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Iserlohn. (MK) Ruhe, Stille und auch eine gewisse Leere herrscht momentan rund um die Eissporthalle am Iserlohner Seilersee. Die Nachricht über einen positiven PCR... Iserlohn in Quarantäne! Bei den Roosters hängt nun fast alles von den Ergebnissen der zweiten Testreihe ab

© by Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Ruhe, Stille und auch eine gewisse Leere herrscht momentan rund um die Eissporthalle am Iserlohner Seilersee.

Die Nachricht über einen positiven PCR Test innerhalb des Teams der Iserlohn Roosters hat sämtliche Planungen für die kommenden Tage von jetzt auf gleich über den Haufen geworfen.

Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt des Märkischen Kreises befindet sich der gesamte Spieler-, Trainer- und Betreuerstab der Roosters zunächst bis zum 05. April in häusliche Quarantäne. Am morgigen Ostermontag (5. April) wird eine weitere PCR-Testreihe durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse dieser Testreihe wird dann über das weitere Vorgehen entschieden.

Die beiden Auswärtsspiele der Sauerländer in Ingolstadt und Straubing, die ursprünglich für den heutigen Sonntag und Ostermontag terminiert waren, finden damit nicht statt. Anstatt am Samstagnachmittag in den Bus Richtung Ingolstadt zu steigen, hieß es für Team und Staff sich in Quarantäne zu begeben.

Hoffnung aus der Situation mit einem „blauen Auge“ herauszukommen macht die Tatsache, dass sämtliche weitere durchgeführte Tests negativ ausgefallen sind. Dennoch ist man sich am Seilersee nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden der Verantwortung, auf der diese präventive Maßnahme basiert, bewusst.
„Wir akzeptieren diese Maßnahme. Nach wie vor steht die Gesundheit aller am Spielbetrieb Beteiligten an erster Stelle“, erklärt der ebenfalls von der Maßnahme betroffene Christian Hommel, sportlicher Leiter und aktuell Interims-Co-Trainer der Roosters, die bedauerliche Situation.

DEL bislang nicht so hart getroffen, wie viel andere europäische Ligen

Die DEL ist bislang von ähnlich vielen Corona Fällen, wie beispielsweise in der Schweizer National League und Swiss League oder der multinationalen bet at Home Icehockey League (Österreich) verschont geblieben. Anfang Februar hatte Ligarivale Grizzlys Wolfsburg zwei positive Testergebnisse zu verzeichnen. Auch hier wurde auf Anordnung des Wolfsburger Gesundheitsamtes das Team, sowie das Team um das Team, in Quarantäne geschickt. Die anstehenden Spiele wurden ebenso abgesagt. Nachdem die folgende Reihentestung keine weiteren Fälle hervorbrachte, konnte das Team vier Tage später wieder das Training aufnehmen. Die erkrankten Spieler Valentin Busch und Armin Wurm blieben selbstverständlich isoliert. Valentin Busch konnte nach 17 Tagen sein Comeback feiern. Wurm folgte allerdings erst Mitte März, sechs Wochen nach Bekanntwerden seiner Erkrankung.

„Return to Play“ soll mögliche Folgeerkrankungen aufdecken

Noch vor dem Saisonstart hatte die DEL das „Return to Play“ Programm vorgestellt. Nach diesem empfohlenen Algorithmus werden die Athleten nach einer Covid19 Erkrankung untersucht und getestet. Für einen Spieler, der an Covid19 erkrankt ist und keine Symptome aufweist stehen bei optimalem Verlauf aller vorgesehenen Tests innerhalb von „Return to Play“ mindestens 17 – 21 Tage Spielpause an. Im Fall von Janik Möser (Wolfsburg), der infolge einer Covid19 Erkrankung an einer Herzmuskelentzündung litt, ist ein Sportverbot von bis zu sechs Monaten möglich. Der Gesundheitsschutz und auch das Erkennen von möglichen Folgeerkrankungen stehen hier ganz klar über allem.

Roosters warten die zweite Testreihe ab – Nachholtermine erscheinen fast unmöglich

Die Iserlohn Roosters wollen die zweite Testreihe abwarten und sich dann zu Details äußern. So ist es bislang reine Spekulation, ob es sich um einen Spieler oder um eine Person aus dem engen Mannschaftsumfeld handelt.

Sollte es sich um einen Spieler handeln, dann ist klar, dass dieser bei symptomfreiem Verlauf und nach optimaler Absolvierung des „Return to Play“ Protokolls frühestens in den Playoffs (Start 20. April) wieder mitwirken kann. Vorausgesetzt diese werden sportlich erreicht.

Vieles hängt also nun davon ab, ob die zweite Testreihe noch weitere positive Fälle hervorbringt oder ob es bei maximal wenigen Einzelfällen bleibt. Nicht auszudenken wäre, wenn es gleich mehrere Spieler erwischt hätte. Zuletzt musste unter anderem Oberligist Saale Bulls Halle die Saison nach sieben positiven Corona Fällen canceln.

In der DEL Tabelle findet in dieser „Corona-Saison“ der Punktequotient (Durchschnittliche Punkte pro Spiel) Anwendung. Bislang konnten die wenigen Spielausfälle mit Neuansetzungen aufgefangen werden. Noch am Samstag hatte die Liga mitgeteilt, dass man über mögliche Neuansetzungen der ausgefallenen Spiele in Ingolstadt und Straubing zeitnah nach Ostern entscheiden will.
Sollten die Roosters bis zum nächsten Heimspiel am kommenden Donnerstag gegen Nürnberg in den Spielbetrieb zurückkehren dürfen, dann blieben noch zehn Tage Zeit bis zum Ende der Hauptrunde. In diesem Zeitraum müssten dann die sechs ohnehin terminierten Spiele plus die zwei ausgefallenen Spiele absolviert werden. Ein Vorhaben, das in der Praxis kaum umsetzbar erscheint.

Zunächst aber gilt es die weiteren Testungen abzuwarten und vor allem den Erkrankten auch von dieser Stelle die besten Wünsche für einen milden Verlauf zu übermitteln. Die Gesundheit steht über allem.

Lesen Sie zum Thema Return to Play auch: Lutz Graumann, medizinischer Koordinator beim DEB, über das Return-to-play-Protokoll: „Immer dann, wenn es irgendwo Auffälligkeiten gibt, geht es nicht weiter“

Diese Abläufe sieht das „Return to Play“ vor


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Die DEL hat in dieser "Corona-Saison" 20/21 den Spielbeginn gestaffelt festgelegt. Wann wäre unter Zulassung von Zuschauern an einem Freitagabend der ideale Spielbeginn?

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