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Nürnberg (STM) Lange Zeit sah es nicht so aus, aus könnten die Nürnberg Ice Tigers heute Abend ihre Serie mit neun Niederlagen in Folge... Ice Tigers können noch gewinnen – Spätes Comeback gegen Straubing im Schlussdrittel

Nürnbergs 20-Eric Cornel traf zum vermeintliochen 1-2 Anschluss. Jedoch wurde der reguläre Treffer nicht gegeben; da zuvor Nürnbergs 39-Brett Pollock getroffen hatte.
Foto: ISPFD

Nürnberg (STM) Lange Zeit sah es nicht so aus, aus könnten die Nürnberg Ice Tigers heute Abend ihre Serie mit neun Niederlagen in Folge beenden. Im Schlussdrittel lagen verunsicherte Ice Tigers mit 0-2 gegen Straubing zurück, ehe ein spätes Comeback doch noch für Erleichterung bei den Verantwortlichen und Spielern sorgte. Die Tore für die Ice Tigers erzielten Pollock, Schmölz und Chris Brown, der für den erlösenden Siegtreffer sorgte.

Während heute in Nürnberg die ersten Sonnenstrahlen in diesem Jahr gesichtet worden sind, ist die Stimmung am Kurt-Leucht-Weg weiterhin frostig. Trotz aller Zweifel, ob der Kader konkurrenzfähig sein wird, neun Niederlagen am Stück hätte nicht einmal der größte Pessimist in Franken erwartet. Im Heimspiel gegen die Straubing Tigers wollten die Schützlinge von Frank Fischöder die schlimme Serie beenden.

Personell konnten die Ice Tigers fast aus dem Vollen schöpfen, einzig auf Tim Bender und den gesperrte Dane Fox musste man verzichten, zudem wurde der leicht angeschlagene Moritz Elias geschont. Roman Kechter nahm den Platz von Dane Fox ein, im Tor sollte Niklas Treutle der so dringend benötigte Rückhalt sein.

Es entwickelte sich eine Partie mit überschaubaren Niveau. Auch die Straubing Tigers zählen zu den Enttäuschungen in dieser Saison. Nach einer grandiosen letzten Spielzeit und Platz drei nach der Vorrunde will es aktuell nicht so recht laufen für das Team vom Tom Pokel. Platz sechs in der Südgruppe ist sicher nicht der Anspruch einer Mannschaft, die dieses Jahr eigentlich in der Champions Hockey League gespielt hätte.

Die Ice Tigers spielten so, wie ein Team, das seit neun Spielen nicht mehr gewonnen hat. Der Wille und die Entschlossenheit waren zu sehen, aber mit der Umsetzung auf dem Eis haperte es über weite Strecken, zudem war wieder eines der größten Probleme der Ice Tigers der ganzen bisherigen Saison zu sehen, die mangelnde Torgefahr. Auch im Powerplay wollte den Ice Tigers in den ersten beiden Dritteln kaum etwas gelingen.

Straubings Corey Trupp (oben links) scheitert an Nürnbergs Niklas Treutle (rechts). Unten Andrew Bodnarchuk. – Foto: ISPFD

So waren Chancen auf beiden Seiten absolute Mangelware, Niklas Treutle und Sebastian Vogl verbrachten einen eher ruhigen Freitagabend. Luke Adam prüfte Vogl in Überzahl (10.), Max Kislinger brachte den Puck ebenfalls nicht am Torhüter der Gäste vorbei (14.). Kurz nach Wiederbeginn verzog Brett Pollock nach einem der wenigen schönen und konstruktiven Spielzüge knapp (22.), ehe das Spiel wieder eine der zahlreichen Auszeiten nahm. Es war nicht gerade vergnügunssteuerpflichtig, was beiden Teams boten.

So kam es, wie es so oft in den vergangenen neun Spielen der Fall war, die Ice Tigers gerieten in Rückstand, und das sogar bei eigener Überzahl. Tom Gilbert versprang der Puck an der blauen Linie, Kael Mouillierat zog energisch auf und davon und bezwang Treutle zum 0-1 (36.). Der Gegentreffer war Gift für bereits verunsicherte Ice Tigers. Beinahe wäre Straubing noch der zweite Treffer im Mitteldrittel gelungen, im Powerplay scheiterte Gormley mit einem mächtigen Schlagschuss an der Latte (39.).

Wenig später kam der nächste Nackenschlag für die Ice Tigers, Nick Latta traf trocken ins kurze Eck zum 0-2 (43.). Nach ein paar Minuten aber nahmen die Nürnberger endlich ihr Herz in die Hand und wehrten sich gegen die zehnte Niederlage in Folge. Frank Fischöder stellte auf drei Mittelstürmer um, was dem Offensivspiel der Ice Tigers sichtlich guttat. Brett Pollock verkürzte mit seinem sechsten Saisontreffer zum 1-2 (45.) und läutete damit den Schlussspurt ein.

Auf einmal funktionierte sogar das Powerplay an diesem Abend. Daniel Schmölz traf aus kurzer Distanz zum 2-2 Ausgleich (47.). Endlich entwickelte sich ein packendes Eishockeyspiel, beide Teams spielten munter nach vorne und wollten das Spiel für sich entscheiden. Ausgerechnet der bis dahin sehr unauffällige Chris Brown brachte seine Farben zum ersten Mal an diesem Abend in Führung. Mit einem satten Schuss überwand er Vogl zum 3-2, wieder im Powerplay (58.). Nun war er tatsächlich zum Greifen nahe, der erste Sieg nach neun erfolglosen Versuchen.

Nürnbergs Trainer Frank Fischöder.
Foto: ISPFD

Straubing nahm den Torhüter vom Eis, Luke Adam traf nur den Pfosten (59.), ehe er mit einer unnötigen Strafzeit für eine doppelte Unterzahl sorgte. Nach weiteren bangen Sekunden war es dann vollbracht, die Ice Tigers haben das Siegen noch nicht verlernt.

„Wir waren eigentlich gut im Spiel, die Special Teams haben funktioniert, wir sind in Unterzahl in Führung gegangen und hatten im Schlussdrittel einen 2-0 Vorsprung. Da müssen wir das Spiel aber dann nach Hause bringen, aber leider war unser Unterzahlspiel, eigentlich eine Stärke von uns, im Schlussdrittel sehr anfällig. Nürnberg war dann bissiger und entschlossener in den Zweikämpfen, auch mit dem sechsten Feldspieler am Ende haben wir das Spiel nicht drehen können“ so das Fazit von Tom Pokel.

„Endlich haben wir uns für unsere harte Arbeit belohnt. Wir durchleben aktuell eine schwierige Phase, trotzdem hat meine Mannschaft Willen und Moral gezeigt. Wir haben defensiv nicht so viel zugelassen und konnten so endlich mal ein enges Spiel für uns entscheiden. Wir können seit ein paar Wochen mit vollen vier Reihen trainieren und das tut uns gut, wir bekommen mehr Tempo ins Spiel und bringen Pucks zum Tor. Wir müssen es uns verdienen, in dieser starken Liga Spiele zu gewinnen, aber heute haben wir es uns verdient“, so ein erleichterter Frank Fischöder.

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