Caps beziehen 0:4-Niederlage in Graz
Graz. (PM Capitals) Die Vienna Capitals verlieren am Sonntagabend mit 0:4 beim Tabellenzweiten Moser Medical Graz99ers.
Manuel Ganahl (10./PP1), Lukas Kainz (34.), Lukas Haudum (37./PP1) und Nick Bailen (49.) erzielen die Treffer für die Hausherren. Die Vienna Capitals belegen trotz der zweiten Niederlage in Folge noch den zehnten Tabellenplatz. In der kommenden Woche müssen die Hauptstädter bei den Pioneers Vorarlberg (Freitag, 19.30 Uhr) und beim HC TIWAG Innsbruck (Samstag, 17.30 Uhr) wichtige Punkte im Kampf um die Top Ten sammeln.
Trotz des Comebacks des zuletzt krankheitsbedingt fehlenden Sam Antonitsch mussten die Caps in Graz auf sechs Stammspieler verzichten. Jérémy Grégoire, Scott Kosmachuk, Senna Peeters, Marco Richter und Sebastian Wraneschitz fehlten verletzt, Raphael Wolf war krankheitsbedingt nicht dabei. Im Tor begann Evan Cowley zum 21. Mal in Folge. Die Hausherren legten schwungvoll los, brachten den Puck in den ersten Minuten oft auf das Tor der Capitals, konnten Cowley aber noch nicht überwinden. In der vierten Minute legte Carter Souch vor Graz-Goalie Nicolas Wieser quer, Zane Franklin konnte die Scheibe aber nicht kontrollieren. Die Hausherren blieben im Anschluss am Drücker, Großchancen brachten die 99ers in dieser Phase aber nicht zustande. In der neunten Minute sprach das Schiedsrichterteam eine unberechtigte Zwei-Minuten-Strafe wegen angeblichen Beinstellens gegen Leon Wallner aus. Die Hausherren nutzten die Überzahl zum Führungstreffer durch Manuel Ganahl (10./PP1). Eine Minute nach dem Tor kam Simon Bourque vor den Grazer Kasten, Wieser parierte den Versuch von der linken Seite. In der 15. Minute musste Cowley gegen Kevin Roy retten. Der 99ers-Angreifer fuhr allein auf den Caps-Goalie zu, konnte diesen aber nicht überwinden.
Gleich zu Beginn des Mitteldrittels legte Souch wieder auf Franklin quer, Letzterer konnte diese Großchance aber nicht zum Ausgleich nutzen. Die Wiener waren in dieser Phase des Spiels ebenbürtig, konnten aus ihren Möglichkeiten allerdings kein Kapital schlagen. Auf der anderen Seite bewahrte Cowley sein Team lange vor einem weiteren Gegentreffer. Der 30-Jährige rettete unter anderem gegen Roy oder Marcus Vela. In der 30. Minute stoppte Wieser einen Schuss von Mitch Hults, der aus dem Slot abschließen konnte. Gegen Korbinian Holzer und Vela war Cowley zur Stelle, in Minute 34 war der Wiener Goalie wieder geschlagen. Ex-Caps-Angreifer Lukas Kainz scheiterte mit seinem ersten Abschluss aus dem Zentrum noch an Cowley, den Rebound verwandelte der nunmehrige 99ers-Stürmer selbst (34.). In der 37. Minute schickte das Schiedsrichterteam um Ladislav Smetana Caps-Verteidiger Bourque wegen unsportlichen Verhaltens auf die Strafbank. Neun Sekunden nach Ausspruch der Strafe erhöhte Lukas Haudum (37./PP1). In der 38. Minute ging Ganahl mit dem Stock gegen Dominic Hackl ans Werk. Dies war den Unparteiischen keinen Pfiff wert, dafür der daraus resultierende Crosscheck des Caps-Verteidigers. Die Grazer blieben in Überzahl diesmal ungefährlich. Stattdessen schoss Bourque nach Doppelpass mit Linden Vey ans Außennetz. Nach Hackls Rückkehr waren die Caps gefährlich, erneut schloss Bourque ab.
