Herford. (PM HEV) Die Negativserie des Herforder Eishockey Vereins hält an. Im HEV-Duell unterlagen die Ice Dragons in der Oberliga Nord beim Herner EV Miners mit 2:4 (1:0/1:0/0:4) und verloren somit weiter an Boden.
Zwei Drittel lang hatten die Ostwestfalen die Begegnung gut im Griff, gaben dann jedoch im Schlussabschnitt die Partie innerhalb von 9 Minuten komplett aus der Hand.
„Wir machen es 40 Minuten recht ordentlich und haben das Spiel im Griff. Dann sorgen individuelle Fehler von Führungsspielern dazu, dass die Begegnung kippt. Ich erwarte gerade von diesen Spielern, dass sie so ein Spiel nach Hause spielen“. Herfords Chefcoach Henry Thom war sichtlich unzufrieden auf der anschließenden Pressekonferenz, nachdem ein möglicher Befreiungsschlag des Herforder Teams hergeschenkt wurde.
Bereits im Vorfeld des HEV-Duells lief vieles gegen den Herforder Eishockey Verein. Unmittelbar vor der Partie wurde ein Einspruch der Ostwestfalen gegen die Spieldauerdisziplinarstrafe von Top-Scorer Ryley Lindgren abgewiesen und sogar in eine Matchstrafe umgewandelt, womit Herfords Nummer 74 nun für drei Spiele gesperrt ist. Zudem musste Henry Thom auf die verletzten Gleb Berezovskij und Mika Hupach verzichten.
Doch die notwendige Umstellung in den Reihen schien den Herfordern nur wenig auszumachen. Mit viel Kampf und aggressivem Spiel in der gegnerischen Defensivzone ließ man die Miners nicht richtig zum Zug kommen. So war das 1:0 durch Jegors Kalnins in der 14. Minute nicht unverdient.
Im zweiten Drittel fand Herne zwar besser in die Begegnung, doch nach überstandener Unterzahl schlugen die Ice Dragons erneut zu. Leon Köhler reagierte schnell und netzte in der 29. Minute zum 2:0 ein. Herne erhöhte fortan den Druck, doch die Ostwestfalen standen stabil in der Abwehr und ließen nur wenige hochkarätige Torgelegenheiten zu.
Anders das Bild im Schlussabschnitt. Ein Fehler in der Defensive machte eine scheinbar gelöste Situation wieder gefährlich und Marc Hoffmann brachte die Gastgeber in der 42. Minute auf 1:2 heran. Ab jetzt änderte sich die Begegnung deutlich. Herne setzte mit klareren Offensivaktionen nach, während bei den Ostwestfalen die bislang gezeigte Souveränität immer mehr verloren ging. Drei Minuten später ließ man Nicholas Ford auf der linken Seite viel zu viel Platz und der Miners-Stürmer bedankte sich mit dem 2:2-Ausgleich. Doch damit nicht genug. In der 51. Minute gelang es den Gästen nicht, eine gefährliche Situation zu klären, Thomas Munichiello stocherte die Scheibe aus kurzer Entfernung über die Linie und drehte die Begegnung mit seinem Treffer zum 3:2 endgültig. Erst jetzt fand Herford wieder besser in das Spiel zurück, lief aber in den verbleibenden Minuten einem Rückstand hinterher. Bezeichnend für die derzeitige Situation der Werrestädter dann die Schluss-Sequenz des HEV-Duells. Früh nahm Henry Thom Torhüter Jakub Urbisch zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. 70 Sekunden vor dem Ende setzte Sebastian Moberg einen gewaltigen Schuss von der blauen Linie ab. Ein lauter Knall ließ die Hannibal-Arena und die Miners-Fans kurz innehalten. Herfords Nummer 59 hatte den Innenpfosten getroffen, doch der Puck sprang wieder ins Feld zurück. Im direkten Gegenzug sorgte Brad Snetsinger mit einem EmptyNet-Treffer für die Entscheidung zum 4:2. Herford stand am Ende mit leeren Händen da und der Rückstand auf die PlayOff-Plätze ist somit nicht verkürzt worden. Platz 11 und weiterhin 10 Punkte Rückstand, so die ernüchternde Bilanz bei nur noch 27 ausstehenden Spielen.
Am Sonntag hat der Herforder Eishockey Verein spielfrei, am Dienstag folgt ab 19.00 Uhr die Nachholbegegnung bei den Saale Bulls Halle.
Tore:
0:1 13:30 Jegors Kalnins (Dennis König / David Makuzki)
0:2 28:14 Leon Köhler (Marius Garten / Jackson Pierson)
1:2 41:49 Marc Hoffmann (Raik-Cornell Rennert / Lennart Schmitz)
2:2 44:56 Nicholas Ford (Thomas Munichiello / Fabian Nifosi)
3:2 50:48 Thomas Munichiello (Brad Snetsinger / Nicholas Ford)
4:2 59:03 Brad Snetsinger (Nicholas Ford) EN
Strafen:
Herne 4 Minuten
Herford 8 Minuten
Zuschauer:
980
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