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Bozen. (PM HCB) Erste Saisonbegegnung zwischen dem HCB Südtirol Alperia und den spusu Vienna Capitals in der Sparkasse Arena. Nach der Niederlage von Villach... Heimnimbus von Bozen gebrochen – 5:3 Erfolg der Vienna in der Sparkasse Arena

© HCB / Vanna Antonello

Bozen. (PM HCB) Erste Saisonbegegnung zwischen dem HCB Südtirol Alperia und den spusu Vienna Capitals in der Sparkasse Arena.

Nach der Niederlage von Villach wollten die Foxes wieder auf die Erfolgsstraße zurück, allerdings machte eine clevere Vienna dieses Vorhaben zunichte und brachte den Weißroten die erste Heimniederlage der Saison bei. Wieder war das fehlerhafte Abwehrverhalten der Hausherren einer der Hauptgründe für die zweite Niederlage in Folge.

Das Spiel. Beim Lineup gab es keine Änderung zum Mach gegen Villach mit Ausnahme des an Grippe erkrankten Frigo, seine Stelle nahm Kasslatter ein.

Das Match begann ganz nach dem Geschmack des zahlreichen Bozner Publikums: Halmo schnappte sich nach 31 Sekunden einen Fehlpass der Gäste, startete allein durch, zog aus dem hohen Slot ab und die Scheibe schlug millimetergenau in der rechten Kreuzecke ein. Vienna reagierte postwendend und brachte die weißrote Defensive mit schnellen Angriffen mehrmals in Bedrängnis. Nach vier Minuten überraschte Bauer den Bozner Goalie mit einem Schuss in die kurze Ecke, Harvey sah dabei nicht gut aus, bügelte aber in der Folge mehrmals seinen Fehler aus. Die Hausherren konnten das erste Powerplay nicht nutzen auch weil Hults nur Metall traf, gegen Mitte des Abschnittes wurde das Match etwas ruppiger. Zuerst kamen sich Dalhuisen und Sheppard in die Haare, dann tauschten Halmo und Rotter Nettigkeiten aus. Bozen konterte bei zwei Überzahlspielen der Gäste mit einem starken Penalty Killing.

Im mittleren Abschnitt nutzten die Gäste zwei individuelle Fehler der Foxes eiskalt aus und brachten sich mit zwei Toren Vorsprung in Führung: zuerst lud Dalhuisen mit einem missglückten Querpass Bradley zum Schuss ein, dann entwischte Rotter mit einem blitzschnellen Antritt und ließ Harvey keine Abwehrmöglichkeit. Bozens Defensive wankte mehrmals und die Weißroten konnten sich mehrmals bei ihrem Goalie bedanken, dass der Vorsprung der Gäste nicht größer wurde. Die Hausherren hatten mit Hults aus dem hohen Slot, Gazley mit einem Schuss aus der Drehung und Miceli, der einen Querpass von Miglioranzi verfehlte, gute Möglichkeiten. Zwei Minuten vor Drittelende gelang den Weißroten in Überzahl endlich der Anschlusstreffer: Frattin (MVP des Spieles) übernahm einen Culkin Querpass Volley und Steen hatte zum zweiten Mal das Nachsehen.

Bozen erzeugte zu Beginn des Schlussabschnittes für etwas Luftverdrängung, allerdings ohne den notwendigen Nachdruck: Hults, McClure, Alberga, Miceli und Culkin vergaben einige Möglichkeiten, bei einer sehenswerten Kombination der ersten Bozner Sturmreihe kam der letzte Pass von Halmo nicht an. Ein unnötiges Foul von Di Perna zur Hälfte des Drittels kostete Bozen den vierten Gegentreffer: es dauerte ganze acht Sekunden, bis Zimmer die Scheibe aus kürzester Distanz in die Maschen „zimmerte“. Die Weißroten bliesen nun zum Angriff und bestürmten das gegnerische Drittel, die Abschlüsse waren jedoch zu ungenau und zu hastig: Miceli, Culkin und Hults scheiterten, bevor Miceli nach einer längeren Aktion zum Anschlusstreffer abstaubte. Cole Hults vergab die nächste Riesenchance, dann entwickelte sich ein fürchterliches Getümmel vor und im Kasten der Gäste. Auch mit dem sechsten Feldspieler gelang den Weißroten nicht mehr der Ausgleich, im Gegenteil, Bradley machte in der letzten Spielminute mit einem Empty Netter alles klar.