Im Schlussdrittel musste Cowley ein ums andere Mal eingreifen. In der 45. Minute vereitelte der Caps-Goalie einen Treffer aus einem Konter durch Roy. Vier Minuten später musste der Torhüter der Hauptstädter allerdings wieder hinter sich greifen. Nick Bailen schoss aus der Distanz, die Scheibe wurde vor Cowley durch einen Schlittschuh unhaltbar abgefälscht (49.). In weiterer Folge waren nennenswerte Chancen Mangelware. Nelson Nogier musste in Minute 57 wegen eines Crosschecks auf die Strafbank. Die Wiener hielten sich in Unterzahl erneut schadlos, Vela hatte im Anschluss ans Powerplay im Torraum die große Möglichkeit auf den fünften Treffer, konnte die Scheibe aber nicht über die Linie drücken. Kurz vor Schluss durften dann auch die Caps in einem 62-sekündigen Powerplay ans Werk, da Haudum mit dem hohen Stock ans Werk ging. Die Wiener gaben zwar einige Schüsse ab, konnten Wieser aber nicht überwinden. Laut offizieller Statistik beendete Caps-Goalie Cowley die Partie mit einer Fangquote von exakt 90 Prozent.
Statement Kevin Constantine, Head-Coach der Vienna Capitals „Unser Start ins Spiel war in Ordnung. Der Puck war zwar oft in unserem Drittel, aber wir haben dort gut verteidigt und wenn wir ein paar Blocks benötigt haben, haben wir diese bekommen. Die Strafe im ersten Drittel war in meinen Augen mehr als fragwürdig, daraus machte Graz dann das Tor. Trotzdem waren wir im Spiel, zu Beginn des zweiten Drittels hatten wir zwei oder drei gute Möglichkeiten. Eine davon hätte halt ins Tor müssen. Wenn wir den Ausgleich erzielt hätten und es 1:1 weitergeht, wäre alles in Ordnung gewesen. Aufgrund der Verletztensituation tun wir uns mit dem Toreschießen aktuell schwer. Wir dürfen es uns nicht erlauben, mit mehreren Toren in Rückstand zu geraten, dafür treffen wir nicht oft genug.“
Moser Medical Graz99ers – Vienna Capitals 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)
Tore Graz: Manuel Ganahl (10./PP1), Lukas Kainz (34.), Lukas Haudum (37./PP1), Nick Bailen (49.)
Salzburg unterliegt Pustertal mit 1:4
Bruneck. (PM Red Bulls) Der EC Red Bull Salzburg musste sich im Auswärtsspiel der win2day ICE Hockey League nach zuletzt zwölf Siegen in Serie gegen den HC Falkensteiner Pustertal Wölfe mit 1:4 geschlagen geben.
In einem Spiel, das von den Red Bulls im Angriff Großteils diktiert wurde, führten die Hausherren nach dem ersten Abschnitt mit 2:1 und nutzten dabei ihre Chancen effizient. Die Red Bulls waren im zweiten Abschnitt richtig drückend und hatten eine Vielzahl an Möglichkeiten, konnten aber nicht ausgleichen. Im emotionalen Schlussdrittel entschied Pustertal die Partie mit einem Powerplay-Treffer in der Schlussphase und abschließendem Empty-Net-Tor. Die Red Bulls unterlagen damit erstmals wieder seit zwölf Spielen und konnten Pustertal auch im dritten Saison-Duell nicht bezwingen. Das Salzburger Tor schoss Mario Huber.
