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Rosenheim. (PM Starbulls) Wie ausgewechselt im Vergleich zur Heimniederlage gegen Regensburg und vor allem zum Heimauftritt gegen die Selber Wölfer selbst eine Woche zuvor,... „In der Schlussphase war Pöpperle dann bester Mann bei uns“ – Starbulls überzeugen beim 4:1 in Selb auf ganzer Linie

Chris Dodero vor dem Tor von Michael Bitzer – © Selber Wölfe Media/PR

Rosenheim. (PM Starbulls) Wie ausgewechselt im Vergleich zur Heimniederlage gegen Regensburg und vor allem zum Heimauftritt gegen die Selber Wölfer selbst eine Woche zuvor, präsentierten sich die Starbulls am Dienstagabend beim DEL2-Spiel in der Selber Netzsch-Arena.

Die 1.613 Zuschauer – die rund 50 Fans aus Rosenheim hatten über weite Strecken das akustische Übergewicht – sahen in allen Belangen überlegene Starbulls, die schon nach 36 Sekunden in Führung gingen und zur zweiten Pause bereits verdient mit 4:0 in Front lagen. Die Rosenheimer Tore erzielten C.J. Stretch, Sebastian Streu, Lukas Laub und Shane Hanna. Der zuvor vier Spiele gesperrte Reid Duke belebte die Starbulls-Offensive ebenso wie der kurzfristig verpflichtete Chris Dodero bei seinem Debüt im Rosenheimer Trikot.

Für Duke und Dodero mussten Hagen Kaisler und Tyler McNeely in der Starbulls-Aufstellung Platz machen. Weil – neben weiterhin Marius Möchel und Marvin Feigl – auch Tobias Beck fehlte, kam der erst 18-jährige Kilian Künhauser als sechster Verteidiger zum Zug. Kevin Handschuh, zuletzt krank, war wieder mit dabei.

Das Spiel begann aus Rosenheimer Sicht optimal. C.J.Stretch marschierte nach einer halben Minute frech durch die Abwehr der Gastgeber und chippte per Rückhand gegen die Reaktionsrichtung von Schlussmann Michael Bitzer zur Gästeführung ein. Eine frühe Unterzahlsituation überstanden die Grün-Weißen nicht nur schadlos, sondern hätten ihre Führung mit einem Mann weniger gleich erhöhen können. Bei einem Break zog Steve Hanusch gegen Stefan Reiter die Notbremse, beim fälligen Strafschuss scheiterte Reiter aber an Torwart Bitzer (3.).

Der fokussierte Auftritt der Starbulls in der Anfangsphase setzte sich nahtlos fort. Die Gastgeber, neun Tage zuvor noch verdienter 7:3-Sieger auf Rosenheimer Eis, fanden keine Mittel gegen das defensiv konsequent und diszipliniert und nach vorne schnörkellos und ideenreich spielende Team von der Mangfall – das sich wenige Momente vor Drittelende mit dem zweiten Treffer belohnte. Dodero setzte nach verunglücktem Abschluss nach, Duke spielte den idealen Rückpass, Sebastian Streu drückte ein (20.).

Im zweiten Drittel wurde die Rosenheimer Überlegenheit noch deutlicher. Dodero traf in Überzahl bei einem Nachschuss per Rückhand die Latte (23.), ein Schuss von Kevin Handschuhs zwei Minuten später prallte ebenfalls an das Eisen des Selber Tores. Schließlich war es Lukas Laub, der per Abstauber auf 3:0 aus Starbulls-Perspektive erhöhte; Shane Hanna hatte sich zuvor mit einer feinen Bewegung in Schussposition gebracht, Selbs Schlussmann Bitzer abprallen lassen (32.). Eine Minute später wurde Duke von Frank Hördler beim möglichen Torabschluss gefoult, nach kurzer Beratung entschieden die Schiedsrichter nur auf eine kleine Strafe für Hördler anstatt erneut auf einen Strafschuss für Rosenheim. Das folgende Überzahlspiel besaß – wie alle sechs Powerplaysituationen der Starbulls an diesem Abend – schnelle, sicher Scheibenstafetten und gefährliche Abschlüsse, förderte aber keinen Torerfolg zu Tage. Fast hätte Nick Miglio bei einem Unterzahlkonter gar auf 1:3 aus Sich der Hausherren verkürzt, Pöpperle aber parierte stark.

Den vierten Gästetreffer erzielte der wie schon zuletzt sehr engagiert und auffällig spielende und in der Offensive starke Akzente setzende Verteidiger Shane Hanna. Der aktuelle Topscorer der Grün-Weißen tippte einen hervorragenden Diagonalpass, den Dominik Daxlberger aus der Drehung spielte, aus kurzer Distanz ins Netz (38.). Die Rosenheimer 4:0-Führung war zu diesem Zeitpunkt auch in der Höhe gerecht. Torwart Tomas Pöpperle hatte bis dato nur wenige schwierige Prüfungen zu bestehen, musste jedoch in der Anfangsphase des letzten Drittels plötzlich hinter sich greifen. Zunächst parierte er gegen Nick Miglio noch, ließ sich von ihm dann aber im Nachschuss aus überaus spitzem Winkel doch überwinden (44.). Die Hausherren bekam nun Oberwasser. Und als Shane Hanna von einem Puck im Gesicht getroffen wurde und kurzzeitig aussetzen musste, gerieten die Starbulls gehörig unter Druck. Nun war Verlass auf Torwart Pöpperle, der binnen weniger Minuten ein halbes Dutzend enorm gefährlicher Schüsse entschärfte.

