Villach. (PM Capitals) Nach zuletzt drei Siegen in Folge müssen sich die Vienna Capitals dem EC iDM Wärmepumpen VSV mit 1:4 geschlagen geben.
Guus van Nes bringt die Hausherren kurz vor Ende des ersten Drittels im Powerplay in Führung (20./PP1). Maximilian Rebernig (34.) und Brett Budgell (50.) erhöhen in weiterer Folge für die Villacher. Zane Franklin schreibt in der 54. Minute für die Caps an. Adam Helewka sorgt mit seinem Treffer ins leere Tor für den Endstand (59./EN). Für die Wiener geht es schon am Freitag mit einem Heimspiel gegen den HC TIWAG Innsbruck weiter (19.15 Uhr).
Caps-Head-Coach Kevin Constantine musste gegen den VSV auf Erik Kirchschläger verzichten. Der Österreicher zog sich gestern eine Oberkörperverletzung zu und wird den Wienern für mehrere Wochen fehlen. Für den Verteidiger rückte Felix Koschek ins Line-Up. Sebastian Wraneschitz begann zum zweiten Mal in Folge im Caps-Tor. Die Wiener starteten gleich gut in die Partie. Mitch Hults und Benjamin Lanzinger versuchten es in der ersten Minute, scheiterten aber am starken Joe Cannata. In der vierten Minute wurde die erste Strafe gegen die Wiener ausgesprochen, da Sam Antonitsch wegen eines Hakens bestraft wurde. Die einzige gefährliche Möglichkeit fand Adam Helewka vor, der VSV-Angreifer schoss den Puck aber nur ans Außennetz. Die Wiener überstanden diese Unterzahlsituation unbeschadet. In weiterer Folge war Wraneschitz mehrfach zur Stelle, unter anderem gegen Nick Hutchison. In der zehnten Minute wurde auch die erste Strafe gegen den VSV ausgesprochen, da Alex Wall mit hohem Stock gegen Jérémy Grégoire ans Werk ging. Wie zuvor die Villacher fanden die Wiener in Überzahl auch nur eine gefährliche Möglichkeit vor. Zane Franklin scheiterte in Minute 12 an Cannata, die Gastgeber waren kurz darauf wieder komplett. In weiterer Folge hatten die Caps mehr von der Partie. Der VSV-Goalie musste gegen Christof Kromp, Linden Vey und Raphael Wolf aufpassen, behielt aber seine weiße Weste. Der US-Amerikaner bewahrte sein Team in Minute 17 vor einem sicheren Gegentor. Franklin stocherte den Puck vor dem Tor zu Leon Wallner, der die Scheibe Richtung Torlinie schob. Cannata, der zuvor eingreifen musste, konnte aber gerade noch hinter sich greifen und den Puck aufnehmen. Direkt im Anschluss an das darauf folgende Bully konterten die Villacher über Felix Maxa, doch der gebürtige Wiener fand in Wraneschitz seinen Meister. Eine Minute später konnten sich die Hausherren wieder bei Cannata bedanken, dass die Caps nicht in Führung gingen. Nach einem Bullygewinn in der Offensivzone folgte sofort der Schuss aufs Tor, Cannata parierte. Lanzinger brachte den Rebound an, diesen wehrte der VSV-Goalie ebenfalls ab. Franklin wurde in der 19. Minute wegen eines Checks gegen das Knie von Wall mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt. Im anschließenden Powerplay kamen die Villacher glücklich zum Führungstreffer. Wraneschitz war erst mit einem Save zur Stelle, über Umwege beförderte Guus van Nes den Puck ins Tor (20./PP1).
