Nürnberg. (STM) Einen am Ende ungefährdeten 5-1 Heimsieg feierten die Nürnberg Ice Tigers gegen den Tabellenletzten aus Dresden, der den Nürnbergern aber über 40 Minuten das Leben sehr machte, ehe das Team von Mitch O´Keefe im Schlussdrittel für klare Verhältnisse sorgte.
Vor 6692 Zuschauern erzielten Spezia, Murray, Maier, Akdag und Headrick die Tore für die Ice Tigers.
Mit den Eislöwen Dresden kam das Schlusslicht der DEL nach Nürnberg, ganze 13 Punkte konnte das Team von der Elbe im bisherigen Saisonverlauf auf der Habenseite verbuchen. Kein Wunder, dass man sich bei den Eislöwen entschied, den Trainer zu tauschen. Gerry Fleming übernahm und sollte mit seinem neuen Team alles unternehmen, und den drohenden Abstieg noch zu vermeiden. Die Eislöwen zeigten sich gegenüber ihrem ersten Auftritt in Nürnberg deutlich verbessert, spielten mit mehr Struktur und Ordnung und waren an diesem Abend alles andere als ein leichter Gegner für die Nürnberg Ice Tigers.
Mitch O`Keefe musste kurzfristig auf die erkrankten Barratt und Ustorf verzichten und ließ seine verbleidenden elf Stürmer munter rotieren. Den Start im Tor bekam Evan Fitzpatrick. Das Spiel begann nach Plan für die Ice Tigers, gleich das erste Powerplay nutzten die Nürnberger zur frühen Führung. Nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor der Eislöwen war es am Ende Tyler Spezia, der den Puck entscheidend über die Linie arbeitete (3.).
In der Folgezeit hatten die Ice Tigers ein leichtes Übergewicht, die Gäste blieben aber gefährlich, gerade die Reihe im Ortega und Parkes beschäftigte die Nürnberger Abwehr. Beide scheiterten kurz hintereinander am guten Fitzpatrick (8.). Auf der Gegenseite trafen dann die Ice Tigers zum zweiten Mal im ersten Drittel. Jakob Weber verzögerte geschickt und fand Brett Murray genau im richtigen Moment im Torraum (10.). Kurz vor Drittelende hatten die Gäste die Chance auf den Anschlusstreffer, wieder war es Ortega, der im letzten Moment an Fitzpatrick scheiterte (19.).
Im Mitteldrittel verlor das Spiel der Ice Tigers deutlich an Fahrt, was auch am konzentrierten Auftritt der Gäste lag, die nun besser im Spiel waren. Es dauerte eine Weile, ehe Dove-McFalls die nächste Möglichkeit für die Ice Tigers hatte (30.). Im ersten Powerplay der Gäste tauchte Thomas Heigl allein vor Schwendener auf, konnte den Puck aber nicht im Tor unterbringen (37.). Die letzte Chance im Drittel gehörte den Eislöwen, der ehemalige Nürnberger Dane Fox traf nur den Pfosten (40,), ehe er sich mit Ablauf der Spielzeit noch eine unnötige Strafzeit einhandelte. Genie und Wahnsinn binnen weniger Sekunden.
Die Ice Tigers konnten die numerische Überlegenheit nicht nutzen, Owen Headrick scheiterte an der Latte (42.). Die Eislöwen verloren in dieser Phase ihre Disziplin, wenig später wanderten zwei Eislöwen auf die Strafbank, und diese Mal waren die Ice Tigers effektiver. Wieder war es ein Pfostentreffer von Headrick, aber Cole Maier stand goldrichtig und stelle mühelos auf 3-0 (48.). Mit dem dritten Treffer sorgten die Ice Tigers für eine Vorentscheidung, auch wenn es die Eislöwen weiter versuchten und belohnt wurden. Hammond traf zum 3-1 (55.). Etwas mehr als vier Minuten nahm Fleming seinen Torhüter vom Eis, das nächste Tor aber schossen die Ice Tigers. Sinan Akdag traf über das ganze Eis zum 4-1 (57.).

Foto: © ISPFD
Einen hatten die Ice Tigers dann noch. Nach einem feinen Zuspiel von Alanov belohnte sich Owen Headrick nach zwei Aluminiumtreffern noch mit dem 5-1 (59.). Am Ende genügte den Ice Tigers eine durchschnittliche Leistung, um den nächsten Heimsieg einzufahren gegen verbesserte Eislöwen, für die Klassenerhalt wieder ein Stück weiter in die Ferne gerückt ist. Weiter geht es für die Ice Tigers am Sonntag in Schwenningen.
„Wir wussten, wie wichtig ein guter Start ist, dennoch haben wir früh eine Strafzeit genommen und ein Gegentor bekommen. Im zweiten Drittel haben wir Druck aufgebaut, konnten aber unsere Chancen nicht nutzen und haben dann im dritten Drittel wieder zu viele Strafzeiten genommen“ so das Fazit von Gerry Fleming.
Mitch O`Keefe war heute vor allem mit den drei Punkten zufrieden. „Gerry hat in den wenigen Wochen viel in Dresden bewegt, das ist jetzt eine ganz andere Mannschaft mit viel mehr Struktur. Sonntag in Schwenningen ist ein sechs-Punkte-Spiel für uns, das wird das bisher wichtigste Spiel in dieser Saison für uns“. Nicht mit von der Partie wird Will Graber sein, der aber im übernächsten Spiel gegen Augsburg eine ernsthafte Option ist. „Er wollte dieses Wochenende schon spielen, aber das kommt noch früh“ so O´Keefe.
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