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Ice Tigers unterliegen auch den Iserlohn Roosters nach Verlängerung – Nürnberg setzt Niederlagenserie fort und Iserlohn beendet seine Serie von sechs Pleiten in Folge... Ice Tigers und Roosters zeigen Comeback-Qualitäten, erleben aber auch ein Wechselbad der Gefühle

Ice Tigers unterliegen auch den Iserlohn Roosters nach Verlängerung – Nürnberg setzt Niederlagenserie fort und Iserlohn beendet seine Serie von sechs Pleiten in Folge

Iserlohner Jubel nach dem Siegtor in der Verlängerung von 6-Ryan O’Connor (rechts). Hier jubeln mit ihm 82-Alexandre Grenier (links) und 42-Alexej Dmitriev (mitte).
Foto: ISPFD

Nürnberg (STM) Der Negativtrend der Thomas Sabo Ice Tigers will nicht den enden. Im letzten Heimspiel des Jahres unterlagen die Nürnberger vor 5449 Zuschauern den Iserlohn Roosters nach vierzig ganz schwachen Minuten am Ende mit 4-5 nach Verlängerung, nachdem die Ice Tigers das Spiel im Schlussdrittel zunächst gedreht hatten. Die Nürnberger Tore erzielten Kislinger, Dupuis, Schulze und Buck.

Im letzten Heimspiel des Jahres wollten die Ice Tigers ihre Niederlagenserie von fünf Spielen ohne Sieg beenden, mit dem Tabellenletzten aus Iserlohn schien dafür auch der passenden Gegner nach Nürnberg gekommen zu sein. Rechtzeitig vor dem Spiel war auch Kurt Kleinendorst aus Amerika zurückgekehrt, Jonas Langmann bekam den Start zwischen den Pfosten, dafür mussten die Ice Tigers auf Brett Festerling verzichten und auch Tom Gilbert musste nach dem ersten Drittel passen.

Leider hatten die Ice Tigers die Rechnung ohne die Roosters aus dem Sauerland gemacht. Bereits mit dem ersten Torschuss gingen die Gäste in Führung, ein Schuss von Brody Sutter fand genau den Weg in den Winkel (1.). Die Ice Tigers erholten sich gut vom frühen Rückschlag und erspielten sich gute Torchancen, scheiterten aber immer wieder am eigenen Unvermögen im Abschluss, oder am starken Andy Jenike im Tor der Roosters.

Patrick Reimer verzog mit einem wuchtigen Schlagschuss knapp am langen Pfosten (10.), ehe die Roosters ihr erstes Powerplay konsequent nutzten. Michael Clarke stand völlig blank am langen Pfosten und musste den Puck nur noch über die Linie drücken (12.). In der Folgezeit hatte Daniel Fischbuch noch zwei dicke Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer, beide Male traf der Topscorer der Ice Tigers den Puck jedoch nicht richtig.

Wer sich im zweiten Drittel andere Ice Tigers erhofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Das zweite Drittel dürfte die schlechteste Darbietung der Nürnberger in dieser Saison gewesen sein. Was die Ice Tigers auch versuchten, es wollte nichts gelingen. Mit zunehmender Spielzeit präsentierte sich das Team von Kurt Kleinendorst immer verunsicherter, einfache Pässe fanden nicht ihr Ziel, Spieler schlugen über den Puck und defensiv stimmte die Zuordnung überhaupt nicht mehr. Einzig Jonas Langmann zeigte Normalform.

Bei besserer Chancenverwertung hätten die Roosters das Spiel im zweiten Drittel für sich entscheiden können. Langmann klärte in höchster Not gegen Lautenschlager (21.), Mike Halmo scheiterte an der Latte (32.). Wenig später war es dann aber geschehen. Nachdem sich die Roosters die Ice Tigers in deren Drittel zurechtgelegt hatten, fand ein Schuss von Buschmann von der blauen Linie den Weg zum 0-3 ins Tor (36.).

