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Eisbären gewinnen gegen Kölner Haie mit 5:0 Berlin. (TWL) Seit fast drei Jahrzehnten ist Uwe Schumann Stadionsprecher der Eisbären. Wie immer stand er vor... Hauptstadt schlägt Domstadt

Eisbären gewinnen gegen Kölner Haie mit 5:0

© Sportfoto-Sale (TWL)

Berlin. (TWL) Seit fast drei Jahrzehnten ist Uwe Schumann Stadionsprecher der Eisbären. Wie immer stand er vor dem Spiel gegen die Kölner Haie auf dem Eis und führte wie gewohnt durch die Show vor dem Spiel.

Bei den Sponsoren bedanken, die Spieler euphorisch vorstellen und die Puhdys mit ihrem Eisbären-Lied ankündigen. Und doch war irgendwie alles anders. Keine Maskottchen auf dem Eis, kein aufgeblasener Eisbär als Spielertunnel, kein Piffpaffpuff – und vor allem keine Fans auf den Rängen, die mit ihren Gesängen für Stimmung sorgten. Natürlich ist es toll, dass es wieder DEL-Eishockey gibt. Trotzdem bleibt irgendwie jedes große Sportevent aufgrund Corona irgendwie seltsam, auch DEL-Eishockey.

Im Jahresheft der Eisbären werden die einzelnen Spieler vorgestellt. Auch mit Fragen abseits des Eishockeys. Wir erfahren, dass der Verteidiger Ryan McKiernan Saxophon spielt, Kapitän Frank Hördler Gitarre und Neuzugang Stefan Espeland Fußballspieler werden wollte. Fast jeder Spieler sagt, dass die Fans der Eisbären etwas Besonderes sind „und eine einzigartige Atmosphäre schaffen“. Man fragt sich, wie die Spieler sich ohne Fans motivieren können. Gestern haben beide Mannschaften in einem temporeichen Spiel gezeigt, dass es trotzdem geht (gehen muss).

Vor allem die Eisbären kamen nach der 2:5 Niederlage gegen Iserlohn hochmotiviert ins Spiel. Bereits nach 44 Sekunden gingen die Berliner durch den neu geholten Stürmer Matt White in Führung. Den Pass von Mark Zengerle nutzte der 31- jährige Topscorer gegen den früheren Eisbären-Goalie Justin Pogge zur Führung im 124. Duell gegen die Kölner. Ein paar Minuten später rückten die Haie zu weit auf. Hördler passte von hinten auf den an der blauen Linie wartenden Parker Tuomie, der Pogge erneut keine Chance ließ. 2:0. So ging es dann auch in die Pause.

Die Kölner, die ohne Uvira und Ex-Eisbär Sheppard antraten, spielten gut mit (Oblinger, Pfostenschuss 19:15 Minute), konnten aber vorne ihre Chance nicht nutzen oder „Spinne“ Mathias Niederberger hielt einfach alles. Defensiv liefen sie oft der Musik hinterher. Bei 5:5 Situationen setzen sich die Eisbären oft genug im Drittel der Kölner fest, wie bei einem Powerplay.

Die Eisbären machten auch im zweiten Drittel so weiter. Kurz nach Drittel-Beginn (22:35 Minute) erzielte der neu geholte kanadische Stürmer Kris Foucault mit einem harten Handgelenkschuss das 3:0. Die Effizienz, das aggressive Pressing und der richtige Zeitpunkt der Tore der Eisbären machten es den Domstädtern immer schwerer.

Als John Ramage aufgrund Beinstellens eine zweiminütige Strafe erhielt, konterten die Berliner eiskalt. Der DEL-Spieler der letzten Saison Marcel Noebels passte aus der hintersten Ecke auf Fiore, der an der Mittellinie stehend den Puck mitnahm und allein auf das Tor der Kölner zulief. Mit einem No Look-Pass bediente er den hinter ihm mitgelaufenen Hördler, der den Puck zum 4:0 reinballerte. Ein Tor für die Top ten.

© Sportfoto-Sale (TWL)

Ex-Eisbären-Coach Krupp wechselte dann Anfang des dritten Drittels den Goalie. Hannibal Weitzmann kam für Pogge, nütze aber auch nichts, denn auch er musste schon nach wenigen Sekunden hinter sich greifen. Foucault zog nach einem Bully so schnell ab, dass selbst die Kamera-Leute nicht mitkamen. Dann war der Drops gelutscht. Der Rest des Spiels wurde von den Hauptstädtern verwaltet. Mit dem 5:0 der Eisbären steht es jetzt insgesamt 57:57 gegen Köln.

Die Kölner haben vorne gut gespielt, aber ihre Chance nicht genutzt. Vor allem die sechs Überzahlsituationen wurden schlecht ausgespielt. Defensiv liegt noch viel Arbeit vor Coach Uwe Krupp. Oft genug rückten die Haie viel zu weit vor und wurden dann mit einem langen Pass ausgekontert. Der Kölner Alexander Oblinger sagte hinterher auch im Interview bei Magenta Sport, dass sie einfach immer „zu spät“ waren. So sah es auch weite Teile des Spiels aus.

Eisbären-Coach Serge Aubin hatte mit seiner Reihenumstellung (Foucault spielte mit Tuomie und M.Olver) insgesamt drei gefährliche Reihen (Noebels-Reichel-Pföderl, White-Zengerle-Fiore), gegen die Köln defensiv überfordert war. Anders als gegen Iserlohn, war die Unterzahl dieses Mal sehr gut. Vorne wurde gut gestört, die Kölner kamen oft noch nicht einmal in die Box. Bisher hat Berlin auch nur acht Tore kassiert. Nur Mannheim hat ein Tor weniger. Die Defensive steht also. Allerdings gab es immer noch zu viele Strafzeiten (6), auf den (der Ex-Düsseldorfer) McKierrnan entfielen alleine drei!

Mit Matt White (7 Scorerpunkte), Kris Foucault (7 Scorerpunkte), Mark Zengerle (4 Scorerpunkte) haben sich die Eisbären viel Erfahrung und Qualität in den Kader geholt. Zudem macht Goalie Mathias Niederberger den Unterschied. In der Pressekonferenz lobte Eisbären-Coach Serge Aubin den Nationalspieler über den Klee: „Er gibt den Spielern Sicherheit und zeigt herausragende Paraden.“ Am Montag wird Niederberger gegen seinen ehemaligen Klub Düsseldorf antreten. Wir werden dann sehen, wie die Wiederkehr für ihn sein wird und ob der neue Erste in der Nordgruppe der DEL , die Eisbären Berlin, Tabellenführer bleiben werden.

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