Auf Frank & Co. warten nun vier Spiele in Folge fern der Heimat: am kommenden Freitag beginnt die Serie in Klagenfurt, dann folgen Fehervar, Vienna und Salzburg, während das nächste Heimmatch am 11. Dezember gegen den VSV auf dem Programm steht.

HCB Südtirol Alperia – spusu Vienna Capitals 3:5 (1:1 – 1:2 – 0:0)
Die Tore: 00:31 Mike Halmo (1:0) – 04:31 Sascha Bauer (1:1) – 23:18 Matt Bradley (1:2) – 32:19 Rafael Rotter (1:3) – 38:21 PP1 Matt Frattin (2:3) – 49:45 PP1 Maxwell Zimmer (2:4) – 57:21 PP1 Angelo Miceli (3:4) – 59:05 EN Matt Bradley (3:5)
Schiedsrichter: Smetana/Zrnic – Riecken/Zgonc
PIM: 12:14
Torschüsse: 32:30
Zuschauer: 2932

Caps fahren Sieg gegen Tabellenführer Bozen ein

Wien. (PM Capitals) Die spusu Vienna Capitals feiern am Samstag-Abend einen 5:3-Sieg bei Tabellenführer HCB Südtirol Alperia.

Für die Wiener ist es der erste Sieg nach zuletzt drei Niederlagen in Folge. Dabei legt das Team von Head-Coach Dave Barr einen veritablen Fehlstart hin: Schon nach 31 Sekunden liegt die Scheibe im Tor der Caps. Die Wiener verlieren den Puck an der gegnerischen blauen Linie, Bozen kontert blitzschnell und geht durch Halmo in Führung (1.). Für den Ausgleich der Wiener sorgt Bauer, der Bozen-Goalie Harvey mit seinem Schuss überrascht (5.). Im zweiten Drittel wird Bradley von Bozen-Verteidiger Dalhuisen im Slot bedient, der Caps-Top-Scorer versenkt den Puck humorlos (24.). In der 33. Minute kommt Rotter nach einer Strafe von der Strafbank und wird von Prokes per Traumpass bedient. Rotter lässt Harvey keine Chance. Vor Ende des zweiten Drittels bringt Frattin die Hausherren im Powerplay auf ein Tor heran (39.). Im Schlussdrittel ist es Zimmer, der mit seinem Treffer im Powerplay die Führung der Wiener wieder ausbaut (50.). In der 58. Minute trifft Miceli in Überzahl. Zwei Minuten später ist es erneut Bradley, der zum Endstand ins leere Tor trifft. Trotz des Sieges bleiben die Wiener mit nun 27 Punkten Tabellenachter. Schon am Sonntag müssen die Caps zum Auswärtsspiel beim HC Pustertal antreten. Spielbeginn ist um 15:00 Uhr.

