Innsbruck. (PM HCI) Der HCI feiert nach acht Niederlagen endlich wieder einen Sieg. Die favorisierten 99ers aus Graz werden mit 3:2 nach Hause geschickt.
Die ersten Minuten in der TIWAG Arena verlaufen ausgeglichen, keine der beiden Mannschaften schafft es in der Anfangsphase, nennenswerte Chancen zu kreieren. Mit Fortdauer des Drittels übernimmt der Favorit aus Graz aber das Zepter, und erarbeitet sich mehr Spielanteile, doch die Haie liefen den 99ers einen Kampf, und lassen weiterhin defensiv wenig bis keine Großchancen zu. Auf der anderen Seite warten die Tiroler wie gewohnt auf Fehler des Gegners, um im Konter zuzuschlagen. In den ersten 20 Minuten werden die Haie aber nur in Ansätzen gefährlich.
Zweites Drittel, gleiches Bild: Graz hat optisch mehr vom Spiel, deutlich mehr Torschüsse, aber wenig Zwingendes. Auf der Gegenseite lauern die Haie weiter auf Konter, sind jetzt aber auch gefährlicher. In der 28. Minute gehen die Tiroler dann in Führung. Troy Lajeunesse hält die Scheibe im gegnerischen Drittel, wartet auf die passende Anspielstation, findet diese in Patrick Kudla, und der Verteidiger bezwingt 99ers-Goalie Wieser über die Schulter ins kurze Eck. Innsbruck jetzt mit der besten Phase, und weiteren Chancen durch Marcel Witting, Jonas Dobnig oder Max Coatta. Zwei Ex-Haie drehen dann mit einem Doppelschlag die Partie. Kevin Roy kommt im ersten Powerplay des Abends etwas glücklich an die Scheibe und schließt aus kurzer Distanz ab (36.), Nico Feldner stellt wenig später nach Fehler in der Haie-Defensive auf 1:2 (37.). Ein weiteres Tor der Grazer in Drittel zwei wird dann wegen Torhüterbehinderung wieder aberkannt – der Stand nach 40 Minuten 1:2.
Im Schlussabschnitt müssen die Tiroler zunächst zehn harte Minuten überstehen, Graz immer wieder mit Drangperioden, die Haie können sich in dieser Phase nur selten befreien. Die 99ers verabsäumen es aber, aus dem Mehr an Spielanteilen Kapital zu schlagen. Und so kommen die Haie im Verlauf des Drittels wieder besser ins Spiel, und in Minute 54. Etwas glücklich zum Ausgleich. Die Scheibe landet in hohem Bogen vor Kilian Rappold, der sofort abzieht und auf 2:2 stellt. Wie in Drittel zwei die 99ers schlagen jetzt auch die Haie doppelt zu, Sebastian Benker schließt eine schöne Kombination der Tiroler zur Führung ab – Spiel wieder gedreht! Weil sich die Grazer gegen Ende des Spiels durch zwei Strafen selbst schwächen bleibt die Schlussoffensive der 99ers lange aus, nur die letzten Sekunden des Spiels müssen die Haie noch etwas zittern.
Der HC TIWAG Innsbruck-Die Haie feiert nach acht Niederlagen in Folge einen 3:2-Sieg gegen die Graz99ers. Morgen kommt Wien!
HC TIWAG Innsbruck-Die Haie – Moser Medical Graz99ers 3:2 (0:0,1:2,2:0)
Torfolge: 1:0 Kudla (28./EQ), 1:1 Roy (36./PP1), 1:2 Feldner (37./EQ), 2:2 Rappold (54./EQ), 3:2 Benker (56./EQ/GWG);
Red Bulls gewinnen auch drittes Saison-Duell gegen Villach
Villach. (PM Red Bulls) Der EC Red Bull Salzburg gewann das Auswärtsspiel der win2day ICE Hockey League gegen den EC iDM Wärmepumpen VSV mit 5:2 und war nach zwei dominanten Dritteln auch der in der Höhe verdiente Sieger.