Spielverlauf
Die Red Bulls starteten mehr oder weniger mit einem Rückstand in die Begegnung. Nach einer frühen Strafe schlug die Scheibe noch vor Ablauf der ersten Minuten hinter David Kickert im Tor ein. Nick Saracino fälschte im Powerplay unhaltbar ab. Die Red Bulls – ohne die Rekonvaleszenten Ali Wukovits, Peter Schneider und Troy Bourke, dafür mit Luca Auer und Adrian Gesson, die erst gestern im AHL-Heimspiel der Red Bull Hockey Juniors gegen KHL Sisak im Einsatz waren – setzten sich erstmals in der 5. Minute in der Offensivzone fest und glichen prompt durch einen abgefälschten Distanzschuss von Mario Huber aus. Fortan ging es hin und her mit guten Abschlüssen auf beiden Seiten. Mit zunehmender Spieldauer geriet der Pustertaler Goalie Edward Pasquale immer mehr in den Mittelpunkt, die Salzburger Schussfrequenz nahm deutlich zu. Doch bei einem Breakaway – zuvor (19.) vereitelte David Kickert noch die Top-Chance vom frei stehenden Rok Ticar – holten sich die Hausherren die Führung vor der Pause zurück. Greg Di Tomaso traf aus dem halbhohen Slot zum 2:1 nach 20 Minuten.
Salzburger Dauerdruck dann im zweiten Abschnitt. Die Red Bulls hielten die Scheibe minutenlang in der Offensivzone, nur Edward Pasquale war nicht zu überwinden. Brandon Coe, Benjamin Nissner, Devante Stephens; die Scheibe hätte längst drin sein müssen. Erst weit nach der Hälfte des Drittels war auch David Kickert bei einigen brenzligen Situationen vor seinem Kasten wieder gefordert. Die Salzburger Angriffswellen rollten weiter. Travis St. Denis hatte die Möglichkeit nach einem Solo (36.), Thomas Raffl nochmal aus kurzer Distanz im Slot (39.). Die Red Bulls hatten das zweite Drittel fast durchgängig dominiert, lediglich Tor sollte keines fallen.
Ins Schlussdrittel starteten die Hausherren wieder mit einem frühen Powerplay, diesmal hielt die Salzburger Mauer. Pustertal hielt die Partie danach offen und investierte wieder mehr in die Offensive. Das Momentum wechselte hin und her, beide Teams setzten sich abwechselnd in der Angriffszone fest. Das Spiel wurde dann zunehmend von harten Zweikämpfen dominiert, die selten zu klaren Chancen führten, zumal auch die Räume vorm Tor eng gemacht wurden. Mit einem Powerplay-Tor entschieden die Pustertaler schließlich die Partie, Greg Di Tomaso traf von der blauen Linie ins Schwarze (56.). In der hektischen Schlussphase brachten sich die Red Bulls mit weiteren Strafen ins Hintertreffen und unterlagen trotz weiterer Möglichkeiten nach einem Empty-Net-Tor mit 1:4.
Statement Manny Viveiros „Wir sind ein bisschen frustriert. Wir hatten unsere Chancen und haben zu wenig Tore daraus gemacht. Ich kann mit der Leistung der Jungs nicht unzufrieden sein. Aber Pustertal hat hart gekämpft in der guten Atmosphäre ihrer Heimarena und bei uns war es heute leider zu wenig.“
win2day ICE Hockey League
HC Falkensteiner Pustertal – EC Red Bull Salzburg 4:1 (2:1, 0:0, 2:0)
Tore:
1:0 | 00:57 | Nick Saracino | PP
1:1 | 04:33 | Mario Huber
2:1 | 19:35 | Greg Di Tomaso
3:1 | 55:45 | Greg Di Tomaso
4:1 | 59:24 | Austin Rueschhoff | EN
Zuschauer: 3.104
Black Wings in Laibach erneut erfolglos
Linz. (PM Black Wings) Die Steinbach Black Wings Linz müssen sich abermals in der slowenischen Hauptstadt geschlagen geben.
Bei den grünen Drachen laufen die Oberösterreicher über weite Strecken hinterher, kassieren zu viele Strafen und unterliegen auswärts.

