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Nürnberg. (StM) Mit einer überzeugenden Leistung sind die Thomas Sabo Ice Tigers ins DEL-Halbfinale gegen die Grizzlys Wolfsburg gestartet. Neben einem überzeugenden Powerplay konnten... Ice Tigers starten erfolgreich ins Halbfinale
Ice Tigers

Nuernbergs Rob Schremp nach seinem Tor zur 5:1-Fuehrung
Foto: ISPFD

Nürnberg. (StM) Mit einer überzeugenden Leistung sind die Thomas Sabo Ice Tigers ins DEL-Halbfinale gegen die Grizzlys Wolfsburg gestartet. Neben einem überzeugenden Powerplay konnten sich die Nürnberger vor allem auf einen überragenden Jochen Reimer im Tor verlassen. Die Nürnberger Tore beim 5-1 Heimsieg erzielten Ehliz, Patrick Reimer, Segal, Prust und Schremp.

Exakt drei Tage ist her, da gingen die Thomas Sabo Ice Tigers und die Grizzlys Wolfsburg jeweils in Spiel sieben bis an ihre Leistungsgrenze. Beiden Teams blieb nur wenig Zeit zur Regeneration und sich auf den neuen Gegner vorzubereiten. Im Falle von Yasin Ehliz war es gerade Zeit genug, um nach seiner Verletzung am Ohr, die mit 20 Stichen genäht werden musste, pünktlich zum Halb-finale wieder fit zu werden. Auf Milan Jurcina hingegen wird Rob Wilson bis zum Saisonende ver-zichten müssen. Der Slowake wird in der Schulter operiert werden.

Beide Mannschaften gingen von Beginn an hohes Tempo, steckten das Viertelfinale über die volle Distanz gut weg. Die Ice Tigers wollten in der kurzen Vorbereitungszeit vor allem an ihren Special Teams arbeiten. Zu anfällig waren die Nürnberger in Unterzahl gegen den AEV, während im Powerplay wenig zusammen ging. Gelegenheit das Erlernte in der Praxis umzusetzen bot sich den Ice Tigers gleich.

Rob Wilson schien die passenden Änderungen getroffen zu haben, die ersten zwei Überzahlmög-lichkeiten der Grizzlys überstanden die Ice Tigers schadlos und auch das Powerplay zeigte sich verbessert. Nach einem schönen Zuspiel von Reinprecht fälschte Ehliz den Puck unhaltbar für Brückmann zum 1-0 ab (17.). Ansonsten passierte nicht allzu viel vor beiden Toren. Beide Teams agierten sehr gewissenhaft in der Defensive und konnten sich auch zwei starke Torhüter verlassen.

Im zweiten Drittel war dann doch auf beiden Seiten die fehlende Spritzigkeit nach einem langen Viertelfinale anzumerken. Trotzdem war es eine sehr ansehnliche Partie mit vielen intensiv geführ-ten Zweikämpfen. Den Ice Tigers gelang in dieser Phase des Spiels offensiv wenig, während die Gäste zumindest ein optisches Übergewicht zu verzeichnen hatten. Die Grizzlys waren dem Aus-gleich näher als die Ice Tigers dem zweiten Treffer, aber Jochen Reimer hatte etwas dagegen.

23 Sekunden nach der zweiten Drittelpause war Reimer dann aber machtlos. Tyler Haskins gab dem Puck im letzten Moment die entscheidende Richtungsänderung zum 1-1 (41.). Im Gegenzug hatte Prust die Riesenchance zur erneuten Führung für die Tigers, aber Felix Brückmann war aus nächster Nähe mit der Fanghand zur Stelle (42.).

Zum Glück konnten sich die Ice Tigers heute auf ihr Powerplay verlassen. Patrick Reimer drückte einen Nachschuss zum wichtigen 2-1 über die Linie (44.). Wenig später hatte Dave Steckel die Möglichkeit zum dritten Treffer, scheiterte aber mit einem Penalty an Brückmann (45.). Das Spiel ging in seine entscheidende Phase. Die Grizzlys drängten auf den Ausgleich, den Treffer schossen aber die Ice Tigers.

Zum dritten Mal an diesem Abend war das Nürnberger Powerplay erfolgreich. Pfleger brachte den Puck aus spitzem Winkel aufs Tor, Segal stocherte den zweiten Nachschuss zum 3-1 über die Linie (51.). Zum ersten Mal an diesem Abend hatten die Ice Tigers eine zwei-Tore-Führung und es kam noch besser für die Gastgeber. Brandon Prust fälschte einen Schuss unhaltbar zum vorent-scheidenden 4-1 ab (53.). Nach nur sieben Gegentoren im gesamten Viertelfinale war es ein un-gewöhnlicher Abend für Felix Brückmann.

Einen Treffer hatten die Ice Tigers aber noch auf Lager, natürlich wieder im Powerplay. Mit seinem ersten Tor für die Ice Tigers erzielte Rob Schremp den 5-1 Endstand (57.). „Wir hatten zwei Tage Zeit, um an unserem Powerplay etwas zu verbessern. Wir haben nur Kleinigkeiten umgestellt, aber es hat sich ausgezahlt. Wir hatten auch bereits gegen Augsburg gute Aktionen in Überzahl, aber heute kam auch das nötige Scheibenglück dazu und die Pucks haben den Weg ins Tor gefunden“, so die Analyse von Rob Wilson zum enorm verbesserten Powerplay seiner Mannschaft. Sicher auch ein Verdienst von Rob Schremp, der mit seiner Übersicht und der nötigen Ruhe am Puck heute ein entscheidender Faktor war.

„Für mein Empfinden war das Spiel über 40 Minuten recht ausgeglichen, dann hat Nürnberg einen Weg gefunden, vor allem über das starke Powerplay, das Spiel zu gewinnen. Am Sonntag geht es für uns weiter“, so das knappe Statement von Pavel Gross nach Spielschluss. Auch bei Rob Wilson wollte noch keine große Euphorie aufkommen, schließlich rechnen beide Trainer mit einer langen Serie.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir das erste Spiel zu Hause gewinnen konnten, aber es ist nur ein Sieg“, so der Trainer der Ice Tigers. Am Ende feierten die 7215 Zuschauer ihr Team nach einem sehr konzentrierten und überzeugenden Heimauftritt. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt beiden Mannschaften auch diesem Mal nicht. Bereits am Sonntag steigt in Wolfsburg Spiel zwei.

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