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Kassel. (SC) Egal wie es derzeit sportlich um die Kassel Huskies steht, die Geschehnisse abseits des Eises liefern eine Hiobsbotschaft nach der anderen für...
Die Kassler Eissporthalle, Heimspielstätte der Huskies - © by Eishockey-Magazin (MK)

Die Kassler Eissporthalle, Heimspielstätte der Huskies – © by Eishockey-Magazin (MK)

Kassel. (SC) Egal wie es derzeit sportlich um die Kassel Huskies steht, die Geschehnisse abseits des Eises liefern eine Hiobsbotschaft nach der anderen für die Mannschaft, die Mitarbeiter der KEBG und nicht zuletzt die leidgeprüften Fans des nordhessischen Eishockeyclubs.
Sollte es nicht zu einer Einigung mit Halleneigentümer Kimm bezüglich der Eissporthalle kommen, droht der KEBG der zeitnahe Weg zum Insolvenzgericht. Zwar könnten die Huskies die Saison zu Ende spielen, da die Mannschaft nicht über die KEBG in der Oberliga West gemeldet ist, doch was nützt es ohne Eisfläche?

 

Die Geldgeber der Huskies werden wohl erst wieder investieren, wenn klar ist, ob und wie es mit der Spielstätte des Kassler Eishockeyvereins weiter geht.
Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen ließ über die örtliche Presse (HNA) verlauten, dass er in einem Gespräch mit Halleneigner Kimm vermitteln wolle, so dass eine weitere Vermietung der Eissporthalle zu tragbaren Konditionen für beide Seiten in der nächsten Saison möglich sei.
Ob das gelingt scheint jedoch mehr als fraglich, denn Kimm hatte zuletzt alle Gespräche diesbezüglich abgebrochen und jede weitere Zusammenarbeit mit der KEBG verweigert, nachdem die den Mietvertrag der Halle fristgerecht zum 30.4. gekündigt hatte.

Sportlich lieferten die Huskies vor einer erneuten Minuskulisse von nur 1466 Zuschauern und trotz aller schlechten Nachrichten mit einem 7:2 Sieg über die Hammer Eisbären wieder positives ab.
Zunächst merkt man den Huskies an, dass die neuen Entwicklungen rund um den Verein nicht spurlos an der Mannschaft vorüber geht. Wie gelähmt wirkte der Auftritt der Schlittenhunde zunächst. Bereits in der 2. Minute war Kristian im Tor der Huskies das erste Mal geschlagen und Trainer Rumrich nahm eine Auszeit.
Nach verhaltenem Beginn und einem 0:2 Rückstand  nach einem Doppelpack von Lasik (2. und 9. Minute) legten die Huskies allerdings einen Zahn zu und erzielten ihr erstes Tor als ein Spieler beider Mannschaften in der Kühlbox saß. Gregor Stein war es, der den 1:2 Anschlusstreffer kurz vor der ersten Pause klar machte.
Lautstark unterstützt vom „harten Kern“ der Fans, die den Weg in die Halle gefunden hatten, kämpften sich die Huskies nun immer besser ins Spiel

 

Jürgen Rumrich - © by Eishockey-Magazin (DR)

Jürgen Rumrich – © by Eishockey-Magazin (DR)

Auch ins Mitteldrittel starteten beide Mannschaften mit nur vier Mann auf dem Eis. Wieder profitierten die Huskies davon. Christ erzielte den 2:2 Ausgleich. Keine zwei Minuten waren da im Mitteldrittel gespielt.
Drei Minuten später vergab Maaßen für die Hammer Eisbären die erneute Führung. Glück für die Huskies, dass es nach seinem Schuss nur beim Pfostenknaller blieb (25.).
Dann aber ließen die Kräfte der dezimierten Gäste deutlich nach und die Huskies kamen in der 29. Minute zur erstmaligen Führrung. Kyle Doyle lief den Eisbären auf und davon und legte quer über die Eisfläche für seinen Sturmpartner auf, der Hammers Schlussmann Wendler zum 3:2 überwand.
Nur 21 Sekunden später war es Christian Billich, der den nächsten Treffer der Huskies erzielte und mittels eines Doppelschlags der Huskies für die beruhigende 4:2 Führung sorgte. Sein Schuss landete von der Latte im Tor der Gäste (29.).
Hätte Doyle nur wenig später seinen Alleingang mit einem Tor abschließen können (32.) oder Wyscik seine Chance allein vor Wendler in Unterzahl in Zählbares verwandeln können (35.), wäre die Führung zur Pause noch deutlicher ausgefallen. So aber blieb es beim 4:2 Pausenstand.
Obwohl Hauptschiedsrichter Kissing im letzten Drittel zahlreiche Strafen gegen die Huskies verhängte, blieb der Huskies Sieg ungefährdet. Zum einen konnten die dezimierten Gäste auch mit einem Mann mehr auf dem Eis den Huskies nichts mehr entgegensetzen, zum anderen waren die Huskies selbst in Unterzahl das torgefährlichere Team. Drei Treffer fielen für die Huskies noch im letzten Spielabschnitt. Zwei davon in Unterzahl. In der 46. Spielminute verwandelte Alexander Heinrich seinen eigenen Rebound in das 5:2, bevor Doyle den sechsten Treffer der Huskies klar machte. Den Schlusspunkt setzte wieder Billich sieben Minuten vor Ende der Partie, als er wiederum mittels Shorthanders den 7:2 Endstand herstellte.
Mit dem Sieg über die Hammer Eisbären haben die Huskies den zweiten Tabellenplatz gefestigt, der ihnen nun auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen ist.

 

Kassels Trainer Jürgen Rumrich lobte nach dem Spiel die Reaktion der Fans nach dem Rückstand im ersten Drittel. „Natürlich berührt die ganze Situation auch die Mannschaft, was man zu Beginn des Spiels auch gemerkt hat. Doch die Fans haben mit dem richtigen Fingerspitzengefühl darauf reagiert und die Mannschaft unterstützt“.  „Nur so kann man mit der momentanen Situation umgehen“, meint Rumrich und spricht sich für einen Schulterschluss aller Beteiligten in der schwierigen Situation rund um die Huskies aus. „Wir wissen, dass wir in den zwei Spielen am Wochenende gegen Duisburg und Frankfurt zulegen müssen und das werden wir auch tun“, bilanziert der Headcoach der Kassler Mannschaft und fasst dabei die zwei letzten Auftritte der Huskies in der Endrunde der Oberliag West am kommenden Wochenende ins Auge.

Kassel Huskies – Hammer Eisbären 7:2 (1:2/3:0/3:0)

Tore: 0:1 (1:29) Lasik (Potthoff, Tausend), 0:2 (8:37) Lasik (Potthoff, Richter), 1:2 (17:24) Stein (Billich)/4-4, 2:2 (21:18) Christ (Valenti, Doyle)/4-4, 3:2 (28:37) Snetsinger (Billich, Doyle), 4:2 (28:58) Billich (Snetsinger), 5:2 (45:53) Heinrich (Schneider)/SH1, 6:2 (47:43) Doyle (Billich, Engel), 7:2 (53:07) Billich (Kostyrev)/SH1

Schiedsrichter: Kissing

Strafzeiten: Kassel Huskies 18+10 Gaucher+10Valenti, Hammer Eisbären 6

Zuschauer: 1466

 

Stimmen nach dem Spiel

 

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