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Augsburg. (MS) Die Fuggerstädter müssen sich endgültig mit einer langen und arbeitsreichen Sommerpause abfinden. Das Spiel gegen Nürnberg wurde – ohne sieben Stammspieler –...
Adrian Grygiel versucht es aus der Distanz - © by Eishockey-Magazin (RS)

Adrian Grygiel versucht es aus der Distanz – © by Eishockey-Magazin (RS)

Augsburg. (MS) Die Fuggerstädter müssen sich endgültig mit einer langen und arbeitsreichen Sommerpause abfinden. Das Spiel gegen Nürnberg wurde – ohne sieben Stammspieler – zu einer Prüfung der moralischen Einstellung des verbliebenen Kaders. Nach dem 2:10 (1:2/1:2/0:6) vor „immer noch“ 4.220 geduldigen Zuschauern darf man Moral und Ehre natürlich in Frage stellen – darf jedoch die unglückliche Kaderzusammenstellung, die Fehlentscheidungen im Saisonverlauf und das enorme Verletzungspech nicht außer Acht lassen. Abhaken und intensiv auf die Saison 2015/16 muss nun die Devise heißen.

 

Wie bereits gegen Ingolstadt hatten die Gastgeber den „Hot Spot“ vor dem eigenen Tor nicht unter Kontrolle. Reimer, schließlich mit einer der torgefährlichste deutsche Offensivspieler, konnte mehrmals unbedrängt direkt vor Keller den Nachschuss ansetzen. In dieser 2. Spielminute ging das noch gut. Eigene Torgefahr kreierten die Schwaben erst in der 7. Minute durch DaSilva. Symptomatisch für die gesamte Saison der Augsburger sind leider inkonstante Leistungen der Goalies. Jaspers Hereingabe aus sehr spitzem Winkel musste Keller zur Überraschung aller Anwesenden zum 0:2 (19.) passieren lassen.  Noch überraschender viel dann jedoch der Anschluss der Schwaben, wobei Jenike seinerseits bei Grygiels Schlenzer nicht gut aussah.  Vier Sekunden vor der ersten Sirene wurde der Regler zumindest noch auf „Spannung“ gestellt.

Nürnberg kam schnell über die neutrale Zone, machte jedoch nur leidlich Druck und wartete stattdessen geduldig auf die Fehler der Gastgeber. Diese taten ihnen – erneut in Person von Torsteher Keller – den Gefallen. Als dieser übermotiviert sein Gehäuse verließ, unzureichend klärte und dann nicht mehr rechtzeitig zurückkehrte, hatte Reinprecht  auf 3:1 (24.) erhöht. Dem nie aufsteckenden Trevelyan war der erneute Anschluss (30.) vorbehalten, in dem er trocken ins lange Eck abzog und Jenike damit wohl etwas überraschte. Weiterhin war das Glück nicht wirklich auf Seiten der Panther. Moore und Oblinger donnerten mit den Knien zusammen, und da die Aktion vom Augsburger ausging, war das vorzeitige Duschen (Spieldauerdisziplinarstrafe) durachaus gerechtfertigt. Die Franken benötigten dann gerade mal 10 Sekunden, um daraus durch Reinprecht in Form des 2:4 (39.) Kapital  zu schlagen.

Die 5-minütige Überzahl nutzten die Tigers zu drei (!!!) weiteren Toren (41., Ehliz bzw. Reinprecht und 42. Eriksson) und entschieden das Match somit zu ihren Gunsten. Damit aber nicht genug. Während die Augsburger ihren Frust mit weiteren Strafzeiten bezahlen mussten, spielten die Ice Tigers konzentriert weiter und erreichten somit das zweitstellige Endergebnis durch Tore von Jaspers (45., doppelte Überzahl) und zweimal Kaufmann (46. doppelte Überzahl  und 51.). Einige hundert Fans waren zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg nach Hause.

Augsburger Panther – Ice Tigers Nürnberg   2:10 (1:2/1:2/0:6)
Tore: 0:1 (7:30)  Jaspers (Buzas/Joslin); 0:2 (18:21) Pföderl (Oblinger/Klubertanz) 4-5 PP1, 1:2 (19:56) Grygiel(Moore/Ciernik) 5-4 PP1; 1:3 (23:50) Reinprecht (Reimer/Ehliz); 2:3 (29:47) Trevelyan (Woywitka/Machacek); 2:4 (38:19) Reinprecht (Reimer/Eriksson) 4-5 PP1; 2:5 (40:19) Ehliz (Reimer/Reinprecht) 4-5 PP1, 2:6 (40:58) Reinprecht (Reimer/Eriksson) 4-5 PP1; 2:7 (41:50) Eriksson (Klubertanz/Joslin) 4-5 PP1; 2:8 (44:29) Jaspers (Eriksson/Reimer) 3-5 PP2; 2:9 (45:11) Kaufmann (Klubertanz/James) 3-5 PP2; 2:10 (50:25) Kaufmann (James/Eriksson)

Schiedsrichter: Vogl, Schukies
Strafen: Augsburg 16 + 10 DaSilva + 20 + 5 Moore  – Nürnberg 6
Zuschauer: 4.220

Aufstellungen:
Augsburger Panther:  Keller (Gaßner)  – Lamb, Reiß; Jobke, Woywitka;  Tölzer, Bettauer;  –  Machacek, Moore, Grygiel; Trevelyan, DaSilva, Ciernik;  Schäffler, Hinterstocker, Riefers; Breitkreuz, (es fehlt: Bayda, Connolly, Caporusso, Mason, Rekis, Seifert,  Weiß/Sperre)
Nürnberg: Jenike (Goll) – Printz, Wyman; Eriksson, Klubertanz; Nowak, Joslin; Weber – Möchel, Kaufmann, James; Buzas, Jaspers, Oblinger; Ehliz, Reinprecht, Reimer; Pföderl, El-Sayed, Locke.
Three Stars:
1st Star:   Reinprecht (NÜR)
2nd Star:  Reimer (NÜR)
3rd Star:  Jaspers (NÜR)

 

Stimmen zum Spiel

 

Philip Riefers (AEV Panther)

Patrick Buzas (Thomas Sabo Ice Tigers)


 

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