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Nürnberg. (STM) Bis auf das Ergebnis war es ein perfekter Eishockey-Abend im Rahmen der Retro-Night. Trotz einer tollen Leistung verloren die Ice Tigers am... Ice Tigers verlieren an der Retro-Night gegen München

Nuernbergs Trainer Tom Rowe – © ISPFD

Nürnberg. (STM) Bis auf das Ergebnis war es ein perfekter Eishockey-Abend im Rahmen der Retro-Night.

Trotz einer tollen Leistung verloren die Ice Tigers am Ende mit 1-4 gegen den EHC Red Bull München. Den einzigen Nürnberger Treffer erzielte Kapitän Patrick Reimer.

Es war einiges los an diesem Abend in Nürnberg. Die Ice Tigers hatten zur Retro-Night geladen und 6818 Zuschauer waren der Einladung gefolgt, sich auf eine Reise in die Vergangenheit des Nürnberger Eishockeys zu begeben. Die Ice Tigers spielten in Trikots, die an die Jerseys aus dem Jahr 1960 erinnerten, als Eishockey in Nürnberg noch unter dem Namen SG Nürnberg im Linde-Stadion am Nordostbahnhof gespielt wurde. Einzig der Name Nürnberg und das Stadtwappen zierten das sehr gelungene Trikot.

Überall im Stadion waren Bilder aus vergangener Zeit zu finden, es wurde in den Gängen Glühwein ausgeschenkt und auch der DJ spielte so manchen Hit aus einer Zeit, in der die DEL und eine moderne Arena noch weit weg waren. Wunderkerzen in der Kurve und viele alte Trikots und Fanutensilien rundeten das Bild ab, ehe die Nürnberger Eishockeylegende Martin Müller den Puck zum Eröffnungsbully einwarf.

Eishockey wurde dann auch noch gespielt in diesem Abend und zwar auf hohem Niveau. Mit dem Tabellenführer aus München kam das heißeste Team der Liga nach Nürnberg. Sieben Spiele in Serie hat das Team aus der Landeshauptstadt gewonnen, einzig das frühe Aus im Achtelfinale der CHL gegen den EV Zug passte nicht so recht in das Selbstverständnis der Gäste.

Pech hatten die Ice Tigers, dass ausgerechnet in dieser Woche eine Erkältungswelle in die Kabine schwappte und den Kader heute deutlich dezimierte. So musste Tom Rowe kurzfristig auf Karrer, Ustorf und Leonhardt verzichten. Dafür rückte der erst 16-jährige Maximilian Merkl in den Kader, so konnten die Ice Tigers zumindest mit sechs Verteidigern agieren. Bei den Gästen fehlte weiterhin der verletzte Trevor Parkes.

Passend zum Retroabend wirft Nuernbergs Altspieler Martin Mueller (vom Vorgaengerverein SGN) den Puck unter beisein von Maskottchen Pucki und den Spielern 9-Benjamin Street und 17-Patrick Reimer (NIT) ein – © ISPFD


Es entwickelte sich eine schnelle und packende Partie, in der die Gäste das wesentlich effektivere Team waren. Die Ice Tigers versuchten alles, brachten sehr viele Scheiben auf das Tor von Mathias Niederberger, aber oft fehlte es an der nötigen Präzision im Abschluss oder auch am nötigen Schussglück. München hingegen nutzte die Chancen eiskalt. Im ersten Powerplay des Abends war es Frederik Tiffels, der einen Nachschuss zum 0-1 verwertete (11.).

Auf der Gegenseite hatte Gregor MacLeod den Ausgleich auf dem Schläger, aber irgendwie ging der Puck nicht über die Torlinie (16.). Wenig später verhinderte Niklas Treutle gegen Ben Street einen zweiten Gegentreffer (18.). Im zweiten Drittel nahm das Spiel noch einmal deutlich an Fahrt auf, München war aber weiter das effektivere Team und legte nach. Andy Eder traf mit einem tollen Schuss aus spitzem Winkel zum 0-2 bei dem Niklas Treutle nicht ganz glücklich aussah (29.).

Kurz darauf scheiterte Patrick Hager an der Oberkannte der Latte (31.), ehe sich die Ice Tigers für ihren Aufwand belohnten. Dane Fox gewann den wichtigen Zweikampf gegen Abeltshauser, passte quer auf Patrick Reimer, der mühelos zum 1-2 verkürzte (31.). Aber die Gäste hatten wieder die passende Antwort parat und auch das nötige Glück auf ihrer Seite. Ein Nürnberger fälschte einen Schuss von Zach Redmond unhaltbar für Treutle zum 1-3 ab (36.).

Die Ice Tigers waren gefordert, wollten sie im letzten Drittel eine Zwei-Tore-Rückstand gegen den Branchenprimus aufholen. Das Bemühen war dem Team von Tom Rowe nicht abzusprechen, aber das passende Mittel fanden die Ice Tigers gegen kompakt stehende Münchener nicht, die sich zudem auf einen fehlerfreien Mathias Niederberger verlassen konnte, der mit beinahe stoischer Ruhe die Schüsse der Ice Tigers entschärfte.

Goalie 31-Niklas Treutle (NIT) wird den Torschuss vor 82-Christopher Desousa abwehren – © ISPFD


„Wir hatten vor dem Spiel sehr viel Respekt vor den Ice Tigers, sie sind bei numerischer Gleichheit auf dem Eis das beste Team der DEL, wir wussten, dass wir eine starke Leistung abrufen müssen, um hier bestehen zu können. Unterm Strich denke ich, wir haben heute eine unserer besten Leistungen in dieser Saison gezeigt und ich bin sehr zufrieden“, so Don Jackson nach Spielschluss.

So kam es, wie kommen musste, die Gäste setzten in Person von Maximilian Kastner einen weiteren Nadelstich. Gekonnt fälschte Kastner einen Schuss von Redmond zum 1-4 ab (53.). Im Stile einer Spitzenmannschaft hatte der EHC München das Spiel auf seine Seite gezogen, ohne dabei gefühlt an seine Grenzen gehen zu müssen.

Am Ende bewiesen auch die Zuschauer ein feines Gespür für das Geschehen auf dem Eis und die Leistung ihrer Mannschaft. In den letzten Minuten erhoben sich die Fans der Ice Tigers und sagten auf ihre Art Danke für eine tolle Retro-Night in Nürnberg, auch wenn die Punkte am Ende verdient nach München gingen.

„Ich habe meine Mannschaft nach dem Spiel in der Kabine aufgerichtet, wir haben heute ein starkes Spiel gegen das vermutlich beste Team der Liga gezeigt. Ich denke wir hatten genügend Torchancen um das Spiel enger zu gestalten, aber wir haben zu wenig aus den Chancen gemacht. Unsere jungen Spieler haben uns viel Energie gegeben und es freut mich, wie sie sich in den letzten zwölf Monaten entwickelt haben. Die Niederlage tut weh, aber wir müssen am Sonntag in Augsburg zurückschlagen“, so das Schlusswort von Tom Rowe.

Münchens Veit Oswald: „Wir können heute definitiv sehr zufrieden sein. Wir haben unseren Spielplan bis zum Ende umgesetzt.“

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