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Ice Tigers nehmen eindrucksvoll Revanche gegen Ingolstadt

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David Warsofsky (li.) und Nürnbergs Gregor MacLeod (re.). - © ISPFD
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Ingolstadts #55 David Warsofsky (li.) und Nürnbergs #89 Gregor MacLeod (re.). – © ISPFD

Nürnberg (STM) Der Stachel saß tief bei den Nürnberg Ice Tigers nach zwei empfindlichen Auswärtsniederlagen in Ingolstadt in dieser Saison.

Beim eindrucksvollen und auch völlig verdienten 3-0 Heimsieg unterstrichen die Nürnberger ihre gute Form nach der Olympia-Pause und nahmen Revanche. Die Tore für die Ice Tigers erzielten Friedrich, Fox und Stoa. Im Tor hielt Alex Dubeau seinen Kasten sauber und konnte sich über einen Shutout freuen.

Es war reichlich Zündstoff in der Partie zwischen den Nürnberg Ice Tigers und dem ERC Ingolstadt. Mit 2-7 und 1-10 mussten die Nürnberger zwei sehr empfindliche Schlappen in Ingolstadt einstecken. Gerade das 1-10 mit einem dezimierten Kader hatte bei Tome Rowe Spuren hinterlassen. Auf der anschließenden Pressekonferenz machte sich Rowe nach seinem Statement auf den Heimweg, ehe der verdutzte Doug Shedden das Wort ergreifen konnte.

Bei beiden Heimsiegen liefen die Panther in modisch zumindest fragwürdigen Trikotfarben auf. Heute entschieden sich die Gäste für ein grelles Neon Pink, man hatte sicher schon schönere Trikots in der DEL gesehen. Auf die Spieler der Ice Tigers wirkte es anscheinend wie eine Signalfarbe, auffällig häufig fuhren die Nürnberger Spieler ihre Checks zu Ende und zeigten somit über die gesamte Spielzeit, dass sie gewillt waren, nach den beiden Schlappen ein Zeichen zu setzen.

Dabei konnten die Ice Tigers wieder auf den zuletzt erkrankten Nick Welsh zurückgreifen, einzig der langzeitverletzte Julius Karrer fehlte neben Kapitän Patrick Reimer, der zumindest in Anzug und Krawatte hinter der Spielerbank eine gute Figur abgab. Eine gute Figur sollte auch Alex Dubeau abgeben, der heute den Start im Tor bekam, nachdem Niklas Treutle zuletzt zwei Siege nach der langen Pause feiern konnte.

Es war sofort viel Feuer in der Partie, die Ice Tigers brachten von Beginn an eine hohe Intensität aufs Eis, kämpften verbissen um jeden Puck, nur mit den klaren Aktionen in der Offensive wollte es nicht so recht klappen. Auch eine fast zweiminütige doppelte Überzahl blieb ungenutzt, zu wenig kreativ war das Powerplay in dieser Phase. So leitete ein energisch geführter Zweikampf von Bodnarchuk an der Bande die Nürnberger Führung ein. Fleischer passte im richtigen Moment zu Friedrich, dessen Schuss von der Unterkante der Latte den Weg ins Tor fand (14.).

Charlie Jahnke hatte wenig später den zweiten Treffer auf dem Schläger, dieses Mal war es ein Konter von Weber in Unterzahl, aber Jahnke scheiterte am Pfosten (17.). Nach der Pause hatten die bis dahin offensiv auffällig unauffälligen Gäste die große Chance zum Ausgleich. Zwei Ingolstädter liefen allein auf Dubeau zu, aber Daniel Pietta brachte den Puck nicht im Tor unter (22.). In der Folgezeit agierten die Panther weitaus gefährlicher, im Powerplay scheiterte Höfflin am starken Dubeau (29.).

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Wenig später war das Spiel für Bodnarchuk nach einem Check gegen den Kopf von Storm beendet (32.), und die Gäste bekamen mit einem langen Powerplay die Chance auf den Ausgleich. Aber irgendwie wirkte das Spiel der Panther pomadig und nach einem unnötigen Puckverlust von Bodie kamen die Ice Tigers zu ihrem zweiten Treffer. Dane Fox zog auf und davon und traf mit einem wuchtigen Schuss genau in den Torwinkel (33.). „Das lange Powerplay hätte eigentlich die Wende für uns einleiten sollen, aber Nürnberg hat defensiv sehr stabil agiert und statt dem möglichen Ausgleich haben wir das zweite Gegentor kassiert“ so Doug Shedden.

Der zweite Treffer und die überstandene Unterzahlsituation verlieh den Ice Tigers Energie, und auch die 2555 Zuschauer auf den Rängen waren sichtlich zufrieden mit dem Auftritt ihrer Mannschaft, die den knappen Vorsprung ins Schlussdrittel transportierte. Wer dort einen Sturmlauf der Gäste erwartet hatte, wurde zunächst enttäuscht. Zwar waren die Panther sichtlich bemüht, die klareren Chancen hatten die Ice Tigers. Nach feinem Pass von Stoa scheiterte Lobach am Pfosten (46.).

Jubel von Nürnbergs #67 Marko Friedrich nach seinem Treffer zum 1-0. – © ISPFD


Ingolstadt versuchte es weiter vergeblich den ersten Treffer zu erzielen, die Ice Tigers hatten immer die passende Antwort parat. Zudem machte es heute wenig Spaß gegen eine Nürnberger Mannschaft zu spielen, die jeden Check beherzt zu Ende fuhr. „Der Schlüssel zum Sieg war heute, dass wir die neutrale Zone komplett dominiert haben, wir waren immer nah an den Gegenspielern, haben immer einen Schläger dazwischen gebracht“, so Manuel Kofler, der heute Tom Rowe auf der Pressekonferenz vertrat.

Charlie Jahnke verpasste den dritten Treffer der Ice Tigers, der gute Taylor im Ingolstädter Tor reagierte stark (55.). So war es wenig später Ryan Stoa, der das Spiel entschied. Nach Zuspiel von Dane Fox traf Stoa in die kurze Ecke (57.). So feierten die Ice Tigers den zweiten Heimsieg binnen drei Tagen und lassen sich aktuell nicht einmal von Neonfarben beeindrucken. „Wir hatten heute nach dem 1-10 in Ingolstadt etwas gutzumachen, der Sieg heute tut besonders gut. Aber schon morgen liegt der Fokus auf Wolfsburg, dort wollen wir wieder bestehen und erfolgreich sein“, so das Schlusswort von Manuel Kofler.

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