Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos

Nürnberg (STM) Einen 6-5 Heimsieg nach Penaltyschießen feierten die Nürnberg Ice Tigers gegen die Düsseldorfer EG. In einem verrückten Spiel mit alleine sieben Toren... Ice Tigers entscheiden verrücktes Spiel im Penaltyschießen

Nürnbergs Daniel Schmölz (re.) umkurvt hier Düsseldorfs Torwart Mirko Pantkowski (li.) zum 3-1. – © ISPFD

Nürnberg (STM) Einen 6-5 Heimsieg nach Penaltyschießen feierten die Nürnberg Ice Tigers gegen die Düsseldorfer EG.

In einem verrückten Spiel mit alleine sieben Toren im Mitteldrittel bescherten sich die Nürnberger zum ersten Mal mit einem Zusatzpunkt nach regulärer Spielzeit. Für die Gäste aus Düsseldorf war es ein empfindlicher Rückschlag im Kampf um die Play-offs, für die Ice Tigers war es das sechste Spiel in Folge mit mindestens einem Punktgewinn und die Bestätigung des positiven Trends in den letzten Wochen.

Im vorletzten Heimspiel der Saison hatten die Nürnberg Ice Tigers die Düsseldorfer EG zu Gast. Während es für die Gastgeber nur noch darum ging, sich sportlich anständig zu verabschieden, kämpft die DEG noch um Platz vier in der Nordgruppe. Bereits morgen geht es für Düsseldorf in Augsburg weiter.

Mit vier Punkten waren die Ice Tigers nach den beiden Auftritten in Iserlohn und Krefeld den langen Heimweg eingetreten. Zunächst hatten die Nürnberger in Iserlohn nach regulärer Spielzeit einen Punkt ergattert, in der Verlängerung aber gingen sie dann, wie bisher immer in dieser Saison, als Verlierer vom Eis. Nur einen Tag später lief es dann aber besser, beim verdienten 3-0 Sieg in Krefeld feierte Ilya Sharipov seinen ersten Sieg in der DEL.

Die Ice Tigers mussten auch heute weiter ohne die verletzten Bender, Cornel und Bodnarchuk auskommen, Elias und Kechter befinden sich bereits bei der U 18 Nationalmannschaft. Nach dem Sieg in Krefeld gab es für Frank Fischöder keinen Grund, seine Mannschaft zu verändern, einzig Niklas Treutle kehrte zwischen die Pfosten zurück.

Die Gäste, die auf Zanetti und Alanov verzichten mussten, hatten den besseren Start. Kyle Cumiskey gab einen ersten Warnschuss ab (4.), Daniel Fischbuch scheiterte an Treutle (7.). Die Ice Tigers fanden nur schwer ins Spiel, es dauerte bis zur zehnten Minute, ehe Dane Fox so etwas wie eine erste nennenswerte Chance hatte. Verdient gingen die Gäste dann auch mit einer knappen Führung ins die erste Pause. Kammerer kam mit viel Geschwindigkeit ins Drittel, umkurvte das Nürnberger Tor und überwand Treutle (17.).

Es war ein unterhaltsames Spiel zu diesem Zeitpunkt, aber nichts deutete auch nur im Ansatz darauf hin, was im zweiten Drittel passieren sollte. Ganze vier Minuten und 45 Sekunden benötigten die Ice Tigers, um den Rückstand in eine 4-1 Führung zu verwandeln. Gleich im ersten Wechsel traf Luke Adam zu Ausgleich. Schmölz hatte Cumiskey in der Ecke den Puck geklaut, Adam traf direkt aus dem Slot (21.).

Wenige Minuten später war es Dane Fox im Powerplay, der nach schönem Querpass von Reimer mit einem wuchtigen Direktschuss zur erstmaligen Nürnberger Führung traf (23.). Kurz darauf kam Daniel Schmölz an den Puck, zog energisch vor das Tor von Mirko Pantkowski und vollendete zum 3-1 (24.). Die DEG konnte sich dem Druck der Ice Tigers in dieser Phase kaum entziehen. Nach einem leichten Puckverlust von Nowak zog Dane Fox auf und davon und stellte auf 4-1 (25.).

