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Nürnberg. (StM) Erstmals seit 2007 sind die Thomas Sabo Ice Tigers wieder in das Halbfinale der DEL-Play-offs eingezogen. Durch einen verdienten 3-2 Erfolg in... Ice Tigers buchen das Halbfinalticket
Thoms Sabo und Leonhard Pfoederl nach dem Spiel - © by ISPFD

Thoms Sabo und Leonhard Pfoederl nach dem Spiel – © by ISPFD

Nürnberg. (StM) Erstmals seit 2007 sind die Thomas Sabo Ice Tigers wieder in das Halbfinale der DEL-Play-offs eingezogen. Durch einen verdienten 3-2 Erfolg in Spiel sechs holten sich die Ice Tigers vor 7339 begeisternden Zuschauern den entscheidenden vierten Sieg gegen die Iserlohn Roosters.

Thomas Sabo hielt es nach der Schlusssirene nicht mehr auf seinem Platz. Spätestens nach dem 3-2 Anschlusstreffer durch Macek (60.) war es für den Namensgeber und Sponsor eine echte Zitterpartie. Nach Spielende ging der Schmuckdesigner aus Lauf schnurstracks zum Spielereingang um sich bei jedem seiner Angestellten für den Halbfinaleinzug zu bedanken. Gerade dem Mäzen und Fan war der gestrige Erfolg besonders zu gönnen.

Es war mehr als nur ein normales Eishockeyspiel an diesem Ostersamstag. Nicht nur für Thomas Sabo, sondern auch jeden einzelnen Zuschauer. Neun Jahre mussten sich die Fans der Ice Tigers auf diesen Augenblick gedulden und durchlebten so manche bittere Erfahrung in den Play-offs. Zeitweise schien es, als wäre in ganz Nürnberg der Glaube verloren gegangen, wieder einmal eine Viertelfinal-Serie zu gewinnen.

Aber nicht nur den Zuschauern war die Erleichterung deutlich anzusehen, auch von Rob Wilson und Martin Jiranek war viel Ballast abgefallen. Immer wieder hatten die beiden sportlichen Verantwortlichen betont, eine Mannschaft für die Play-offs gebaut zu haben. Spätestens seit gestern hat die Mannschaft diesen Nachweis eindrucksvoll erbracht.

Verantwortlich dafür war eine geschlossene Mannschaftsleistung, aus der dennoch einige Spieler herausragten. So hat Tyler Beskorowany den Dreikampf um den Platz im Tor der Ice Tigers für sich entschieden und war in der ganzen Serie ein äußerst solider Rückhalt. Vor Beskorowany spielte zum ersten Mal in den Play-offs Kurtis Foster, da neben Nowak auch Casey Borer verletzt passen musste.

Foster, vor der Saison als Leader verpflichtet, nahm in der Hauptrunde nur sehr langsam Fahrt auf und musste immer wieder als überzähliger Importspieler auf der Tribüne Platz nehmen. Foster ging aber sehr souverän mit der Situation um, sorgte für gute Stimmung in der Kabine und bot sich im Training an. Als er gestern gebraucht wurde, war Foster sofort auf Betriebstemperatur, agierte defensiv solide und sorgte mit einem wuchtigen Schlagschuss in den Torwinkel für das so wichtige 2-0 (25.).

Und da war noch Leo Pföderl, der tiefenentspannte Torjäger aus Bad Tölz, dessen Interviews in Nürnberg bereits Kultstatus erlangt haben und dessen Handgelenkschuss wohl einmalig in der DEL ist. Zweimal zog Pföderl ansatzlos ab, zweimal landete der Puck wie an der Schnur gezogen genau im Knick. Beinahe wäre Pföderl noch ein dritter Treffer gelungen, zweimal stand nur der Pfosten im Weg.

Nürnberg war dominant, nicht nur körperlich, sondern auch spielerisch und läuferisch. Iserlohn spielte abwartend, versuchte die eigene blaue Linie zu halten und lauerte auf Konter. Am Ende hatten es die Gäste zwei individuellen Fehlern der Ice Tigers zu verdanken, dass sie überhaupt wieder in die Partie kamen. Am Ende hatten aber nur die Ice Tigers Grund zum Jubeln, während die Roosters enttäuscht in der Kabine verschwanden.

Unterm Strich war das Weiterkommen der Ice Tigers völlig verdient. Die Ice Tigers gewannen das nötige Auswärtsspiel und agierten zu Hause in allen drei Duellen sehr souverän. Zudem waren die Leistungsträger der Nürnberger zum richtigen Zeitpunkt in Form, während bei den Roosters Spieler wie Petersen nahezu untertauchten. Auch Gästecoach Jari Pasanen sah ein verdientes Weiterkommen der Ice Tigers.

Somit warten die Ice Tigers nun auf ihren Gegner im Halbfinale, der entweder München oder Wolfsburg lauten wird. In Spiel eins müssen die Nürnberger auswärts antreten, am kommenden Freitag findet dann Spiel zwei in Nürnberg statt.

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