Die Schlussminuten spulten Pöpperles Vorderleute aber wieder souverän herunten – und ließen sich auch nicht auf Provokationen ein. Wie ratlos und angefressen die Hausherren am Ende dieser Partie waren, zeigte sich am Verhalten von Selbs Topscorer Jordan Knackstedt, der es so weit brachte, dass ihn die Schiedsrichter sogar vom Handshake der Mannschaften nach der Schlusssirene separieren mussten, was auch Jari Pasanen ärgerte. Der Rosenheimer Headcoach fand aber natürlich trotzdem zu einem positiven Fazit: „Ein gutes Ergebnis, sicherlich auch, weil Revanche nach dem Hinspiel vor ein paar Tagen gefragt war. Wir sind defensiv sehr gut gestanden. Endlich war Reid Duke wieder da, auch Chris Dodero war richtig gut. In der Schlussphase war Pöpperle dann bester Mann bei uns. Das 4:1 spiegelt das wider, was heute auf dem Eis passiert ist.“

Dank nun 31 Punkten – dritter Rosenheimer Auswärtssieg insgesamt und zweiter am Stück, Zähler Nummer zehn, elf und zwölf auf fremden Eis – springen die Starbulls in der Rangliste der DEL2 auf Platz zehn und haben nun einen Vorsprung von vier Punkten auf das Trio der letztplatzierten Mannschaften. Jetzt hat das Team von Jari Pasanen sogar die Chance, durch einen Heimsieg am Freitag gegen den ESV Kaufbeuren mit den Allgäuern gleichzuziehen, die mit 34 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz und damit in der Zone der direkten Playoff-Qualifikation rangieren. Eintrittskarten für das Derby gegen Kaufbeuren (Freitag, 19:30 Uhr, ROFA-Stadion) sind auf www.starbulls.de/tickets buchbar.

Schwacher Auftritt der Wölfe

Selb. (PM Wölfe) Zum Abschluss der „englischen Woche“ erwischten die Wölfe in der heimischen NETZSCH-Arena gegen das bis dato schlechteste Auswärtsteam der Liga einen rabenschwarzen Tag.

Im Spielaufbau ideenlos und im Passspiel immer wieder zu ungenau machten es die Wölfe den Starbulls leicht, die Punkte mit nach Rosenheim zu nehmen. Nun gilt es die Niederlage schnell abzuhaken und am Freitag im nächsten Heimspiel gegen Bad Nauheim eine Reaktion zu zeigen.

Wölfe verschlafen den Start

Den denkbar schlechtesten Start erwischten die Wölfe in die Partie gegen Starbulls. Nach nicht einmal 40 Sekunden lag der Puck das erste Mal im Netz von Bitzer. Der Führungstreffer zeigte Wirkung beim Heimteam, die gerade im Spielaufbau immer wieder Probleme hatten. Als die Wölfe ihr erstes Powerplay erhielten, konnte man keine nennenswerten Chancen verzeichnen. Nach einem Fehlpass hatte Reiter im Break die Chance auf den Shorthander, wurde von Hördler jedoch kurz vor Bitzer regelwidrig gestoppt. Den darauffolgenden schwach geschossenen Penalty konnte Bitzer problemlos entschärfen. Kurz vor Ablauf des ersten Drittels dann der nächste Rückschlag für die Wölfe. Streu ließ knapp eine Minute vor Ablauf des Drittels den nächsten Treffer für die Starbulls folgen.

Wölfe völlig von der Rolle

Wer es mit den Wölfen hält, wurde im zweiten Drittel ziemlich enttäuscht. Ohne Ideen und nahezu ohne Abschlüsse machten es die Gastgeber den Starbulls leicht, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Beim dritten Treffer ließ Gläßl seinen Gegenspieler aus den Augen, woraufhin Laub nach dem Rebound abstaubte. Die beste Möglichkeit vergab Miglio als er mit seinem Schuss an Pöpperle scheiterte, der im zweiten Abschnitt kaum gefordert war. Es kam noch sogar noch dicker für die Hausherren als die Gäste nach einem schönen Spielzug ihren vierten Treffer folgen ließen.

Abgeklärte Gäste

Die Wölfe wollten sich gegen die drohende Niederlage nochmals aufbäumen und agierten von nun an zumindest etwas entschlossener als in den ersten beiden Dritteln. Miglio war es dann, der für die Wölfe den ersten Treffer an diesem Abend erzielen konnte. Doch die Hoffnung auf ein Comeback wollte sich nicht einstellen. Zwar waren die Wölfe deutlich bissiger und aggressiver konnten sich aber nicht mehr in die Partie zurückkämpfen. Die Gäste ihren Vorsprung clever und brachten den verdienten Auswärtssieg über die Ziellinie.

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

Selber Wölfe: Bitzer (Weidekamp) – Gläßl, Trska, Hördler, Hanusch, Raab, Plauschin, Melnikow – Knackstedt, Kruminsch, Miglio, Schwamberger, McNeill, Gelke, Kolupaylo, Peter, Kalns, Marusch, Dalldush, Krymskiy
Starbulls Rosenheim: Pöpperle (Kolarz) – Hanna, Tramm, Shevyrin, Vollmayer, Kolb, Kühnhauser – Laub, Stretch, Reiter, Duke, Dodero, Streu, Hauner, Strodel, Eckl, Daxlberger, Handschuh, Cimmerman
Tore: 1. Min. 0:1 Stretch (Laub); 20. Min. 0:2 Streu (Duke, Dodero); 32. Min. 0:3 Laub (Hanna, Reiter); 38. Min. 0:4 Hanna (Daxlberger) ; 44. Min. 1:4 Miglio (Kruminsch, Knackstedt)
Strafzeiten: Selb 14; Rosenheim 6
Schiedsrichter: Kannengießer, Becker (Reitz, Laudenbach)
Zuschauer: 1.613






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