Herford. (PM HEV) Der Herforder Eishockey Verein hat die Tür zu den PlayOffs wieder etwas weiter aufgeschoben.
In der Oberliga Nord Hauptrunde gab es für die Ice Dragons einen wichtigen 5:2 (2:2/3:0/0:0)-Auswärtserfolg, womit das Rennen um die Top 8 wieder deutlich enger geworden ist. In einer körperbetonten und zu Beginn wilden Partie, kam der HEV immer besser in die Begegnung hinein und kontrollierte in der Schlussphase das Geschehen. Ryley Lindgren machte sich mit drei Treffern selbst ein Geburtstagsgeschenk und war somit maßgeblich am Sieg der Ostwestfalen beteiligt.
Die ersten Minuten liefen zunächst jedoch überhaupt nicht gut für das Herforder Team. Während Erfurt sofort präsent war, hatte der HEV große Mühe in der Defensive. Bereits in der 3. Minute erzielte Rene Kramer per Schlagschuss das 1:0 für die Gastgeber und 140 Sekunden später nutzte Miro Markkula eine doppelte Überzahl zum 2:0. Erfurt drängte nun sogar auf das 3:0 in der noch verbleibenden Powerplaysituation, ließ dann jedoch Ryley Lindgren ziehen, der in der 7. Minute das erste Unterzahltor der Saison für die Ice Dragons erzielte. In der Folge ließen die Thüringer weitere gute Chancen liegen, bevor Herford allmählich die Partie besser in den Griff bekam. Eine schnelle Kombination von Philip Woltmann und Jackson Pierson nutzte schließlich erneut Ryley Lindgren und erzielte in der 15. Minute das bis zu diesem Zeitpunkt etwas glückliche 2:2. Dieser Treffer zeigte jedoch eine deutliche Wirkung. Herford nahm nun das Heft immer mehr in die Hand, bis zum ersten Seitenwechsel blieb es aber noch bei dem Unentschieden.
Im zweiten Drittel kamen die Ostwestfalen wie verwechselt aus der Kabine und erhöhten den Druck. Die Begegnung wurde nun physisch intensiver und der HEV wusste die sich gebenden Überzahlsituationen zu nutzen. In der 26. Minute fälschte Jannis Kälble im Powerplay einen Schuss von Marius Garten unhaltbar zur Gästeführung ab. In der 29. Minute folgte dann der zweite Shorthander des Spieles und erneut traf Ryley Lindgren in einer Kontersituation zum 4:2. Der nächste Treffer resultierte wieder aus einer Überzahlsituation der Herforder. David Makuzki hebelte mit einem Querpass die gesamte Defensive der Erfurter aus und Philip Woltmann vollendete zum 5:2 (32.). Mit der 3-Tore-Führung im Rücken begannen die Gäste nun, sich mehr und mehr auf die Defensivarbeit zu konzentrieren.
Im Schlussabschnitt kontrollierte Herford das Spiel, riskierte nicht mehr viel und stand gut in der Defensive. Auch eine 5-Minuten-Zeitstrafe nutzten die Ice Dragons dazu, um die Uhr herunterzuspielen. Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr und so verkürzten die Ostwestfalen den Rückstand auf die PlayOff-Zone auf neun Zähler. Da auch Rostock und Herne punkteten, ist der Kampf um die Top 8 noch einmal neu entbrannt.
„In den ersten Minuten haben wir nicht gut begonnen und haben auch zu viele Strafen kassiert. Wir sind dann aber gut zurückgekommen und haben ab dem zweiten Drittel das Spiel immer mehr kontrolliert. Im Schlussabschnitt spielen wir dann alles souverän zu Ende“, analysierte HEV-Chefcoach Henry Thom nach der Begegnung.
Inklusive der Zwischenrunde, die im Februar startet, hat der Herforder Eishockey Verein nun 13 Spieltage Zeit, um sich noch weiter in Position zu bringen. So wird das Derby am kommenden Freitag bei den Hammer Eisbären zumindest für die Ice Dragons zum Spiel mit PlayOff-Charakter. Ähnlich sieht es im letzten Hauptrundenheimspiel am Sonntag aus. Dann sind die Saale Bulls aus Halle ab 18.30 Uhr zu Gast in der imos Eishalle „Im Kleinen Felde“. Tickets gibt es online unter https://tickets-ice-dragons.reservix.de sowie an der Abendkasse, die mit Einlassbeginn ab 17.30 Uhr öffnet. Aufgrund der hohen Kartenanfrage empfehlen die Verantwortlichen des Herforder Eishockey Vereins die Nutzung der Vorverkaufsmöglichkeit.
