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Bayreuth. (PM Tigers) Neben Sami Blomqvist, der am heutigen Abend – der Rotation geschuldet – aussetzen musste – für ihn lief Philippe Cornet auf,... Irre Schlussphase! Tigers kämpfen sich zurück und belohnen sich mit zwei Punkten gegen Krefeld

Christian Kretschmann – © Karo Vögel

Bayreuth. (PM Tigers) Neben Sami Blomqvist, der am heutigen Abend – der Rotation geschuldet – aussetzen musste – für ihn lief Philippe Cornet auf, fehlten mit Steinhauer, dem erkrankten Ewanyk auch Mieszkowski, der wegen einer Oberkörperverletzung passen musste.

Es dauerte einige Minuten, bis beide Teams auf Betriebstemperatur waren und Krefeld erste zaghafte Annäherungsversuche auf das Bayreuther Tor fuhren, die jedoch keinen Erfolg haben sollten. Erst als Kretschmann die erste Strafe der Partie nahm, waren die Pinguine produktiv – Müller, den man freie Schussbahn gestattete, versenkte die Scheibe aus dem Halbfeld im Powerplay. Dass man dies schnell korrigieren wollte, sah man an den Angriffen, welche die Tigers im Anschluss fuhren. Gracel und kurz darauf Cornet verpassten nur knapp den Ausgleich. Als Kretschmann nach sieben Minuten die Scheibe knapp neben das Tor setzte, die Tigers sich das Spielgerät wieder holten und Bindels den in der Mitte lauernden Kretschmann bedient, zog dieser ab und traf dieses Mal zum Ausgleich. In der Folge hielten sich die Möglichkeit die Waage – erst eine erneute Hinausstellung auf Seiten der Tigers, als Schumacher für zwei Minuten zusehen sollte, brachte wieder ein Erfolgserlebnis. Und erneut für die Pinguine. Genau 19 Sekunden benötigten die Gäste zum Treffer, den Miller aus kurzer Distanz – auf Zuspiel von hinter dem Tor durch Mouillierat – verbuchen konnte.

Um etwas mehr als nötig am Spiel teilzunehmen, waren im Mittelabschnitt die Schiedsrichter auf dem Plan und agierten wenig souverän. Strafen, die wenig nachvollziehbar waren, Abseitsentscheidungen, die man diskutieren darf oder ein „Wegpfeifen“ eines „Angriffs“ von Gracel Richtung eigenes Tor waren zwar unterhaltsam, jedoch weniger für die Tigers respektive deren Fans.

Eine dieser Entscheidungen, als der Schläger von Stephan beim Gegner eingeklemmt wurde, der Tigers-Akteur hierfür aber auf die Strafbank wanderte, zwang die Tigers im Anschluss zu einem Unterzahlspiel, das man als gelungen bezeichnen darf. Man verteidigte die Angriffe sauber weg und kam durch Järveläinen selbst zu einer guten Gelegenheit. So gut man diese Phase überstand, so unglücklich agierte man kurz nach der Hälfte des Spiels, als man sich einen kapitalen Abwehrfehler leistete, den Krefeld sofort ausnutzen konnte und durch Krymskiy zum 1:3 kam. Im Anschluss waren es die Gastgeber, die weitestgehend das Spiel machten, allerdings ihre Möglichkeiten nicht verwerten konnten. Die fand bei einem Überzahlspiel ihren Höhepunkt, als zunächst Cornet den Pfosten anvisierte, Meier knapp vorbei zielte, Gracels Gewalt-Schuss von Hane entschärft wurde und Järveläinen Zentimeter am Tor vorbeischoss, sodass Krefeld am Ende mit der 2-Tore-Führung in die Pause ging.