Im ersten Abschnitt waren die Red Bulls in allen Belangen die bessere Mannschaft und führten mit 3:0. Mit zwei Powerplay-Toren im zweiten und dritten Abschnitt kam Villach wieder heran. Aber die Red Bulls legten wieder vor, verteidigten in der heißen Schlussphase gegen kämpferische Villacher stark und fixierten mit einem Empty-Net-Tor den insgesamt verdienten Endstand.
Spielverlauf
Die Villacher starteten wie gewohnt in ihrer Heimhalle mit viel Tempo in die Begegnung, wurden von den Red Bulls in ihren Angriffsbemühungen aber schnell gestoppt. Thomas Raffl klopfte bei einem Solo durch zwei Verteidiger durch per Rückhandschuss früh an (2.). Und dann übernahm Salzburg die Kontrolle. Benjamin Nissner war im kurzen Gestocher vor dem Tor am Punkt und fixierte das 1:0 (6.). Dann wurde Troy Bourke von Mario Huber mit einem unglaublichen Pass über beide blauen Linien nach vorn geschickt und der Kanadier überwand Villachs Goalie Joe Cannata per Rückhandschuss ins kurze Eck (10.). Vier Minuten später zog Travis St. Denis fast auf Höhe der Torlinie ab und überraschte Villachs Schlussmann – 3:0 (14.). Die Hausherren hatten Probleme mit Salzburgs Tempo, kamen aber zu Möglichkeiten. Ein Gestocher vor Salzburgs Goalie Atte Tolvanen (10.), ein Solo von Guss van Nes (16.). Die 3:0-Führung der Red Bulls nach 20 Minuten hätte höher ausfallen können.
Im zweiten Abschnitt hielten die Villacher die Partie offen und sorgten jetzt für ein Auf und Ab, in dem die Red Bulls dennoch weiterhin druckvoller agierten. Nach einer guten Villacher Druckphase in der Salzburger Defensivzone gelang den Hausherren dann im Powerplay aber der erste Treffer, Maximilian Rebernig verwertete direkt vor Tolvanen den Rebound (34.). Kurz darauf hatte Villachs Paul Sintschnig die Chance auf den Anschluss nach Alleingang (35.). Villach war zurück im Spiel, wenn gleich die Red Bulls am Ende die Scheibe wieder dominierten.
Im Schlussdrittel wurde dann komplett auf Augenhöhe gespielt, Villach forcierte das Tempo enorm. Und erneut im Powerplay gelang den Hausherren tatsächlich der Anschluss, John Hughes traf aus spitzem Winkel ins kurze Eck zum 2:3 (45.). Und Villach drückte weiter, zwang jetzt die Salzburger Großteils zur Defensivarbeit. Die Red Bulls blieben ruhig und fanden mit zunehmender Dauer wieder zu ihrem Kombinationsspiel zurück. Und zur 2-Tore-Führung, Brandon Coe setzte einen Penalty per Rückhand unter die Querstange (53.). Die Partie blieb heiß. Villach versuchte alles, Atte Tolvanen leistete Schwerstarbeit in den Schlussminuten bei gleich zwei Unterzahlspielen. 61 Sekunden vor dem Ende machte dann aber Troy Bourke mit dem Treffer ins leere Tor den Deckel drauf und finalisierte den insgesamt hoch verdienten 5:2-Erfolg in Villach.
Statement Manny Viveiros „Wir haben das Spiel bis zur ersten Strafe gut kontrolliert. Danach haben wir zu viele Konter und Chancen zugelassen. Aber wir konnten dann zu unserem kompakten Spiel zurückkehren. Ich bin insgesamt mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden, auch am Ende in der Verteidigung, denn es ist immer sehr schwer, in Villach zu gewinnen.“
win2day ICE Hockey League
EC iDM Wärmepumpen VSV – EC Red Bull Salzburg 2:5 (0:3, 1:0, 1:2)
Tore:
0:1 | 05:08 | Benjamin Nissner
0:2 | 09:04 | Troy Bourke
0:3 | 13:43 | Travis St. Denis
1:3 | 33:00 | Maximilian Rebernig | PP
2:3 | 44:20 | John Hughes | PP
2:4 | 52:31 | Brandon Coe | PS
2:5 | 58:59 | Troy Bourke | EN
Zuschauer: 3.324
Black Wings scheitern in Pustertal
Linz. (PM Black Wings) Die Steinbach Black Wings müssen sich im Auswärtsspiel gegen die Pustertaler Wölfe mit einem 3:1 geschlagen geben.