Tore:
1:0 02:58 Rene Kramer (Miro Markkula / Santeri Haarala)
2:0 05:19 Miro Markkula (Louis Postel / Rene Kramer) PP2
2:1 06:17 Ryley Lindgren (Mika Hupach) SH1
2:2 14:56 Ryley Lindgren (Jackson Pierson / Philip Woltmann)
2:3 25:08 Jannis Kälble (Marius Garten / Philip Woltmann) PP1
2:4 28:34 Ryley Lindgren (Jackson Pierson / Sebastian Moberg) SH1
2:5 31:33 Philip Woltmann (David Makuzki / Marius Garten) PP1
Strafen:
Erfurt 12 Minuten + 5 Minuten Fritz Denner + Spieldauer-Disziplinarstrafe Fritz Denner
Herford 16 Minuten
Zuschauer:
752
Wochenende mit PlayOff-Charakter für die Ice Dragons
Herford mit Derby in Hamm und Heimspiel gegen Halle
Jagdfieber – der Herforder Eishockey Verein hat sich mit sechs Punkten aus den letzten drei Partien die nächsten Duelle mit PlayOff-Charakter erarbeitet. Am Freitag steht ab 20.00 Uhr in der beta Finanz Eissportarena das vierte Saisonderby bei den Hammer Eisbären an, zwei Tage später folgt das letzte Heimspiel der Hauptrunde ab 18.30 Uhr in der imos Eishalle „Im Kleinen Felde“ gegen die Saale Bulls Halle.
Vor einer Woche drohte den Ostwestfalen ein Schreckens-Szenario. Der Rückstand auf die PlayOff-Zone betrug 15 Punkte und so hätte für den HEV mit weiteren Niederlagen die im Februar beginnende Zwischenrunde fast nur noch eine statistische Bedeutung gehabt. Nach der deutlichen Niederlage in Rostock vergrößerten sich die Sorgen und es wartete für die Mannschaft von Chefcoach Henry Thom fast schon der letzte Strohhalm in den Begegnungen gegen Herne und bei den Black Dragons Erfurt. Den Ice Dragons gelang es mit guten Auftritten und zwei sicheren Siegen, diesen Strohhalm zu greifen und den Abstand in etwas mehr als 48 Stunden deutlich zu verkürzen. Plötzlich ist das Feld in der unteren Tabellenregion wieder enger zusammengerückt und auch das Herforder Team ist wieder mittendrin im Geschehen. Neun Punkte Rückstand auf die Top 8 bei noch ausstehenden 13 Spielen – ein weiter Weg, ein steiniger Weg – aber ein Weg, den es sich unbedingt lohnt, gemeinsam mit den ostwestfälischen Eishockeyfans zu gehen.
„Gefühlt ist aktuell jedes Duell ein Spiel mit PlayOff-Charakter für uns“, so gab Henry Thom vor Kurzem die Devise aus. Dieses Motto gilt auch beim vierten Saisonderby – zumindest für den HEV – bei den Hammer Eisbären. Bereits vor dem Start der Zwischenrunde am 01. Februar steht fest, dass das ewige Duell beider Kontrahenten auch nach der Hauptrunde eine Fortsetzung bekommt, da die Eisbären nach zunächst sehr gutem Saisonstart aufgrund einer Niederlagenserie die Gruppe 1 der Top 5 verpassten. Aktuell ist Hamm Tabellensiebter und hat mit 53 Punkten einen komfortablen Vorsprung auf Erfurt, der derzeit den letzten PlayOff-Platz 8 innehaben.
PlayOff-Charakter hat in jedem Fall auch das Heimspiel gegen die Saale Bulls Halle. Während Herford auf Platz 11 um eine bessere Ausgangslage für die Zwischenrunde kämpft, liefert sich der Tabellenfünfte Halle ein knappes Duell mit dem Tabellenvierten Duisburg um das Heimrecht in den PlayOffs. Unwahrscheinlich ist für die Saale Bulls ein Abrutschen in die untere Gruppe, da man ein 8-Punkte-Polster auf Platz 6 (Leipzig) hat.
Egal ob man es aus Herforder Sicht nun Endspiele, Duelle mit PlayOff-Charakter oder Crunchtime nennt – die Spannung hat deutlich Fahrt aufgenommen und die Tür zu den PlayOffs ist ein wenig weiter geöffnet worden. Nun gilt es in den nächsten Spielen weiterzuarbeiten und vielleicht einen Fuß hineinzusetzen.
Tickets für die Sonntagsbegegnung gegen Halle gibt es online unter https://tickets-ice-dragons.reservix.de sowie an der Abendkasse, die mit Einlassbeginn ab 17.30 Uhr öffnet. Aufgrund der hohen Kartennachfrage empfehlen die Verantwortlichen des Herforder Eishockey Vereins die Nutzung der Vorverkaufsmöglichkeit, um lange Warteschlangen zu vermeiden. Alle Spiele der Oberliga werden zudem live unter www.sprade.tv übertragen.
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