Energisches Nachsetzen und Kampfgeist, welchen Schumacher und Raab bewiesen, brachte den schnellen Anschlusstreffer durch Roach im Schlussdrittel. Im Anschluss hatte erneut Roach eine gute Möglichkeit, die jedoch bei Hane landete. Bindels und Stephan scheiterten ebenso bei weiteren Angriffsbemühungen und hinten warf sich Cornet in einen Schuss von Bappert. Als Schumacher für zwei Minuten zusehen musste, nachdem das Schiedsrichtergespann einen Stockschlag gesehen hatten, konnten die Gastgeber nochmals massiv Druck ausüben. Mehrfach visierten die Jungs vom Niederrhein das von Schmidt gehütete Tor an – mehr als ein Pfostentreffer sollten jedoch nicht herausspringen. Etwa 80 Sekunden vor der Schlusssirene nahm Coach Vorderbrüggen Schmidt für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Fischer zog kurz darauf eine Strafe, sodass man mit zwei Mann mehr auf dem Eis agieren konnte. Dies nutzte der auf der halblinken Position freigespielte Järveläeinen 28 Sekunden vor Ende zum Ausgleich und sicherte damit seinen Jungs einen Punkt und die folgende Verlängerung.

In dieser musste der erfahrenste Akteur im Line-Up der Pinguine, Marcel Müller dann auf die Strafbank, was zu 4 gegen 3 Spieler auf der Eisfläche führte. Beinahe aus der gleichen Position wie beim Ausgleich, war es erneut der Bayreuther Top-Scorer, der sich ein Herz nahm und den vielumjubelten Siegtreffer auf die Anzeigentafel schreiben konnte. „Es war nicht das Spiel, das wir uns vorgestellt haben. Wir bekommen derzeit unser Eishockey nicht aufs Eis. Wenn man 3:1 führt, sollte man dies eigentlich über die Zeit bringen. Am Ende hat Bayreuth die Punkte verdient“, so Peter Draisaitl kurz nach der Partie.

„Es ist schön endlich mal gewonnen zu haben. Wir haben von Anfang an gutes Eishockey gespielt. Bei 5 gegen 5 können wir mit jeder Mannschaft mithalten. Haben aber dann zwei dumme Tore in Unterzahl bekommen. Wichtig ist, dass wir uns zum Schluss zurückgekämpft haben. Großen Respekt an meine Mannschaft dafür. Es ist aber nur ein Sieg. Wir müssen so am Freitag in Freiburg weitermachen, wie wir heute aufgehört haben“, fand Coach Vorderbrüggen lobende Worte für sein Team. -av-

Bayreuth Tigers vs. Krefeld Pinguine 4:3 (1:2, 0:1, 1:0/1:0) n.V.
Bayreuth: Schmidt, Zimmermann – Schuster, Stephan (2), Pokovic, Pruden, Dietmann, Nikkilä, Kurz – Roach, Järveläinen, Bindels, Cornet, Kretschmann (2), Gracel (2), Schumacher (4), Meier, Raab
Krefeld: Hane , Bittner – Dobryskin, Tiffels, Zerressen, Trinkberger, Söll, Bappert – Müller, Lewandowski, Niederberger, Mouillierat, Magwood (2), Weiß, Miller, van der Ven, Krymskiy, Fischer (2), Junemann (2), Koch
Schiedsrichter: Kannengießer, Lajoie – Schnabel, Landenbach
Zuschauer: 934
Strafen: Bayreuth: 10 Krefeld: 8 PP: Bayreuth: 2/4 Krefeld: 2/5
Torfolge: 0:1 (4.) Müller (Magwwod, Zerressen) PP1, 1:1 (7.) Kretschmann (Bindels, Kurz), 1:2 (18.) Miller (Mouillierat, Magwood) PP1m 1:3 (31.) Krymskiy (Weiß, Koch), 2:3 (43.) Roach (Raab, Schumacher), 3:3 (60.) Järveläinen (Gracel, Raab) PP1, 4:3 (61.) Järveläinen (Nikkilä, Kretschmann) PP1

Pinguine verlieren nach dramatischer SWchlussphase in Bayreuth

Krefeld. (PM Pinguine) Die Krefeld Pinguine haben ihr erstes Spiel nach der Deutschland Cup Pause mit 4:3 n.V. verloren.