Die Capitals hatten im Mitteldrittel die ersten Tormöglichkeiten. Direkt nach Wiederbeginn scheiterte Hults an Cannata. Kurz darauf visierte Vey das Kreuzeck an, verfehlte aber das Tor. In weiterer Folge verlief das Drittel erst ausgeglichen, mit fortlaufender Dauer nahmen aber die Hausherren das Heft des Handelns in die Hand. In der 29. Minute jubelte Maxa nach einem Wrap-Around über ein vermeintliches Tor. Der VSV-Angreifer ließ sich feiern. Die Refs, die auf dem Eis keinen Treffer erkennen konnten, da Wraneschitz den Puck mit dem Bein auf der Torlinie sicherte, zogen sich zum Videostudium zurück. Mithilfe der Bilder wurde die Entscheidung, keinen Treffer zu geben, bestätigt. In der 30. Minute konnten die Caps wieder einen offensiven Akzent setzen, Franklin scheiterte aber an Cannata. In der 34. Minute lenkte Maximilian Rebernig den Puck vor Wraneschitz unhaltbar ins Tor ab. Zwei Minuten später tauchte Armin Preiser mit der Scheibe vor dem VSV-Goalie auf, scheiterte aber an diesem. Wraneschitz zeichnete sich in weiterer Folge gegen Kevin Hancock und Philipp Lindner aus.
In der 41. Minute jubelte ein Villacher Angreifer erneut unbegründet. Helewka stocherte den Puck deutlich nach einem Pfiff der Unparteiischen ins Tor. Der Kanadier forderte vehement eine Überprüfung des vermeintlichen Treffers, doch diese kam zum selben Ergebnis wie die Unparteiischen auf dem Eis: kein Tor. Eine Minute später konnten die Hausherren kontern. Wall ließ sich mit seinem Querpass vor Wraneschitz aber ewig Zeit, so konnte Simon Bourque das Zuspiel abfangen. In der 45. Minute gab es die nächste Strafe gegen die Kärntner, da Hancock wegen Behinderung vom Eis musste. Abgesehen von einem One-Timer durch Lanzinger zu Beginn blieb das Caps-Powerplay erneut harmlos. In der 50. Minute konnte Mark Katic mit der Scheibe in der Caps-Zone schalten und walten. Nach Pass auf Brett Budgell musste dieser nur mehr vor Wraneschitz einschieben (50.). Die Antwort der Wiener folgte vier Minuten danach. Carter Souch schnappte sich den Puck im Drittel der Villacher, bediente Franklin, der vor dem Tor ebenfalls nur mehr einschieben musste (54.). Eine Minute später traf Thomas Vallant mit seinem Schuss die Stange. Die Wiener drückten danach auf den Anschlusstreffer, doch auch mit einem weiteren Feldspieler sollte dieser nicht mehr gelingen. Helewka feuerte den Puck zum Endstand ins leere Tor (59.). Laut offizieller Statistik gaben die Capitals 31 Torschüsse ab, der VSV einen mehr.
Statement Kevin Constantine, Head-Coach der Vienna Capitals
„Wir sind gut ins Spiel gestartet, unser erstes Drittel hat mir gut gefallen. Wir sind zwar in Rückstand geraten, weil sie ein Powerplaytor erzielt haben, aber wir hatten davor sehr gute Möglichkeiten. Wir hätten gebraucht, dass eine davon reingeht. Wenn wir früher unser Tor geschossen hätten, wären wir in der Offensive besser in Schwung gekommen. Der Treffer von Zane kam dann etwas zu spät, um noch einmal ins Spiel zurückkommen zu können. Wir müssen versuchen, mehr Verkehr vor den gegnerischen Tormann zu bringen. Wir brauchen keine ausgefallenen Spielzüge, wir müssen die Scheibe einfach nur öfter auf das Tor bringen.“
EC iDM Wärmepumpen VSV – Vienna Capitals 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)
Tore VSV: Guus van Nes (20./PP1), Maximilian Rebernig (34.), Brett Budgell (50.), Adam Helewka (59./EN)
Tor Caps: Zane Franklin (54.)
Bozen geht in Linz unter
Bozen. (PM HCB) Ein Abend zum Vergessen für den HCB Südtirol Alperia bei den Steinbach Black Wings Linz: Die Österreicher setzen sich klar mit 6:0 durch, in einer Partie, die für die Weiß-Roten von der ersten Minute an schwierig verlief.
