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Ingolstadt dreht 0-3 Rückstand und zieht ins Halbfinale ein

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Krefelds Joel Perrault vor ERC Keeper Timo Pielmeier - © by Eishockey-Magazin (OM)
Krefelds Joel Perrault vor ERC Keeper Timo Pielmeier – © by Eishockey-Magazin (OM)

Krefeld. (RS) Siegen oder Fliegen hieß es für die Krefeld Pinguine vor dem 5. Spiel der Viertelfinalserie gegen den ERC Ingolstadt. Der KEV mit dem Rücken zur Wand, war gefordert, die guten Leistungen der Vorrunde endlich auch wieder in den Playoffs zu zeigen. Wobei keiner so richtig erklären kann was sich veränderte und zu den Niederlagen führte. Dies alleine an der körperbetonten Spielweise der Gäste fest zu machen wäre sicherlich zu einfach. So herrschte auch auf den Rängen eine sehr angespannte Atmosphäre, von der Euphorie vor Spiel 1 nichts mehr zu spüren. Galgenhumor mit einem Hauch Hoffnung machte die Runde und es waren Sprüche wie – „Ich wünsche dir schon mal einen schönen Sommer aber es wäre toll, wenn wir uns Sonntag nochmal sehen würden.“ Bei den Formationen konnten diesmal die Gäste aus dem Vollen schöpfen, so dass Jared Ross als überzähliger Ausländer auf der Tribüne Platz nahm. Bei den Pinguinen meldete sich Kevin Clark zurück, dafür fiel David Fischer kurzfristig mit Magen-Darmproblemen aus.

Die Rückkehr von Kevin Clark schien genau der Baustein zu sein, der den Pinguinen fehlte. Krefeld mit viel Druck auf die Panther und auch mit dem frühen Führungstreffer, der für Ruhe in den eigenen Reihen sorgte. Pietta im Powerplay hinter dem Tor mit dem Pass in die Slotzone auf eben Kevin Clark und der zielte über Pielmeiers Fanghand zum 1-0 (3.). Krefeld blieb dran und konnte nach einem Querpass von Vasiljevs über fast die komplette Eisbreite Perrault finden, dessen Schuss zum 2-0 im Netz zappelte (8.). Das zweite Überzahlspiel für die Seidenstädter dauerte nur 7 Sekunden, da lag die Scheibe erneut hinter Pielmeier im Netz. Daniel Pietta arbeitete die Scheibe über die Linie (12.). Doch nur 26 Sekunden danach schlugen die Panther das erste Mal zu. Unachtsamkeit im Defensivverbund gab Patrick Köppchen Platz und Zeit den Pass von Derek Hahn plaziert im Tordreieckes unterzubringen (13.). Kurz vor der Drittelsirene vergaben Courchaine und Clark einen Konter in Unterzahl.
Der Treffer zum 3-1 sah in der abschließenden Pressekonferenz auch Panther Trainer Niklas Sundblad als den Wendepunkt des Spieles. Auf diesem Tor baute man sich in der Kabine auf. Im zweiten Drittel ging das Spiel Rauf und Runter aber jeweils mit dem besseren Ende für die Gäste, die ungeachtet des Rückstandes ein ums andere Tor aufholten und am Ende des Mittelabschnittes durch Sabolic (24.) und Laliberte mit einem Doppelschlag (30./31.) das Spiel gedreht hatten und mit einer 3-4 Führung in die zweite Pause gingen.
Krefeld hatte nun noch 20 Minuten bis zum Urlaub oder zu einem sechsten Spiel in Ingolstadt. Der dritte Überzahltreffer der Schwarz-Gelben in der 42. Minute nährte die Hoffnung auf ein Wiedersehen in Ingolstadt. Sofron bediente Clark, der mit seinem zweiten Treffer für enorme Spannung und erneute Hoffnung unter den 7.502 Zuschauern sorgte. Quasi im Gegenzug rettete Duba gegen Greilinger. Sechs Minuten vor dem Spielende fanden sich im Torraum von Tomas Duba einige Spieler zusammen und die Schiebe schien blockiert, doch plötzlich stocherte Greilinger sie hervor zog sie auf die Rückhand und lüpfte sie über die Spieler ins leere Tor. Krefelder Proteste sorgten zwar für einen Videobeweis, doch die beiden Hauptschiedsrichter blieben bei ihrer ursprünglichen Entscheidung und somit stand es 4-5 für Ingolstadt. In den letzten Minuten verlegten sich die Panther auf die Sicherung des Gehäuses von Pielmeier und schafften mit dem 4. Sieg in Folge das 4-1 in der Serie gegen die Krefeld Pinguine.

Beeindruckend war die Kulisse, die ihre Farben ununterbrochen anfeuerten und die Kritik von Daniel Pietta annahm und die Pinguine bedingungslos unterstützten.

Für Krefeld heißt es nun Saisonende. Für die Panther vorbereiten auf die Halbfinalserie, für die der Gegner noch nicht fest steht.

Statistik

Stand der Serie:
Krefeld Pinguine – ERC Ingolstadt 1:4

Krefeld Pinguine – ERC Ingolstadt 4:5 (3:1/0:3/1:1)

Tore: 1:0 (02:49) Clark (Pietta/Courchaine) PP5-4, 2:0 (07:03) Perrault (Vasiljevs/Methot), 3:0 (11:59) Sofron (Pietta/Courchaine) PP5-4, 3:1 (12:25) Köppchen (Hahn/Greilinger), 3:2 (23:09) Sabolic (Jeglic/Turnbull), 3:3 (29:32) Laliberte (Greilinger/Köppchen), 3:4 (30:59) Laliberte (Greilinger/Turnbull) PP5-4, 4:4 (42:00) Clark (Sofron/Courchaine) PP5-4, 4:5 (53:13) Greilinger (Hahn/Laliberte)

Strafen: Pinguine 6 – ERC 10

Zuschauer: 7.502

Aufstellungen:

Krefeld Pinguine: Duba (Lang) – Akdag, Robar; Meyers, Mebus St.Pierre, Hanusch; Orendorz – Clark, Pietta, Courchaine; Vasiljevs, Perrault, Methot; Schymainski, Driendl, Sofron; Verwey, Voakes, Blank.

ERC Ingolstadt: Pielmeier (Janka) – Hambly, Bouck; Conboy, Periard; Köppchen, Dinger; Schopper – Laliberte, Hahn, Turnbull; Sabolic, Jeglic, Greilinger; Gawlik, Hager, Oblinger; Claaßen, Barta, Ficenec.

Three Stars:
*** Greilinger (Ingolstadt)
** Laliberte (Ingolstadt)
* Courchaine (Krefeld)

 

Stimmen zum Spiel



 

Fotostrecke zum Spiel

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