Jubel bei Nürnbergs Torschützen des 3-3, 20-Kevin Schulze (mitte). Hier jubeln mit ihm 91-Phil Dupuis (links) und 95-Eugen Alanov (rechts).
Foto: ISPFD

Erstmals in dieser Saison machten sich auch die Fans der Ice Tigers Luft, zu verärgert waren sie über die äußerst dürftige Vorstellung ihrer Lieblinge. Als schon keiner mehr mit einem Treffer der Ice Tigers rechnete, war es Max Kislinger, der den Puck mit einer Hand im zweiten Nachschuss über die Linie arbeitete (40.). Der Treffer war der bis dahin der einzige Lichtblick an diesem Abend und es keimte zumindest etwas Hoffnung auf für die letzten zwanzig Minuten, in denen die Ice Tigers mit Oliver Mebus auf einen weiteren Verteidiger verzichten mussten.

Nach einer unüberlegten Aktion von Mike Halmo an Daniel Fischbuch bekamen die Ice Tigers eine doppelte Überzahl, die die Nürnberger auch verwerteten. Kurz vor Ablauf der ersten Strafzeit war es Phil Dupuis, der seinen eigenen Nachschuss zum 2-3 im Tor der Roosters unterbrachte (45.). Endlich wachte auch das bis dahin so verhaltenen Publikum der Ice Tigers auf und trieb die Mannschaft nach vorne. Und wieder es Phil Dupuis, der am Ausgleich entscheidend beteiligt war. Sein feines Zuspiel musste der aufgerückte Kevin Schulze nur noch zum Ausgleich ins Tor drücken (48.).

Iserlohn wirkte nun zum ersten Mal an diesem Abend angezählt. Nach einer weiteren Strafzeit gegen Hoeffel hatten die Ice Tigers im Powerplay die Möglichkeit, zum ersten Mal in Führung zu gehen, verloren aber den Puck im Drittel der Roosters und Mike Halmo lief alleine auf Langmann zu, der blitzschnell mit der Stockhand reagierte (49.). Im direkten Gegenzug war es dann Brandon Buck, der mit einem Direktschuss die Ice Tigers mit 4-3 in Führung brachten (50.).

Innerhalb von fünf Minuten hatten die Ice Tigers ein Spiel gedreht, in dem sie schon wie der sichere Verlieren ausgesehen hatten. Die Freude währte allerdings nicht lange. Wieder konnten die Ice Tigers den Puck nicht aus dem eigenen Drittel befördern, wieder nutzten die Roosters den Fehler. Ein abgefälschter Schuss von Dmitriev brachte den 4-4 Ausgleich (57.), bei dem es auch nach regulärer Spielzeit blieb. In der Overtime hatten dann die Gäste das bessere Ende für sich.

Ryan O`Connor erzielte den Treffer zum 4-5 Endstand und verlängerte damit die Negativserie der Ice Tigers (64.). Entsprechend zufrieden war anschließend Jason O`Leary auf der Pressekonferenz: „Wir sind gerade in einer schwierigen Phase, umso wichtiger war der Sieg heute. Wir hatten einen guten Start und nach der Führung auch viel Selbstvertrauen, zudem war Andy Jenike ein starker Rückhalt. Nach dem Ausgleich und dem Rückstand hat meine Mannschaft einen guten Charakter gezeigt und hat sich den Sieg hart erarbeitet“.

Viel zu sagen hatte auch Kurt Kleinendorst nach seiner Rückkehr, gerade die Schiedsrichter kamen heute nicht gut weg. „Das ist eine harte Niederlage für uns, ich finde, wir haben ein besseres Ergebnis verdient. Aber wenn du in so einer Phase bist, wo du mehrere Spiele am Stück verlierst, verlierst du eben auch so ein Spiel. Wir hatten heute nur vier Verteidiger über weite Strecken, leider scheint unser Verletzungspech in dieser Saison nicht zu enden. Auch die Schiedsrichter waren heute nicht auf unserer Seite. Die Strafzeit vor dem zweiten Gegentor war für mich unbegreiflich, wie kann es ein Schiedsrichter nicht sehen, dass ein Schläger der Roosters den eigenen Mitspieler verletzt hat? Wir brauchen auf diesem Niveau bessere Schiedsrichter, auch wenn das keine Entschuldigung für die heutige Niederlage ist. Wir werden als Team aus dieser schwierigen Phase rauskommen und auch wieder Eishockeyspiele gewinnen“.

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