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Nürnberg. (STM) Einen wichtigen 3-0 Heimsieg feierten die Nürnberg Ice Tigers gegen die Pinguins Bremerhaven. Ein später Treffer von Elis Hede ebnete für das... Ice Tigers entscheiden Spiel in den Schlussminuten – Hungerecker überragend

Goalie 30-Kristers Gudlevskis faengt den Puck gegen 25-Daniel Schmoelz (NIT) – © ISPFD

Nürnberg. (STM) Einen wichtigen 3-0 Heimsieg feierten die Nürnberg Ice Tigers gegen die Pinguins Bremerhaven.

Ein später Treffer von Elis Hede ebnete für das Team von Tom Rowe den Weg in einer denkbar engen Partie. Die weiteren Treffer erzielten Leonhardt und Maier. Mann des Abends war aber Leon Hungerecker, der die drei Punkte für die Ice Tigers festhielt und sich völlig zu Recht über seinen ersten Shutout in der DEL freute.

Lange Zeit war es ein torarmes, aber dennoch sehr intensives Spiel an diesem Freitag Abend in der Arena Nürnberger Versicherung. Dass die 3804 Zuschauer lange auf den ersten Treffer warten mussten, war nicht der fehlenden Kreativität beider Offensivabteilungen geschuldet, sondern der beiden überragenden Leistungen von Leon Hungerecker und Kristers Gudlevskis, die über weite Strecken der Partie jeden Puck magisch anzuziehen schienen.

Während Tom Rowe seinen beiden Torhütern bisher nahezu gleichmäßig Spielminuten gab, ist Gudlevskis nach der schweren Verletzung von Maximilian Franzreb zum Alleinunterhalter im Tor der Pinguins mutiert. Ein Job, der ihm sichtlich zu gefallen scheint, hatten die Ice Tigers dochh ein Chancenplus zu verzeichnen.

Die Ice Tigers, weiter ohne den verletzten Jack Dougherty, setzten die erste Duftmarke in diesem Spiel, Gudlevskis reagierte aber blitzschnell gegen Tim Fleischer (6.). Wenig später hatte er auch das nötige Glück auf seiner Seite, als im Powerplay ein Nachschuss von Gerard nur an der Innenseite des Pfostens landete (7.). Defensiv zeigten sich die Ice Tigers nach dem wilden Auftritt in Augsburg stark verbessert und ließen zunächst kaum etwas in der eigenen Zone zu.

Der Paradereihe um Jan Urbas merkte man doch das Fehlen von Miha Verlic an, Felix Scheel konnte den Slowenen nicht adäquat ersetzen. Auch im Mitteldrittel hatten die Ice Tigers die Führung auf dem Schläger, Dennis Lobach lief alleine auf Gudlevskis zu, scheiterte aber mit seinem Schuss in die kurze Ecke (26.). Mitte des zweiten Drittels kamen die Gäste besser ins Spiel, auch begünstigt durch ein langes, doppeltes Überzahlspiel.

Mit viel Glück und einem aufmerksamen Hungerecker überstanden die Ice Tigers die brenzlige Situation, Hungerecker entschärfte zwei gefährliche Schüsse von Urbas (35.) und Bruggisser (36.). In der Folgezeit wurde die Partie auf beiden Seiten etwas ruppiger, auch weil die Schiedsrichter an diesem Abend eine klare Linie vermissen ließen.

95-Charlie Gerard (NIT) gegen 49-Lukas Kaelble
– © ISPFD


Im Schlussdrittel flachte das Niveau auf beiden Seiten deutlich ab, es schlichen viele kleine Fehler ein. Richtig gefährlich wurde es vor beiden Toren nur noch im Powerplay, auch weil sich beiden Teams beim Nehmen von unnötigen Strafzeiten in nichts nachstanden. So war es dann eine Überzahlsituation, die endlich zum ersten Treffer an diesem Abend führte. Kurz vor Ablauf der Strafe war es Elis Hede, der Gudlevskis mit einem platzierten Schuss aus spitzem Winkel genau unter die Latte überwand (55.).

Der Treffer war der berühmten Brutlöser, denn auf einmal lief es offensiv bei den Ice Tigers. Nach einem Schuss von Constantin Braun fälschte Leonhardt den Puck gekonnt zum so wichtigen 2-0 ab (57.), ehe wenig später Cole Maier mit seinem ersten Treffer für die Ice Tigers für den 3-0 Endstand sorgte (58.). Zu diesem Zeitpunkt war der Arbeitstag von Gudlevskis schon beendet, während Leon Hungerecker nach seinem ersten Shutout beide Arme Richtung Himmel reckte.

„Das waren heute 60 sehr intensive Minuten, beide Teams haben mit hoher Intensität gespielt und es war sehr umkämpft heute. Wir haben alles investieren müssen, waren läuferisch sehr stark und haben uns die Punkte erarbeitet. Leon hat fantastisch gehalten und am Ende haben uns auch die Special Teams geholfen. In Unterzahl waren wir sehr griffig und dann war es ein Tor in Überzahl, das das Spiel für uns entschieden hat“, so ein zufriedener Tom Rowe.

„Ich finde wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gezeigt, hatten eine gute Struktur, waren aber vor dem Tor am Ende nicht entschlossen genug. Nürnberg war immer gefährlich, gerade im Powerplay. Im letzten Drittel haben wir uns durch zu viele Strafzeiten selbst aus dem Spiel genommen, da müssen wir cleverer agieren. So geht der Sieg für die Ice Tigers in Ordnung“, so Thomas Popiesch nach Spielschluss.

Damit behalten die Ice Tigers zu Hause nach drei Spielen weiter ihre weiße Weste. Bereits morgen geht es nach Berlin, wo am Sonntag die Eisbären auf das Team von Tom Rowe warten.






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