Herford. (PM HEV) Der Herforder Eishockey Verein musste in der Oberliga Zwischenrunde im Kampf um die PlayOff-Qualifikation einen herben Rückschlag hinnehmen.
Gegen den direkten Mitkonkurrenten Herne Miners gab es eine 2:3 (2:1/0:0/0:2)-Niederlage, wodurch der Sprung auf Platz 3 verpasst wurde. Beiden Teams war die Bedeutung des Spieles deutlich anzumerken. Nachdem die Ice Dragons im ersten Drittel noch knapp in Führung lagen, arbeiteten sich die Gäste mit zunehmender Spielzeit immer besser in die Begegnung hinein und entführten am Ende nicht unverdient drei wertvolle Zähler.
In den ersten Minuten bemühten sich die HEV-Kontrahenten um Offensivakzente. Passungenauigkeiten im Aufbau sorgten jedoch dafür, dass Großchancen zunächst ausblieben. In der 11. Minute eröffnete Matyas Kovacs dann aber den Torreigen und arbeitete die Scheibe aus kurzer Entfernung ins Netz. Vier Minuten später brachten sich die Gäste dann ebenfalls durch Marius-Lucas Demmler auf die Anzeige und glichen zum 1:1 aus. Das Spiel nahm nun deutlich Fahrt auf und die Ostwestfalen kamen noch vor dem ersten Seitenwechsel durch Ryley Lindgren zur erneuten Führung (18.).
Im zweiten Spielabschnitt hatten beide Mannschaften die Anfangsnervosität abgelegt. Die Aktionen wurden klarer und so ergaben sich teilweise hochkarätige Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. Die Ice Dragons versäumten in dieser Phase mehrfach mit dem 3:1 nachzulegen und so gab es keine Ergebnisveränderung bis zur letzten Pause.
Im Schlussabschnitt übernahmen die Miners immer mehr das Spielgeschehen und setzten sich vermehrt vor dem Tor der Gastgeber fest. Herford hingegen blieb durch schnell vorgetragene Konter weiterhin gefährlich. In der 48. Minute nutzte Nicholas Ford dann einen Abspielfehler in der Hintermannschaft der Gastgeber und ließ Jakub Urbisch keine Abwehrchance. Der Gästetreffer zeigte deutlich seine Wirkung. Während Herne nun immer mutiger in der Offensive agierten, schlichen sich bei den Ostwestfalen Fehler ein. In der 53. Minute gelang es der Herforder Defensive nicht, den Puck aus dem eigenen Drittel zu befördern und Hugo Enock traf aus der Distanz zum 3:2 für die Miners. Das Spiel hatte sich gedreht und die Heimmannschaft war noch einmal gefordert. In den letzten Minuten erhöhte Herford zwar den Druck, kam jedoch nicht mehr zum Ausgleich. Immer wieder scheiterten die Offensivaktionen am Goalie der Gäste, wenige Sekunden vor der Schlusssirene rettete der Torpfosten den Herner Sieg.
„Im ersten Drittel waren beide Mannschaften sehr nervös und es waren sehr viele Fehlpässe dabei. Trotzdem gehen wir mit einer Führung in die Pause und haben dann das Spiel im zweiten Spielabschnitt sehr gut im Griff. Wir verpassen es aber ein weiteres Tor zu machen. Nach dem Ausgleich kam bei uns dann Nervosität zurück und beim 3:2 gelingt es uns nicht, die Scheibe aus der eigenen Defensive herauszubekommen“, analysierte Herfords Chefcoach Henry Thom nach der Begegnung.
In der Tabelle ist das Feld nun noch enger im Kampf um die PlayOff-Teilnahme zusammengerückt. Da zeitgleich auch Rostock (1:6 in Hamm) und Erfurt (2:7 gegen Leipzig) verloren, trennt Rostock, Herford, Erfurt und Herne auf den Plätzen 3 bis 6 nur noch ein einziger Zähler. So wartet auf die Eishockeyfans in den verbleibenden vier Partien der Oberliga Nord ein echter Showdown um Tabellenplatz 3, der den Einzug in das PlayOff-Achtelfinale bedeutet. Fest steht jedoch auch, dass der Herforder Eishockey Verein mit vier Siegen nach regulärer Spielzeit definitiv die PlayOffs erreichen würde – eine Rechnung, die jedoch auch für Rostock, Erfurt und Herne nun gilt.
In der Sonntagsbegegnung steht nun ab 18.00 Uhr das schwierige Auswärtsspiel bei den Icefighters Leipzig für die Ostwestfalen auf dem Programm.
Tore:
1:0 10:22 Matyas Kovacs (David Makuzki / Leon Köhler)
1:1 14:00 Marius-Lucas Demmler (Marc Hofmann / Sofiene Bräuner)
2:1 17:32 Ryley Lindgren (Philip Woltmann / Jackson Pierson)
2:2 47:54 Nicholas Ford (Sofiene Bräuner / Marius-Lucas Demmler)
2:3 52:55 Hugo Enock (Nicholas Ford / Tjark Kölsch)
Strafen:
Herford 8 Minuten
Herne 4 Minuten
Zuschauer: 815
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