Obwohl man sich in der zweiten Minute bereits in Führung schießen kann, gelingt es ab dem Mittelabschnitt nicht mehr, Druck auf die Südtiroler aufzubauen. Ein Empty-Net Goal am Ende sichert den Wölfen den Sieg.
HC Falkensteiner Pustertal – Steinbach Black Wings Linz 3:1 (0:1, 2:0, 1:0)
Torschützen: 0:1 Shawn St-Amant (2. Min/PP), 1:1 Alan Lobis (23. Min/PP), 2:1 Jc Lipon (37. Min), 3:1 Tommy Purdeller (59. Min/EN)

Nach dem 5:1-Heimsieg am Mittwochabend gegen Budapest machten sich Brian Lebler und Co. bereits am nächsten Tag auf den Weg nach Italien. Nach einer Trainingseinheit in den frühen Morgenstunden führte Schlussmann Rasmus Tirronen die Gäste am Abend aufs Eis.
Schon nach 40 Sekunden im ersten Abschnitt setzten die Gäste mit dem ersten Warnschuss auf den Goalie der Italiener ein Ausrufezeichen. Kurz darauf folgte die erste Strafe für die Heimmannschaft wegen zu vieler Spieler am Eis. Die Linzer nutzten das Powerplay prompt aus und gingen nach nur einer Minute in Führung. Nach dem Zuspiel von Graham Knott von der linken Seite beförderte Shawn St-Amant, der sich vor dem Gehäuse von Edward Pasquale positioniert hatte, den Puck ins kurze Eck (2. Minute). In der fünften Minute konnte sich die dritte Linie der Wölfe durch Tommy Purdeller in die Offensive spielen, kam jedoch nicht zum Abschluss, da Shawn St-Amant die Scheibe abfing. Drei Minuten später meldeten sich die Hausherren erneut im Angriff an. Greg Di Tomaso kämpfte sich alleine nach vorne, wo Rasmus Tirronen bereits aufmerksam war. Jonathan Oschgan und Yohann Auvitu konnten den Verteidiger kurz stören, wobei Auvitu noch den Schläger dazwischenbrachte. Di Tomaso verlor den Puck zwar kurzzeitig, eroberte ihn aber zurück und schloss ab. Tirronen entschärfte die Situation jedoch rechtzeitig mit dem Fanghandschuh. Kurz darauf konnte sich Pustertal über die neutrale Zone erneut nach vorne kombinieren, doch wieder machten die Stahlstädter den Angriff zunichte, indem Logan Roe die Scheibe eroberte. Der Gegenstoß ließ zunächst noch auf sich warten. Wenig später versuchte Luka Maver, die Führung der Oberösterreicher auszubauen. Er kam mit der Scheibe ins Angriffsdrittel, fand jedoch vor dem gut zugestellten Tor der Südtiroler keinen Abnehmer und musste die Scheibe liegen lassen. Eine weitere gute Möglichkeit ergab sich wenig später für die Gäste. Emilio Romig setzte sich gegen Daniel Glira und Austin Osmanski durch und legte von der linken Seite zur Mitte, wo Julian Pusnik und Jonathan Oschgan bereits warteten. Pusnik schloss ins linke Kreuzeck ab, doch Edward Pasquale konnte die Lücke im letzten Moment schließen und den zweiten Gegentreffer verhindern. In der Schlussminute wechselten sich beide Teams im Scheibenbesitz ab, ohne jedoch noch zu einer zwingenden Chance zu kommen. So verabschiedeten sich die Linzer mit einer 1:0-Führung in den ersten Kabinengang des Abends.
