Nürnberg (STM) Es war ein tolles Eishockeyspiel vor 7083 Zuschauern, und es hatte nicht Viel gefehlt, und die Nürnberg Ice Tigers hätten die Siegesserie der Ingolstadt Panther gestoppt.
Am Ende bleibt neben einer 3-5 Heimniederlage vor allem die Gewissheit, sich über komplette Spielzeit mit dem Tabellenführer der DEL auf Augenhöhe bewegt zu haben. Die Nürnberger Tore erzielten Murray, Eham und Meireles.
Es war ein starkes Auswärtsspiel der Ice Tigers am Freitag in Augsburg. Gestützt auf einen überragenden Niklas Treutle, zeigten sich die Nürnberger konsequent im Abschuss und entführten am Ende völlig zurecht drei Punkte aus der Fuggerstadt. Mit dem ERC Ingolstadt kam heute eine Mannschaft in die Noris, die aktuell die DEL dominiert. Mit Sage und Schreibe zehn Siegen in Folge kam das Team von Mark French nach Nürnberg und wollte die Serie ausbauen.
Für die Ice Tigers, zuletzt mit zehn Punkten aus vier Spielen, war es ein willkommener Test gegen das aktuell heißeste Team der Liga. Mit Eugen Alanov konnte Mitch O´Keefe nach langer Verletzungspause auf einen weiteren Stürmer zurückgreifen. Mit nunmehr elf Stürmern hat sich die Situation bei den Ice Tigers zumindest ein Stück weit entspannt. Niklas Treutle bekam erneut den Start im Tor.
Es entwickelte sich von Beginn an ein hochklassiges Spiel zweier Mannschaften, die ihr Heil in der Offensive suchten. Die Ice Tigers erwischten einen Traumstart. Nach gerade einmal 62 Sekunden war es Brett Murray, der eindrucksvoll unter Beweis stelle, warum es aktuell wohl keinen Spieler in dieser Liga gibt, die einen Puck gekonnter abfälschen. Jake Ustorf hatte abgezogen, Murray fälschte unhaltbar zur frühen Führung ab (2.).
Auf der Gegenseite war es Verteidiger Peter Spornberger, der die erste Chance für die Gäste hatte, die sich vom frühen Rückstand überhaupt nicht beeindruckt zeigten (3.). Im Gegenteil, die nächsten Minuten gehörten den Schanzern, die fast mit einem identischen Spielzug zum verdienten Ausgleich kamen. Kenny Agostino fälschte einen Schuss von Barber zum 1-1 ab (8.). Überhaupt lauerten die Panther immer wieder auf ihre Chance, offensive Nadelstiche zu setzen. Das gelang ausgerechnet dem ehemaligen Nürnberger Daniel Schmölz, der einen Alleingang zum 1-2 vollendete (15.).
Aber die Antwort der Ice Tigers ließ nicht lange auf sich warten. Greg Meireles sah Josef Eham frei im Slot, der mit seinem ersten Saisontreffer für den 2-2 Ausgleich sorgte (16.). Im Anschluss verpasste Thomas Heigl den dritten Treffer für die Ice Tigers (18.), ehe Niklas Treutle bei einem Alleingang von Daniel Pietta in Unterzahl sein ganzes Können aufbringen musste (18.). Auch nach der Pause bewahrte der Torhüter der Ice Tigers sein Team vor einem erneuten Rückstand, als er spektakulär gegen Keating rettete (21.).
Ingolstadt war am Drücker und belohnte sich. Die Panther setzen sich im Drittel der Ice Tigers und irgendwie fand der Puck den Schläger von Powell, der mühelos zum 2-3 einschoss (25.). Fast hätten die Gäste noch den vierten Treffer nachgelegt, aber wieder war Treutle zur Stelle. Nach einem feinem Querpass von Barber verhinderte Treutle mit einer starken Bewegung den zweiten Treffer von Daniel Schmölz (35.).
So blieben den Ice Tigers noch zwanzig Minuten, um den elften Ingolstädter Sieg in Folge zu verhindern. Chancen dazu waren da, direkt nach Wiederbeginn scheiterte Headrick von Brochu (42.), wenig später rettete Ellis gegen Gerard für seinen geschlagenen Torhüter (44.). Im Powerplay kamen die Ice Tigers dann aber zum Ausgleich, gegen den satten Direktschuss von Greg Meireles war Brochu chancenlos (44.).
Die Ice Tigers waren am Drücker, die Gäste schlugen im Stile einer Spitzenmannschaft zu. Niklas Treutle hatte das kurze Eck nicht ganz zugemacht, Peter Abbandonato nutzte den einzigen Fehler des Nürnberger Torhüters zum 3-4 (54.). Wieder einmal waren die Comeback-Qualitäten der Ice Tigers gefragt. Drei Minuten vor dem Ende nahm O´Keefe seinen Torhüter vom Eis, mit sechs Feldspielern sollte der Ausgleich gelingen, aber exakt mit Ablauf der Spielzeit traf Kenny Agostino zum 3-5 Endstand (60.). „Das ein gutes Spiel zweier offensiv starken Teams mit zwei sehr guten Torhütern. Es war ein echtes Derby und mit den ersten beiden Dritteln war ich sehr zufrieden, im Schlussdrittel hat uns Nürnberg nach dem Ausgleich alles abverlangt. Zum Glück haben wir am Ende einen Treffer mehr erzielt“, so Mark French.
„Trotz der Niederlage bin ich sehr stolz auf unsere Leistung gegen die beste Mannschaft der Liga. Ingolstadt hat stark begonnen, dann haben wir zum Glück ab dem zweiten Drittel unsere Beine gefunden und das Spiel besser kontrolliert. Nach dem Ausgleich haben wir es verpasst unsere Chancen zu nutzen und Ingolstadt hat das bestraft“, so das Fazit von Mitch O´Keefe.
Weiter geht es für die Ice Tigers am Freitag in Köln, hoffentlich dann auch wieder mit Cole Maier, der unter der Woche noch eine finale medizinische Untersuchung hat.
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