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Heilbronn verliert in Overtime – 4:5 gegen Dresden

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Dresdens Sami Kartinen scheitert an Philip Lehr im Kasten der Falken - © by Eishockey-Magazin (MT)
Dresdens Sami Kartinen scheitert an Philip Lehr im Kasten der Falken – © by Eishockey-Magazin (MT)

Heilbronn. (IM) Am Sonntagabend trafen die Falken aus Heilbronn auf das Team der Dresdner Eislöwen. Heilbronn musste in diesem Spiel auf einige Spieler verzichten. Zu den Langzeitverletzten Steven  Bär und Pat Baum gesellten sich Frantisek Mrazek erkrankt und Sinisa Martinovic wegen muskulärer Probleme. Unabhängig des Abgangs von Fabio Carciola zum EHC München stand Andrej Bires heute wieder im Aufgebot.

Die erste gute Möglichkeit erarbeiteten sich die Gäste aus Sachsen nach gut drei Minuten. Tomi Pöllänen stand plötzlich völlig alleine vor dem Kasten der Falken, Philip Lehr konnte aber gekonnt parieren. Er hatte heute den Vortritt vor Branislav Konrad erhalten, der im letzten Spiel in Weißwasser nicht immer eine gute Figur gemacht hatte. Als Thomas Ziolkowksi in der fünften Minute für zwei Minuten auf die Strafbank musste, kam auch Heilbronn zu ersten Möglichkeiten. Kevin Nastiuk im Gehäuse der Eislöwen konnte aber in dieser ersten Überzahl nicht bezwungen werden. Elf Minuten waren gespielt, da gelang Heilbronn das 1:0. In Überzahl erzielte P.J. Fenton nach Vorlage von Robert Hock den Führungstreffer. Den nächsten Angriff der Gäste konnte Philip Lehr im Tor der Falken sehr sehenswert vereiteln, seine tolle Parade ließ Sami Kaartinen scheitern. Wenige Minuten später mussten die Hausherren dann doch den Ausgleich hinnehmen. Auf Zuspiel von André Mücke und Fedor Boiarchinov gelang Arturs Kruminsch in der 13. Minute das 1:1. Als Adriano Carciola genau drei Minuten vor der ersten Pause auf die Strafbank musste, wurde es nochmal heiß vor dem Gehäuse von Philip Lehr. Dresden baute mächtig Druck auf, ein weiterer Treffer wollte aber nicht gelingen. So trennten sich beide Teams mit einem durchaus verdientem Unentschieden in die erste Pause.

Das Mitteldrittel bot lange keine erwähnenswerten Situationen, erst als Kevin Nastiuk im Tor von Dresden eine Strafe wegen Spielverzögerung erhielt, konnte sich Heilbronn einige Chancen erarbeiten. Brady Leisenring, P.J. Fenton und Kapitän Robert Hock tauchten mehrmals vor dem Tor der Eislöwen auf, konnten aber keinen Treffer erzielen. Fünf Sekunden vor Ablauf der Strafe klingelte es dann doch. Auf Zuspiel von Alexander Ackermann und Andrej Bires gelang Marcel Kurth aus zwei Meter das 2:1 für seine Falken. Das Team von Trainer Thomas Popiesch schien beeindruckt und brauchte einige Zeit, um sich vom Rückstand zu erholen. Die Falken nutzten ihrerseits diese Phase und erhöhten den Druck jetzt deutlich. Aber auch wenn Heilbronn jetzt die deutlich bessere Mannschaft war, weitere Treffer wurden nicht erzielt. Im Abschluss fehlte dem Team von Coach Igor Pavlov meist noch das Quäntchen Glück oder der Schlussmann der Eislöwen parierte die Angriffe der Falken. Eine bis dahin sehr faire Partie ging also mit der knappen, aber verdienten Falken-Führung in die zweite Pause.

Im Schlussabschnitt starteten beide Teams sehr verhalten, erst eine Strafe gegen Dresden sorgte für etwas mehr Betrieb in der Zone der Ostdeutschen. Hauptschiedsrichter Cori Müns hatte den Eislöwen André Mücke, nach Foul an P.J. Fenton, auf die Strafbank verbannt. Ein satter Schlagschuss sorgte 18 Sekunden vor Ablauf dieser Strafzeit für das 3:1. Mike Card hatte auf Zuspiel von PJ. Fenton und Robert Hock unhaltbar abgezogen. Wenige Sekunden nach dem Treffer der Heilbronner konnten aber auch die gut 20 Anhänger der Eislöwen jubeln. Sami Kaartinen gelang von der blauen Linie das 3:2 für sein Team. Assistiert hatten hier Hugo Boisvert und Tomi Pöllänen. Zuvor hatten die Falken eine Bankstrafe erhalten und spielten somit mit einem Mann weniger als Dresden der Anschluss gelang. Dresden drückte jetzt auf den Ausgleich und spielte stark nach vorne. Zwei Strafen gegen die Hausherren kamen dem Gast aus Dresden hierbei sehr gelegen. Igor Pavlov versuchte mit einer Auszeit sein Team auf diese heiße Situation einzustellen und hatte hiermit Erfolg. Sein Team überstand diese Strafen schadlos und blieb weiter in Führung. Mit etwas weniger als sieben Minuten zu spielen gelang Dresden aber dann doch der Ausgleich. Erneut war es ein Schuss von der blauen Linie der seinen Weg ins Tor der Falken fand. Torschütze war diesmal Petr Macholda nach Zuspiel von Hugo Boivert (3:3). Gut vier Minuten standen noch auf der Stadionuhr, da gelang Heilbronn die erneute Führung. Ein Schuss von P.J. Fenton kullerte über Kevin Nastiuk ins Dresdner Tor und bescherte den Hausherren die erneute Führung (4:3).  Dresden versuchte es kurz vor Ende noch mit der Herausnahme seines Torhüters und wurde bei 1:11 auf der Uhr belohnt. Auch dieser Treffer sah sehr kurios aus, wurde aber regelgerecht erzielt. Torschütze zum 4:4 war Sami Kaartinen auf Zuspiel von Petr Macholda.

So mussten beide Teams in die Overtime, um den Sieger dieser Begegnung zu ermitteln. Genau eine Minute brauchten die Gäste aus Dresden, um sich den Zusatzpunkt zu sichern. Sami Kaartinen nutzte einen Abpraller um das 5:4 für Dresden zu erzielen. So mussten sich die Falken nach harter Arbeit mit einem Zähler begnügen und konnten den Abstand auf Weißwasser hiermit nur unwesentlich verkürzen.

 

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