Die Wiener setzten ihre Torhüter-Rochade fort: Für Bernhard Starkbaum rückte wieder Stefan Stéen zwischen die Pfosten. Es dauerte nur 31 Sekunden, bis der Schwede erstmals geschlagen waren. Die Wiener kamen mit Elan aus der Kabine, ein Scheibenverlust durch Lukas Piff ermöglichte den aggressiv anlaufenden Hausherren eine Konterchance. Mike Halmo ließ Stéen mit einem Schuss ins Kreuzeck keine Chance. Doch die Caps waren nicht lange geschockt: eine Minute später nahm Yannic Pilloni den jungen Mathias Böhm zu einem Konter mit, die Scheibe fand aber nicht den Weg ins Tor. In der fünften Minute der Ausgleich für die Wiener: Sascha Bauer feuerte den Puck durch die Beine von Ryan Culkin auf das Tor. Bozen-Goalie Sam Harvey sah die Scheibe spät und konnte nicht mehr reagieren. Kurz nach dem Ausgleich mussten sich die Capitals in Unterzahl beweisen. James Sheppard musste nach einem Stockschlag für zwei Minuten vom Eis. Ein ereignisarmes Powerplay der Bozner führte nicht zum Torerfolg, in Minute 10 feuerte Mike Dalhuisen auf das Tor von Stéen, der allerdings parieren konnte. In der elften Minute ging es auch für die Caps ins Powerplay. Dalhuisen machte sich der Behinderung an Sheppard schuldig. Die beste Chance in diesem torlosen Überzahlspiel hatte Matt Bradley, der mit seinem Schuss an Harvey scheiterte. In der 14. Minute konterten die Hausherren blitzschnell. Eine Drei-gegen-Eins-Situation vergab Mitch Hults aber leichtfertig. Eine Minute später durften die Wiener wieder in Überzahl agieren. Mike Halmo stieß Rafael Rotter auf das Eis und musste wegen übertriebener Härte für zwei Minuten vom Eis. Im daraus resultierenden Handgemenge wurden Radek Prokes und Brad McClure aus demselben Grund in die Kühlbox geschickt. Max Zimmer, Lukas Kainz, Niki Hartl und Sheppard gaben allesamt Schüsse ab, doch sie konnten nichts am Umstand ändern, dass sich Bozen erneut schadlos hielt.

Den zweiten Spielabschnitt eröffnete Stéen mit einer Glanzparade. Nur drei Minuten später gingen die Wiener erstmals in Führung. Dalhuisen spielte einen haarsträubenden Fehlpass in den Slot zu Bradley. Der Top-Scorer der Caps ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte eiskalt (24.). In der 25. Minute scheiterten Patrick Antal und Bauer an Harvey. Zwei Minuten später fuhr Bradley ein schönes Solo, doch wieder blieb Harvey Sieger. In der 31. Minute gibt es wieder Strafen für beide Teams. Nach einem Crosscheck an Rotter musste Scott Valentine aus dem Spiel. Rotter selbst wurde wegen Behinderung in die Kühlbox verbannt. Im anschließenden Vier-gegen-Vier stoppte Stéen einen Konter der Südtiroler mit einem Save. Eine Minute später erzielte der ins Spiel zurückgekehrte Rotter das 3:1 zugunsten der Wiener. Prokes sah, dass der 35-Jährige die Spielfläche wieder betreten hatte und spielte daraufhin einen Traumpass, der Rotter allein in Szene setzte. Der Angreifer schloss kaltschnäuzig ab (33.). Gegen Ende des zweiten Drittels sprachen die Unparteiischen erneut eine Menge Strafen aus. In der 37. Minute mussten Bernhard Posch wegen Behinderung und Dustin Gazley wegen Haltens auf die Strafbank. 42 Sekunden später folgte erst Alex Wall wegen Beinstellens und in derselben Szene Matt Bradley wegen Beleidigung. Im darauffolgenden Fünf-gegen-Drei-Powerplay für Bozen konnte Stéen erst zweimal gegen Christian Thomas retten, wenige Sekunden später verkürzte Matt Frattin auf 2:3 (39.).