Trotzdem erreichen die Foxes dank der Niederlage von Wien in Villach das erste Saisonziel: die direkte Qualifikation für die ICEHL-Playoffs. Nach dem spielfreien Freitag geht es am Sonntag, den 1. Februar, mit dem Derby gegen den HC Pustertal weiter. Über 5.000 Tickets sind bereits verkauft; die letzten Karten gibt es morgen im Vorverkauf von 16:00 bis 18:00 Uhr sowie am Freitag von 11:00-13:00 Uhr und Sonntag von 11:00 bis 13:00 Uhr und ab 16:00 Uhr. Der Online-Verkauf für Sektor B läuft weiter, während Sektor E ausschließlich an den Kassen erhältlich ist.
Der Spielverlauf: Coach Shedden verzichtet auf die grippekranken Harvey und Schneider sowie auf den verletzten Barberio. Larcher und Marchetti fehlen aufgrund von Rotation. Im Tor steht Gibson.
Die Weiß-Roten agieren in den ersten Spielminuten im Powerplay, wobei Digiacinto nach einem bereits geschlagenen Tirronen nur die Querlatte trifft. Linz lässt sich jedoch nicht beeindrucken, streift zunächst mit Lebler den Führungstreffer und schlägt dann mit einem Doppelschlag zu. In der 10. Minute verwertet Pusnik einen Rebound, zwei Minuten später trifft Collins – in beiden Fällen wirkt Gibson nicht ganz souverän. Bozen versucht zu reagieren, doch Tirronen macht gegen Gersich die Schotten dicht.
Nachdem eine Überzahlsituation zu Beginn des Mittelabschnitts ungenutzt bleibt, gerät Bozen zunehmend ins Wanken. In der 24. Minute verlieren die Foxes die Scheibe an der Mittellinie, Ograjensek bedient Barron, der aus kurzer Distanz zum 3:0 einschießt. Kurz darauf trifft Auvitu bei doppelter Überzahl nur den Pfosten, während auf der Gegenseite Misley nach einem starken Unterzahl-Solo den Treffer vergibt. In der 38. Minute legen die Black Wings nach: Lebler sieht Barrons Laufweg hinter die Abwehr, und der kanadische Stürmer lässt Gibson allein vor dem Tor keine Chance – 4:0.
Im dritten Drittel ändert sich das Bild nicht. Im Gegenteil: Linz erzielt in Unterzahl auch noch das fünfte Tor, als Barron einen Konter erfolgreich abschließt und damit seinen persönlichen Hattrick perfekt macht. Das Spiel ist damit entschieden, Bozen findet kein Mittel mehr, Tirronen ernsthaft zu prüfen. Den Schlusspunkt zum 6:0 setzt Collins im Powerplay, als er in der 53. Minute einen kurzen Abpraller verwertet.
Steinbach Black Wings Linz – HCB Südtirol Alperia 6 – 0 [2-0; 2-0; 2-0]
Tore: 09:26 Julian Pusnik (1-0); 11:25 Sean Collins (2-0); 23:55 Travis Barron (3-0); 37:52 Travis Barron (4-0); 40:59 Travis Barron SH1 (5-0); 52:04 Sean Collins PP1 (6-0)
Torschüsse: 22-17
Strafminuten: 8-8
Schiedsrichter: Fichtner, Nikolic K. / Bedynek, Durmis
Zuschauer: 3.880
Klarer Heimsieg der Red Bulls gegen Hydro Fehérvár AV19
Salzburgs 4:0-Erfolg von David Kickerts Shutout gekrönt

Salzburg. (PM Red Bulls) Der EC Red Bull Salzburg gewann das Heimspiel der win2day ICE Hockey League gegen Hydro Fehérvár AV19 in der ausverkauften Salzburger Eisarena mit 4:0 und bleibt damit auf dem zweiten Tabellenplatz.