Olimpija Ljubljana – Steinbach Black Wings Linz 4:1 (2:0, 0:0, 2:1)
Torschützen: 1:0 Marcel Mahkovec (10. Min), 2:0 TJ Brennan (19. Min), 3:0 Nicolai Meyer (42. Min), 4:0 Ziga Pance (57. Min) bzw. 4:1 Julian Pusnik (60. Min)
Im zweiten Teil ihres harten Auswärtswochenendes ging es für die Steinbach Black Wings Linz am Sonntagnachmittag zu den grünen Drachen nach Laibach. Nach dem wichtigen Overtime-Erfolg in Wien mussten die Oberösterreicher in Slowenien krankheitsbedingt auf ihren Doppeltorschützen Graham Knott verzichten. Mit Gerd Kragl und Aljaz Predan kehrten dafür zwei lange Zeit abwesende Kräfte zurück. Beide Teams begannen ausgeglichen mit ersten Versuchen auf das jeweilige Tor, die jedoch wenig Gefahr erzeugten. Nach knapp vier Minuten übernahmen die Gastgeber zunehmend das Spiel mit der Scheibe. Bei einem ersten wuchtigen Distanzschuss blieb das Spielgerät unübersichtlich vor Tirronen liegen, wurde von der Linzer Hintermannschaft aber rechtzeitig weggeschlagen. Obwohl sich die Drachen aktiver präsentierten, hielt die Abwehr der Gäste die Aufbauversuche konsequent von der Mitte fern. In der siebten Minute schalteten sich die Oberösterreicher schließlich selbst erstmals in die gegnerische Zone ein. Julian Pusnik fing einen Pass im Angriffsdrittel auf der linken Seite ab und legte in die Mitte auf Sean Collins ab, blieb mit seinem Zuspiel allerdings hängen. Einen Wechsel später kam die vierte Linie zur zweiten Möglichkeit, als Stefan Gaffal von der Bande einen scharfen Pass spielte. Diesen lenkte Nathan Herbert gefährlich auf das eigene Tor ab, Lukas Horak besserte jedoch für seinen Teamkollegen aus.
Gerade als sich die Stahlstädter mehr Anteile erarbeiten konnten, schlugen die Hausherren auf der anderen Seite zu. Kirichenko spielte aus dem eigenen Drittel die Scheibe in den Lauf von Marcel Mahkovec, der im Zentrum durchbrach. Im Alleingang legte sich der Stürmer den Puck auf die Rückhand und setzte diese sehenswert über die Fanghand von Tirronen zum 1:0 (10. Minute). Nur wenige Augenblicke nach der Führung konnten die Slowenen beinahe erhöhen. Im letzten Moment hielten die Linzer eine schöne Kombination der ersten Linie über Nicolai Meyer auf und retteten direkt vor dem Tor mit dem Schläger. Die Oberösterreicher kamen daraufhin mit einem ersten Powerplay zur Chance auf eine Antwort. Brian Lebler kam am linken Bullykreis zum Schuss und probierte es aufs kurze Eck, wo Horak jedoch bereits wartete. Deutlich gefährlicher wurde es für den Schlussmann beim zweiten Versuch: Ograjensek spielte einen Pass zur Mitte, wo Collins unter Bedrängnis heranrauschte. Mit dem Schlittschuh lenkte er die Scheibe auf Horak, der jedoch mit den Schonern abwehrte.
Die Überzahl der Gäste blieb erfolglos, kurz darauf kam Laibach nach einem Foul von Pusnik, der den Goalie von den Beinen holte, ebenfalls erstmals in Überzahl. Im Powerplay rotierten die Hausherren gefährlich, ehe TJ Brennan auf der rechten Seite völlig frei zum Zuspiel kam. Das Tor stand bereits offen, doch der Verteidiger verzog seine Direktabnahme deutlich. Eineinhalb Minuten vor der Pause machte es Brennan jedoch besser. In einem Zwei-auf-eins-Konter fuhr er über die rechte Seite auf Tirronen zu und versenkte einen präzisen Wristshot zum 2:0 für Laibach.
