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Heilbronner Minitruppe gewinnt verdient bei den Selber Wölfen

Selber Wölfe vs. Heilbronner Falken 1:2 (0:0; 0:1; 1:1)

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Fabjon Kuqi vor dem Heilbronner Tor - © Mario Wiedel
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Selb. (PM Wölfe) Die Heilbronner Falken gewinnen am Ende verdient mit 2:1 bei den Selber Wölfen.

Die Verunsicherung war den Wölfen über weite Strecken der Partie anzumerken. Beide Teams erwischten nicht ihren besten Tag, die Falken waren am Ende jedoch den einen Treffer besser und nahmen die Punkte mit nach Heilbronn. Im Schlussabschnitt rückten dann jedoch die Schiedsrichter in den Mittelpunkt, die immer wieder mit sehr kleinlichen Entscheidungen gegen die Wölfe auffielen. Nichtsdestotrotz bedarf es dringend einer Leistungssteigerung, um vor den anstehenden Playoffs wieder in die Spur zu kommen.

Verhaltenes erstes Drittel

In den ersten Minuten entwickelte sich eher ein chancenarmes Spiel auf beiden Seiten. Leichte Vorteile hatten hier die Wölfe, die den Puck zumindest hin und wieder vor das Tor der Falken brachten, während Weidekamp auf der anderen Seite eher beschäftigungslos war. Die erst richtig dicke Chance hatte nach gut zehn Minuten dann Lahtinen, der frei vor Jokinen jedoch knapp verzog. Die bis dahin sehr sattelfeste Defensive der Wölfe, war nach einem Wechselfehler dann erstmals in Unterzahl gefordert. Zwar strahlten die Gäste hier erstmals Torgefahr aus und kamen auch zu guten Abschlüssen, doch Weidekamp war hier mehrmals zur Stelle und hielt die Null fest. In den Schlussminuten nahm die Partie dann auch endlich Tempo auf und beide Teams waren offensiv deutlich präsenter. Weidekamp parierte hier stark gegen Wagner, der frei zum Schuss kam. Auf der Gegenseite scheiterte Valasek knapp an Jokinen. Die Wölfe mussten 30 Sekunden vor Ablauf des Drittels eine weitere Strafe hinnehmen, es blieb jedoch beim torlosen ersten Abschnitt.

Wölfe vor dem Tor unglücklich

Die Wölfe hielten sich auch im zweiten Powerplay der Falken schadlos und hätten beinahe den Führungstreffer erzielt. Schutz hatte über außen viel Platz und bediente im Slot den heranstürmenden Rubin, der den Puck allerdings am Tor vorbeischob. Selb war weiterhin optisch überlegen, der erste Treffer des Abends gelang dann allerdings den Falken. Skvorcovs Querpass fand den blanken Ludin, der den Puck trocken ins kurze Eck unter die Latte hämmerte. Die Wölfe waren um die schnelle Antwort bemüht, doch sowohl Schutz als auch Tabert scheiterten aus aussichtsreichen Positionen. Die Wölfe waren bemüht den Ausgleich zu erzielen, doch vor dem gegnerischen Tor agierte man oftmals zu kompliziert und teils fehlte auch das nötige Quäntchen Glück. Das erste Powerplay an diesem Abend für die Wölfe brachte auch nicht den gewünschten Erfolg ein. Auch in der Folge waren die Wölfe nicht zwingend genug, denn auch im zweiten Powerplay wenig später wurde es für Jokinen nie richtig gefährlich. Die beste Chance auf den Ausgleich vergab Spitzner, als er bei seinem Nachschuss an Jokinen scheiterte.

Fragwürdige Entscheidungen im Schlussabschnitt

Der Spielverlauf änderte sich auch im Schlussabschnitt nicht. Die Falken lauerten weiter auf ihre Chancen und die Wölfe waren vor dem Tor nach wie vor nicht zielstrebig genug. Für die Erlösung sorgte dann Dominik Müller, der aus dem Gewühl heraus an den Puck kam und trocken über die Fanghand von Jokinen hinweg im Tor der Falken unterbrachte. Die Gemüter kochten hoch, als Rubin für ein nicht wirklich erkennbares Foul an Ritchie eine fünf + Matchstrafe erhielt. Es dauerte dann auch nicht lange, ehe Ritchie mit einem trockenen Schuss unter die Latte die erneute Führung für seine Farben erzielte. Die verbliebenen knapp vier Minuten verteidigten die Wölfe dann stark und ließen keinen weiteren Treffer der Falken mehr zu. In den Schlussminuten entglitt dem Schiedsrichtergespann die Partie zunehmend. Erst wurde ein klarer Kniecheck gegen Gelke nicht geahndet, wenige Augenblicke später musste Raab dann nach einem nicht erkennbaren Foul auf die Strafbank. Die Wölfe zogen in den beiden letzten Minuten noch den Torhüter und probierten im sechs gegen vier nochmal alles, der Ausgleich wollte jedoch nicht mehr gelingen.

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

Selber Wölfe: Weidekamp (Wiens) – Gläßl, Tramm, Gauch, Raab, Kassay-Kezi, Müller, Hördler – Kuqi, Gelke, Valasek, Lahtinen, Rubin, Schutz, Spitzner, Ziesche, Tabert, Klughardt, Bauer, Mikisch
Heilbronner Falken: Jokinen (Berger) – Mapes, Plauschin, Berry, Krenzlin, Schams – Anderson, Wagner, Ritchie, Fabian, Cabana, Just, Skvorcovs, Ludin, Hon
Tore: 24. Min. 0:1 Ludin (Skvorcovs) 47. Min. 1:1 Müller (Lahtinen, Schutz) 51. Min. 1:2 Ritchie (Anderson, Just; 5/4)
Strafzeiten: Selb 36 (5 + Matchstrafe Rubin), Heilbronn 8
Schiedsrichter: Steinecke, Kalnik (Bösl, Hintermeier)
Zuschauer: 1.734

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