Die Red Bulls dominierten die Ungarn über weite Strecken und begeisterten mit schönem Kombinationsspiel. Die Gäste kamen zwar auch zu ihren Möglichkeiten, hatten dem druckvollen Salzburger Spiel insgesamt aber nicht viel entgegenzusetzen. Die Torschützen Brandon Coe, Troy Bourke, Devante Stephens und Travis St. Denis zeichneten heute für den Erfolg verantwortlich. Abgesichert vom starken David Kickert, der sein fünftes Saison-Shutout feierte.
Spielverlauf
Fast aus einem Verlegenheitsschuss heraus gingen die Red Bulls früh in Führung. Brandon Coe fälschte den Schuss von Philipp Wimmer beim Vorbeifahren am gegnerischen Tor ab und überraschte damit auch den Gäste-Goalie Rasmus Reijola (2.). Székesfehérvár testete daraufhin ein, zweimal Salzburgs Goalie David Kickert, aber die Red Bulls hielten bald die Zügel in der Hand und ließen schön die Scheibe laufen. Troy Bourke stand dann beim Diagonalpass auf den rechten Pfosten goldrichtig und brauchte nur noch einzutippen (7.). Travis St. Denis hatte die nächste Gelegenheit allein aus spitzem Winkel (9.). Aus dem Kombinationsspiel kreierten die Red Bulls viele weitere gute Szenen und Chancen. Die Gäste kamen nur noch selten an die Scheibe, retteten sich aber mit guter Defensivarbeit mit den zwei Gegentoren in die erste Pause.
Die Ungarn bekamen im zweiten Abschnitt beim ersten Powerplay des Spiels etwas Oberwasser, David Kickert war bei der besten Möglichkeit von Csanad Erdely aus Halbdistanz auf dem Posten (43.). Die Gäste machten jetzt mehr fürs Spiel, es ging nun auf und ab. Peter Schneider mit der nächsten Chance beim 2 auf 1, auf der anderen Seite war der Rückhandschuss von Istvan Bartalis aus dem Slot nicht ungefährlich (26.). Im nächsten Unterzahlspiel hielt David Kickert mit einer Großtat gegen den One-timer von Csanad Erdely die Null fest (28.). Dann sorgten die Red Bulls für klare Verhältnisse. Devante Stephens wurde im halbhohen Slot freigespielt und schlenzte die Scheibe mit Übersicht ins Eck (31.). Kurz darauf hatte Lukas Schreier die Riesenchance nach Rebound (31.). Erst am Ende wurde es bei einem weiteren Powerplay der Ungarn wieder brenzlig vor Kickerts Kasten, aber die 3:0-Führung hielt mit der guten Salzburger Defensive.
Nach der Pause wirbelten die Red Bulls wieder durch die Angriffszone und kamen zu guten Abschlüssen. Das vierte Tor war eine echte Augenweide, Michael Raffl täuschte mit seinem Pass auf Travis St. Denis die gesamte Abwehr, der One-timer war nicht zu halten (45.). Die Red Bulls blieben weiter am Drücker, mussten aber auch bei den Kontervorstößen der Gäste gut aufpassen. Zum Schluss verdiente sich David Kickert sein fünftes Saison-Shutout (!) einmal mehr mit starken Paraden bei zweieinhalb Minuten 4 vs. 6 Unterzahl (Niki Kraus musste mit Spieldauerstrafe raus, die Ungarn spielten ohne Goalie) und sicherte den deutlichen 4:0-Erfolg der Red Bulls ab.
Statement Fabian Baumann nach seinem zweiten ICE-Spiel „Es hat viel Spaß gemacht. Mein Linienkollege Nash Nienhuis hat mir super geholfen, es ist richtig einfach zu spielen, weil mir jeder hilft. Ich bekomme das Vertrauen, kann mich auf Nash super verlassen und am Ende haben wir [in Unterzahl] noch richtig viele Schüsse geblockt und die Scheibe rausbekommen. Das war gut.“
win2day ICE Hockey League
EC Red Bull Salzburg – Hydro Fehérvár AV19 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)
Tore:
1:0 | 01:50 | Brandon Coe
2:0 | 06:51 | Troy Bourke
3:0 | 30:13 | Devante Stephens
4:0 | 44:37 | Travis St. Denis
Zuschauer: 3.400
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