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Nürnberg (STM) Eine knappe 2-3 Heimniederlage mussten die Nürnberg Ice Tigers gegen die Adler Mannheim hinnehmen. Nachdem die Nürnberger einen 0-2 Rückstand egalisieren konnten,... Ice Tigers bieten dem Tabellenführer lange Paroli

Nürnbergs 5-Arturs Kulda (links) checkt hier Mannheims 61-Tommi Huhtala (mite) um. Rechts Nürnbergs 46-Moritz Elias.
Foto: © ISPFD

Nürnberg (STM) Eine knappe 2-3 Heimniederlage mussten die Nürnberg Ice Tigers gegen die Adler Mannheim hinnehmen.

Nachdem die Nürnberger einen 0-2 Rückstand egalisieren konnten, entschied ein Penalty von Nico Krämmer das Spiel zu Gunsten der Adler. Als echtes Problem entpuppt sich inzwischen das nicht funktionierende Powerplay der Ice Tigers. Chris Brown erzielte die beiden Nürnberger Tore, die sich für eine starke Leistung am Ende nicht belohnten.

Es war kein guter Auftritt, das Gastspiel der Nürnberg Ice Tigers am vergangenen Donnerstag in Straubing. Dass es am Ende nur 2-3 aus Sicht der Ice Tigers stand, war in erster Linie dem guten Niklas Treutle und der mangelhaften Straubinger Chancenverwertung zu verdanken. So rutschten die Ice Tigers vor dem heutigen Gastspiel der Adler Mannheim wieder auf den siebten Platz der DEL-Süd-Gruppe.

Nur dreizehn erzielte Treffer nach sieben absolvierten Spielen zeigen deutlich, wo bei den Ice Tigers der Schuh drückt. So war in Straubing bezeichnender Weise der erst 16- jährige Moritz Elias für den einzigen Torerfolg verantwortlich. Während sich die drei Europaneulinge Cornel, McLellan und Pollock noch schwertun, kommt gerade von den etablierten Spielern wie Brown, Fox und Reimer zu wenig. Die einzige Ausnahme bildet aktuell Luke Adam, der bisher nahezu an jeder gefährlichen Aktion der Ice Tigers beteiligt war.

Da würde in der ein oder anderen engen Partie auch ein gut funktionierendes Powerplay helfen, aber hier warten die Ice Tigers in dieser Saison noch auf das erste Erfolgserlebnis. Mit den Gästen aus Mannheim kam der denkbar schwerste Gegner heute nach Nürnberg, gingen die Adler in dieser Saison doch erst einmal als Verlierer vom Eis.

Verzichten müsste Frank Fischöder, neben den langzeitverletzten Hessler und Ramoser, weiterhin auf Kurth und Weber, sowie Gilbert und McLellan, die beide aufgrund muskulärer Probleme kurzfristig passen mussten. Julius Karrer kam zu seinem zweiten Spiel für die Ice Tigers, zwischen den Pfosten agierte heute Ilya Sharipov.

Kurioses Anfangsdrittel, Doppelpack von Brown

Es war ein kurioses erstes Drittel. In einer ausgeglichenen Partie hatte die Ice Tigers die besseren Chancen auf ihrer Seite, die Tore machten aber die Gäste aus Mannheim. Bei der 1-0 Führung durch Jason Bast hatten sie tatkräftige Unterstützung durch Sharipov, der einen Schuss von der verlängerten Torlinie irgendwie am Pfosten passieren lassen musste (4.), den zweiten Treffer erzielten eigentlich die Ice Tigers selbst. Nach einer zumindest diskussionswürdigen Strafzeit gegen Trinkberger war es Luke Adam, der seinen Schläger in einen Pass hielt und den Puck unhaltbar abfälschte (12.). Felix Schütz wurde das Tor zugesprochen.

Bei den Ice Tigers vergab Bodnarchuk die erste Chance (6.), Luke Adam traf nur die Latte (14.) und auch Chris Brown verzog im Powerplay aus kurzer Distanz knapp (19.). Apropos Powerplay. Auch heute taten sich die Ice Tigers wieder unerhört schwer mit einem Spieler mehr auf dem Eis. Ende des ersten Drittels blieb sogar eine doppelte Überzahl ungenutzt, im Mitteldrittel bemühten sich die Ice Tigers nach einer vierminütigen Strafzeit gegen Florian Elias wieder vergebens.

So entstand der Nürnberger Anschlusstreffer aus einem Konter. Einmal hatten die Adler nicht aufgepasst und wurden prompt bestraft. Chris Brown mogelte den Nachschuss irgendwie über die Linie und brachte sein Team zurück ins Spiel. Da auch die Nürnberger Defensive ein solides Drittel hatte, und Dane Fox in aussichtsreicher Position deutlich verzog (38.), ging es mit einer knappen Mannheimer Führung ins letzte Drittel.

Die konnten die Ice Tigers nach einem Puckgewinn von Pollock egalisieren. Schmölz spielte gedankenschnell einen kurzen Pass auf Chris Brown, der Brückmann mit einem Beinschuss zum bis dahin verdienten 2-2 Ausgleich überwand (45.). Beinahe wäre es noch besser für die Nürnberger gekommen, aber Kapitän Patrick Reimer verpasste nach feinem Zuspiel von Bodnarchuk die Führung (49.).

So gingen die Gäste wieder in Führung. Nach einem Foul an Lehtivuori entschieden die Schiedsrichter auf Penalty, den Nico Krämmer gekonnt zum 2-3 verwandelte (52.). Die Ice Tigers stemmten sich gegen die drohende Niederlage, bekamen in den letzten Minuten ein weiteres Powerplay, aber wieder gelang es den Nürnbergern nicht, die schwarze Serie in Überzahl zu beenden.

Etwas mehr als eine Minute vor Spielende nahm Frank Fischöder eine Auszeit und den guten Ilya Sharipov, der sich nach dem ersten Tor wieder gefangen hatte, vom Eis. Mit sechs Feldspielern wollten die Ice Tigers noch zum Ausgleich kommen. Am Ende brachten die Adler die knappe Führung über die Zeit. Den Ice Tigers bleibt die Erkenntnis, dass sie sich ohne funktionierendes Powerplay das Leben weiter schwer machen.

Viel Verkehr im Nürnberger Torraum vor Torwart Ilya Sharipov (unten)
Foto: © ISPFD

Pavel Gross: „Das Spiel von zwei guten Torhütern

„Wir mussten heute aufgrund von Verletzungen die Reihen wieder etwas umstellen. Unser Start war ok, aber im zweiten Drittel war Nürnberg klar besser, im letzten Drittel war es sehr eng. Es war auch das Spiel von zwei guten Torhütern. Ich bin froh, dass wir auch so ein enges Spiel für uns entscheiden können“, so die Analyse von Pavel Gross.

Sichtlich enttäuscht war hingegen Frank Fischöder da sich seine Mannschaft am Ende nicht selbst belohnte: „Das war bisher unsere beste Leistung in dieser Saison, leider ohne zählbaren Erfolg für uns. Aber über 50 Minuten hat mir der Auftritt sehr gut gefallen, wir haben gegen die beste Mannschaft aus unserer Gruppe sehr gut ausgesehen. Wir haben nun eine lange Trainingswoche vor uns, ich hoffe, der ein oder andere Verletzte kommt wieder zurück“.

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