Wölfe erzielen Ausgleich
In der 22. Minute fanden sich die Wölfe im Drittel der Stahlstädter wieder. Die Oberösterreicher positionierten sich jedoch gut und gaben den Südtirolern keine Chance für den Abschluss. Kurz danach mussten die Gäste in ihr erstes Unterzahlspiel in dieser Partie gehen, als Patrick Söllinger aufgrund eines Beinstellens in die Kühlbox gesteckt wurde. Anfangs konnte die Linzer Mannschaft gut dagegenhalten, doch in der 23. Minute schossen sich die Hausherren zum Ausgleich. Nachdem Tommy Purdeller den Puck an Alan Lobis abgelegt hatte, brachte der Verteidiger der Italiener das Gerät in die Maschen und stellte auf 1:1 (23. Minute). Eine Minute danach setzten die Gäste zum Konter an. Emilio Romig kam an die Scheibe und sah eine Lücke zwischen der linken Torstange und Edward Pasquale, doch der Goalie reagierte zur rechten Zeit. In der 27. Minute erwischte es die Oberösterreicher mit der nächsten Strafe. Diesmal erwischte es Graham Knott, der wegen Beinstellens für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Die Wölfe schienen immer weiter in ihr Spiel zu finden und konnten die Stahlstädter im Powerplay ordentlich unter Druck setzen, diese konnten sich aber gut retten und die zwei Minuten ohne Gegentor überstehen. In der Sekunde, als Graham Knott aus der Kühlbox zurückkam, bekam er den Pass von Shawn St-Amant, kam im Breakaway auf den südtiroler Schlussmann zu, konnte aber nicht einnetzen. Das Spiel verlagerte sich sofort wieder in die Offensivzone von Pustertal, wo Tirronen innerhalb weniger Sekunden gleich zwei Abschlüsse verhinderte. In der 32. Minute schlich sich ein Fehlpass von Yohann Auvitu ein, woraufhin die Wölfe die Ungenauigkeit ausnutzten und sofort kehrt in Richtung des Linzer Tormannes machten. Rasmus Tirronen witterte die Gefahr jedoch und parierte. Drei Minuten vor der Pause herrschte viel Verkehr vor dem Kasten der Oberösterreicher. Daniel Gliras Schuss von der blauen Linie fand einen Weg hindurch und der Schlussmann wehrte ab. Er rechnete aber nicht mit dem Rebound, den Jc Lipon hinter ihn zwischen die Pfosten brachte (37. Minute). Zehn Sekunden vor dem Kabinengang gingen die Gäste in ihr nächstes Powerplay, nachdem Daniel Glira aufgrund eines Hakens gegen Henrik Neubauer auf die Strafbank geschickt wurde. Mit beinahe zwei übrigen Minuten in Überzahl ging es für die Stahlstädter in die zweite Pause.
Pustertal setzt sich durch
Bis auf eine gute Gelegenheit von Andreas Kristler am Ende des Powerplays konnten die Gäste die Überzahl in nichts Zählbares ummünzen. In der 44. Minute waren die Südtiroler kurz davor, die Führung auszubauen, als der vorherige Torschütze Jc Lipon auf Tirronen abfeuerte. Der Schlussmann reagierte rechtzeitig und konnte abwehren. Auch in den darauffolgenden Minuten schienen die Oberösterreicher nicht wirklich entschlossen und hatten Schwierigkeiten, sich in der Offensive festzusetzen. Zu einem günstigen Zeitpunkt für die Oberösterreicher traf es Luca Zanatta aufgrund eines Beinstellens mit einer Strafe und es ging erneut ins Powerplay. Pustertal verteidigte gut und konnte sich immer wieder befreien, sodass die zwei Minuten ohne eine gefährliche Torchance von der Uhr verstrichen. Zwei Minuten vor dem Ende setzte man auf Seiten der Linzer auf den sechsten Feldspieler. Shawn St-Amant kam an die Scheibe und feuerte auf Pasquale, der jedoch damit rechnete und abwehrte. In der letzten Minute brachte Tommy Purdeller den Puck ins Empty Net und sicherte den Wölfen somit den 3:1-Sieg.
Bereits am Sonntag bietet sich für die Steinbach Black Wings die nächste Chance, Punkte einzufahren. Auf heimischem Eis fordern die Linzer dabei den Rekordmeister aus Klagenfurt bevor es am 23.Jänner nach Villach geht. Tickets für das Schlagerspiel am Sonntag sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.
