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Iserlohn Roosters bekommen gegen Straubing fast keinen Zugriff auf das Spiel

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Zach Osburne und Skyler McKenzie - © Sportfoto-Sale (JB) Archiv
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Zach Osburne und Skyler McKenzie – © Sportfoto-Sale (JB) Archiv

Iserlohn. (MK) Es bleibt knalleng im Tabellenkeller der Penny DEL. Die Iserlohn Roosters verpassten gegen die Straubing Tigers einen kleinen Befreiungsschlag und verloren relativ klar mit 1:4.

Über die gesamte Spielzeit waren die Tigers reifer, abgeklärter, spielfreudiger und effektiver im Abschluss. Die Roosters konnten kaum eine längere Druckphase gegen die hochkonzentrierten Gäste aufbauen. Trotzdem wäre nach dem knappen 1:2 Rückstand nach vierzig Minuten noch mehr drin gewesen, aber vor allem der Treffer zum 1:3 zog den Roosters den Zahn. Auch Iserlohns Headcoach Franz-David Fritzmeier war nach dem Spiel vor allem mit dem Schlussdrittel nicht ganz zufrieden. Nun sind die Sauerländer erst einmal auf den vorletzten Platz abgerutscht.

Personal: Stephan Daschner fehlte bei den Gästen verletzt, JC Lipon musste noch gesperrt zuschauen. Bei den Roosters waren wie zuletzt Burke, Troock, Huß und Alberg nicht mit dabei. Jenike rückte für Hane wieder zwischen die Pfosten. Während des Spiels schied der angeschlagene Dal Colle aus.

Zäher Beginn, St. Denis bringt die Tigers in Führung

Im ersten Drittel neutralisierten sich beide Teams zunächst über weite Strecken. Hede (10.) und Klein (12.) prüften Iserlohns Keeper Jenike mit guten Schüssen. Für die Roosters hatte Osburn (17.) eine der wenigen Chancen. Der erste Treffer des Spiels gelang den Tigers durch St. Denis in der 18. Minute keineswegs unverdient, da die Gäste insgesamt in den ersten zwanzig Minuten das reifere und etwas aktivere Team waren.


Samanski trifft in Unterzahl

Mit 65 Sekunden Rest-Powerplay aus dem Startdrittel ging es für die Roosters in den zweiten Abschnitt. Boland verpasste die beste IEC-Gelegenheit. Gerade wieder vollzählig kassierte Braun die nächste Tigers-Strafe. Gersich hatte gerade für die Roosters vergeben, als Brunnhuber und Clarke einen Konter in Unterzahl nicht verwerten konnten. Besser machte es Samanski, der sich allerdings im Zweikampf mit Gormley die Scheibe durch ein nicht geahndetes Beinstellen ergatterte und Jenike zum 0:2 ausspielen konnte. Jentzsch (27.) verpasste den Iserlohner Anschlusstreffer freistehend vor Straubings Goalie McIntyre. Die nächste Strafe gegen Tigers-Verteidiger Samuelsson nutzte Ugbekile nach 23 Sekunden mit einem Schuss aus der halbrechten Position zum 1:2 Anschlusstreffer. Gormley (31.) scheiterte mit der Chance zum Ausgleich für die Sauerländer. Eine handfeste Auseinandersetzung (32.) zwischen Jobke und Samanski bescherte den Tigers nun ein Powerplay. Iserlohns Abwehr hielt dicht und es ergab sich sogar eine Konterchance für Boland, der aber hängen blieb. Mit der knappen Straubinger Führung ging es in die zweite Pause. Straubing war bis hierher das reifere und spielstärkere Team.

McKenzie und Hede machen den Deckel drauf

Im Schlussdrittel wurde das Spiel nickliger, auch weil die Roosters etwas aggressiver zu Werke gingen. Fleischer (44.) verpasste noch den dritten Treffer der Gäste, aber nur einen Moment später traf McKenzie platziert zum 1:3. Die Iserlohner Anhänger waren außer sich, weil ihrer Meinung nach auch bei diesem Treffer die Schiedsrichter Schützenhilfe geleistet hatten, da die Gäste kurzzeitig sechs Feldspieler auf dem Eis hatten. Iserlohn bemühte sich mehr Druck auf das Tor der Gäste auszuüben, aber die Tigers blieben cool und schlossen in der 51. Minute einen Konter durch Hede zum 1:4 ab. Erste „Wir wollen Euch kämpfen sehen“ Rufe schallten von der Iserlohner Stehtribüne aus durch die Halle. Straubing brachte das Spiel souverän über die Zeit und nahm letztendlich bei allem verständlichen Iserlohner Ärger über die Streifenhörnchen drei verdiente Punkte mit auf die Heimreise.

Tabelle / Ausblick

In der Tabelle stehen die Iserlohner nun auf dem vorletzten Platz. Zwei Zähler vor Düsseldorf und einen Punkt hinter Augsburg. Die DEG verlor 2:3 daheim gegen Ingolstadt und Augsburg gewann in Bremerhaven mit 2:1.
Am Freitag sind beide Teams erneut im Einsatz. Iserlohn tritt mit der Unterstützung von rund 800 Sonderzugfans in München an, Straubing empfängt Schwenningen.


Stimmen zum Spiel





Statistik

Tore: 0:1 (17:12) St. Denis (Braun/Green), 0:2 (23:15) Samanski 4-5 SHG, 1:2 (28:34) Ugbekile (Thomas/Gormley) 5-4PP, 1:3 (43:38) McKenzie, 1:4 (50:16) Hede (Samanski/Zimmermann),
Strafen: je 6
Schüsse: 31 – 33
Schiedsrichter: Polaczek, Ansons (Ponomarjow, Giesen)
Zuschauer: 4.721
Iserlohn Roosters: Jenike – Ugbekile, Gormley; Labrie, Osburn; Dietz, Jobke; Nieleck – Ziegler, Cornel, Jentzsch; Thomas, Boland, Dal Colle; Gersich, Virtanen, Broda; Saffran, Rutkowski, Quaas
Straubing: McIntyre – Green, Samuelsson; Nogier, Zimmermann; Braun, Brandt; Klein – Fleischer, Brunnhuber, Clarke; St. Denis, Melnick, Leier; Hede, Samanski, Connolly; McKenzie, Leonhardt, Scott

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