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Ice Tigers verlieren gegen Straubing in der Schlussminute Ice Tigers verlieren gegen Straubing in der Schlussminute
Nürnberg (STM) Eine unglückliche 2-3 Heimniederlage mussten die Thomas Sabo Ice Tigers im Derby gegen die Straubing Tigers hinnehmen. Nach spannenden sechzig Minuten entschied... Ice Tigers verlieren gegen Straubing in der Schlussminute

52-Sven Ziegler (SR, rechts) lässt hier Nürnbergs 41-WIll Acton (links) abheben.
Foto: ISPFD

Nürnberg (STM) Eine unglückliche 2-3 Heimniederlage mussten die Thomas Sabo Ice Tigers im Derby gegen die Straubing Tigers hinnehmen. Nach spannenden sechzig Minuten entschied ein Treffer von TJ Mulock 45 Sekunden vor dem Ende das Spiel zugunsten der Gäste. Die Tore für die Ice Tigers erzielten Reimer und Schulze.

Nach fünf Siegen in Folge mussten die Ice Tigers am vergangenen Sonntag in Bremerhaven die erste Niederlage hinnehmen. Bei der 2-4 Niederlage verloren die Ice Tigers nicht nur drei wichtige Punkte, sondern auch Stürmer Jochen Ramoser, der mit einer Schulterverletzung zwei Monate pausieren muss. Da Chris Brown wieder zurückkehrte, konnten die Ice Tigers mit vier Sturmreihen agieren.

Mit den Straubing Tigers kam die Überraschungsmannschaft der bisherigen DEL-Saison zum zweiten Mal nach Nürnberg. Beim ersten Aufeinandertreffen behielten die Ice Tigers am Ende etwas glücklich mit 3-2 die Oberhand, aber schon da zeigte die Mannschaft von Tom Pokel, dass sie völlig zurecht auf dem zweiten Tabellenplatz steht.

Auch heute gehörte der Start den Gästen. In den ersten zehn Spielminuten gab es kaum Zeit zum Durchatmen für die Ice Tigers, das Geschehen spielte sich fast ausnahmslos im Nürnberger Drittel ab. Straubing wirkte spritziger, geistig schneller und enorm spielstark. Mit viel Glück und einem starken Niklas Treutle überstanden die Ice Tigers die Druckphase.

Kurt Kleinendorst hatte bemerkt, dass sein Team kaum Zugriff bekam und stellte folgerichtig seine Sturmreihen um. Fischbuch gesellte sich wieder zu Buck und Brown, Dupuis spielte fortan an der Seite von Schwartz und Eder. Die Umstellungen verfehlten Ihre Wirkung nicht, auf einmal waren die Ice Tigers besser in der Partie. Alanov hatte die große Chance auf die Führung, verfehlte aber das leere Tor (14.). Auf der Gegenseite schob Sena Acolatse den Puck aus kurzer Distanz mit der Rückhand am Tor vorbei (19.).

Nach einem torlosen Drittel nahm das Spiel richtig Fahrt auf. Weber und Bassen scheiterte an Zatkoff, ehe ein miserabler Querpass von Patrick Reimer den Gästen die Führung ermöglichte. Balisy zog auf und davon und traf überlegt ins kurze Eck zum 0-1 (25.).
Reimer war sichtlich angefressen nach seinem Lapsus, knallte die Bandentür zu und verschwand fluchend auf der Spielerbank.

Aber es spricht für den Kapitän der Ice Tigers, dass er wenig später bei eigener Unterzahl seinen Fehler selbst ausbügelte. Nach einem Konter sah Acton den völlig freien Reimer, der mühelos zum Ausgleich vollendete (28.). Nach einem Foul hatte Daniel Fischbuch mit einem Penalty den zweiten Treffer auf dem Schläger, aber Zatkoff parierte stark mit der Fanghand (35.). Wenig später gelang den Ice Tigers dann doch die Führung. Kevin Schulze traf mit einem wuchtigen Schlagschuss zum 2-1 (36.).

Jubel bei Straubings Siegtorschützen, 21-Kael Mouillierat (hinten) und 15-Travis James Mulock (vorne).
Foto: ISPFD

Mit einer knappen Führung für die Ice Tigers ging es in die letzten zwanzig Minuten. Straubing war gefordert und kam mit Schwung aus der Kabine. Ein toller Schuss aus spitzem Winkel von Williams bescherte den Gästen den 2-2 Ausgleich (47.). Treutle war zwar im kurzen Eck, aber der Schuss von Williams passte genau unter die Latte. Es entwickelte sich eine packende Schlussphase, beide Mannschaft wollten das Spiel unbedingt in regulärer Spielzeit für sich entscheiden.

Als sich die 4904 Zuschauern schon auf eine Verlängerung einstellten, trafen die Gäste durch TJ Mulock 45 Sekunden vor dem Ende zum 2-3 Siegtreffer. Die Ice Tigers versuchten es mit einem sechsten Feldspieler, aber heute hatten die Gäste das bessere Ende für sich und nahmen die drei Punkte mit auf die Heimreise. Für die Ice Tigers hingegen geht am Sonntag weiter in Köln, gegen zuletzt so formstarke Haie.

„Das war heute ein tolles Eishockeyspiel, ein echtes Derby mit viel Emotionen und Wendungen im Spiel. Wir hatten einen hervorragenden Start, aber das Gegentor in Unterzahl hat Nürnberg ins Spiel gebracht und wenig später waren wir auf einmal in Rückstand. Aber Zatkoff hat uns im Spiel gehalten und am Ende haben wir zum Glück einen Weg gefunden und haben noch gewonnen“, so ein sichtlich zufriedener Tom Pokel.

Kurt Kleinendorst hingegen war natürlich über das Ergebnis enttäuscht, wollte seinem Team aber keinen Vorwurf machen. „Für jeden Eishockeyfan war das ein tolles Spiel, die Schiedsrichter haben viel laufen lassen und so hat sich ein Spiel entwickelt, das fast schon Play-off Charakter hatte. Straubing war sehr stark, in den ersten zehn Minuten hatten wir erhebliche Probleme, aber das sind wir ins Spiel gekommen. Wir haben so viel investiert, da ist es natürlich bitter, wenn man dann mit leeren Händen dasteht.

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