Linzer mühen sich durch strafenreiches Mitteldrittel
Mit diesem Zwischenstand ging die Partie in die zweiten 20 Minuten, in denen die Gäste bereits in den Anfangssekunden mit drei Schüssen versuchten, Druck zu erzeugen. Zwei Versuche aus der Distanz sowie ein Abschluss direkt vom Face-off weg stellten jedoch kein Problem für Horak dar. In weiterer Folge schnürten die Linzer die Drachen in deren Drittel ein, doch auch das nötige Quäntchen Glück fehlte beim möglichen Anschlusstreffer. Ein Kracher von der blauen Linie von Greg Moro wurde im Slot abgefälscht, streifte jedoch nur die Außenstange. Den eigenen Schwung nahmen sich die Gäste allerdings rasch wieder, als Logan Roe in der 24. Minute in die Kühlbox musste. Erneut zogen die Slowenen ein druckvolles Powerplay auf, in dem Tirronen gleich zweimal eingreifen musste.
Schließlich ließ sich jedoch Alex Petan zu einem Stockschlag hinreißen und glich damit die Personalstärke auf vier gegen vier aus. Den zusätzlichen Platz auf dem Eis konnte keines der Teams entscheidend nutzen. Nach Ablauf aller Strafen erhöhte Nicolai Meyer beinahe auf 3:0. Der Stürmer erkannte einen Stellungsfehler in der Linzer Defensive und war plötzlich auf und davon. Im Breakaway verzögerte er lange, scheiterte jedoch an Rasmus Tirronen. Zur Spielhälfte sahen sich die Linzer erneut mit einer Unterzahl konfrontiert. In dieser brannte es im eigenen Drittel durchgehend, als Laibach einen Schuss nach dem anderen abfeuerte. Die Stange sowie der finnische Schlussmann retteten in dieser Phase für die Gäste. Nach langer Zeit kamen die Oberösterreicher wieder zu einem Entlastungsangriff: Stefan Gaffal war nach etwas Glück plötzlich an der rechten Stange an der Scheibe, hob seinen Abschluss jedoch über das Tor. Weiterhin mit einem Zwei-Tore-Rückstand ging es für die Steinbach Black Wings Linz in den Schlussabschnitt.
Fehler leitet frühe Vorentscheidung ein
Es dauerte keine zwei Minuten, bis ein kapitaler Fehler die Vorentscheidung einleitete. Nicolai Meyer luchste eine Schreibe von Rasmus Tirronen hinter dessen Gehäuse ab, zog aus spitzem Winkel ab und jubelte über das 3:0 (42. Minute). Die Stahlstädter kamen daraufhin kaum über die Mittellinie hinaus und Laibach versuchte anhand mehrerer Abschlüsse den Vorsprung weiter auszubauen. Erst in der 51. Minute näherten sich die Gäste durch ein Powerplay wieder dem gegnerischen Tor an, ernsthafte Gefahr auf Horak blieb jedoch aus. In der 57. Minute machten die Gastgeber mit dem 4:0 durch Ziga Pance endgültig den Deckel drauf. Julian Pusnik, der eine Minute vor der Schlussirene einen Weitschuss abfälschte, markierte lediglich den Ehrentreffer zum 4:1.
Weiter geht es für die Steinbach Black Wings Linz bereits am Mittwoch mit dem Heimspiel gegen Budapest. Tickets dafür sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.
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Bittere Overtime-Niederlage für Bozen – der VSV gewinnt in der Sparkasse Arena
Bozen. (PM HCB) Dritte Niederlage in Folge, auch diese erst nach der regulären Spielzeit, für den HCB Südtirol Alperia.
Vor fast 4.000 Zuschauern in der Sparkasse Arena holen die Weiß-Roten in einem torreichen Spiel nur einen Punkt. Die Hausherren holen einen Zwei-Tore-Rückstand auf und gehen selbst mit zwei Treffern in Führung, doch der VSV antwortet auf das Comeback und entscheidet die Partie schließlich durch das Overtime-Tor von Scherbak. Eine bittere Niederlage, vor allem angesichts der großen spielerischen Überlegenheit: Am Ende lautet das Schussverhältnis 46:20 zugunsten der Weiß-Roten. Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich bereits in der kommenden Woche mit drei weiteren Spielen: Los geht es am Mittwoch auswärts bei Fehervar (live auf DAZN), am Freitag folgt das Heimspiel in der Sparkasse Arena gegen Ferencvaros und am Sonntag schließlich das Topspiel in Salzburg (live auf TV33).
