Kempten. (PM ESC) Die Eltern von Kemptens Topscorer Kevin Hu waren am Wochenende aus Kanada eingeflogen und begleiteten ihren Sohn und das Team zum Auswärtsspiel in Grafing.
Inmitten der zahlreichen Kemptener Fans hatten sie sichtlich Spaß am Spiel der Allgäuer und an der Leistung ihres Sprösslings. Mit einem Hattrick hatte er einmal mehr maßgeblichen Anteil an einem starken Auftritt der Sharks.
Fünfter gegen Dritter, ein Punkt Unterschied, der nächste Krimi um die direkte Playoffquali stieg am Sonntagabend in der Grafinger Wildbräu Arena. Beide Teams konnten am Freitagabend nicht punkten, Klostersee brachte eine Niederlage aus Schweinfurt mit und Kempten unterlag Peißenberg vor heimischem Publikum. Seit vielen Jahren konnten die Sharks keine Punkte in der Scheune ergattern, eine Mammutaufgabe also für das Team von Sven Curmann. Gegenüber dem Freitag rückte Roman Schwarz von der U20 mit in die Aufstellung. Wie schon mehrfach in dieser Saison zeigte Kempten nach einer Niederlage eine super Reaktion. Von Beginn an hoch konzentriert und defensiv hervorragend organisiert ließ man die Hausherren in den ersten zwei Dritteln nicht gefährlich ins Spiel kommen. Maximilian Schäffler und Kevin Hu schossen eine frühe und beruhigende zwei Tore Führung heraus, aus der man das Spiel routiniert bestritt. Auch wenn die Gastgeber immer wieder den Rückstand verkürzen konnten, so hatte man die perfekten Antworten in Form von Toren zum richtigen Zeitpunkt parat.
Den Anschlusstreffer Klostersees konterte Martin Hlozek mit dem 1:3 und auch auf das 2:3 unmittelbar nach der Pause hatte Hu mit dem 2:4 die richtige Antwort parat. Die Hausherren hatten die Reihen umgestellt und sorgten im Schlussabschnitt für mehr Druck. Lohn war der erneute Anschluss, aber die Schlussoffensive durchbrach Kemptens Nr.8 mit seinem dritten Treffer ins leere Tor. Der einzige Kritikpunkt wäre vielleicht die Chancenverwertung, hier hätte man in den ersten beiden Abschnitten deutlicher Führen können. Aber mit den Grafingern hatte man auch einen starken Gegner, die muss man in ihrer eigenen Halle überhaupt erst mal schlagen. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Und auch wenn Hu mit seinem Hattrick zum Spieler des Abends gewählt wurde, so waren es doch alle Akteure, die diese Auszeichnung verdient hatten. Hu’s kongenialer Sturmpartner Filip Kokoska glänzte mit fünf Assists bei fünf Toren. In der Defensive wurde konsequent gearbeitet. Mason Palmer und Tomas Kulhanek räumten und blockten mit ihren Kollegen so gut wie alles aus dem Weg was in Richtung Gehäuse von Jakob Nerb kam. Und auch der Schlussmann der Sharks zeigte einmal mehr eine klasse Leistung mit seinen Paraden. Die Special Teams funktionierten, während man den Hausherren in Unterzahl nicht viel zuließ, erzielte man selbst zwei Treffer in Überzahl. Das Spiel war ein Paradebeispiel dafür, was man unter einer geschlossenen Mannschaftsleistung versteht.
Mit Klostersee, Landsberg, Miesbach, Waldkraiburg und Dingolfing verloren alle fünf Teams direkt hinter dem ESC. Bei aktuell sechs Punkten Vorsprung auf Platz sieben braucht es nun also noch einen Punkt um am Ende sicher direkt in den Playoffs zu stehen. Aber vor den Spielen gegen Schweinfurt und in Amberg ist das Ziel ganz klar: Platz drei und das Heimrecht im Viertelfinale ist es was man nun erreichen will.
Statistik:
EHC Klostersee – ESC Kempten 3:5 (1:2,0:1,2:2)
Tore:
0:1 Schäffler (Kulhanek,Kokoska)(5.),
0:2 Hu (Kokoska,Miller)(8.),
1:2 Roeder (Hilger,Quinlan)(19.),
1:3 Hlozek (Kokoska,Schäffler)(25.),
2:3 Kauppila (Gagnon)(41.),
2:4 Hu (Mische,Kokoska)(49.),
3:4 Quinlan (Dengl,Roeder)(57.),
3:5 Hu (Kokoska,Palmer)(60.).
Strafminuten:
EHC Klostersee: 8
ESC Kempten: 8
Beste Spieler:
EHC Klostersee: Luka Kauppila
ESC Kempten: Kevin Hu
Zuschauer: 559
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