dem fünften Iserlohner Tor mit dem 5:3 Anschlusstreffer durch Barber zurück. Norells Strafe (31.) konnten die Gäste aus der Audistadt nicht nutzen. Wie aus dem Nichts verkürzte dann aber doch Panther Philipp Krauß mit seinem „Tor des Monats“ aus der Drehung in den Winkel zum 5:4 (34.). Keatings Strafe kurz vor der zweiten Pause blieb ohne Folgen für die Gäste.

Girduckis belohnt die Panther, Ugbekile vergibt zuvor den „Todesstoß“

Im Schlussdrittel bemühten sich die Roosters direkt wieder mit viel Zug zum Tor zu agieren. Neuzugang Camara und Thomas (beide 42.) verpassten den sechsten Treffer. Pertuch war hierbei auf seinem Posten. Schmölz (44.) und Ellis (46.) prüften auf der Gegenseite Jenike im Iserlohner Kasten. Während Bolands Hinausstellung (47.) bauten die Panther extremen Druck auf, schafften aber (noch) nicht den Ausgleich. Wieder vollzählig scheiterte Ugbekile bei einem Iserlohner Konter nach exakt 50 Minuten an Pertuch. „Den musst Du doch machen“, dachten wohl alle, die es mit den Roosters halten. Ingolstadt arbeitete weiter am Ausgleich und schaffte diesen durch Girduckis gedankenschnellen Abstauber-Treffer in der 52. Minute. In der Schlussphase war das Spiel weiter auf des Messers Schneider und Kampf Trumpf. Der entscheidende Treffer fiel allerdings nicht mehr.

Iserlohn lässt Großchance liegen, Panther nutzen brutale Strafe gegen die Roosters

In der anschließenden Overtime hatte Ugbekile schon nach wenigen Sekunden die erste Großchance für Iserlohn, aber Pertuch parierte mit dem Unterarm. Napravnik hatte die nächste Großchance. Extrem hart eine Strafe dann gegen Napravnik (64.), der eigentlich den Puck gespielt hatte, aber wegen Beinstellens „brummen“ musste. Ingolstadt nutzte das Powerplay 51 Sekunden später im Stile einer absoluten Topmannschaft durch Barber zum 5:6 Sieg. Ein wichtiger Sieg für die Panther, der aber für die Roosters aufgrund der umstrittenen Strafe einen sehr faden Beigeschmack hat.

Alle Tore und Stimmen zum Spiel


Statistik

Iserlohn Roosters – ERC Ingolstadt 5:6 (2:2/3:2/0:1/0:1)
Tore:
1:0 (00:26) Fischbuch (Cornel/Wood), 2:0 (05:48) Fischbuch (Jentzsch), 2:1 (07:14) Powell (Girduckis/Hüttl), 2:2 (16:56) Ellis (Schmölz/Barber), 3:2 (22:32) Jentzsch (Ugbekile/Wood), 4:2 (28:51) Cornel (Thomas/Fischbuch) 5-4PP; 5:2 (29:01) Törnqvist (Camara), 5:3 (30:46) Barber (Schmölz/Abbandonato), 5:4 (33:03) P. Krauss (Pietta), 5:5 (51:56) Girduckis (Ellis/Powell), 5:6 (63:56) Barber
Strafen: 6 – 6
Schiedsrichter: Rohatsch, Hinterdobler (Ponomarjow, Treitl)
Zuschauer: 4.315

Iserlohn: Jenike – Ugbekile, Wood; Huß, Erkamps; Niehus, Norell; Elten – Jentzsch, Cornel, Fischbuch; Napravnik, Salsten, Thomas; Camara, Törnqvist, Boland; Saffran, Neumann, Alberg

Ingolstadt: Brochu – Breton, Ellis; Ruopp, Hüttl; Rosa-Preto, Tropmann; – Agostino, Powell, Girduckis; Schmölz, Abbandonato, Barber; Sheen, Keating, P. Krauß; J. Krauß, Pietta, Smallwood

Iserlohn Roosters – ERC Ingolstadt (14.11.2025)

Fazit / Ausblick

Insgesamt zeigten die Roosters gegenüber den Vorwochen eine sichtbare Steigerung in fast allen Bereichen. Die zuvor sehr stabile Defensive kam gegen die extrem produktiven Panther einige Male heftig unter Druck. Es gilt die Leistung nun weiter zu festigen und konstant abzurufen.
Ingolstadt wurde seinem Ruf als Top-Team gerecht. Die Offensivpower (80 Tore in 18 Spielen) ist derzeit Ligaspitze!

Am kommenden Sonntag geht es für beide Teams weiter. Die Tabellendritte empfängt um 16:30 Uhr Augsburg zum Derby. Iserlohn hat die lange Auswärtsfahrt nach Schwenningen vor sich, wo die Sauerländer ab 14 Uhr antreten müssen.


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