Bozen dominiert und gewinnt knapp – Ferencváros mit 3:2 bezwungen

Bozen. (PM HCB) 67 Torschüsse. Diese Zahl allein könnte ausreichen, um den Sieg des HCB Südtirol Alperia gegen den FTC Telekom zu beschreiben, wäre es nicht so, dass die Weiß-Roten mehr schwitzen mussten als erwartet, um die drei Punkte einzufahren: 3:2 lautete der Endstand, dank des Treffers von Brad McClure weniger als vier Minuten vor Schluss, nachdem es den Ungarn gelungen war, einen Zwei-Tore-Rückstand aufzuholen.
Die Foxes waren klar spielbestimmend, agierten jedoch zu verschwenderisch und scheiterten immer wieder an einem überragenden Balizs in Topform. Am Ende des Abends dürfen die 3.300 Zuschauer in der Sparkasse Arena drei enorm wichtige Punkte feiern, die es Frank und seinen Teamkollegen erlauben, den vierten Tabellenplatz punktgleich mit dem Dritten Salzburg zu verteidigen. Ausgerechnet die Red Bulls sind der nächste Gegner: Das Topspiel steigt am Sonntag um 16:30 Uhr in der Mozartstadt (live auf TV33).
Der Spielverlauf: Coach Shedden schickt dieselbe Aufstellung aufs Eis wie gegen Fehérvár und lässt Gibson und Marchetti aus Rotationsgründen sowie die verletzten Vallini, Barberio und Seed außen vor.
In den ersten Minuten ist das Spieltempo verhalten, Schneider prüft als Erster die Reflexe von Balizs. Die Weiß-Roten können ein Powerplay trotz einer großen Chance durch Bradley nicht nutzen, doch bei einer späteren Überzahl ist es die Nummer 67, die zuschlägt: Er verwertet den Assist von Mantenuto und bringt Bozen in Führung. Ferencváros bleibt nicht untätig und versucht es mehrfach vor Harvey, doch den nächsten Treffer erzielen erneut die Foxes: In der 14. Minute verwertet Pollock einen von der Bande zurückprallenden Puck nach einem Schuss von Gazley zum 2:0. Bozen ist dem dritten Tor nahe, doch die Magyaren reagieren und verkürzen in der 16. Minute durch einen Schuss von Tammela, der Harvey zwischen den Schonern überrascht.
Das Mitteldrittel ist eine absolute Machtdemonstration der Foxes, die über die gesamten 20 Minuten beinahe wie im Powerplay agieren. Allein im zweiten Drittel lautet das Schussverhältnis 26:4 – doch keiner dieser Versuche überwindet Balizs, der in mehreren Situationen schlicht monumental hält und zudem von der Querlatte nach Pollocks Hammer unterstützt wird. Bozen vergibt auch ein Eins-gegen-Null mit Digiacinto, und in zwei aufeinanderfolgenden Überzahlsituationen prallen die Weiß-Roten weiterhin an der ungarischen Torhüterwand ab, die allen unzähligen Bozner Versuchen standhält. Die einzige ungarische Chance entsteht in Unterzahl, doch Harvey pariert stark gegen den Konter von Kestilä.
Das dritte Drittel verläuft ähnlich wie das zweite, doch in der 45. Minute schlägt Ferencváros eiskalt zu: Antonen lässt seinen Gegenspieler stehen und erzielt den Ausgleich. Bozen wirft sich erneut nach vorne, kann jedoch ein anschließendes Powerplay nicht nutzen. Gersich trifft bei einem Konter gegen Balizs zur vermeintlichen Führung, doch nach Videobeweis wird der Treffer wegen Abseits von Gildon aberkannt. Die Foxes wollen den Sieg jedoch nicht aus der Hand geben, kommen durch Mantenuto dem Tor nahe und durchbrechen schließlich in der 57. Minute den von Balizs errichteten Abwehrriegel: Ein perfekter Assist von Schneider auf McClure, der zum 3:2 einschiebt und damit den Endstand besiegelt.