Düsseldorfs 39-Victor Svennson (mitte) trifft hier gegen Nürnbergs 31-Niklas Treutle (re.) zum 2-4 aus Düsseldorfer Sicht. – © ISPFD

Nürnberg hatte Spiel und Gegner zu diesem Zeitpunkt im Griff, Düsseldorf wirkte kurz angezählt, erholte sich dann aber wieder. Ein Fehler von Gilbert an der gegnerischen blauen Linie brachte die DEG wieder ins Spiel. Victor Svensson gewann das Laufduell gegen den Nürnberger Verteidiger und verkürzte auf 4-2 (33.). Auf einmal nahm das Spiel eine erneute Wende zu Gunsten der DEG.
Alexander Ehl fälschte einen Schuss von Brejcak zum 4-3 ab (37.).

Auf der Gegenseite vergab Reimer den so wichtigen fünften Treffer für die Ice Tigers, ehe ausgerechnet der ehemalige Nürnberger Daniel Fischbuch ein verrücktes Drittel mit insgesamt sieben Toren mit dem 4-4 Ausgleich beendete (40.). Für die Ice Tigers war es ein denkbar ärgerliches Drittel, hatten sie doch bis zum Puckverlust von Tom Gilbert die Partie gut im Griff.

Auch das letzte Drittel startete denkbar schlecht für die Ice Tigers. Die Düsseldorfer EG nutzte gleich das erste Powerplay an diesem Abend zur erneuten Führung. Niklas Treutle konnte einen Schuss nur nach vorne abprallen lassen, Jerome Flaake stand goldrichtig und staubte zum 4-5 ab. (43.). Mit vier Treffen in Folge hatte die DEG das Spiel wieder gedreht, aber die Ice Tigers steckten nicht auf und kamen verdient zum Ausgleich. Arturs Kulda hatte sich seinen ersten Treffer in der DEL lange aufgehoben, traf nach Zuspiel von McLellan wunderschön in den Winkel (50.).

Die DEG drückte in den verbleibenden Minuten mächtig aufs Tempo, im Kampf um Platz vier wäre ein Unentschieden nach regulärer Spielzeit ein weiterer Rückschlag. Eine Chance hatte die Gäste noch, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, aber Treutle hielt überragend gegen Jerome Flaake (56.).

So hatten die Ice Tigers auch im sechsten Spiel in Folge etwas mitgenommen und erhielten eine erneute Chance, ihre schwarze Serie in Overtime oder Penaltyschießen zu beenden. In der Verlängerung hatten die Ice Tigers Glück, dass ein Schuss von Barta am Pfosten landete (63.). Im anschließenden Penaltyschießen sorgte Torjäger Daniel Schmölz für den Zusatzpunkt für die Ice Tigers nach einem verrückten Abend.

„Wir sind gut in die Partie gekommen, haben auch den schnellen 1-4 Rückstand gut weggesteckt und waren für mein Empfinden zwei Drittel lang die bessere Mannschaft, aber die Leistung war nicht gut genug um nach regulärer Spielzeit zu gewinnen. In der Verlängerung war es ausgeglichen, im Penaltyschießen fehlte uns dann das Glück. Die beiden verlorenen Punkte tun uns weh, aber Respekt an Nürnberg, sie haben sich das auch verdient“, resümierte Harold Kreis.

„Phasenweise war es sehr schwer für uns heute, wir haben dem Gegner immer wieder zu viel Raum gelassen, gerade nach der 4-1 Führung waren wir zu offen. Nach dem Rückstand sind wir im letzten Drittel gut zurückgekommen, und den ersten Zusatzpunkt in dieser Saison nehmen wir gerne mit“, so Frank Fischöder.

Bereits am Mittwoch geht es für Ice Tigers in Berlin weiter, vermutlich dann wieder mit Eric Cornel, während für Tim Bender und Andrew Bodnarchuk ein Einsatz noch zu früh kommt.

2896
Die DEL hat in dieser "Corona-Saison" 20/21 den Spielbeginn gestaffelt festgelegt. Wann wäre unter Zulassung von Zuschauern an einem Freitagabend der ideale Spielbeginn?

Eishockey-Magazin

No comments so far.

Be first to leave comment below.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.