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Nürnberg. (STM) Einen packenden Start in die erste Play-off-Runde erlebten die 7144 Zuschauer beim knappen 4-3 Heimsieg der Nürnberg Ice Tigers gegen die Schwenninger Wild Wings.
Schöne Tore, verbissene Zweikämpfe und krachende Checks, der Abend hatte alles zu bieten, was die Play-offs auszeichnet. Die Tore für die Ice Tigers erzielten Stoa, Headrick, Maier und Haiskanen.
Zum vierten Mal in Folge haben die Nürnberg Ice Tigers die erste Play-off-Runde erreicht. Das ist aufgrund der begrenzten finanziellen Möglichkeiten von außen betrachtet ein beachtlicher Erfolg, auch wenn die Nürnberger in den ersten drei Versuchen jeweils unterlegen waren. Das soll sich in dieser Saison ändern, es soll der Sprung ins Viertelfinale gelingen. Anders als in den Jahren zuvor haben die Ice Tigers Heimrecht, was in einer so kurzen Play-Off-Serie ein Faktor sein kann.
Für das Viertelfinale hatten sich die Schwenninger Wild Wings in der letzten Saison direkt qualifiziert, dort dann in sieben packenden Spielen gegen Straubing verloren. Ganze zwei Punkte trennten die Ice Tigers und das Team von Steve Walker nach den 52 Spielen der Vorrunde. Es sollte also ein packendes Duell um den Einzug ins Viertelfinale werden.
Bei den Ice Tigers wurde der zuletzt schmerzlich vermisste Cole Maier rechtzeitig für den Play-off-Auftakt wieder fit. Für ihn musste Mark Rassell auf der Tribüne Platz nehmen. Den Start im Tor bekam Leon Hungerecker, der heute sein erstes Play-off-Spiel bestritt. Mitch O´Keefe nahm durch die Rückkehr von Maier ein paar Änderungen vor. So agierte Will Graber wieder als Mittelstürmer zwischen Barratt und McKenna, während Stoa zwischen Kechter und Alanov spielte.
Die ersten Minuten gehörten den Ice Tigers, Ryan Stoa hatte im Powerplay die erste nennenswerte Chance an diesem Abend (3.), wenig später war es Evan Barratt, der bei einem Konter in Unterzahl am gut regierenden Eriksson scheiterte (6.), im direkten Gegenzug dann die kalte Dusche. Die Wild Wings trafen kurz vor Ende des Powerplays zum 0-1. Brett Ritchie hatte aus spitzem Winkel abgezogen und Leon Hungerecker rutsche der Puck über die Fanghand (7.).
29 Sekunden später hatten die Ice Tigers die passende Antwort parat. Owen Headrick hatte von der blauen Linie abgezogen, und Ryan Stoa schaltete am schnellsten und rückte den Rebound zum wichtigen 1-1 über die Linie (8.). Auch beim zweiten Nürnberger Treffer war die Reihe um Stoa auf dem Eis, den sehenswerten Führungstreffer erzielte Owen Headrick. Der Offensivverteidiger erkannte, dass er etwas zu viel Platz hatte, umkurvte gekonnt zwei Gegenspieler und verzögerte den Schuss so lange, bis Eriksson aus seiner Position war (17.).
Im zweiten Drittel agierten beide Teams wesentlich kompakter, machten die neutrale Zone zu, Torchancen waren zunächst Mangelware, ehe die Partie dann wieder Fahrt aufnahm. Nach feinem Zuspiel von Stoa prüfte Thomas Heigl Eriksson (26.), ehe im direkten Gegenzug Bassen an Hungerecker scheiterte. Besser machten die Ice Tigers vor dem Treffer vom 3-1. Dove-McFalls bediente Gerard, dessen Pass genau die Kelle von Cole Maier fand, der bei seinem Comeback seinen Wert für die Ice Tigers eindrucksvoll unter Beweis stellte.

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Aber auch die Wild Wings hatten ihre Chancen im zweiten Drittel. Höfflin (29.) und Kyle Platzer (30.) konnten Leon Hungerecker nicht überwinden. Besser machte es dann der Torjäger der Schwenninger, Zach Senyshyn, der einen Fehler im Aufbau von Hayden Shaw nutzte. Trocken aus dem Handgelenk verkürzte er auf 3-2 (34.). Doch wieder hatten die Ice Tigers die sofortige Antwort. Bei angezeigter Strafzeit gegen die Wild Wings reagierte Dove-McFalls gedankenschnell und passte zu Cody Haiskanen, der den alten Abstand wieder herstellte (35.).
Aber die Wild Wings kamen sofort zurück. 15 Sekunden später war es Alexander Karachun, der eine schläfrige Nürnberger Abwehr mit dem Treffer zum 4-3 bestrafte (35.). Schwenningen war jetzt das bessere Team und drückte auf den Ausgleich. Mit einer gehörigen Portion Glück retteten die Ice Tigers die knappe Führung in die zweite Pause.
Im Schlussdrittel hatten die Gäste den besseren Start, verbrachten viel Zeit in der Zone der Ice Tigers und brachten viele Pucks auf das Tor von Leon Hungerecker. Wieder war es Karachun, der einen ersten Warnschuss abgab (47.) Auf der Gegenseite scheiterte Haiskanen nach tollem Solo an der Latte (48.). Weil auch Charlie Gerard in der Schlussphase die große Chance auf den wichtigen fünften Treffer liegen lies (56.), ging es mit der knappen Führung der Ice Tigers in die letzten Minuten. 100 Sekunden vor dem Ende nahm Steve Walker seinen Torhüter vom Eis, Ryan Stoa hatte nach einem Puckgewinn von Alanov freie Bahn, brachte den Puck ab nicht im leeren Tor unter (59.).
Aber auch so sollte es für die Ice Tigers an diesem Abend reichen. Mit Herz und Leidenschaft haben die Nürnberger das erste Spiel in dieser kurzen Serie gewonnen. Schon am Dienstag können die Ice Tigers mit einem Sieg in Schwenningen in das Viertelfinale einziehen.
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