HCB Südtirol Alperia – FTC Telekom 3 – 2 [2-1; 0-0; 1-1]
Tore: 09:13 Matt Bradley PP1 (1-0); 13:43 Brett Pollock (2-0); 15:55 Jussi Tammela (2-1); 44:26 Joose Antonen (2-2); 56:01 Brad McClure (3-2)
Torschüsse: 67-23
Strafminuten: 6-8
Schiedsrichter: Nikolic M., Winkler / Fleischmann, Rigoni
Zuschauer: 3.290
Capitals enttäuschen in Vorarlberg
Feldkirch. (PM Capitals) Zum Auftakt des Westösterreich-Road-Trips beziehen die Vienna Capitals eine 0:4-Pleite bei den Pioneers Vorarlberg.
Die Feldkircher treffen im ersten Drittel durch Michael Kernberger (4.), Kevin Macierzynski (14.) und Ivan Korecky (18.). Nach einem torlosen Mittelabschnitt riskieren die Wiener im Schlussdrittel viel. Oskar Maier trifft zum Endstand ins leere Tor (58./EN). Morgen müssen die Capitals, die auf Rang zehn bleiben, zum HC TIWAG Innsbruck, der heute den Tabellenzweiten Moser Medical Graz99ers mit 3:2 schlagen konnte. Spielbeginn ist um 17.30 Uhr.
Scott Kosmachuk, Senna Peeters, Raphael Wolf und Sebastian Wraneschitz standen dem Trainerteam um Head-Coach Kevin Constantine heute wieder zur Verfügung. Für Peeters stellte das heutige Auswärtsspiel das Pflichtspieldebüt im Trikot der Wiener dar. Jérémy Grégoire und Marco Richter fehlten verletzungsbedingt, Dominic Hackl aus persönlichen Gründen. Cole Hults, dessen Vertrag heute auf eigenen Wunsch aufgelöst wurde, fehlte ebenfalls im Vergleich zum Sonntagsspiel in Graz. Im Tor begann Evan Cowley. Die ersten Minuten gaben einen Vorgeschmack darauf, was im Verlauf des Drittels mehrfach passieren würde. Die Caps spielten engagiert nach vorne, Nelson Nogier probierte es in der ersten Minute, scheiterte aber an Pioneers-Goalie Alex Caffi. Die Hausherren konterten stets konsequent. Kevin Macierzynski hatte nach einem Querpass vor Cowley die Chance zum Einschießen, Lorenz Lindner war allerdings mit dem Bein rettend dazwischen. Ein paar Minuten später sollten die Pioneers mit ihrer Vorgehensweise erfolgreich sein. Casey Dornbach scheiterte noch an Cowley, der mitgelaufene Michael Kernberger staubte zur Führung ab (4.). In weiterer Folge zeichnete sich der Caps-Goalie gegen Roberts Bukarts aus. In der elften Minute musste Luca Erne wegen Beinstellens auf die Strafbank, das erste Powerplay für die Wiener war die Folge. In dieser Überzahl konnten die Capitals allerdings wenig ausrichten. In der 14. Minute brachte Carter Souch einen Diagonalpass im gegnerischen Drittel zu Nogier, der wieder an Caffi scheiterte. Im Gegenzug setzten die Hausherren mal wieder einen Konter. Als die Caps die Situation eigentlich schon wieder entschärft hatten, schupfte Macierzynski den Puck mit der Backhand auf das Tor. Die Scheibe sprang von Linden Veys Schläger unglücklich ins eigene Tor (14.). In der 18. Minute schoss Mitch Hults aus dem Slot am Tor vorbei. Die Pioneers zogen wieder schnell ins Drittel der Wiener. Dornbach brachte den Puck zur blauen Linie, von wo Ivan Korecky per One-Timer zum 0:3-Pausenstand traf (18.).
