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Nürnberg (stm) Keinen Einstand nach Maß feierte Tom Rowe in seinem ersten Spiel hinter der Bande der Nürnberg Ice Tigers bei der 2-3 Heimniederlage... Ice Tigers unterliegen beim Debüt von Tom Rowe

Nürnbergs Trainer Tom Rowe.
Foto: ISPFD

Nürnberg (stm) Keinen Einstand nach Maß feierte Tom Rowe in seinem ersten Spiel hinter der Bande der Nürnberg Ice Tigers bei der 2-3 Heimniederlage gegen die Krefeld Pinguine.

Nach dem ein später Treffer von Tyler Sheehy den Nürnbergern wenigstens einen Punkt bescherte, war es Lucas Lessio, der das Spiel in der Verlängerung für die Gäste entschied. Den zweiten Treffer für die Ice Tigers erzielte Chris Brown.

Stefan Ustorf hatte sich Zeit gelassen mit der wohl wichtigsten Personalentscheidung in seiner Zeit in Nürnberg. Es galt, den einen geeigneten Nachfolger für Frank Fischöder zu finden, der die Ice Tigers wieder zurück in die Spur bringen soll. Die Wahl fiel auf Tom Rowe, einen 65-jährigen US-Amerikaner, der zuletzt in Linz hinter der Bande tätig war, aber auch schon erfolgreich in der AHL und der KHL arbeitete.

Auch als Spieler hatte Rowe seine Spuren hinterlassen, 357 NHL-Spiele stehen in seiner beachtlichen Vita, ehe er bei den Hartford Whalers seine ersten Schritte hinter der Band unternahm. „Mit Tome Rowe haben wir einen sehr erfahrenen Trainer verpflichtet, von dem ich glaube, dass er uns das genau das geben kann, was wir im Augenblick benötigen“, so Stefan Ustorf zu seinem neuen Trainer.

Vor dem Kellerduell gegen die Krefeld Pinguine blieb Tom Rowe nicht allzu viel Zeit. Gerade ein Training hatte er am Donnerstag, um sein spielendes Personal kennenzulernen und sich mit Manuel Kofler auszutauschen, der nun in seiner Zeit bei den Ice Tigers seinen vierten Headcoach erlebt. So war es nicht verwunderlich, dass Rowe erstmal keine Umstellungen vornahm, Niklas Treutle bekam den Start zwischen den Pfosten.

Kaum hatte Tom Rowe zum ersten Mal seinen Platz auf der Nürnberger Bank eingenommen, da gingen die Gäste in einem frühen Powerplay in Führung. Der Treffer von Alexander Bergström zeigte schonungslos auf, dass auf Rowe einiges an Arbeit zukommt in den nächsten Tagen und Wochen. Nach einem Bully hatten alle vier Ice Tigers Bergström völlig blank gelassen, der Treutle mit einem Schuss in die lange Ecke überwand (2.).

In der Folgezeit machten es die Pinguine den Ice Tigers schwer. Konsequent verzichteten sie auf Forechecking, machten die neutrale Zone sehr eng und versuchten so zu vermeiden, dass die Nürnberger mit Schwung und Kontrolle ins Drittel kommen konnten. Über weite Strecken gelang das den Gästen ganz ausgezeichnet, ehe Nürnberg durch Kislinger (13.) und Stoa (16.) erste offensive Akzente setzte.

Im Mitteldritte verlagerte sich das Spiel mehr und mehr ins Drittel der Pinguine, zu wirklich zwingenden Aktionen kamen die Ice Tigers aber nicht. Die wenigen Chancen waren keine echte Herausforderung für den sicheren Sergei Belov, dessen Arbeitstag dann aber verletzungsbedingt frühzeitig zu Ende war (26.). Der junge Nikita Quapp übernahm und musste wenig später zum ersten Mal hinter sich greifen. Auch die Ice Tigers zeigten sich effektiv im Powerplay und nutzten gleich ihre erste Möglichkeit. Chris Brown traf frei vor Quapp zum verdienten 1-1 Ausgleich (30.).

Beide Teams hatten vor der zweiten Pause noch die Chance in Führung zu gehen, aber Quapp entschärfte einen Direktschuss von MacLeod spektakulär, ehe im direkten Gegenzug Lucas Lessio völlig frei an Treutle scheiterte (34.). Die letzte Möglichkeit vergab dann Nicholas Welsh, der im Powerplay knapp verzog (40.).

Im Schlussabschnitt hatten die 3203 Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen, aber ein Nachschuss von Reimer küsste die Unterkante der Latte, fand aber nicht den Weg über die Torlinie (43.), ehe im Gegenzug die Gäste zeigten, dass sich harte Arbeit vor dem Tor auszahlt. Alexander Weiß behauptete sich energisch vor Treutle und lenkte einen Schuss von Kulda unhaltbar zum 1-2 über die Linie (45.).

Die erneute Führung spielte den Gästen natürlich perfekt in die Karten. Nürnberg musste offensiv mehr Risiko gehen, die Pinguine verteidigten geschickt das eigene Drittel und lauerten auf den einen, entscheidenden Konter. Den Ice Tigers fiel offensiv wenig ein, einzig bei einem beherzten Solo von MacLeod wurde es gefährlich (57.).

Tom Rowe versuchte einen letzten Impuls zu setzen, nahm eine Auszeit und gab letzte Anweisungen. Es müssen die richtigen Worte gewesen sein. Mit dem nächsten Angriff trafen die Ice Tigers zum 2-2. Chris Brown brachte den Puck Richtung Tor und Tyler Sheehy fälschte gekonnt ab (58.). So ging es nach einer spannenden, aber selten hochklassigen Partie in die Verlängerung.

„Wir hatten nur wenig Zeit etwas umzusetzen, aber mir haben viele Dinge gefallen, die ich heute gesehen habe. Wir haben unsere eigene Zone enger gehalten, haben mehr Pucks zum Tor gebracht. Ich habe den Jungs gesagt, dass ich mit dem Einsatz zufrieden bin. Sie sollen für heute nach Hause gehen und das Spiel verarbeiten. Morgen beginnen wir mit der Vorbereitung auf München. Wir werden aber einige Woche Training benötigen, um Dinge erfolgreich zu ändern“, so Tom Rowe.

Weniger gefallen haben dürfte ihm die Verlängerung. Dort dauerte es nur 24 Sekunden, ehe sich die mitgereisten Fans aus Krefeld über den zweiten Punkt an diesem Abend freuen konnten. Nach einem unnötigen Puckverlust von Ryan Stoa schnappte sich Lucas Lessio den Puck, flog förmlich über das Eis und sorgte für gute Laune bei Sergey Saveljev.

„Wir hatten zuletzt einige Niederlagen zu verdauen, daher ist das Gefühl umso schöner, wieder ein Spiel gewonnen zu haben. Wir haben hart gekämpft, hatten zwei starke Torhüter heute Abend. Für uns ist es gut zu wissen, gegen ein Team wie Nürnberg auswärts bestehen zu können.“

Für die Ice Tigers geht es am Sonntag in München weiter. Es kommen spannende und arbeitsintensive Wochen auf Tom Rowe zu.

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