Ein Doppelschlag des Finnen Ville Järveläinen 28 Sekunden vor dem Ende und in der Verlängerung machte den Unterschied.

Gleich zwei Überzahltore konnten die Pinguine im Auftaktabschnitt erzielen. In der 4. Minute war es Marcel Müller, der nach seiner Erkrankung seine Punkte-Serie durch Vorlagen seiner 3M-Sturmpartner Kael Mouillierat und Zach Magwood fortsetzen konnte. Nach dem Ausgleichstreffer durch EX-Pinguin Christian Kretschmann in der 8. Minute war es Dennis Miller, der eine Strafe von Jan-Luca Schumacher ausnutzen konnte und erneut von Mouillierat und Magwood bedient, das 2:1 aus Sicht der Pinguine erzielen konnte.

Das zweite Drittel sah lediglich einen Treffer. Nur Youngster Nikita Krymskiy konnte Olafr Schmidt im Gehäuse der Tigers in der 31. Minute überwinden. Die Bayreuther ließen sich ob des zwei-Tore-Rückstands nicht einschüchtern und spielten im Schlussabschnitt couragiert nach vorne. Jesse Roach belohnte die Offensivbemühungen früh im Schlussabschnitt und brachte die Tigers mit seinem Treffer in der 43. Minute auf ein Tor heran und bereitete damit die Bühne für dramatisches Schlusskapitel, das zuerst einen starken Save von Schmidt und anschließend eine 6-gegen-4-Powerplaysituation nach einer Strafe Mike Fischers hervorbrachte.

Tigers-Coach Marc Vorderbrüggen setzte alles auf eine Karte und zog Schmidt für einen zusätzlichen Feldspieler. 28 Sekunden vor dem Ende schlug es dann tatsächlich hinter Hane ein. Tigers-Topscorer Ville Järveläinen sicherte den Tigers ihren ersten Punkt in fünf Spielen.

Bekanntlich war es damit nicht genug. Nachdem Marcel Müller in der Verlängerung im Backcheck eine Strafe verursachte, nutzte der Finne erneut den zusätzlichen Platz im Powerplay aus und stieß die Pinguine auf die Verliererstraße.

Zahlen zum Spiel
BTT – KEV 4:3 n.V. (1:2; 0:1; 2:0/1:0)
Tore: 0:1 (03:51)(PP) Marcel Müller (Pascal Zerressen, Zach Magwood), 1:1 (07:00) Christian Kretschmann (Dani Bindels, Patrick Kurz), 1:2 (17:21) Dennis Miller (Kael Mouillierat, Zach Magwood), 1:3 (30:37) Nikita Krymskiy (Davis Koch, Alexander Weiß), 2:3 (42:58) Jesse Roach (Jan-Luca Schumacher, Moritz Raab), 3:3 (59:32) Ville Järveläinen (Branden Gracel, Christian Kretschmann). 4:3 (60:43) Ville Järveläinen (Petteri Nikkilä, Christian Kretschmann)
Zuschauer: 934
Schüsse: 33:38
Strafen: 10:8

Stimmen
Peter Draisaitl
: „Das war natürlich nicht das Spiel, das wir uns vorgestellt haben. Wir bekommen zurzeit einfach nicht das Eishockey auf das Eis, welches wir von der Mannschaft sehen wollen. Es ist dann also fast eine logische Konsequenz, dass man Probleme bekommt. Nach dem 3:1 sollten wir aber trotzdem in der Lage sein, das Spiel über die Zeit zu bringen. Wir haben uns nicht clever angestellt und ärgern uns über die abgegebenen Punkte, die sich die Tigers aber mit der Schlussphase verdient haben. Ich schätze es so ein, dass wir das Spiel im letzten Drittel eigentlich unter Kontrolle hatten, die Strafen uns dann jedoch das Genick gebrochen haben.“

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