Wraneschitz ersetzte Cowley ab dem zweiten Drittel im Tor der Wiener. Für den 23-Jährigen war es der erste Einsatz seit vergangenem November. Die Capitals waren fortan bemüht, in der Offensive Akzente zu setzten, wirklich gelingen sollte das aber nicht. Auf der anderen Seite lauerten die Hausherren immer wieder auf schnelle Gegenzüge. In der 27. Minute setzte Marlon Tschofen einen Stockschlag gegen Benjamin Lanzinger. Im darauffolgenden Powerplay ließen die Capitals die Scheibe ordentlich im Drittel des Gegners laufen, brandgefährlich wurde man allerdings wieder nicht. Auf der anderen Seite konterten die Vorarlberger, Oskar Maier scheiterte aber an Wraneschitz. Die Pioneers überstanden die Unterzahlsituation erneut unbeschadet. Der aktive Peeters verfehlte in der 32. Minute das gegnerische Tor nur knapp. Eine Minute später wurde die erste Strafe gegen die Caps ausgesprochen. Kosmachuk wurde für einen Crosscheck bestraft. Die beste Möglichkeit im Powerplay fand Cole Gallant, der den Puck vor dem Caps-Tor ablenkte, vor. Wraneschitz hielt die Scheibe aber mit einem mustergültigen Save draußen. Kurz darauf war Kosmachuk wieder zurück. Lanzinger konnte nach einer ansehnlichen Kombination abschließen. Caffi sicherte den Puck nicht, doch die Hausherren klärten mit vereinten Kräften. Nach der Pausensirene krachten Zane Franklin und Macierzynski aneinander. Die beiden Streithähne begannen den Schlussabschnitt aufgrund von Zwei-Minuten-Strafen wegen übertriebener Härte auf der Strafbank.
Bukarts stand in der 41. Minute gleich doppelt im Fokus. Einerseits scheiterte der Lette an Wraneschitz, da der Caps-Goalie die Scheibe mit seiner Maske abwehrte. Andererseits beging der Pioneers-Angreifer Beinstellen, was das nächste Caps-Powerplay nach sich zog. Abschlüsse von Simon Bourque und Hults waren allerdings das höchste der Gefühle. Die Wiener versuchten es weiter, brachten in der Offensive aber keine wirklich gefährlichen Möglichkeiten zustande. So scheiterte Peeters in Minute 47 mehrfach an Caffi. In der 49. Minute wurde Raphael Wolf mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt. Der Verteidiger wollte seinen Goalie nach einem Save schützen, schoss dabei aber über das Ziel hinaus. Das Gefährlichste am anschließenden Powerplay war ein Konter der Capitals, doch aus diesem konnte kein Kapital geschlagen werden. Die Hausherren blieben bis zu Wolfs Rückkehr ungefährlich. Souch und Peeters fanden im Anschluss Möglichkeiten vor, konnten den ersten Treffer der Wiener aber nicht erzielen. Bereits in der 54. Minute ging Wraneschitz für einen weiteren Angreifer vom Eis. Kosmachuk und Leon Wallner hatten im Anschluss Möglichkeiten, beide Male parierte Caffi. Louie Roehl wurde in der 56. Minute wegen Haltens bestraft, wirklich gefährlichen wurden die Caps aber auch in diesem Powerplay nicht. Nach Roehls Rückkehr schoss Maier zum Endstand ins leere Tor (58./EN). Die Caps gaben 32 Torschüsse ab, die Hausherren deren 23.
Statement Kevin Constantine, Head-Coach der Vienna Capitals „Viel schlechter als wir heute kann man wohl nicht in ein Spiel starten. Ich hätte mir nach den ersten beiden Gegentoren eine kämpferische Einstellung und eine Antwort der Mannschaft erwartet. Es schien fast so, als wären wir nach den Gegentreffern geschockt gewesen. Es hat bis ins zweite Drittel gedauert, bis das Team halbwegs ordentlich darauf reagiert hat. Wir waren ab diesem Zeitpunkt besser als davor, wenn auch nicht überwältigend. Das kam halt angesichts des Rückstands dann alles zu spät. Vorarlberg hat acht ihrer letzten 15 Spiele gewonnen, wir sieben von 15. Sie sind besser, als es ihr Start in die Saison vermuten lässt, dafür haben sie sich ein bisschen Anerkennung verdient. Wir werden für morgen kleinere Anpassungen vornehmen, wollen das Team aber zwischen zwei Spielen innerhalb von 24 Stunden nicht überfordern. Die heutige Niederlage sollte aber genug Motivation bieten, um es morgen in Innsbruck besser machen zu wollen und drei Punkte mitzunehmen.“
Pioneers Vorarlberg – Vienna Capitals 4:0 (3:0, 0:0, 1:0)
Tore Pioneers: Michael Kernberger (4.), Kevin Macierzynski (14.), Ivan Korecky (18.), Oskar Maier (58./EN)
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