Spielverlauf: Für Coach Doug Shedden stehen einige Kaderentscheidungen an: Gibson, Larcher und Marchetti fehlen aus Rotationsgründen, zudem die verletzten Vallini und Barberio. Im Tor kehrt Harvey zurück, sein Backup ist der junge Christian Gamper vom HC Meran/HCB Foxes Academy.
Die Foxes interpretieren das erste Drittel gut und erarbeiten sich Chance um Chance. Bereits in den Anfangsminuten wird Cannata mehrfach geprüft und hält sein Team auch beim Breakaway von Frigo im Spiel, der im Eins-gegen-Null nicht trifft. Der VSV tut sich schwer, vor Harvey gefährlich zu werden, und steht unter Druck, geht aber dennoch in der 16. Minute in Führung: Ein Schuss von der blauen Linie von Strong findet den perfekten Winkel. Bozen reagiert sofort und kommt durch Bradley und Gazley dem Ausgleich nahe, doch zur ersten Pause führen die Gäste mit 1:0 – trotz eines Torschussverhältnisses von 17:9 für die Hausherren.
Im zweiten Drittel geht es richtig zur Sache. Bozen startet verhalten und kassiert in Minute 24 das 0:2: Wall zieht hinter das Tor und bedient Hutchison, der völlig frei keine Mühe hat zu treffen. Die Foxes schlagen jedoch zurück und setzen das gegnerische Drittel erneut unter Dauerdruck. Brunner vergibt zunächst ein Breakaway vor Cannata, macht seinen Fehler aber in der 33. Minute wett, als er einen Distanzschuss von Cairns unhaltbar abfälscht. Bozen drängt auf den Ausgleich, bekommt zudem ein Tor von Schneider wegen hohen Stocks aberkannt und zwingt den VSV zu zwei aufeinanderfolgenden Strafen. In doppelter Überzahl erzielt Gildon in Minute 37 das 2:2 nach schöner Kombination zwischen Pollock und McClure. Die Gäste verlieren die Ordnung und müssen erneut in Unterzahl spielen: 16 Sekunden vor der Sirene stochert Gersich einen Abpraller vor Cannatas Tor über die Linie und bringt die Foxes erstmals in Führung.
Im Schlussdrittel versucht der HCB davonzuziehen, lässt jedoch ein Powerplay ungenutzt und scheitert mit Gennaro und Schneider zweimal glänzend an Cannata. Als der VSV in Überzahl spielt, bauen die Weiß-Roten ihren Vorsprung aus: In Minute 52 bedient Gersich Gazley, der allein vor dem Torhüter eiskalt bleibt. Ist das Spiel entschieden? Nein, denn Villach gibt sich nicht geschlagen. Nur 27 Sekunden später verkürzt Rebernig in Überzahl, indem er einen Distanzschuss von Katic abfälscht. Die Partie ist wieder offen, die Foxes geraten unter Druck, und im Finish setzt Coach Allard auf den sechsten Feldspieler. Die Taktik geht auf: 77 Sekunden vor der Sirene erzielt Hutchison mit seinem zweiten Treffer des Abends den Ausgleich, erneut nach einem Schuss von der blauen Linie durch MacPherson.
Es geht in die Overtime, und in der 62. Minute entscheidet Scherbak die Partie per Konter mit dem Siegtreffer.
HCB Südtirol Alperia – EC iDM Wärmepumpen VSV 4 – 5 OT [0-1; 3-1; 1-2; 0-1]
Tore: 15:14 Steven Strong (0-1); 23:36 Nick Hutchison (0-2); 32:43 Pascal Brunner (1-2); 36:29 Max Gildon PP2 (2-2); 39:44 Shane Gersich PP1 (3-2); 51:11 Dustin Gazley SH1 (4-2); 51:38 Maximilian Rebernig PP1 (4-3); 58:43 Nick Hutchison (4-4); 61:42 Nikita Scherbak (4-5)
Torschüsse: 46-20
Strafminuten: 2-8
Schiedsrichter: Holzer, Huber / Martin, Rigoni
Zuschauer: 3.912
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