Die Hausherren starteten deutlich aktiver ins Schlussdrittel. In der 42. Minute blockte Nico Brunner einen Schuss von Brad McClure ab. Domenico Alberga, Dalhuisen, Miceli und Hults fanden in den folgenden Minuten ihren Meister in Caps-Goalie Stéen. In der 50. Minute musste Dylan DiPerna nach einem Bandencheck gegen Bradley für zwei Minuten auf die Strafbank. Im anschließenden Powerplay dauerte es nur acht Sekunden bis zum 4:2 durch Zimmer. Der US-Amerikaner kam nach einem Getümmel hinter dem Tor vor dem Gehäuse an die Scheibe und ließ Harvey keine Abwehrchance. In weiterer Folge baute Bozen wieder Druck auf die Caps-Verteidigung auf. Miceli scheiterte erst mit einem Gewaltschuss an Stéen (51.), zwei Minuten später verzog Culkin aus aussichtsreicher Position (53.). In der 56. Minute musste Antal nach Crosscheck für zwei Minuten auf die Strafbank. Die geduldig agierenden Bozner trafen drei Sekunden vor Ablauf der Strafe durch Miceli zum 3:4. Die Hausherren gingen in weiterer Folge volles Risiko und nahmen Harvey vom Eis. In der 60. Minute sorgte Bradley mit seinem Treffer ins leere Tor für die Entscheidung und den Endstand. Die spusu Vienna Capitals gaben 31 Schüsse ab. Goalie Stéen parierte 30 Schüsse des HCB auf sein Tor. Seine Fangquote beträgt 90,9 Prozent.

HCB Südtirol Alperia – spusu Vienna Capitals 3:5 (1:1, 1:2, 1:2)

Tore HCB: Mike Halmo (1.), Matt Frattin (39./PP), Angelo Miceli (58./PP)

Tore CAPS: Sascha Bauer (5.), Matt Bradley (24., 60./EN), Rafael Rotter (33.), Max Zimmer (50./PP)

Statement Dave Barr, Head-Coach der spusu Vienna Capitals: „Ich bin sehr glücklich mit unseren ersten beiden Dritteln. Wir waren die bessere Mannschaft. Bozen ist ein sehr körperlich agierendes Team, doch unsere Jungs haben zusammengehalten. Das war großartig. Wir haben einen Weg gefunden, zu gewinnen. Wir bekamen ein paar wichtige Saves zur richtigen Zeit von Stéen. Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns gegen ein sehr gutes Eishockeyteam. Man nimmt aus jedem Spiel etwas mit, egal ob man gewinnt oder verliert. Dennoch sind wir sehr glücklich, dass wir drei Punkte gegen einen sehr guten Gegner eingefahren haben. Hoffentlich verleiht uns das ein wenig Schwung. Heute haben wir uns weitestgehend auf junge Verteidiger verlassen und sie haben einige gute Minuten für uns absolviert. Bernhard Posch hat heute sein bisher bestes Spiel gemacht. Lukas Piff war nach einem Fehler am Anfang ebenfalls sehr stark für uns. Diese jungen Spieler, die sich verbessern und uns dabei helfen, Spiele zu gewinnen, die werden für uns in den kommenden Monaten noch sehr wichtig werden.“

Die Wölfe warten

Am Sonntag treffen die spusu Vienna Capitals auf den HC Pustertal. Spielbeginn ist um 15:00 Uhr. Die Wölfe werden sich wohl für die ersten beiden Saisonduelle an den spusu Vienna Capitals revanchieren wollen. Die Wiener gewannen in der heimischen STEFFL Arena mit 5:2. In Bruneck gewannen die Caps gar mit 9:1. Die vom Wiener Phil Horsky trainierten Pustertaler sind in der Tabelle auf Platz elf zu finden.

„Pustertal spielt aktuell sehr gutes Eishockey. Sie haben einige Änderungen vorgenommen und diese greifen. Das wird ein sehr hartes Spiel für uns morgen. Wir haben heute schon ein wenig die Eiszeiten der Spieler dosiert. Wir wollten sicherstellen, dass wir unsere Top-Spieler nicht ausbrennen, indem sie heute zu viel spielen. Jérémy Grégoire wird morgen ins Line-Up zurückkehren. Das bringt uns frisches Blut. Seine Energie und seine Körperlichkeit werden dem Team weiterhelfen“, so Dave Barr.

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